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Aktuelle Termine

Dienstag, 21.08.2018, Einlass: 19:00 Uhr

Offenes Antifa Treffen

Nicht in einer politischen Gruppe organisiert? Neu in der Stadt? Kein Bock auf Nazis? Probleme mit den Rechten? Aus Überzeugung gegen Rassismus und Faschismus?

In ganz Deutschland werden Unterkünfte für Geflüchtete attackiert und in Brand gesetzt, besonders häufig in Sachsen. Rassist*innen und Nazis marschieren Woche für Woche in den unterschiedlichsten Orten auf. Am Rande dieser rechten Veranstaltungen werden Menschen von Nazis und Rassist*innen immer wieder bedroht und angegriffen. Jenseits von unkoordinierten Interventionsversuchen ist kaum nennenswerter Widerstand sichtbar. Bürgerlichen Protest gibt es kaum bis nie, gleichzeitig werden die verbliebenen Gegendemonstrant*innen mit staatlicher Repression überzogen.

Es ist wichtig, sich zu vernetzen und Strukturen aufzubauen, um den Widerstand zu organisieren – nicht nur gegen Rassismus und Faschismus, sondern auch gegen Nationalismus, Antisemitismus, Sexismus, Homophobie
und die kapitalistische Gesamtscheiße.

Du willst endlich was dagegen tun, wusstest bisher aber nicht wo, wie und mit wem? Dann komm zum Offenen Antifa Treffen (OAT).

Das nächste Offene Antifa Treffen (OAT) ist am 21. August um 19 Uhr in der 1. Etage des Vorderhaus vom Conne Island (Koburger Str. 3, 04277 Leipzig).




Freitag, 16.11.2018, Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr

Unbequeme Opfer? „Berufsverbrecher“ und „Berufsverbrecherinnen“ als Häftlinge in NS-Konzentrationslagern

Vortrag von Dagmar Lieske und Sylvia Köchl

Zwischen 1933 und 1945 wurden mehrere Zehntausend Menschen – in erster Linie so genannte „Reichsdeutsche“ – von der Kriminalpolizei unter dem Titel „polizeiliche Vorbeugungshaft“ in Konzentrationslager eingewiesen, wo sie den „grünen Winkel“ der „Berufsverbrecher_innen“ tragen mussten. Als Opfergruppe werden sie trotz dieser hohen Zahl weitgehend ignoriert. Sie waren und sind bis heute in Deutschland und Österreich nicht nur von der materiellen Entschädigung quasi ausgeschlossen, sondern mit ihren Verfolgungsgeschichten auch kein Bestandteil der Erinnerungskulturen.

Dagmar Lieske und Sylvia Köchl gehören zu den ersten Forscher_innen, die sich intensiv mit „Berufsverbrechern“ und „Berufsverbrecherinnen“ auseinandergesetzt haben. Anhand von biografischen Beispielen aus den Konzentrationslagern Sachsenhausen (Männer) und Ravensbrück (Frauen) stellen sie die Verfolgungsstruktur durch die nationalsozialistische Kripo vor, weisen auf geschlechtsspezifische Unterschiede hin und gehen auf die Diffamierungen ein, denen Überlebende aus dieser Opfergruppe in Deutschland und Österreich nach der Befreiung ausgesetzt waren.

Dagmar Lieske ist Autorin des Buches „Unbequeme Opfer? ‚Berufsverbrecher‘ als Häftlinge im KZ Sachsenhausen“ (Metropol-Verlag 2016), in dem sie sowohl die Haftwege als auch die Situation von als „Berufsverbrechern“ Verfolgte in der Häftlingsgesellschaft gezeichnet hat. Sie lebt in Berlin und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeitern in der Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen sowie als Lehrbeauftragte an der FU Berlin.

Sylvia Köchl ist Autorin des Buches „‚Das Bedürfnis nach gerechter Sühne‘. Wege von ‚Berufsverbrecherinnen‘ in das Konzentrationslager Ravensbrück (Mandelbaum Verlag, Wien 2016), in dem es v.a. um die rekonstruierten Biografien von acht österreichischen „Berufsverbrecherinnen“ – Diebinnen und Abtreiberinnen – geht. Sie ist Aktivistin der Österreichischen Lagergemeinschaft Ravensbrück & FreundInnen und lebt in Wien.

siehe auch: https://www.zwangsarbeit-in-leipzig.de/zwangsarbeit-in-leipzig

Alte Termine

Freitag, 27.07.2018, Einlass: 19:00 Uhr

Im Gespräch mit sit'n'skate - Destroying Stereotypes

sit’n’skate, das sind Lisa Schmidt und David Lebuser. Sie haben mit Freundin und Fotografin Anna Spindelndreier das Projekt sit'n'skate ins Leben gerufen, um mit coolen Aktionen, stylischen Bildern und coolem Lifestyle die Sicht auf Menschen mit Behinderung zu verbessern. Sie wollen Stereotypen zerstören und sie gegen positive Bilder tauschen.

Im Gespräch mit sit’n’skate wollen Lisa Schmidt und David Lebuser ein wenig über ihr Leben erzählen und Erfahrungen weitergeben. Außerdem wollen sie allen Teilnehmer*innen, ob mit oder ohne Einschränkung, Rede und Antwort stehen. Im Conne Island dürft ihr den beiden eure Fragen stellen und sie erzählen gern alles über Umgang mit behinderten Menschen, verschiedenen Behinderungen, Stereotype und vieles mehr.

Mehr Infos zu sit’n’skate findet ihr hier: www.sitnskate.de

Das Projekt wird gefördert durch das Referent für Inklusion des Student_innenRates der Universität Leipzig.

Der Eintritt ist frei.

Dienstag, 17.07.2018, Einlass: 19:00 Uhr

Offenes Antifa Treffen

Das nächste Offene Antifa Treffen (OAT) ist am 17. Juli um 19 Uhr in der 1. Etage des Vorderhaus vom Conne Island (Koburger Str. 3, 04277 Leipzig). Wir beschäftigen uns inhaltlich mit dem Rudolf Heß-Marsch am 18. August in Berlin.

Zum OAT

Nicht in einer politischen Gruppe organisiert? Neu in der Stadt? Kein Bock auf Nazis? Probleme mit den Rechten? Aus Überzeugung gegen Rassismus und Faschismus?

In ganz Deutschland werden Unterkünfte für Geflüchtete attackiert und in Brand gesetzt, besonders häufig in Sachsen. Rassist*innen und Nazis marschieren Woche für Woche in den unterschiedlichsten Orten auf. Am Rande dieser rechten Veranstaltungen werden Menschen von Nazis und Rassist*innen immer wieder bedroht und angegriffen. Jenseits von unkoordinierten Interventionsversuchen ist kaum nennenswerter Widerstand sichtbar. Bürgerlichen Protest gibt es kaum bis nie, gleichzeitig werden die verbliebenen Gegendemonstrant*innen mit staatlicher Repression überzogen.

Es ist wichtig, sich zu vernetzen und Strukturen aufzubauen, um den Widerstand zu organisieren – nicht nur gegen Rassismus und Faschismus, sondern auch gegen Nationalismus, Antisemitismus, Sexismus, Homophobie
und die kapitalistische Gesamtscheiße.

Du willst endlich was dagegen tun, wusstest bisher aber nicht wo, wie und mit wem? Dann komm zum Offenen Antifa Treffen (OAT).


siehe auch: offenesantifatreffen.blogsport.eu
Dienstag, 26.06.2018, Einlass: 19:00 Uhr

Identitätskrise – Eine Vortragsreihe von HARP- Teil 2

Identitätskrise
Drei kritische Interventionen


Der Begriff der „Identität“ ist selbst identitär aufgeladen. Gilt er den einen als Gegenbegriff zu moderner Dekadenz und Sittenverfall, gilt er den anderen als Teufelszeug, das es rundherum abzulehnen gälte. Die einen sehen das Abendland in einer Identitätskrise versinken, die anderen erblicken in ihr die Chance eines postidentitären Aufbruchs. Auch von linker Seite wird das Konzept einer „Identitätspolitik“ von manchen als Werkzeug postmodernen Widerstands betrachtet, von anderen als Annäherung an rechte Identitätsverklärung kritisiert.

In drei Vorträgen will sich diese Reihe kritisch mit dem Konzept der „Identität“ vor dem Hintergrund des Erstarkens identitärer Bewegungen in der Region Leipzig und weltweit auseinandersetzen. Die gewählten Perspektiven sind dabei so vielfältig wie das Thema selbst. Am 21. 6. möchten Paul Stephan und Benjamin Kaiser jeweils eine Kritik am diesem Konzept mit dem Versuch verknüpfen, ein Gegenmodell dazu vorzuschlagen. Paul Stephan möchte in seinem Vortrag zu diesem Zweck den Begriff der Authentizität ins Spiel bringen und Thesen für eine anti-identitäre Bewegung zur Diskussion stellen. Benjamin Kaiser plädiert in seinem Vortrag mit Emmanuel Levinas für eine „Kleine Identität“ als Gegenmodell zu der „großen“ der Identitären Bewegung. Am 26. 6. nimmt Christian Niemeyer die Identitätskrise Friedrich Nietzsches nach der Wagnerära resp. den „Fall Nietzsche(s)“ zum Aufhänger für seine Antwort auf die Frage, warum da einer nicht wurde, wer er ist: Nietzsche.

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Christian Niemeyer:
Der Fall Nietzsche(s), oder: Warum da jemand nicht wurde, wer er ist: Nietzsche


Identität ist das – in psychotischen Episoden schwindende – Wissen darum, wer man ist und was man will. Das Erstere stellt sich in der Regel im Alter von vier oder fünf Jahren ein. Ich – wer über Identität reden will, darf mit Vokabeln wie dieser beginnen – jedenfalls kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass ich eines Tages, in etwa in diesem Alter, auf einmal staunend des Umstandes gewahr wurde, dass ich Ich war – und nicht irgendjemand anderes. Ich kann mich allerdings gleichfalls noch gut daran erinnern – ich muss zwölf oder dreizehn gewesen sein –, wie und unter welchen Umständen ich im Begriff stand, mir oder dem, was mir über mich gesichert schien, untreu zu werden: Das Telefon hatte geklingelt – und ich sollte dem Anrufer wahrheitswidrig und insoweit zu meiner stillen Empörung versichern, mein Vater, der offenbar Anlass hatte, den Anruf eines sich beschwerenden Kunden zu erwarten, sei noch nicht zu Hause. Gewiss, später, im gleichsam gesellschaftsfähigen Alter, erledigt man derartige Verleugnungsleistungen routiniert – wie beispielsweise der neunundzwanzigjährige Nietzsche in seinem Schlüsseltext Über Wahrheit und Lüge im aussermoralischen Sinne (1873) ausführlich und zugleich letztlich laut klagend erläuterte – klagend, weil ihm auf dem Höhepunkt seiner Wagner-Idolatrie keineswegs entgangen war, dass für ihn, den Erwachsenen, die Welt des Kindes, die Welt des Spiels und der Unschuld des Werdens und der Nicht-Verstellung, endgültig verloren schien zugunsten des verachtenswerten Agierens auf einem unwirtlichen Planeten voller Lüge und Trug, auf den man sich im eigenen Interesse voller Vorsicht und Klugheit zu bewegen hat, alle Zeit bereit, sich selbst zu verleugnen. Verzweifelt sann Nietzsche ab da an nach einem Ausweg, um seinem eigenen Vorsatz aus Schopenhauer als Erzieher (1874) wieder Geltung zu verschaffen: „[S]ei du selbst! Das bist du alles nicht, was du jetzt thust, meinst, begehrst.“ (I: 338) Wie man weiß oder zumindest als Nietzscheforscher wissen sollte: Nietzsche fand diesen Ausweg nicht, musste über sich selbst das Unheil sich vollziehen sehen in Gestalt des schrecklichen Bannrufs aus Morgenröthe (1881): „[D]u wirst gethan! In jedem Augenblick!“ (III: 115)

Damit ist, in etwa, der Auftrag benannt, den der Vortrag Folge zu leisten versucht: Ist – so könnte man vielleicht auch fragen – Identität und damit Nicht-Entfremdung ein unrettbar verlorenes Projekt aus fernen Tagen der Kindheit, als man Vokabeln wie ‚Wahrheit‘, ‚Offenheit‘, ‚Gerechtigkeit‘, ‚Fairness‘ und ‚Mut‘ noch wie Heiligtümern huldigte? Oder gibt es noch Hoffnung – Hoffnung auf moralisches Agieren auch von Erwachsenen, Hoffnung auch, sich selbst am Ende unter dem Müllhaufen der eigenen Erfahrungen als ein Wesen herauszerren zu können, dass auch wirklich wollte, was in der Folge geschah? Fragen wie diese möchte ich anhand eines Falles diskutieren: dem Fall Nietzsche(s) – wobei der Klammerausdruck schon andeuten soll, dass es auch um den Fall Nietzsches im Sinne eines Krankheitsfalls zu tun ist, unter Einschluss des höchsten wohl vorstellbaren Verlustes von Identität, sich zur Anzeige bringend in dem den Bereich der Psychose streifenden Gefühl, dass man getan wird und in Zukunft immer stärker getan werden wird.


siehe auch: harp.tf/2018/10/05/identitaetskrise-eine-vortragsreihe-in-leipzig-am-21-26-6-2018
Donnerstag, 21.06.2018, Einlass: 19:00 Uhr

Identitätskrise – Eine Vortragsreihe von HARP- Teil 1

Identitätskrise
Drei kritische Interventionen


Der Begriff der „Identität“ ist selbst identitär aufgeladen. Gilt er den einen als Gegenbegriff zu moderner Dekadenz und Sittenverfall, gilt er den anderen als Teufelszeug, das es rundherum abzulehnen gälte. Die einen sehen das Abendland in einer Identitätskrise versinken, die anderen erblicken in ihr die Chance eines postidentitären Aufbruchs. Auch von linker Seite wird das Konzept einer „Identitätspolitik“ von manchen als Werkzeug postmodernen Widerstands betrachtet, von anderen als Annäherung an rechte Identitätsverklärung kritisiert.

In drei Vorträgen will sich diese Reihe kritisch mit dem Konzept der „Identität“ vor dem Hintergrund des Erstarkens identitärer Bewegungen in der Region Leipzig und weltweit auseinandersetzen. Die gewählten Perspektiven sind dabei so vielfältig wie das Thema selbst. Am 21. 6. möchten Paul Stephan und Benjamin Kaiser jeweils eine Kritik am diesem Konzept mit dem Versuch verknüpfen, ein Gegenmodell dazu vorzuschlagen. Paul Stephan möchte in seinem Vortrag zu diesem Zweck den Begriff der Authentizität ins Spiel bringen und Thesen für eine anti-identitäre Bewegung zur Diskussion stellen. Benjamin Kaiser plädiert in seinem Vortrag mit Emmanuel Levinas für eine „Kleine Identität“ als Gegenmodell zu der „großen“ der Identitären Bewegung. Am 26. 6. nimmt Christian Niemeyer die Identitätskrise Friedrich Nietzsches nach der Wagnerära resp. den „Fall Nietzsche(s)“ zum Aufhänger für seine Antwort auf die Frage, warum da einer nicht wurde, wer er ist: Nietzsche.

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Paul Stephan:
Authentizität statt Identität
Thesen für eine anti-identitäre Bewegung


„Identität“ ist eine Schlüsselkategorie im Denken der Neusten Rechten. CSU, AfD und „Identitäre Bewegung“ eint, dass sie ihnen als Wert an sich gilt, den es um jeden Preis zu verteidigen gälte. Aber auch auf der linken Seite geht man vielfach davon aus, dass es irgendwie wichtig sei, identitäre Kollektive zu schaffen, um den Herrschenden im Kampf etwas entgegenzuhalten (die Identität der Schwulen, der Schwarzen, der Queeren, der Arbeiter …). Diese Identitäten werden stets von einem festen Panzer der Emotionalisierung flankiert. Dabei handelt es sich wesentlich um negative Emotionen wie Arroganz, Angst, Wut, Kränkung bis hin zum blanken Hass, die durch Abgrenzung und Abwertung das eigene Selbst sichern, das sonst zu diffundieren droht. Hinter der Trutzmauer trotziger Distinktion kann eine solche Identität bestenfalls zur Errichtung abgeschotteter safe spaces führen – in denen sich eine ursprüngliche kindliche Offenheit jedoch nur in einer defizitären, weil von der Außenwelt eben abgelösten, Form bewahren kann.

Auf der anderen Seite ist ein diffuses entleertes Selbst zu beobachten, das zu keinerlei Abgrenzung mehr fähig ist und tatsächlich handlungs- und denkunfähig wird. Seine Grundhaltung ist die Resignation, seine Ideologie – sofern es diese überhaupt noch in der Lage ist zu artikulieren – der Nihilismus. Willkommene Manövriermasse autoritärer Politiken. Leider wird dieser Typus auch von Seiten linker Theoriebildung oft als Gegenmodell zum „Wutbürger“ geradezu heraufbeschworen.

Wie ließe sich demgegenüber auf individueller wie kollektiver Ebene eine Subjektivität denken, die weder in wütender Kränkung verharrt noch jede Eigenheit aufgibt? Hier wäre der von pro-nihilistischer Seite her in Verruf geratene Begriff der Authentizität ins Spiel zu bringen, der genau eine geöffnete Identität beschreibt, die sich primär bejahend und nicht verneinend definiert. Eine solche Identität zeigt sich etwa auf kollektiver Ebene in Verhältnissen der Liebe und Freundschaft, sie basiert auf positiven Emotionen wie Mut, Stolz und Mitgefühl.

Gefühle können nicht verordnet werden und totalitär wäre erst recht eine staatliche oder parastaatliche Psychopolitik. Wenn negative Emotionen zudem einfach nur unterdrückt werden, steigern sie sich erst recht ins Wahnhafte. Doch die Gesellschaft kann und sollte darauf hinarbeiten, seelische Verletzungen zu minimieren und positive Emotionen zu fördern, um den Aufstieg der identitären Bewegungen bereits im Ansatz zu bekämpfen. Es gibt nur einen Weg, die Hydra zu bezwingen …

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Benjamin Kaiser:
Für eine Kleine Identität
Philosophisch-ethische Gegendarstellung gegen die großen Identitäten der identitären Bewegung


Die Identität, der sich die identitäre Bewegung verschrieben hat, krankt an ihrer eigenen Größe: So definieren sie Identität als eine ethnokulturelle, die sich wiederum als ein Stufenmodell von regionaler, nationaler und zivilisatorischer Identität manifestiere. Der einzelne Mensch ist letztlich nur Träger der Summe all dieser identitätsstiftender kollektiver Identitäten und steht am Ende dieser Deduktion.

Anhand der Alteritätsethik von Emmanuel Levinas soll hier hingegen ein Plädoyer für eine Kleine Identität gegeben werden. Identität gibt es für Levinas nur vor allen historischen, kulturellen und ethnischen Zuschreibungen, sie ist der aus sich selbst heraus gelebte Egoismus des Einzelnen in seiner jeweiligen leiblichen Zentriertheit, dasjenige, wo das Selbe mit sich selbst identisch ist. Identität muss sich nicht erst bilden, man hat sie. Erst durch den Standpunkt der Kleinen Identität wird eine Ethik möglich, in dem die Anderen nicht „in die Wahrnehmung eines ‚Wir‘ eingeschlossen“ (Website der iB) werden müssen. Ganz im Gegenteil, die Anderen bekommen dasselbe Recht zugesprochen wie das Selbe: eine Identität zu haben, die niemand an ihrer statt zu leben, und erst recht nicht zu beanspruchen vermag.



siehe auch: harp.tf/2018/10/05/identitaetskrise-eine-vortragsreihe-in-leipzig-am-21-26-6-2018
Mittwoch, 20.06.2018, Einlass: 19:00 Uhr

Offenes Antifa Treffen

Nicht in einer politischen Gruppe organisiert? Neu in der Stadt? Kein Bock auf Nazis? Probleme mit den Rechten? Aus Überzeugung gegen Rassismus und Faschismus?

In ganz Deutschland werden Unterkünfte für Geflüchtete attackiert und in Brand gesetzt, besonders häufig in Sachsen. Rassist*innen und Nazis marschieren Woche für Woche in den unterschiedlichsten Orten auf. Am Rande dieser rechten Veranstaltungen werden Menschen von Nazis und Rassist*innen immer wieder bedroht und angegriffen. Jenseits von unkoordinierten Interventionsversuchen ist kaum nennenswerter Widerstand sichtbar. Bürgerlichen Protest gibt es kaum bis nie, gleichzeitig werden die verbliebenen Gegendemonstrant*innen mit staatlicher Repression überzogen.

Es ist wichtig, sich zu vernetzen und Strukturen aufzubauen, um den Widerstand zu organisieren – nicht nur gegen Rassismus und Faschismus, sondern auch gegen Nationalismus, Sexismus, Homophobie und die kapitalistische Gesamtscheiße.

Du willst endlich was dagegen tun, wusstest bisher aber nicht wo, wie und mit wem? Dann komm zum Offenen Antifa Treffen (OAT).

Um 19 Uhr in der 1. Etage des Vorderhaus vom Conne Island (Koburger Str. 3, 04277 Leipzig)

siehe auch: offenesantifatreffen.blogsport.eu
Montag, 11.06.2018, Einlass: 19:00 Uhr

»Vereinte Nationen gegen Israel« Wie die UNO den jüdischen Staat delegitimiert.

Buchvorstellung von Florian Markl & Alex Feuerherdt

Kein anderes Land steht bei den Vereinten Nationen derart am Pranger wie Israel. Die Unesco und der UN-Menschenrechtsrat beispielsweise haben den jüdischen Staat in ihren Resolutionen häufiger verurteilt als alle anderen Länder dieser Welt zusammen. Auch die Generalversammlung der Uno beschäftigt sich in ihren Diskussionen weitaus öfter mit der einzigen Demokratie im Nahen Osten als etwa mit Syrien, Nordkorea oder dem Iran. Die UN-Frauenrechtskommission hat Israel unlängst als einziges Land für die Verletzung von Frauenrechten kritisiert, für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schädigt weltweit niemand die Gesundheit von Menschen und die Umwelt so stark wie der jüdische Staat. Und das sind nur einige wenige Beispiele von vielen. Ein Beschluss wie der UN-Teilungsplan von 1947, der die Grundlage für die Proklamation des Staates Israel bildete, wäre heute schlicht undenkbar.

Wie kommt es, dass sich der jüdische Staat derart im Visier der Vereinten Nationen und ihrer Untereinrichtungen befindet? Liegt das tatsächlich an Israel selbst – oder gibt es dafür womöglich ganz andere Gründe? Wie ist die Uno heute überhaupt aufgestellt, und worin unterscheidet sie sich von früheren Jahren? Welches Verständnis von den Menschenrechten herrscht bei ihren Mitgliedern vor?

Die Autoren:
Alex Feuerherdt ist freier Publizist und lebt in Köln. Er schreibt für verschiedene Print- und Online-Medien zu den Themen Israel, Nahost, Antisemitismus und Fußball, unter anderem für die Jüdische Allgemeine, n-tv.de, die Jungle World und Mena Watch in Wien. Außerdem ist er Betreiber des Blogs Lizas Welt.

Florian Markl ist Politikwissenschaftler und wissenschaftlicher Leiter von Mena Watch, einem unabhängigen Nahost-Thinktank in Wien. Publikationen u.a. zu den Themen Antisemitismus, Terrorismus und dem Nahen Osten.

siehe auch: gegen-antizionismus.de
Freitag, 08.06.2018, Einlass: 19:00 Uhr

Vergessene Flüchtlinge. Die Vertreibung der Juden aus den arabischen Staaten nach 1948

Vortrag von Ralf Balke

Während seit 70 Jahren das Thema >Palästinensische Flüchtlinge< die Diskussionen über den Nahostkonflikt dominiert, ist eine zweite Gruppe von Menschen, die in diesen Jahren ihre Heimat verlassen musste, wenig präsent. Auch 850.000 Juden aus den arabischen Staaten wurden nach 1948 zu Flüchtlingen. Im Unterschied zu den Palästinensern war ihr unfreiwilliger Exodus jedoch total. In den ersten beiden Jahrzehnten nach der Gründung des Staates Israel verschwanden zwischen Marokko und dem Irak fast alle jüdischen Gemeinden. Dieser Prozeß war begleitet von Entrechtung und Enteignung. Und während die internationale Gemeinschaft seit 1950 viele Milliarden ausgab, um die Lebenssituation der Palästinenser zu verbessern, erhielten die jüdischen Flüchtlinge nie eine Unterstützung. Vor dem Hintergrund der politischen Veränderungen der vergangenen Jahre in der arabischen Welt werden nun zunehmend Stimmen laut, die eine Restitution sowie eine Anerkennung ihres Schicksals einfordern.

Dr. Ralf Balke,
Historiker, Buchautor, Researcher und Journalist unter anderem für Jüdische Allgemeine und Jungle World, Dissertationsthema: Die Landesgruppe der NSDAP in Palästina, lebt in Berlin und Tel Aviv

siehe auch: gegen-antizionismus.de
Donnerstag, 31.05.2018, Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr

Abschied ohne Tränen - Warum sich die Linke angesichts der Krise des Westens so ungerührt zeigt

Präsentiert vom Roten Salon im Conne Island
Gespräch mit Andrei S. Markovits (Politologe, Ann Arbor/Michigan)

Die Anzeichen für eine innere Krise des Westens häufen sich: der Aufstieg des sogenannten Rechtspopulismus, Salafismus als Jugendkultur, Ethnonationalismus, Friktionen in Institutionen wie EU und NATO, um nur einige zu nennen. Zugleich wird der Westen von außen, von autoritären Mächten wie China, Russland und der Türkei, herausgefordert. Ein Großteil der Linken zeigt sich darüber allerdings nicht betrübt. Zwar wird allenthalben vor nationalistischen Entwicklungen, mit Blick auf Trump und die AfD gar einer drohenden faschistischen Machtübernahme, gewarnt. Doch die manische Feststellung von Fehlentwicklungen der Demokratie lässt unweigerlich die Grenzen zwischen dem vermeintlich »autoritärem Etatismus« im Westen und den tatsächlich autoritären Regimen der Chameneis, Erdogans, Putins und Xi Jinpings verschwimmen. Der Effekt solcher Vereinfachung ist klar: Ein positiver Bezug auf den Westen scheint unmöglich, vielmehr wird er als Synonym für imperialistische Ausbeutung und kulturelle Vorherrschaft bekämpft.
Die Weigerung, westliche Errungenschaften als Zivilisationsmodell zu akzeptieren, hinter das linke Utopie und Praxis nicht zurückfallen darf, stammt aus dem Kalten Krieg. Die Solidarität mit antikolonialen Befreiungsbewegungen als Ersatz für enttäuschte revolutionäre Hoffnungen in den kapitalistischen Metropolen machte den Westen und insbesondere seine Führungsmacht, die Vereinigten Staaten von Amerika, zum Feindbild. Die Linke hielt daran auch nach dem Ende des Systemkonflikts fest – ungeachtet geopolitischer Transformationen und der antiwestlichen Offensive konservativer Intellektueller sowie wiederkehrender Bemühungen der deutschen Politik, sich aus dem engen transatlantischen Bündnis zu lösen.
Im Gespräch mit dem amerikanischen Politologen Andrei S. Markovits möchte der Rote Salon das Verhältnis der Linken zum Westen in seiner historischen Entwicklung und gegenwärtigen Dimension erörtern. Wir freuen uns auf einen Gast, der die deutsche Linke über Jahrzehnte beobachtet und ihre Positionierungen immer wieder kritisch kommentiert hat. Nicht zuletzt sein emphatischer Bezug auf die Westbindung als Bedingung gesellschaftlicher Zivilisierung im Nachfolgestaat der Nazis macht Markovits für uns zu einem interessanten Gesprächspartner.

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen statt.

siehe auch: roter-salon.conne-island.de, weiterdenken.de/de
Dienstag, 29.05.2018, Einlass: 19:00 Uhr

Zur Aktualität von Johannes Agnolis "Transformation der Demokratie"

Vortrag + Diskussion

Johannes Agnolis Thesen zur »Transformation der Demokratie« (erstmals im Herbst 1967 erschienen) waren nicht als ein aktivistischer oder interventionistischer Text gedacht. Aber sie trafen auf eine sich gerade formierende außerparlamentarische Opposition, der – nicht zuletzt durch die Ereignisse vom 2. Juni 1967 – ziemlich rüde mitgeteilt wurde, dass demokratische Willensbildung nur als Akt der Unterwerfung unter den bundesrepublikanischen – sprich: antikommunistischen – Konsens erlaubt ist. Und so kam es, dass Agnolis Thesen, die eigentlich »nur« der damals an Verfassungsidealen orientierten sozialistischen oder sozialdemokratischen Linken argumentativ den Boden unter den Füßen wegziehen wollten, der Wut und Verzweiflung der Studentinnen und Studenten eine angemessen intellektuelle Form gaben: Ihr Unbehagen am Parlamentarismus, an der »formierten Gesellschaft« und an der Sozialpartnerschaft waren berechtigt! Agnoli zeigte, dass noch die hehrsten Ideale und Ansprüche der parlamentarischen Demokratie einen herrschaftsaffirmativen und kapitalförmigen Gehalt haben, und er erinnerte an das revolutionäre Subjekt, das außerhalb dieser Institutionen seine Kämpfe zu führen hat.

Alles lange her. Die präzise Arbeit Agnolis an der negativen Dialektik des Parlamentarismus wich in den 70er Jahren der abstrakten Generalanalyse der »Staatsableitung«, und dann kamen ja auch schon die Grünen und die neue Lust am Mitmachen. Agnoli wurde zum akademischen Einsiedler des Linksradikalismus, seine Thesen galten als »legendär«, waren schon fast anekdotisch, wurden jedenfalls nicht mehr gelesen.

Heute kann keiner genug von Demokratie und Partizipation bekommen: Die Rechten träumen von der illiberalen Demokratie, in der qua Volksabstimmung endlich Schluss gemacht werden soll mit Schutz- und Minderheitenrechten; die Linken träumen von der verallgemeinerten Demokratie, die in allen möglichen öffentlichen und halböffentlichen Institutionen Einzug halten soll, um dort Machtverhältnisse abzubauen; die Mitte träumt von der Renaissance des Bundestages, um so die Rechten und Linken einhegen zu können. Keiner kann mit keinem, aber alle schwören auf Demokratie. Von Agnoli kann man immer noch lernen, dass genau dieser Demokratie-Hype paradoxerweise auf die Transformation der Demokratie verweist – auf ihre negative Selbstaufhebung im kapitalistischen Totalitarismus.

Donnerstag, 24.05.2018, Einlass: 19:00 Uhr

Filmvorführung: Das negative Potential - Johannes Agnoli im Gespräch

Das negative Potential - Johannes Agnoli im Gespräch (2003)

Der Film zeigt Johannes Agnoli in seinem Landhaus in Lucca im Gespräch mit Christoph Burgmer im September 2001. Agnoli führt aus, warum der Staat notwendigerweise ein Zwangsverhältnis darstellt, das für allerlei Dinge zu gebrauchen ist, aber ganz sicher nicht für die Emanzipation der Menschen von Herrschaft und Ausbeutung. Er weist ebenso geduldig wie unnachgiebig darauf hin, daß es nicht um die Humanisierung der Kapitalverhältnisse geht, sondern um deren Überwindung. Gegen die heimtückische Frage, wo denn das Positive bleibe, favorisiert Agnoli die Kraft der Negation und der Subversion.

Parallel zum Film erschien das gleichnamige Büchlein im Ca Ira Verlag. Es findet sich im gut sortierten Infoladen des Conne Island.

Die Veranstaltung findet im Backstage, in der 1. Etage statt. Als Einführung und Vorbereitung auf unsere Veranstaltung mit Johannes Agnoli am 29.05.2018.

siehe auch: https://www.conne-island.de/termin/2018-05-29.html
Dienstag, 22.05.2018, Einlass: 19:00 Uhr

Offenes Antifa Treffen

Nicht in einer politischen Gruppe organisiert? Neu in der Stadt? Kein Bock auf Nazis? Probleme mit den Rechten? Aus Überzeugung gegen Rassismus und Faschismus?

In ganz Deutschland werden Unterkünfte für Geflüchtete attackiert und in Brand gesetzt, besonders häufig in Sachsen. Rassist*innen und Nazis marschieren Woche für Woche in den unterschiedlichsten Orten auf. Am Rande dieser rechten Veranstaltungen werden Menschen von Nazis und Rassist*innen immer wieder bedroht und angegriffen. Jenseits von unkoordinierten Interventionsversuchen ist kaum nennenswerter Widerstand sichtbar. Bürgerlichen Protest gibt es kaum bis nie, gleichzeitig werden die verbliebenen Gegendemonstrant*innen mit staatlicher Repression überzogen.

Es ist wichtig, sich zu vernetzen und Strukturen aufzubauen, um den Widerstand zu organisieren – nicht nur gegen Rassismus und Faschismus, sondern auch gegen Nationalismus, Sexismus, Homophobie und die kapitalistische Gesamtscheiße.

Du willst endlich was dagegen tun, wusstest bisher aber nicht wo, wie und mit wem? Dann komm zum Offenen Antifa Treffen (OAT).

Um 19 Uhr in der 1. Etage des Vorderhaus vom Conne Island (Koburger Str. 3, 04277 Leipzig)

siehe auch: offenesantifatreffen.blogsport.eu
Dienstag, 08.05.2018, Einlass: 19:00 Uhr

Kritische Theorie des Antizionismus. Zur Persistenz des Israelhasses

Vortrag von Stephan Grigat

Am Beginn des 21. Jahrhunderts ist die antizionistische Ideologie zu neuem Leben erwacht und weist weit über den Kreis linker Kleingruppen hinaus. In den Attacken auf Israel tritt der Antisemitismus als eine spezifische Form des Judenhasses nach Auschwitz auf, der sich gegen den kollektiven Juden, den jüdischen Staat, richtet. Der Vortrag soll zum einen Grundzüge einer Kritischen Theorie des Zionismus einerseits und des Israelhasses andererseits skizzieren und die Modifikationen in den diversen Ausprägungen des Antizionismus beleuchten. Zum anderen soll verdeutlicht werden, vor welchen Herausforderungen Israel durch die veränderten Realitäten des Nahen Ostens und durch die aktuellen Erscheinungsformen des Antizionismus steht.

Stephan Grigat ist Permanent Fellow am Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien der Universität Potsdam, Research Fellow am Herzl Institute for the Study of Zionism and History der University of Haifa und Wissenschaftlicher Direktor von STOP THE BOMB in Österreich. Er ist Autor von „Fetisch & Freiheit. Über die Rezeption der Marxschen Fetischkritik, die Emanzipation von Staat und Kapital und die Kritik des Antisemitismus“ (ça ira 2007) und „Die Einsamkeit Israels. Zionismus, die israelische Linke und die iranische Bedrohung“ (Konkret 2014) sowie Herausgeber von „AfD & FPÖ. Antisemitismus, völkischer Nationalismus und Geschlchterbilder“ (Nomos 2017) und „Iran - Israel – Deutschland: Antisemitismus, Außenhandel & Atomprogramm“ (Hentrich & Hentrich 2017).

siehe auch: gegen-antizionismus.de
Dienstag, 17.04.2018, Einlass: 19:00 Uhr

Offenes Antifa Treffen

Nicht in einer politischen Gruppe organisiert? Neu in der Stadt? Kein Bock auf Nazis? Probleme mit den Rechten? Aus Überzeugung gegen Rassismus und Faschismus?

In ganz Deutschland werden Unterkünfte für Geflüchtete attackiert und in Brand gesetzt, besonders häufig in Sachsen. Rassist*innen und Nazis marschieren Woche für Woche in den unterschiedlichsten Orten auf. Am Rande dieser rechten Veranstaltungen werden Menschen von Nazis und Rassist*innen immer wieder bedroht und angegriffen. Jenseits von unkoordinierten Interventionsversuchen ist kaum nennenswerter Widerstand sichtbar. Bürgerlichen Protest gibt es kaum bis nie, gleichzeitig werden die verbliebenen Gegendemonstrant*innen mit staatlicher Repression überzogen.

Es ist wichtig, sich zu vernetzen und Strukturen aufzubauen, um den Widerstand zu organisieren – nicht nur gegen Rassismus und Faschismus, sondern auch gegen Nationalismus, Sexismus, Homophobie und die kapitalistische Gesamtscheiße.

Du willst endlich was dagegen tun, wusstest bisher aber nicht wo, wie und mit wem? Dann komm zum Offenen Antifa Treffen (OAT).

Um 19 Uhr in der 1. Etage des Vorderhaus vom Conne Island (Koburger Str. 3, 04277 Leipzig)

siehe auch: offenesantifatreffen.blogsport.eu
Dienstag, 10.04.2018, Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr

Beschädigte Freiheit. Ein Dialog anlässlich Marx' 200. Geburtstag

Präsentiert vom Roten Salon im Conne Island
Gäste: Jan Gerber & Christian Schmidt

Im 200. Jahr seiner Geburt ist Karl Marx in aller Munde. Zumindest scheint er nicht länger derart diskreditiert, wie man das nach dem Ende der Blockkonfrontation 1989/90 hatte annehmen können. Dafür sprechen nicht nur die mehr als zwei Dutzend Neuerscheinungen, die im Jahr 2017 über Marx publiziert wurden bzw. 2018 noch erscheinen werden; das Land Rheinland-Pfalz und Marx’ Heimatstadt Trier bereiten ihm eine monumentale Ausstellung, das Feuilleton überschlägt sich mit Würdigungen und selbst eine wirtschaftsliberale Zeitung wie das Handelsblatt konstatiert, dass man zum Verständnis des Kapitalismus an Marx und Das Kapital nicht vorbei komme. Wie aber erklärt sich der Marx-Boom? Ist es allein den Gesetzen des Kulturbetriebs geschuldet, dass die Jubiläen prominenter Persönlichkeiten und Ereignisse nachgerade zwanghaft stets aufs Neue aufbereitet werden? Wird deshalb derzeit scheinbar mehr über Marx gesprochen wird, als dass sein Werk konsultiert würde. Ist Marx – wie Luther – endgültig zur historischen Figur geworden?

Über die Aktualität der Marxschen Kategorien will der Rote Salon mit zwei Autoren diskutieren, die im Jubiläumsjahr neue Bücher zu ihm vorlegen: Jan Gerber mit einer historischen Studie über die Pariser Jahre von Marx und seine Wandlung vom Radikaldemokraten zum Kommunisten; Christian Schmidt mit einer stärker philosophisch orientierten Einführung in Werk und Denken. Beide Zugänge könnten unterschiedlicher kaum sein: Während Gerber von einer Beschädigung, und daraus folgend einer Entwertung zentraler marxistischer Kategorien wie Geschichte, Klasse und Revolution durch die Erschütterungen des 20. Jahrhunderts ausgeht, beharrt Schmidt auf der Gültigkeit des Marxschen Studiums der politischen Ökonomie des Kapitalismus. Während Ersterer die Genese der Begriffe in ihrem historischen Kontext nachzeichnet und danach fragt, ob sie je gestimmt haben, offenbart Letzterer einen fortwährend positiven Bezug auf Marx als Philosophen der Freiheit, dessen Denken weiterhin geeignet sei, sich die ökonomischen Verhältnisse politisch anzueignen.

In einem moderierten Gespräch sollen beide Positionen zueinander ins Verhältnis gesetzt werden. Zugleich geht es um Fragen wie: Wer macht heute noch Politik mit Marx? Kann man mit ihm auch im 21. Jahrhundert, nach der dritten industriellen Revolution, die Welt erklären? Und welche der von ihm eingeführten Begriffe und Kategorien sind bis heute nutzbar?

Gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung

siehe auch: roter-salon.conne-island.de
Mittwoch, 04.04.2018, Einlass: 18:30 Uhr

Der NSU-Komplex und die Saboteure der Aufklärung

Anti-demokratische Inlandsgeheimdienste, unkontrolliertes V-Mann-Unwesen, Nazi-Terror-Szene, rassistische Ermittlungen und Staatsversagen: Zwingende Konsequenzen aus dem NSU-Komplex

Nachdem im Münchener NSU-Prozess nach langen Durststrecken und dem monatelangen, turbulenten Showdown der psychiatrischen Gutachter im Juli 2017 endlich das Ende der Beweisaufnahme erreicht wurde, ist jetzt der Weg frei für die Plädoyers und das Urteil. Den Auftakt machte die Bundesanwaltschaft Mitte des Jahres an acht Verhandlungstagen und übertrifft mit ihrer kontrafaktischen Zusammenfassung noch die schlimmsten Befürchtungen, selbst wenn sie unerwartet harte Strafen fordert und die ideologischen Hintergründe der Angeklagten minutiös ausleuchtet.

Außerdem beginnt im Gerichtssaal und in den Medien eine „Frontbegradigung“, die es ermöglichen soll, nach seinem Ende den Prozesses als Ruhmesblatt des Rechtsstaates abfeiern zu können, obwohl die wesentlichen Fragen bis heute unbeantwortet sind und niemand deren Beantwortung mehr im A 101 des Münchener Strafjustizzentrums erwartet.
Mit dem Beginn der Plädoyers der Nebenklage jedoch schlägt im NSU-Prozess vor dem Oberlandesgericht (OLG) in München noch einmal die Stunde der Wahrheit: Mit brillanten und aufeinander abgestimmten Schlussvorträgen fächerten die Vertreter der Betroffenen des NSU-Terrors noch einmal den ganzen Skandal auf, den der „NSU-Komplex“ darstellt und zu dessen Aufarbeitung und Aufklärung der Mammutprozess auch nach 400 Verhandlungstagen und viereinhalb Jahren Laufzeit nicht eben viel beigetragen hat. Beantwortet sind die allerwenigsten Fragen vom Beginn des Prozesses, geklärt kaum eine der zahllosen, haarsträubenden Ungereimtheiten, die die Diskussion bestimmen. Gesellschaftliche und politische Konsequenzen spielen im Alltag vor Gericht und in den (unterdessen DREIZEHN) Parlamentarischen Untersuchungsausschüssen so gut wie keine Rolle.

Im Gegenteil, die Zuspitzung: Dem Inlandsgeheimdienst konnte nichts Besseres passieren als der „NSU“, ist so gültig wie schon kurz nach dem Aufliegen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU). Bei immer neuen entpolitisierten „Sex & Crime“-Schlagzeilen im NSU-Kontext punkten Medien in der kurzlebigen Aufmerksamkeitsökonomie ohne die wesentlichen Fragen zu stellen.

Hinter dem Agieren des terroristischen NSU und seines wohl Hunderte Personen umfassenden Unterstützer_innen-Netzwerks öffnete sich das Panorama des wohl ‚größten Geheimdienstskandals der Geschichte der BRD und eines unvorstellbaren behördlichen Rassismus‘ in den Mordermittlungen. Gegen die Familien und das soziale Umfeld der Opfer und die Ermordeten selbst wurde über Jahre mit kruden Vorwürfen und rassistischen Anschuldigungen ermittelt. Für die betroffenen Familien eine bis zu einem Jahrzehnt währende Demütigung, ohne dass je auch nur ansatzweise Spuren ins Nazi-Milieu verfolgt worden wären.

Wie weit staatliche Verstrickung in das Geschehen gegangen ist, ist bis heute nicht im Geringsten geklärt, im Gegenteil: ein beispielloser Vertuschungs- und Obstruktionsskandal der unter Verdacht stehenden Behörden (Polizei, Inlandsgeheimdienst „Verfassungsschutz“, Bundesnachrichtendienst (BND), Militärischer Abschirmdienst (MAD) usw.) überschattet selbst die Aufklärungsbemühungen Parlamentarischer Untersuchungsausschüsse (im Bundestag I + II, in den Landesparlamenten von Thüringen I + II, Sachsen I + II, Hessen, Baden-Württemberg I + II, Nordrhein-Westfalen, Bayern und Brandenburg und einem „Ausschuss light“ in MV) und des NSU-Prozesses vor dem Oberlandesgericht in München (seit 6.5.2013).

Da werden Informationen vorenthalten und manipuliert, Akten geschreddert oder zurückgehalten und eine Aufklärung des Komplexes der Nazi-Informant_innen (sog. V-Leute) hintertrieben. Viele ungeklärte Fragen und haarsträubende Ungereimtheiten sind nach wie vor offen. Welche nationalen Netzwerke mit dem und internationalen Verbindungen zum NSU nachweisbar sind, ebenso.
Aber auch eine kritische und linke Öffentlichkeit hat von dem mörderischen Agieren des NSU keine Notiz genommen und sich von den Medien, die die Polizeiversionen ungeprüft und auflagensteigernd skandalisiert übernahmen, den Bären der kriminellen Machenschaften im „Ausländermilieu“ aufbinden lassen: niemand hat gegen die Etikettierung der grausamen Hinrichtungen als „Döner-Morde“ je lautstark protestiert oder – außer den Betroffenen – auch nur Zweifel angemeldet.

Auch nachdem in Dortmund und Kassel, nach der Ermordung des Kioskbesitzers Mehmet Kubaşık und des jungen Internetcafé-Betreibers Halit Yozgat am 4. bzw. 6. April 2006, tausende Menschen migrantischen Hintergrunds unter dem Motto „Kein 10. Opfer“ demonstrierten, wachte die Öffentlichkeit – mit den rassistischen Erklärungen offenbar einverstanden – nicht auf.

Und während des laufenden NSU-Prozesses explodiert – im Gefolge der Ankunft zehntausender Geflüchteter – die rassistische Gewalt gegen Nicht-Deutsche und Andersdenkende, im Internet quellen die Sozialen Netzwerke übelriechend über vor rassistischer Hetze, die Sagbarkeitsgrenzen rassistischer, gewalttätiger und nationalistischer Äußerungen sind fast gänzlich gefallen und die Wahlergebnisse einer erschreckend offen völkisch-nationalistische Partei wie der AfD, in der sich zahlreiche Neonazis, Holocaustleugner, rechte Verschwörungstrolle und Antisemiten tummeln, gehen zweistellig durch die Decke.

Immernoch nur verhalten und erst langsam artikuliert sich ein Aufschrei, der all das nicht mehr zu akzeptieren bereit ist und beginnt, eine öffentliche Diskussion der Skandale, des behördlichen und gesellschaftlichen Rassismus und der enormen Gefahren für das Gemeinwesen, die von den unkontrollierbaren (Inlands-)Geheimdiensten ausgehen, zu erzwingen.
Einen großen Schub erfuhr diese öffentliche Skandalisierung etwa durch das „NSU-Tribunal“ in Köln Mitte im Mai 2017 mit seiner umfangreichen „Anklageschrift“. Zu dieser Diskussion soll der Vortrag von Friedrich Burschel beitragen.


Friedrich Burschel ist Referent zum Schwerpunkt Neonazismus und Strukturen/Ideologien der Ungleichwertigkeit bei der Akademie für Politische Bildung der Rosa Luxemburg Stiftung in Berlin. Er ist akkreditierter Korrespondent des nicht-kommerziellen Lokalsenders Radio Lotte Weimar im NSU-Prozess und Mitarbeiter von NSU-Watch (nsu-watch.info). Seine Audio- und Printbeiträge zum Prozess und zum NSU sind auf dem Antifra-Blog http://antifra.blog.rosalux.de oder auf der RLS-Homepage http://www.rosalux.de/index.php?id=24495 zu finden.


Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der Neonazi-Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.




siehe auch: rassismus-toetet-leipzig.org
Dienstag, 27.03.2018, Einlass: 19:00 Uhr

Marx im Klassenkampf – Zwischen Lumpenproletariat und Gewerkschaft

Vorstellung der 4. Ausgabe der Narthex. Heft für radikales Denken

Unter dem Titel marX. Ökonomie, Politik, Philosophie widmet sich die 4. Ausgabe der Philosophie-Zeitschrift Narthex. Heft für radikales Denken der Theorie von Karl Marx – als ‚marX‘: Fragezeichen, Knotenpunkt, Verkettung. Das Heft beinhaltet u. a. Beiträge von Thomas Seibert, Frank Engster, Barbara Holland-Cunz, Heinz Drügh und Hartmut Rosa zu den Schwerpunktthemen „Marx in der philosophischen Tradition“, „Marx im Naturverhältnis“, „Marx in der Gegenwart“ und „Marx im Klassenkampf“. Letzterer Überschrift sind die Artikel von Hans und Paul Stephan zugeordnet, die an diesem Abend vorgestellt und diskutiert werden sollen. Hans Stephan zeigt, dass Marx und Engels der gewerkschaftlichen Organisierung eine durchaus wichtige Funktion im allgemeinen Emanzipationskampf des Proletariats zuschrieben und die Gewerkschaften als „‚Kriegsschulen‘ der Arbeiter*innenklasse“ betrachteten. Paul Stephans Artikel behandelt das nach wie vor für eine linke Theorie und Praxis höchst relevante Problem des Narzissmus, das Marx und Engels unter dem Stichwort des „Lumpenproletariats“ behandelten: Gegen Marcuses revolutionären Narzissmus, Stirners narzisstischen Individualanarchismus, reaktionäre narzisstische Größenphantasien, aber auch die autoritäre Unterdrückung narzisstischer Impulse plädiert der Autor mit Hegel und Marx für die sanfte, den Narzissmus nicht einfach nur unterdrückende, sondern kultivierende Macht des Marktes und das Leistungsprinzip als Grundpfeiler humanen Fortschritts.


Donnerstag, 22.03.2018, Einlass: 19:00 Uhr

Offenes Antifa Treffen

Nicht in einer politischen Gruppe organisiert? Neu in der Stadt? Kein Bock auf Nazis? Probleme mit den Rechten? Aus Überzeugung gegen Rassismus und Faschismus?

In ganz Deutschland werden Unterkünfte für Geflüchtete attackiert und in Brand gesetzt, besonders häufig in Sachsen. Rassist*innen und Nazis marschieren Woche für Woche in den unterschiedlichsten Orten auf. Am Rande dieser rechten Veranstaltungen werden Menschen von Nazis und Rassist*innen immer wieder bedroht und angegriffen. Jenseits von unkoordinierten Interventionsversuchen ist kaum nennenswerter Widerstand sichtbar. Bürgerlichen Protest gibt es kaum bis nie, gleichzeitig werden die verbliebenen Gegendemonstrant*innen mit staatlicher Repression überzogen.

Es ist wichtig, sich zu vernetzen und Strukturen aufzubauen, um den Widerstand zu organisieren – nicht nur gegen Rassismus und Faschismus, sondern auch gegen Nationalismus, Sexismus, Homophobie und die kapitalistische Gesamtscheiße.

Du willst endlich was dagegen tun, wusstest bisher aber nicht wo, wie und mit wem? Dann komm zum Offenen Antifa Treffen (OAT).

Um 19 Uhr in der 1. Etage des Vorderhaus vom Conne Island (Koburger Str. 3, 04277 Leipzig)

siehe auch: offenesantifatreffen.blogsport.eu
Sonntag, 18.03.2018, Einlass: 15:00 Uhr, Beginn: 15:30 Uhr

Our Piece of Punk - Ein queer_feministischer Blick auf den Kuchen

Im Rahmen der Leipziger Buchmesse Buchpräsentation und Vorstellung mit den Redner*innen Judit Vetter und Barbara Lüdde (Herausgeber*innen)

Fünfundzwanzig Jahre nach dem Manifest der wütenden Riot Grrrls ist es Zeit für eine Bestandsaufnahme der Gegenwart: Wie ging es nach 1991 weiter? Sind die Forderungen der Riot Grrrls eingelöst worden? Tot ist Punk nicht – sagen wenigstens die einen – und auch heute fehlt es nicht an kritischen Stimmen in Bezug auf Rassismus, Sexismus, Homo- und Trans*phobie in der Punkszene. Und die kommen in »Our Piece of Punk« zu Wort, denn es ist an der Zeit, die Diskussionen weiterzuführen.

»Our Piece of Punk. Ein queer_feministischer Blick auf den Kuchen« enthält Zeichnungen, Comics, Textbeiträge, Diskussionen und Liebeserklärungen über die Möglichkeiten und Grenzen von Queer_Feminismus im Punk. Dabei geht es nicht um einen Blick in den Rückspiegel, um keine »Früher war alles besser«- und Riot-Grrrl-Nostalgie: Vielmehr lässt das Buch Protagonist*innen zu Wort kommen, die Punk und DIY heute lieben und leben, mit allen Macken, Kanten und Ärgernissen.

Die vierzig beteiligten Musiker*innen, Konzertgänger*innen, Festivalorganisator*innen, Punk*etten, Comiczeichner*innen 
oder Tontechniker*innen haben Punk & DIY als gemein­samen Nenner. Das Buch ist gefüllt mit ihren Sichtweisen. Manche decken sich, manche nicht: Unterschiedlich und trotzdem ähnlich stehen sie alle für die Vielfalt von Punk in der Gegenwart.

Gedruckt auf wechselnd farbigem Papier mit beiliegenden Selbstklebetattoos.

Im Anschluss an die Buchvorstellung von „OUR PIECE OF PUNK – Ein queer_feministischer Blick auf den Kuchen“ am Sonntag den 18. März um 15 Uhr mit den Herausgeber*innen Barbara Lüdde und Judit Vetter wird es passend zum Buchtitel Kaffee, Kuchen und feinsten (Grrl-)Punk aus der Dose geben. Als Sahnehaube auf der Torte wird Jule von Thirtysix Tattoo auf Wunsch live tätowieren. Also bringt ein paar freie Hautflächen und Ideen mit!

siehe auch: https://www.ventil-verlag.de, ourpieceofpunk.net
Samstag, 17.03.2018, Einlass: 20:00 Uhr, Beginn: 20:30 Uhr

Feministisch streiten – Texte zu Vernunft und Leidenschaft unter Frauen

Buchvorstellung und Diskussion
mit Koschka Linkerhand, Charlotte Mohs und Teresa Streiß
 
Feministisch streiten versammelt Thesen und Utopien eines Feminismus, der sich zwischen leidenschaftlicher Identitätspolitik und einer vernünftigen Gesellschaftskritik im Sinne der Aufklärung bewegt. Ein materialistischer, politisch handlungsfähiger Feminismus darf nicht einen der beiden Pole aus den Augen verlieren, sondern muss sich, im Bewusstsein der Widersprüche, zwischen ihnen bewegen. Er muss dazu ermutigen, für die eigenen politischen Interessen auf die Straße zu gehen, aber auch das globale kapitalistische Patriarchat theoretisch zu durchdringen, in dem weibliche Subjektivität unter sehr verschiedenen Vorzeichen auftritt. Lesben, Heteras, Cis- und Transfrauen, Women of Color und weiße Frauen, Mütter und Kinderlose, junge, alte, dicke und dünne Frauen, Arbeiterinnen und Akademikerinnen: Diese Perspektiven sollen nicht einfach nebeneinandergestellt, sondern mit feministischer Gesellschaftstheorie vermittelt werden. Wie kann ein kritischer und gleichzeitig positiver, emanzipatorischer Bezug auf Weiblichkeit aussehen? Wie lässt sich vor dem Hintergrund des antifeministischen Backlash ein politisches Subjekt Frau reformulieren, das die Differenzen unter Frauen nicht verleugnet, und über einen möglichst großen politischen Handlungsspielraum verfügt?

Die Herausgeberin und zwei Autorinnen stellen Texte des Sammelbands vor und laden zur Diskussion ein.

siehe auch: querverlag.de
Donnerstag, 15.03.2018, Einlass: 18:00 Uhr, Beginn: 18:30 Uhr

Vom Körper - Feministische Perspektiven auf Text

In ihren Büchern „Fürsorge“ und „Still halten“ zeichnen die Autorinnen Anke Stelling und Jovana Reisinger Körper-Portraits ihrer Protagonistinnen. Zwischen Fitness, selbstauferlegten Optimierungsmaßnahmen, Krankheit und Genese. Kurze Lebensausschnitte der Protagonistinnen – zu einem Zeitpunkt, an dem die Gesellschaft sie nicht mehr gebrauchen kann - nutzen die Autorinnen als Spiegel möglicher Formen des zeitgenössischen Frau-Seins und erzählen von Einsamkeit, Selbstdisziplinierung, aber auch möglichen Grenzüberschreitungen.

Beide Texte sezieren Psyche und Körper der Protagonistinnen, als auch die Verhältnisse in denen sie leben. Ausgehend von den Textgrundlagen der beiden Romane möchten wir mit den Autorinnen über Fragen der Körper-Normen, Arbeit und die Verhältnisse in denen Frauen leben, der Frage nach Darstellungsweisen des Weiblichen und Autorinnenschaft diskutieren.

Lesungen der Autorinnen von „Fürsorge“ und „Still halten“ im anschließenden Gespräch mit Pia Marzell.

Anke Stelling, 1971 in Ulm geboren, absolvierte ein Studium am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Ihr Buch „Fürsorge“ erschien 2017 im Verbrecher Verlag.

Jovana Reisinger, geboren 1989 in München und aufgewachsen in Österreich, ist Autorin, Filmemacherin und bildende Künstlerin. Ihr Debütroman „Still halten“ erschien ebenfalls 2017 im Verbrecher Verlag.

siehe auch: verbrecherverlag.de/index.php, https://www.facebook.com/verbrecherei
Dienstag, 13.03.2018, Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr

Die Rackets und die Souveränität

Der Bezug auf die Racket-Theorie von Max Horkheimer erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Doch so polemisch-schillernd die Rede vom Racket einen Sachverhalt scheinbar zu erhellen vermag, so unbestimmt bleibt der Begriff nicht selten innerhalb des Kontextes, indem er platziert ist: die Mafia, die Gewerkschaft, der „Islamische Staat“, das „System Putin“, selbst ein einzelnes Individuum kann demzufolge ein Racket sein.
Bei näherer Betrachtung erweist sich das „Racket“ oftmals als in soziologischer Manier verstanden. Was ein Racket ist, wird demnach zunächst über eine Ansammlung von Kriterien bestimmt, um das Racket terminologisch exakt zu definieren. Anhand dessen wird dann angesichts eines beliebigen gesellschaftlichen Phänomens entschieden, ob dieses identifizierte Phänomen nun unter jenen Terminus fällt oder nicht. Eine solche Vorgehensweise lässt den Einwand zunächst als berechtigt erscheinen, dass eine soziologische Kategorie, die die Mafia zu umschreiben versucht, sich nicht auf andere Strukturen oder gar auf Staaten übertragen lasse. Daher könne man weder den Nationalsozialismus noch die Islamische Republik Iran, die Russische Föderation und das postnazistische Deutschland unter die Rackets subsumieren.
Max Horkheimer indes wollte im US-amerikanischen Exil die ‚Racket-Theorie‘, die er im Zuge der Arbeit an der fragmentarisch gebliebenen Schrift Dialektik der Aufklärung skizzierte, in dezidierter Abgrenzung zur soziologischen Racket-Diskussion als Gesellschaftskritik entfaltet wissen. Um als Darstellung zugleich Kritik zu sein, ist es notwendig, das Racket aus einer bestimmten gesellschaftlichen Konstellation begrifflich zu entwickeln. Das bedeutet, wie Horkheimer dies in den Fragmenten über den Racket-Begriff dargelegt hat, sie auf die zentralen gesellschaftlichen Formen und Kategorien zu beziehen. Angesichts des Nationalsozialismus hat Horkheimer das Racket zwar im Verhältnis zu Staat und Recht diskutiert, nicht jedoch im Verhältnis zur Souveränität.
Für die Entstehung der Racket-Theorie, so die These des Vortrags, blieb dies nicht folgenlos. Als Kritik des Nationalsozialismus intendiert, sollte sie zugleich die verschiedenen Gesellschaftsformen übergreifenden Tendenzen identifizieren, die mit der „steigenden organischen Zusammensetzung des Kapitals“ (Marx) wirksam werden, und zwar – mit besonderem Blick auf die Sowjetunion und die USA – in politisch höchst unterschiedlichen Formen. So reflektiert die Racket-Theorie den Verlust des Scheins der Autonomie des Rechts – mit der Abschaffung des Rechts, wie im Nationalsozialismus, bzw. mit dem Funktionswandel des Rechts in den bürgerlichen Gesellschaften. Die Racket-Theorie betont dabei die Gemeinsamkeiten von Gesellschaften, in denen die bürgerlichen Vermittlungsinstanzen abgeschafft bzw. neutralisiert worden sind. Der Zerfall der Souveränität und der Zusammenhang wie auch die Differenz von Souveränität und der prekären Einheit, welche die miteinander rivalisierenden Rackets allenfalls zu bilden imstande sind, sowie die Bedeutung, die der Antisemitismus dabei einnimmt, werden bei Horkheimer hingegen kaum berücksichtigt. In Konsequenz scheinen die Unterschiede zwischen Deutschland und den USA nahezu annulliert. Doch gerade diese Unterschiede gilt es festzuhalten, wenn man der sich aufdrängenden Frage nachgeht, weshalb sich die USA trotz der dort von Horkheimer beobachteten Racket-Strukturen dem antisemitischen Vernichtungskrieg der nationalsozialistischen Rackets militärisch entgegengestellt haben. Denn diese Differenz ist untrennbar mit der Verpflichtung zu einem Denken und Handeln verbunden, das so eingerichtet ist, „daß Auschwitz nicht sich wiederhole, nichts Ähnliches geschehe“ (Adorno).

Thorsten Fuchshuber (Brüssel) wird in einem Hauptreferat seine These vorstellen und anschließend zur Diskussion stellen. Von ihm erscheint demnächst bei ça ira das Buch Nimrods Erben – Zur Aktualität von Max Horkheimers Rackettheorie. Gerhard Scheit (Wien) wird im Anschluss auf der Grundlage seines Buchs Kritik des politischen Engagements Fragen nach der Aktualität des Racketbegriffs aufwerfen und zwar nicht zuletzt im Zusammenhang mit der Bedrohung Israels durch die Islamische Republik Iran. Es folgt eine kurze Diskussion der beiden Teilnehmer des Podiums, dann wird die Diskussion dem Publikum eröffnet. David Hellbrück (Wien) moderiert den Abend.
Eine Veranstaltung des Freiburger/Wiener ca ira-Verlags mit dem Conne Island im Rahmen der Leipziger Buchmesse. Ça ira ist gemeinsam mit Edition Tiamat zu finden in Halle 5.

siehe auch: https://www.facebook.com/cairaVerlag, ca-ira.net
Donnerstag, 22.02.2018, Einlass: 18:00 Uhr, Beginn: 18:30 Uhr

Zauberei und Herrschaft - Zur Ideologie der Harry Potter Romane

Rowlings Heptalogie, die davon erzählt, wie der Waisenjunge Harry erfährt, dass er ein Zauberer ist, in das magische Internat Hogwarts aufgenommen wird und mit seinen FreundInnen gegen den Mörder seiner Eltern kämpft, hat sich als beispielloser Kassenschlager erwiesen. Nicht wenige LeserInnen der ersten Generation, die gleichzeitig mit der Hauptfigur während der Veröffentlichungen zwischen 1997 und 2007 von Band zu Band grob ein Jahr älter geworden sind, verwenden Formulierungen wie die, sie seien “mit Harry Potter aufgewachsen”, die Reihe habe sie durch ihre Kindheit und Jugend “begleitet” und sie “geprägt”. Die Harry-Potter-Reihe ist somit Bestandteil der Initiation in Kultur und an ihrem Erfolg kann ein Stück weit der Zeitgeist abgelesen werden.

Was wird da eigentlich so enthusiastisch gelesen? Welche Ideologien enthält dieses Artefakt der Kulturindustrie? In welchem Verhältnis stehen affirmative und kritische, reaktionäre, konservative und emanzipatorische Aspekte der Erzählung?

Basierend auf einer ideologiekritischen Analyse aus Perspektive der Kritischen Theorie Theodor W. Adornos wird in diesem Vortrag der Fokus auf die ideologischen Spannungen der Widersprüche der Erzählung gerichtet und der Frage nachgegangen, inwiefern diese Romane in ihrer spezifischen ästhetischen Formensprache reale gesellschaftliche Herrschaftsverhältnisse bestätigen, rechtfertigen, verschleiern, in Frage stellen.

Melanie Babenhauserheide ist Erziehungswissenschaftlerin an der Universität Bielefeld und promovierte zu der Ideologie in der Harry-Potter-Reihe.

Dienstag, 20.02.2018, Einlass: 19:00 Uhr

Offenes Antifa Treffen

Bei diesem Offenes Antifa Treffen (OAT) gibt es folgenden Vortrag:

Hey there! I am using…
Vortrag und Diskussion zum richtigen Umgang mit Messenger-Diensten

WhatsApp, Telegram, Threema und andere Messenger gehören seit Jahren zum Alltag in unserer Kommunikation. Text- und Sprachnachrichten, Bilder, Videos und Links werden tagtäglich via mehr oder weniger gut verschlüsselter Kommunikation durchs Netz geschickt. Spätestens durch die Strukturermittlungen und Telefonüberwachungsmaßnahmen im Rahmen eines §129-Verfahrens in Leipzig ist die Sicherheit von Telekommunikation eine relative. Im Sommer beschloß der Bundestag außerdem die sogenannte »Quellen-TKÜ«, um analog zum Abhören von klassischen Telefongesprächen auch codierte Nachrichten und Gespräche im Rahmen einer »Online-Durchsuchung« mitzulesen.

Die rechtliche Grundlage für das Auslesen unserer Telefon-Daten ist also gegeben, doch wie funktioniert das Ganze technisch? Gibt es so etwas wie »sicheres kommunizieren« überhaupt? Wie greifen Behörden auf unsere Daten zu? Welche Gefahren gibt es für User von Messenger-Diensten? Die Veranstaltung soll über die Fallstricke der Messenger-Kommunikation aufklären, ohne in Panik zu verfallen. Eure Fragen zum Thema könnt ihr gerne loswerden.

20.02. um 19 Uhr in der 1. Etage des Vorderhaus vom Conne Island
(Koburger Str. 3, 04277 Leipzig)

mehr zum Offenes Antifa Treffen auf:
http://offenesantifatreffen.blogsport.eu

siehe auch: offenesantifatreffen.blogsport.eu
Donnerstag, 25.01.2018, Einlass: 19:30 Uhr

Phase 2 lädt ein: Kalte Füße, weiche Knie

Zur neuen Ausgabe Nr.55:

Kalte Füße, weiche Knie
Über Konjunkturen der Angst


Alle reden von Angst. In der kommenden Ausgabe hat die Phase 2 sich deshalb den Konjunkturen der Angst sowie dem Umgang mit Ängsten in der Gesellschaft gewidmet. Am 25. Januar stellt die Phase 2 die neue Ausgabe Nr. 55 vor und sich der Kritik. Diskutieren werden zwei RedakteurInnen der Phase 2, Alex Struwe und Stine Meyer.


siehe auch: phase-zwei.org
Mittwoch, 17.01.2018, Einlass: 19:00 Uhr

Offenes Antifa Treffen


Nicht in einer politischen Gruppe organisiert? Neu in der Stadt? Kein Bock auf Nazis? Probleme mit den Rechten? Aus Überzeugung gegen Rassismus und Faschismus?

In ganz Deutschland werden Unterkünfte für Geflüchtete attackiert und in Brand gesetzt, besonders häufig in Sachsen. Rassist*innen und Nazis marschieren Woche für Woche in den unterschiedlichsten Orten auf. Am Rande dieser rechten Veranstaltungen werden Menschen von Nazis und Rassist*innen immer wieder bedroht und angegriffen. Jenseits von unkoordinierten Interventionsversuchen ist kaum nennenswerter Widerstand sichtbar. Bürgerlichen Protest gibt es kaum bis nie, gleichzeitig werden die verbliebenen Gegendemonstrant*innen mit staatlicher Repression überzogen.

Es ist wichtig, sich zu vernetzen und Strukturen aufzubauen, um den Widerstand zu organisieren – nicht nur gegen Rassismus und Faschismus, sondern auch gegen Nationalismus, Sexismus, Homophobie und die kapitalistische Gesamtscheiße.

Du willst endlich was dagegen tun, wusstest bisher aber nicht wo, wie und mit wem? Dann komm zum Offenen Antifa Treffen (OAT).

19 Uhr in der 1. Etage des Vorderhaus vom Conne Island (Koburger Str. 3, 04277 Leipzig)

siehe auch: offenesantifatreffen.blogsport.eu
Dienstag, 16.01.2018, Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr

Kampf den rechten Strukturen – Das Ladenschlussbündnis ist zurück!

250 Neonazis greifen 2016 in der Wolfgang-Heinze-Str. in Connewitz Menschen, Geschäfte, Kneipen und Häuser an. In aller Regelmäßigkeit finden Veranstaltungen wie das rechte Kampfsportevent “Imperium Fight Championship” statt. Hinzu kommen Veranstaltungen wie die “Compact-Konferenz” oder rechte Verlage auf der Buchmessse. Jedes Jahr gibt es mindestens einen rechten Aufmarsch in der Stadt. Die
Veranstaltungen und Aktivitäten der rechten bis rechtsradikalen Szene sind vielfältig.
In Leipzig gibt es seit vielen Jahren gefestigte Neonazi-Strukturen im Bereich des Sports, im Sicherheitsgewerbe, der rechten Propaganda und Angebote für einen rechten Lifestyle. Die Aufmerksamkeit und der kollektive antifaschistische Widerstand dagegen hat spürbar abgenommen.

Wir möchten mit der Veranstaltung über aktuelle rechte und Neonazi-Strukturen in Leipzig informieren, mit euch darüber sprechen was Antifaschist*innen dagegen tun können und euch erzählen was das
“Ladenschluss – Aktionsbündnis gegen Neonazis” in der Vergangenheit unternommen hat. Das Bündnis hat 2007 bis 2011 erfolgreich gegen eine Thor-Steinar-Filiale in der Innenstadt, gegen rechten Lifestyle und gegen Neonaziaufmärsche und -aktionen gearbeitet. Das Ladenschlussbündnis ist zurück und möchte mit euch gegen die rechten und Neonazi-Strukturen aktiv werden.

siehe auch: ladenschluss.blogsport.eu
Dienstag, 19.12.2017, Einlass: 19:00 Uhr

Offenes Antifa Treffen

Nicht in einer politischen Gruppe organisiert? Neu in der Stadt? Kein Bock auf Nazis? Probleme mit den Rechten? Aus Überzeugung gegen Rassismus und Faschismus?

In ganz Deutschland werden Unterkünfte für Geflüchtete attackiert und in Brand gesetzt, besonders häufig in Sachsen. Rassist*innen und Nazis marschieren Woche für Woche in den unterschiedlichsten Orten auf. Am Rande dieser rechten Veranstaltungen werden Menschen von Nazis und Rassist*innen immer wieder bedroht und angegriffen. Jenseits von unkoordinierten Interventionsversuchen ist kaum nennenswerter Widerstand sichtbar. Bürgerlichen Protest gibt es kaum bis nie, gleichzeitig werden die verbliebenen Gegendemonstrant*innen mit staatlicher Repression überzogen.

Es ist wichtig, sich zu vernetzen und Strukturen aufzubauen, um den Widerstand zu organisieren – nicht nur gegen Rassismus und Faschismus, sondern auch gegen Nationalismus, Sexismus, Homophobie und die kapitalistische Gesamtscheiße.

Du willst endlich was dagegen tun, wusstest bisher aber nicht wo, wie und mit wem? Dann komm zum Offenen Antifa Treffen (OAT).

19.12. um 19 Uhr in der 1. Etage des Vorderhaus vom Conne Island (Koburger Str. 3, 04277 Leipzig)

siehe auch: offenesantifatreffen.blogsport.eu
Mittwoch, 06.12.2017, Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr

All Computer Are Beschlagnahmt

Im Zuge des Verbotes von Indymedia linksunten am 25. August 2017 fanden Razzien in vier Wohnungen und dem Autonomen Zentrum KTS in Freiburg statt. Dabei wurde die KTS verwüstet und sowohl dort als auch bei den Betroffenen Technik und Geld im Wert von mehreren zehntausend Euro
beschlagnahmt. In dieser Veranstaltung wollen wir eine Einordnung des Verbots von Indymedia linksunten vornehmen, euch den Ablauf der Ereignisse schildern und über den aktuellen Stand der Klagen informieren. Zudem wollen wir auch über (un)solidarischen Umgang in der Szene und Unterstützungsmöglichkeiten reden.

Veranstalter*in: noimk2017 Bündnis

siehe auch: noimk2017.blogsport.eu/veranstaltungen
Dienstag, 21.11.2017, Einlass: 19:00 Uhr

Offenes Antifa Treffen

Nicht in einer politischen Gruppe organisiert? Neu in der Stadt? Kein Bock auf Nazis? Probleme mit den Rechten? Aus Überzeugung gegen Rassismus und Faschismus?

In ganz Deutschland werden Unterkünfte für Geflüchtete attackiert und in Brand gesetzt, besonders häufig in Sachsen. Rassist*innen und Nazis marschieren Woche für Woche in den unterschiedlichsten Orten auf. Am Rande dieser rechten Veranstaltungen werden Menschen von Nazis und Rassist*innen immer wieder bedroht und angegriffen. Jenseits von unkoordinierten Interventionsversuchen ist kaum nennenswerter Widerstand sichtbar. Bürgerlichen Protest gibt es kaum bis nie, gleichzeitig werden die verbliebenen Gegendemonstrant*innen mit staatlicher Repression überzogen.

Es ist wichtig, sich zu vernetzen und Strukturen aufzubauen, um den Widerstand zu organisieren – nicht nur gegen Rassismus und Faschismus, sondern auch gegen Nationalismus, Sexismus, Homophobie und die kapitalistische Gesamtscheiße.

Du willst endlich was dagegen tun, wusstest bisher aber nicht wo, wie und mit wem? Dann komm zum Offenen Antifa Treffen (OAT).

21.11. um 19 Uhr in der 1. Etage des Vorderhaus vom Conne Island (Koburger Str. 3, 04277 Leipzig)

siehe auch: offenesantifatreffen.blogsport.eu
Dienstag, 21.11.2017, Einlass: 19:00 Uhr

Die Arbeit im Digitalen Kapitalismus

Die Fabrik, entstanden aus den spätmittelalterlichen Manufakturen & den Schiffen der kolonialen Seefahrt, ist eine Konstante in der Ausbeutung der Arbeiter*innen. Aber so konstant ihre Rolle, so verschieden die Formen die sie über die Jahrhunderte angenommen hat, genauso die Art und Weise in der sie mit Weltmarkt und anderen Fabriken in Kontakt steht.
Die zwei wichtigsten Entwicklungen der letzten Jahrzehnte sind dabei wohl die rasanten Fortschritte der Logistik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und die Digitalisierung und Vernetzung, die seit dem Eintritt der Computer in die Produktion zu immer wichtigeren Bestandteilen der arbeitsteiligen Produktion wurden. Dabei entstehen mehr und mehr Unternehmensstrukturen, die über Länder- und Kontinentgrenzen hinweg Produktion und Verteilung organisieren und dabei mehr und mehr der dabei entstehenden Arbeit und Koordination an Maschinen und Algorithmen auslagern.

Der Begriff „Industrie 4.0“ steht häufig im Zusammenhang mit Lobliedern auf die Zukunft. Dabei wird verschleiert was dies für die Menschen, die in den Fabriken arbeiten, bedeutet.
Die durch die Automation überfällig gewordenen Jobs verschaffen den Arbeiter*innen nicht etwa Entlastung. Ihr Wegfall verschärft vielmehr den Druck des schneller, besser, billiger.
Ähnliche Tendenzen, wie sie in der Fabrikarbeit entstanden sind, greifen auch nach und nach in andere Bereiche der Arbeit über.
Die Fortschritte der Digitalisierung schaffen nicht etwa das Elend der Fabrikarbeit ab. Der "digitale Kapitalismus" bringt vielmehr neue Formen der prekären, eintönigen und körperlich, wie psychisch belastenden Schufterei daher und verunmöglicht ganz nebenbei noch die Arbeiter*innenorganisierung durch die vollendete Vereinzelung.
Solange die Produktionsverhältnisse nicht grundlegend verändert werden, bedeutet Fortschritt die technologische Optimierung der Wertschöpfung und nicht eine Verbesserung der Lebensverhältnisse für alle Menschen!
Doch in den Verteilzentren bei Amazon und auf den Fahrrädern der Lieferandofahrer*innen regt sich Widerstand.
Eine neue Herausforderung auch für die Linke?

Um die Hintergründe des "digitalen Kapitalismus" genauer zu beleuchten haben wir den Berliner Journalisten Matthias Martin Becker eingeladen. Er spricht sowohl auf Basis seiner Recherchen als Wissenschaftsjournalist, wie auch aus seiner beruflichen Erfahrung, die er als Kraftfahrer, Call-Center-Agent und Altenpfleger sammelte.

Der Vortrag findet im Rahmen der „Make-Amazon-Pay“-Kampagne statt, die in der Woche vor dem 24.11 bundesweit Aktionen veranstaltet um auf die Arbeitskämpfe in den Amazonzentren aufmerksam zu machen. Darüber hinaus wollen wir zu den Aktionen in Leipzig mobilisieren.
Treffpunkt dafür: 24.11.17, 9:30, Torgauer Platz

siehe auch: https://www.facebook.com/unwrittenfutureleipzig
Dienstag, 21.11.2017, Einlass: 19:30 Uhr

Start with a Friend - Infoabend für Locals

Hallo liebe Locals in Leipzig!
Ihr möchtet neue Leute kennenlernen, euch für ein stärkeres Miteinander und mehr Teilhabe von Geflüchteten engagieren? Dann kommt zu unserem Infoabend und werdet Tandempartner*in bei Start with a Friend! Hier stellen wir euch das Programm vor und beantworten alle eure Fragen.

>>> INFOABEND NUR FÜR LOCALS <<<

Wann? Dienstag, 21. November - 19:30 Uhr
Wo? Conne Island, Koburger Str. 3, 04277 Leipzig

Bringt gerne interessierte Freunde mit und kommt ruhig auch spontan vorbei!

siehe auch: start-with-a-friend.de
Mittwoch, 15.11.2017, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr

Magnus Klaue: Doof geboren ist keiner.

Vortrag und Diskussion mit Magnus Klaue:

Doof geboren ist keiner. Zum feministischen Verrat am Universalismus der Freiheit

Wer die "feministischen" Wortäußerungen in poplinken Leitmedien wie "Jungle World" oder "Missy Magazin" verfolgt, gewinnt den Eindruck, dass die gendertheoretisch geschulte Generation der unter 40jährigen alles dafür tut, Arthur Schopenhauer recht zu geben, der "die Weiber" als "kindisch, läppisch und kurzsichtig" diffamierte. Überhaupt stellt sich, was unter dem Label des Genderfeminismus von der Frauenbewegung übrig geblieben ist, als Recycling misogyner Theoreme des 19. Jahrhunderts dar. Die Idee, Studenten "Studierende" zu nennen, stammt vom Erfinder des "geschlossenen Handelsstaates", Johann Gottlieb Fichte, der damit den aufbauend-produktiven Charakter deutscher Geistesarbeit hervorheben wollte; die Obsession mit bösen, aus der Sprache zu tilgenden Wörtern teilen die Genderfeministen mit Sprachreinigern des Kaiserreichs, mit denen sich die meisten von ihnen im Hass auf die Juden einig sind; und der Puritanismus, in dem sie sich im Kampf gegen Bikini-Werbung und "männlichen Blick" mit Islamisten gegen die Opfer moslemischer Männergewalt verbünden, lässt den Viktorianismus als Hort der Humanität erscheinen. Die Preisgabe des Universalismus kommt dabei in der Sprache zu sich selbst. Während der bessere Teil der Zweiten Frauenbewegung, insbesondere die um die Zeitschrift "Die schwarze Botin" versammelten Autorinnen, eine "kalte", sarkastische Diktion pflegte, die sich gegen den Gefühls- und Authentizitätskult des Schwestern-Feminismus wandte, sind ihre Enkelinnen stolz darauf, weder Syntax noch Grammatik zu beherrschen und halten es für Ideologiekritik, komplexen Satzbau als patriarchal zu entlarven.

Gegen solchen Geistesschutt soll der Vortrag daran erinnern, was die Zweite Frauenbewegung zwar nie in ihrer Mehrheit, aber mindestens am Rande auch war: Kritik am schon damals reaktionären feministischen Mainstream, und damit an allem, was heute von linken Kulturbetriebsnudeln abgefeiert wird: am Kult um "weibliches Schreiben", an der Behauptung, Frauen verkörperten das "Andere" des "männlichen Logos", also eine Art lustig-chaotische Unvernunft, sowie an der Unterstellung, alle Mitglieder des weiblichen Geschlechts hätten allein durch diese Mitgliedschaft etwas Wesentliches gemeinsam. Demgegenüber einte die intelligenten Protagonisten der Zweiten Frauenbewegung das Bemühen, sich im Denken, Schreiben und Handeln an den avanciertesten Zeugnissen der westlichen Zivilisation zu messen, die aus Gründen, die der Geschichte jener Zivilisation inhärent sind, in der Hauptsache von Männern stammen. Dieses Bemühen schlug sich nicht nur in einer von weiblichen Autoren geschaffenen, aber eben nicht „weiblichen“ literarischen Moderne nieder, deren Protagonistinnen (von Friederike Mayröcker über Elfriede Jelinek bis Irmtraud Morgner, Gisela Elsner und Ingeborg Bachmann) unterschiedlichen Generationen und Traditionen angehörten, sondern auch in einer Geschlechterforschung, die der Kritischen Theorie verpflichtet gegen jenen „Differenzfeminismus“ anging, dessen Verfallsform heute den Kulturbetrieb dominiert. Der emanzipative Impuls dieser Tradition wirkte bis in populäre Formen wie die anarcho-individualistischen Stücke des Grips-Theaters aus den 70er Jahren, deren Lieder heute von grün-islamischen Elternbeiräten als eurozentrische Propaganda verdammt würden. Dieser Impuls lebte, gerade weil er die Erinnerung daran bewahrte, dass auch westeuropäische Denker vor nicht allzu langer Zeit ernsthaft die Frage diskutierten, „ob die Weiber Menschen seien“, die Idee der einen Menschheit fort. Der Post-, Pop- und Genderfeminismus dagegen antwortet auf eine gesellschaftliche Konstellation, die jene Idee nur noch als Hybris kennt, während die Mischung aus pampiger Wut, stolzer Borniertheit und permanentem Beleidigtsein, die die neuen Feministinnen als Soft Skills bei der Bewerbung um die sichersten Posten der Zivilgesellschaft in Anschlag bringen, zur Charaktermaske des Staatsbürgers auf der Höhe der Zeit geworden ist. Wer solche gesellschaftliche Formierung bekämpfen will, muss notwendig auch bekämpfen, was heute Feminismus heißt.

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Magnus Klaue schreibt regelmäßig u.a. für Bahamas und Jungle World.



Dienstag, 14.11.2017, Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr

Der NSU, die BRD und der rassistische Normalzustand

Ein Vortrag der antifa nt aus München, veranstaltet von the future is unwritten - Leipzig.

Zwischen 1999 bis 2011 beging der NSU drei Bombenanschläge und zehn Morde, darunter neun an migrantischen Kleinunternehmern, sowie zahlreiche Banküberfälle. Erst im Jahr 2011 enttarnte sich die nationalsozialistische Terrorgruppe durch den Selbstmord von Böhnhart und Mundlos selbst. Zwar war der NSU das Werk von militanten Neonazis, ohne die Verwicklungen des Verfassungsschutzes, den Rassismus in Polizei und Gesellschaft hätte es ihn jedoch nie in dieser Form gegeben. Es gilt daher jene Faktoren zu analysieren, die dazu geführt haben, dass der NSU seine neonazistischen Terrorakte begehen konnte. Inwieweit bestehen die gesellschaftlichen Verhältnisse, die den NSU möglich gemacht haben, auch nach dessen Auffliegen fort? Außerdem soll es dem Vortrag um offene Fragen, den Prozess und die Aktionen am Tag der Urteilsverkündung gehen.

Aktuelle Informationen für eine gemeinsame Anreise zur Urteilsverkündung nach München findet ihr auf http://unwritten-future.org

siehe auch: unwritten-future.org, antifa-nt.de
Dienstag, 14.11.2017, Einlass: 19:00 Uhr

Konsumierende Freund*innen - was kann ich tun?

Wenn junge Menschen psychoaktive Substanzen konsumieren, betrifft das auch den Freundeskreis, Partner*innen und Familienangehörige.

Freund*innen und Angehörige möchten Unterstützung bieten, kommen aber oft auch an ihre Grenzen. Wie kann mit solchen Situationen umgegangen werden? Was ist eher kontraproduktiv? Wo können sich junge Angehörige hinwenden, um Unterstützung zu bekommen?
Dies alles soll nach einem theoretischen Input diskutiert werden.

Dies ist eine gemeinsame Veranstaltung der Jugenddrogenberatung Drahtseil & Drug Scouts und richtet sich an junge interessierte Menschen.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

siehe auch: https://www.projekt-drahtseil.de, drugscouts.de
Montag, 06.11.2017, Einlass: 19:30 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

Die „Protokolle der Weisen von Zion“ und der Mythos der jüdischen Weltverschwörung

Mit Dr. Michael Hagemeister (Historiker und Slawist der Uni Bochum)

Unter dem Titel „Protokolle der Weisen von Zion“ ist eine anonyme Schrift bekannt, die von Antisemiten in aller Welt benutzt wird, um „die Juden“ zu bezichtigen, auf konspirativ-subversive Weise nach der Weltherrschaft zu streben. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erstmals in Russland veröffentlicht und seit den 1920er Jahre in alle Weltsprachen übersetzt, dürften die „Protokolle“ das am weitesten verbreitete Dokument des modernen Antisemitismus sein. In dem Vortrag werden zunächst die „Protokolle“ selbst vorgestellt. Es wird der Frage nachgegangen, was wir über ihre Herkunft wissen (und nicht wissen). Sodann wird ihre Wirkungsgeschichte bis in die Gegenwart nachgezeichnet, um schließlich zu erörtern, wie Verschwörungstheorien funktionieren und worauf ihre Attraktivität beruht.
Nach dem Vortrag ist Gelegenheit für Fragen und Diskussion mit dem Referenten gegeben.

Die Veranstaltung wird von FAIR (Fit gegen Antisemitismus, Intoleranz und Rassismus, ein Projekt des Treibhaus e.V. Döbeln) im Rahmen der Aktionswochen gegen Antisemitismus organisiert. Zudem wird die Veranstaltung gefördert im Rahmen des Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz".

siehe auch: https://treibhaus-doebeln.de/dialog/fair
Donnerstag, 02.11.2017, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr

Erhobenen Hauptes. (Über)Leben im Kibbuz Ma'abarot.

„Erhobenen Hauptes. (Über)Leben im Kibbuz Ma'abarot.“(Israel/Deutschland, 2013; 95 Min.)

Filmvorführung und Gespräch mit Katharina Rhein und Adrian Oeser von der Film-Crew Docview

Der Film erzählt die Lebensgeschichten von fünf Personen die zwei Dinge teilen: Sie alle sind als Kinder in Deutschland geboren und aufgewachsen und wurden als Juden und Jüdinnen ab 1933 von den Nazis verfolgt - und sie alle leben im gemeinschaftlich-sozialistisch organisierten Kibbuz Ma'abrot in Israel.

Über drei Jahre hat die Projektgruppe Docview an dem Film gearbeitet, dabei reiste sie zweimal nach Israel, um Interviews zu führen und Aufnahmen zu machen. Die Gruppe hat dabei komplett ehrenamtlich gearbeitet und das mit einer für die Filmbranche ungewöhnlichen Arbeitsweise - nämlich basisdemokratisch organisiert. Docview sind: Jaška Klocke, Jonas Meurer, Adrian Oeser, Katharina Rhein, Claudia Sebestyen und Julian Volz, unter Mitarbeit von Till Steinberger.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig statt.

siehe auch: docview.org, zwangsarbeit-in-leipzig.de/zwangsarbeit-in-leipzig
Mittwoch, 01.11.2017, Einlass: 19:30 Uhr

Q. Szenische Lesung des Romans von Luther Blissett

Der Rote Salon präsentiert zum Reformationsjahr:
»Q. Szenische Lesung des Romans von Luther Blissett«

1517–1555: Fast vierzig Jahre ist er, der so oft seinen Namen zu wechseln gezwungen ist, dabei. Keine fromme oder unfromme Ketzerei lässt er aus. Keinen Aufstand gegen die klerikale und fürstliche Macht verpasst er. Als Vertrauter Thomas Müntzers wird dessen Credo – ›alles gehört allen‹ – auch zu seinem. Die Niederlage im Bauernkrieg (1525) lässt ihn als einen der wenigen Überlebenden zurück. Bei den Wiedertäufern trägt er die Verantwortung zur Verteidigung der Stadt Münster, aus der das neue Jerusalem werden soll. Er feiert mit, bei den ausgelassenen Festen der Siege; er wird Zeuge der Verwandlung revolutionärer Ambitionen in religiösen Wahn, beim Umschlag von Befreiung in Terror. Er wandert durch das ›Europa der gescheiterten Aufstände‹, durch verlorene Schlachten und Niederlagen, die Verzweiflung erzeugen und Resignation nahelegen.

Wo immer er involviert ist, ist auch ein Zweiter zugegen. Unerkannt und zunächst nur als eine vage Ahnung. Der Spion der Kurie und Agent der Inquisition, der seine Briefe mit »Q« unterzeichnet, der dem Kardinal (und späterem Papst) Gianpetro Carafa nicht nur über die papstfeindlichen Machenschaften berichtet, sondern auch einwirkt, vielleicht sogar anwesend ist, vielleicht sogar alle Rebellion ins Unglück lenkt? Diesem Phantom zu begegnen, von Angesicht zu Angesicht, um die Opfer zu rächen, wird zur fixen Idee des Aufrührers ...

Krimi und High Noon am Ende des Mittelalters!

Bearbeitet von Thomas Ebermann und Berthold Brunner.
Ensemble: Denis Moschitto, Jörg Pohl, Ruth Marie Kröger, Matthias Kelle

Mittwoch, 18.10.2017, Einlass: 19:00 Uhr

Offenes Antifa Treffen

Nicht in einer politischen Gruppe organisiert? Neu in der Stadt? Kein Bock auf Nazis? Probleme mit den Rechten? Aus Überzeugung gegen Rassismus und Faschismus?

In ganz Deutschland werden Unterkünfte für Geflüchtete attackiert und in Brand gesetzt, besonders häufig in Sachsen. Rassist*innen und Nazis marschieren Woche für Woche in den unterschiedlichsten Orten auf. Am Rande dieser rechten Veranstaltungen werden Menschen von Nazis und Rassist*innen immer wieder bedroht und angegriffen. Jenseits von unkoordinierten Interventionsversuchen ist kaum nennenswerter Widerstand sichtbar. Bürgerlichen Protest gibt es kaum bis nie, gleichzeitig werden die verbliebenen Gegendemonstrant*innen mit staatlicher Repression überzogen.

Es ist wichtig, sich zu vernetzen und Strukturen aufzubauen, um den Widerstand zu organisieren – nicht nur gegen Rassismus und Faschismus, sondern auch gegen Nationalismus, Sexismus, Homophobie und die kapitalistische Gesamtscheiße.

Du willst endlich was dagegen tun, wusstest bisher aber nicht wo, wie und mit wem? Dann komm zum Offenen Antifa Treffen (OAT).

18.10. um 19 Uhr in der 1. Etage des Vorderhaus vom Conne Island (Koburger Str. 3, 04277 Leipzig)

siehe auch: offenesantifatreffen.blogsport.eu
Sonntag, 08.10.2017, Einlass: 15:30 Uhr

Roter Salon im Conne Island: Ikonografie der Säuberung - Feindbilder im Roten Oktober

Vortrag von Gerd Koenen

In diesem Herbst jährt sich die Oktoberrevolution zum hundertsten Mal. Seit dem Zusammenbruch des Ostblocks und dem Ende der Sowjetunion hat zwar die weltpolitische Bedeutung, die dem „Roten Oktober“ zwischen 1917 und 1989/90 zugesprochen wurde, deutlich abgenommen. Gleichwohl wird dem Ereignis, das den Verlauf des „kurzen 20. Jahrhunderts“ maßgeblich prägte, vielerorts auf unterschiedliche Weise gedacht: So erscheinen unzählige Monografien und Sammelbände, Tagungen und Konferenzen werden abgehalten, Radiofeatures sowie (Dokumentar-)Filme produziert und Ausstellungen gezeigt. Auch die Linke kommt nicht umhin, sich dem Jubiläum zu stellen, wenngleich die Erinnerung an die Revolution nicht mehr ungebrochen erfolgen kann: Der erste große, langandauernde und geografisch weit ausgreifende Versuch, ein politisches Programm der sozialen Gleichheit nach der Übernahme souveräner staatlicher Macht zu realisieren, schlug alsbald in ein repressives und durchbürokratisiertes Projekt um, dass jegliche Opposition ausschaltete und die eigene Herrschaft nur mittels äußerster Gewalt aufrechterhalten konnte.

Die dem Sozialismus wohlgesonnene Linke wurde immer wieder von den Entwicklungen in der Sowjetunion herausgefordert: 1937/38 vom Großen Terror und den Moskauer Schauprozessen, 1939 vom Hitler-Stalin-Pakt, 1956 durch Chruschtschows Geheimrede oder 1968 von der Niederschlagung des Prager Frühlings. Verschiedene Strömungen reagierten auf diese Ereignisse mit mehr oder weniger weit reichender (Selbst-)Kritik. Trotzdem hängt der Oktoberevolution und ihrer unmittelbaren Folgezeit bis heute der Nimbus des emanzipatorischen kommunistischen Umsturzes auf dem Weg in die befreite Gesellschaft an, der unbedingt anzuerkennen und gegen reaktionäre Miesmacherei (etwa in Form der Totalitarismustheorie) in jedem Fall zu verteidigen sei. So heißt es in einer „Mitteilung“ der Interventionistischen Linken (IL) zum G-20-Gipfel in Hamburg etwa: „Es gibt dieses Jahr etwas zu feiern! […]100 Jahre Oktoberrevolution stehen für die Hoffnung auf eine Welt jenseits von autoritärem Kapitalismus.“ Und Stefan Bollinger (Mitglied der Historischen Kommission der Linkspartei) sekundiert, man müsse „bei aller Kritik und Selbstkritik die zivilisatorische Kraft der Russischen Revolutionen, der Bolschewiki, Lenins anerkennen“. Dem Blick zurück auf Lenin und in die Geschichte entnimmt die IL vor allem die „Gewissheit, dass Rebellion möglich ist“, und lädt daher alle „die mit uns Kämpfen wollen“ ein, sich „gemeinsam mit uns die Welt von morgen auszumalen“.

Die zukünftige bessere Welt braucht also Rebellen. Dem hätten auch die Bolschewiki 1917 nicht widersprochen. Sahen sie sich doch verwickelt in den weltweiten Klassenkonflikt, der, wie es Hannah Arendt formulierte, „unausweichlich auf einen letzten Entscheidungskampf“ zuzulaufen schien und aus diesem Grund zweierlei dringend bedurfte: Gegner und Feindbilder. Und davon gab es im (post-)revolutionären Russland viele. Nicht nur von den Parteikommunisten aller Länder, sondern auch von undogmatischen Linken wird mitunter die Erzählung tradiert, das große kommunistische Experiment, das 1917 gestartet wurde, sei erst von Stalin korrumpiert worden. Lenin habe lediglich, so formuliert es TOP B3rlin, „dem Kommunismus einen kleinen Schubs beim Entstehen geben“ wollen. Nun, die zu schubsende Front der Widersacher der Revolution war in der Tat breit: Zunächst natürlich die Mittelmächte im Ersten Weltkrieg. Dann die Gegner im eigenen Land, ja im eigenen politischen Lager. Schließlich die Kontrahenten im Bürgerkrieg und nach 1945 der kapitalistische Westen. War es da nicht nur logisch, mit harter Hand vorzugehen? Das Vokabular der Logik ist verführerisch und wird gern genutzt. Kai Köhler in der jungen Welt: „Im Oktober gelang den Bolschewiki als konsequentesten Akteuren der Arbeiterklasse die Revolution.“ Wer sich über Zweck und Ziel der eigenen Politik im Klaren ist, dem fällt die Mittelwahl – wie scheinbar Stefan Bollinger – leicht: „Der Kampf gegen den Krieg, geschweige denn für eine sozial gerechte und demokratische Gesellschaft derjenigen die arbeiten, erforderte nicht Moralisieren oder Beten, sondern das Handeln mit allen Konsequenzen.“

Welche Opfer des Kommunismus dann im Speziellen sowieso oder gerade noch zu rechtfertigen sind, darüber streiten sich die Geister ebenso wie über die Frage, wann die Praxis des Sowjetkommunismus zum Problem wurde: Die einen meinen, selbst der Hitler-Stalin-Pakt habe angesichts der antikommunistischen Drohsignale der kapitalistischen Welt eine gutzuheißende „historische Notwendigkeit“ dargestellt. Die anderen sehen den Verrat an der Revolution in der Etablierung von Stalins Alleinherrschaft 1927, und für die dritten markieren schon der Abtritt Lenins von den Schalthebeln der Macht und ihr Übergang an das Triumvirat Kamenjew–Sinowjew–Stalin 1922/23 den Anfang vom Ende. Und für fast jeglichen Kollateralschaden der bolschewistischen Machthaber in den Wirren der unmittelbaren Nachrevolutionszeit findet sich eine Rationalisierung: Der aufgezwungene Kriegskommunismus, der Terror der Weißen, die Missernten, etc. pp. Aber das Ausfindigmachen, die Propagierung und die Anprangerung von Feinden war keine Spezialität von Stalin – auch wenn er die Bestimmung von zu verfolgenden Gegnern mit wahnhaftem Eifer perfektionierte. Schon die Bolschewiki unter Lenin sahen sich von Gegnern, Saboteuren, Kapitalisten, Bourgeois, Großgrundbesitzern, Anarchisten, Sozialrevolutionären, Zaristen und Menschewiken bedroht, ja eingekreist und verstanden es, ihre Anhängerschaft mittels entsprechender Feindbildkonstruktionen die Richtung der Rebellion vorzugeben. In Zeitungen, auf Flugblättern, in Reden, Liedern und allen zur Verfügung stehenden Medien wurden vermeintliche Konterrevolutionäre erbarmungslos gebrandmarkt – das ideologische Vorspiel zu ihrer Einschüchterung und Verfolgung, der schließlich die endgültige Ausschaltung folgen sollte.

Der Rote Salon hat Gerd Koenen eingeladen, um anhand eines bebilderten Vortrages Auskunft über die Ikonologie der „Revolutionsfeinde“ zu geben. Wer passte in den Augen der bolschewistischen Herrscher nicht in die „neue Zeit“ und mit welchen Mitteln wurde der Ausschluss sichtbar gemacht? Insbesondere zwei Fragen soll näher nachgegangen werden: Lässt sich ein Zeitpunkt bestimmen, zu dem Politik und Praxis der Bolschewiki von einem emanzipatorischen Projekt in einen jegliche Abweichung unnachgiebig verfolgenden „Krieg gegen das eigene Volk“ (Nicolas Werth) umschlugen? Und: War diese Entwicklung in den kommunistischen Ideen, wie sie die Protagonisten der Oktoberrevolution formulierten, angelegt oder ist die Eskalation auf andere, externe Einflüsse zurückzuführen?


Sonntag, 08.10.2017, Einlass: 19:30 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

Apotheose des Revolutionärs - Che Guevara als Lichtgestalt der Linken

Gespräch mit Gerd Koenen

Am 9. Oktober 1967 wurde Ernesto Che Guevara von der bolivianischen Armee in der gebirgigen Hochebene des Landes mit einigen Gefolgsleuten der Nationalen Befreiungsarmee (ELN) festgesetzt. Wohl wissend, wer ihnen dort ins Netz gegangen war, entschieden sich die Militärs gegen einen langatmigen und aufsehenerregenden Prozess unter den Augen der Weltöffentlichkeit. Stattdessen exekutierten sie Guevara ohne viel Federlesen am darauffolgenden Tag. Guevaras revolutionären Bestrebungen wie auch seinem eigenen Leben war damit ein schmuckloses und jähes, zugleich jedoch mythisches und heroisches Ende beschieden, das zu seiner weltumspannenden Ikonisierung in den kommenden Jahrzehnten beitragen sollte. Die Gründe für die auch 50 Jahre nach seiner Ermordung ungebrochene Überhöhung seiner Person reichen jedoch weit über die Umstände seines Todes hinaus.
Sie verweisen auf ein unüberschaubares Arsenal politischer, historischer, religiöser, revolutionärer wie auch romantischer Projektionen und Verklärungen, als deren Urheber und Verwalter die globale Linke gelten kann. Denn schon weit vor seinem Ableben galt der gebürtige Argentinier als Enfant terrible einer sich weltweit unter den Schlagwörtern antikolonialistisch, internationalistisch und antiimperialistisch formierenden Linken.

Mit diesen Ismen Gepäck sollte diese sich in den kommenden Dekaden zur Unterstützerin einer Reihe von Bewegungen im Trikont aufschwingen, deren nationalistische und mitunter offen antisemitische Programmatik hingenommen bzw. sehenden Auges unterstützt wurde. Nicht selten bildete der Antiamerikanismus dabei jene verbindende Klammer, die Guevara als zentrales Moment des antiimperialistischen Kampfes ausgemacht hatte. Seinen europäischen Bewunderern diente sie der moralischen Adelung ihrer Umtriebe. Ob Antiimperialismus und Antiamerikanismus dabei als Ausgangspunkte einer sich reaktionär gewendeten Linken oder als in der historischen Konstellation des Kalten Krieges nachvollziehbare Bezugspunkte gedeutet werden müssen, wird zu diskutieren sein.
Die Gründe für Guevaras hohes Maß an Identifikationsfähigkeit unter Linken (und Rechten) aller Provenienz waren allemal vielfältig. Insbesondere für die jungen Nachwuchsrevolutionäre in den westlichen Metropolen bot der charismatische Mediziner eine willkommene Projektionsfläche. Wie sie stammte er aus bürgerlichem Elternhaus, hatte höhere Bildung genossen, umfängliche Reisen während seines Studiums unternommen, um sich später von seiner bourgeoisen Herkunft loszusagen und sich ganz in den Dienst der Revolte zu stellen. Mit diesem Ausbruch beflügelte er die Phantasie junger Studenten und Arbeiterinnen weltweit, irgendwann Uniseminar bzw. Fabrikhalle gegen das revolutionäre Engagement einzutauschen und damit Teil der herbeigesehnten internationalen Bewegung zu werden. Guevara selbst forcierte diese Revoluzzerromantik, wenn er unter der Maxime „Es gibt kein Leben außerhalb der Revolution“ keinen Zweifel daran aufkommen ließ, welche Priorität der Einzelne zu setzen hatte.

Verbunden war der Personenkult um Guevara auf das Engste mit dem historischen Zeitpunkt seines Auftritts. Die Kubanische Revolution der 1950er Jahre, in der Che neben Fidel Castro zentrale Funktionen ausübte, stand am Beginn antikolonialer Befreiungskämpfe in Asien und Afrika, welche sich anschickten, die letzten Reste der durch den Zweiten Weltkrieg unwiederbringlich zerstörten internationalen Ordnung hinwegzufegen. Diese Geschehnisse elektrisierten die Linke in der westlichen Hemisphäre. Sie nährten die Hoffnung, dass nach dem Ende des Faschismus mit zeitlicher Verzögerung doch noch der Sozialismus verwirklicht werden könnte. Zugleich lieferten sie in Gestalt von Antiimperialismus und Antikolonialismus eine neue revolutionäre Weltanschauung. Che wiederum wurde als Symbolfigur dieser Bewegung inthronisiert.

Im Deutschland der späten 1960er und frühen 1970er Jahre schlugen Guevaras Lebenslauf und Prosa Studentenschaft und Außerparlamentarische Opposition (APO) gleichermaßen in ihren Bann. In den Reihen der Studenten für eine demokratische Gesellschaft (SDS) und Haschrebellen wurden seine Schriften, wie etwa Der Partisanenkrieg – eine Methode oder die von Rudi Dutschke übersetzte Botschaft an die Völker der Welt, als Grundlagenlektüre für den kommenden Aufstand studiert. Im Zusammenhang mit dem Befreiungskampf des Front Libération Nationale (FLN) gegen die französischen Besatzer in Algerien, wie auch mit dem Mitte der 1960er Jahre eskalierenden Vietnamkrieg, bescherten sie der Linken ein unverbrauchtes ideologisches Koordinatensystem, mit dem sie die weltpolitischen Geschehnisse analysieren konnte. Dies war insofern nötig geworden, als mit dem einsetzenden Kalten Krieg der bisherige politische Bezugsrahmen seine Gültigkeit verloren hatte und die Sowjetunion keinen revolutionären Orientierungspunkt mehr bot. Spätestens mit der Niederschlagung des Studentenaufstandes in Prag 1968 zerstoben bei der (Neuen) Linken die letzten Hoffnungen, der doktrinäre Kommunismus moskauscher Prägung könne ein Partner für das Projekt der Weltrevolution sein. Entsprechend euphorisch stürzte sie sich auf die antikolonialen Befreiungsbewegungen, ahnend, in ihnen ein moralisch belastbares Revolutionsobjekt gefunden zu haben. Mit Ches kanonisch gewordenem „Schaffen wir zwei, drei, viele Vietnam“ kristallisierte sich der Schlachtruf des Antiimperialismus heraus, der nicht nur die Hoffnung auf die Befreiung der Länder des Trikonts ausdrückte, sondern zugleich die Marschroute für die Linke in den Metropolen vorgab.
Dass diese Aufforderung tatsächlich beim Wort genommen wurde, bezeugten etwa die Protagonisten der Rote Armee Fraktion, die sich in ihrem Feldzug gegen „Kolonialschweine“ und „Imperialismusapologeten“ als moderne, von Che beeindruckte Stadtguerilla inszenierten. „Was uns Che zu sagen hatte, ließ eine Radikalität unserer eigenen Praxis notwendig und folgerichtig erscheinen. Wir haben uns nicht mit Ches Schriften als theoretische Diskurse auseinandergesetzt, denn es gab nichts mehr zu diskutieren, die Verhältnisse waren klar“, erinnerte sich das langjährige RAF-Mitglied Inge Viett im Rückblick. Die vermeintlich von allen Widersprüchen bereinigte Realität, und die sich daraus ergebende Notwendigkeit zum gewalttätigen Losschlagen gegen die als verantwortlich ausgemachten Personen, sollte zum Signum nicht nur der RAF, sondern zahlreicher Gruppierungen werden, die sich Anleihen bei Ches politischer Programmatik wie auch seiner rigiden, freudlosen und asketischen Lebensweise nahmen. Im Brustton moralischer Überlegenheit, gepaart mit der Gewissheit, auf der Seite der Geknechteten und Ausgebeuteten zu stehen, wurde die Gewalt als legitimes Mittel gegen das „Schweinesystem“ verkauft. Dass der Comandante Che Guevara (Wolf Biermann) im Verlauf der Kubanischen Revolution selbst mehrere hundert Menschen hinrichten und ebenso viele in Umerziehungslager stecken ließ, gab nicht etwa zu denken, sondern bestätigte seine Epigonen in ihrem Treiben.
Vor diesem Hintergrund wird im Gespräch mit Gerd Koenen nicht nur über die Gewaltfrage als Mittel linker Politik ab der Mitte des 20. Jahrhunderts zu reden sein. Vielmehr soll der Gehalt der mit Guevara verbundenen Ideen vor dem Hintergrund der Konstellation des Kalten Krieges beleuchtet werden. Kann in Analogie zur Russischen Revolution von einem Moment des Umkippens vom Progressiven ins Regressive gesprochen werden?

Gerd Koenen ist Publizist und Historiker, war Mitglied im SDS und im Kommunistischen Bund Westdeutschland (KBW), löste sich jedoch später vor allem in der Auseinandersetzung mit den Ereignissen um die Gründung der polnischen Gewerkschaft Solidarnosc vom Kommunismus. Er beschäftigt sich unter anderem mit den deutsch-russischen Beziehungen, der Geschichte der Linken und des Kommunismus. Zu seinen bekannteren Veröffentlichungen zählen Das rote Jahrzehnt. Unsere Kleine deutsche Kulturevolution 1967–1977 sowie ein Band zu Leben, Wirken und Rezeption Che Guevaras namens Traumpfade der Weltrevolution. Kürzlich ist zudem unter dem Titel Die Farbe Rot seine voluminöse Weltgeschichte des Kommunismus erschienen.

Dienstag, 03.10.2017, Einlass: 18:00 Uhr, Beginn: 18:30 Uhr

30 Jahre Antifa in Ostdeutschland

Perspektiven auf eine eigenständige Bewegung

Der staatliche und gesellschaftliche Umbruch 1989/90 war ein Markstein für die heutige Antifa-Bewegung. Unter der Annahme einer gemeinsamen widerständigen Geschichte wurde in bisherigen Rückschauen allerdings nur wenig beachtet, dass in Ostdeutschland eine eigenständige Bewegung entstand, die bereits in der ausgehenden DDR ihren Anfang nahm und ein eigenes Profil entwickelte.

Herausgeberin Christin Jänicke und Autor Marek Winter stellen 30 Jahre nach Gründung der ersten unabhängigen Antifa-Gruppen in der DDR unterschiedliche Perspektiven auf die Bewegung vor. Sie geben Einblick in ihre Entstehung und Entwicklung, dabei werden Schwerpunkte der Veranstaltung die Rolle von Frauen und feministischen Kämpfen als auch Generationsbrüche und Konflikte sein, die anhand der Entstehung antideutscher Gruppen diskutiert werden.

Eine Veranstaltung des Infoladens im Conne Island.
Es wird einen Stand mit Zeitschriften aus dem Archiv geben.


- Gefördert von der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen -

siehe auch: https://www.conne-island.de/infoladen.html, https://www.facebook.com/Infoladen.ConneIsland
Dienstag, 12.09.2017, Einlass: 19:00 Uhr

Offenes Antifa Treffen

Nicht in einer politischen Gruppe organisiert? Neu in der Stadt? Kein Bock auf Nazis? Probleme mit den Rechten? Aus Überzeugung gegen Rassismus und Faschismus?

In ganz Deutschland werden Unterkünfte für Geflüchtete attackiert und in Brand gesetzt, besonders häufig in Sachsen. Rassist*innen und Nazis marschieren Woche für Woche in den unterschiedlichsten Orten auf. Am Rande dieser rechten Veranstaltungen werden Menschen von Nazis und Rassist*innen immer wieder bedroht und angegriffen. Jenseits von unkoordinierten Interventionsversuchen ist kaum nennenswerter Widerstand sichtbar. Bürgerlichen Protest gibt es kaum bis nie, gleichzeitig werden die verbliebenen Gegendemonstrant*innen mit staatlicher Repression überzogen.

Es ist wichtig, sich zu vernetzen und Strukturen aufzubauen, um den Widerstand zu organisieren – nicht nur gegen Rassismus und Faschismus, sondern auch gegen Nationalismus, Sexismus, Homophobie und die kapitalistische Gesamtscheiße.

Du willst endlich was dagegen tun, wusstest bisher aber nicht wo, wie und mit wem? Dann komm zum Offenen Antifa Treffen (OAT).

12.9. um 19 Uhr in der 1. Etage des Vorderhaus vom Conne Island (Koburger Str. 3, 04277 Leipzig)

siehe auch: offenesantifatreffen.blogsport.eu
Donnerstag, 24.08.2017, Einlass: 18:45 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr

Sonnenblumenhaus – Das Pogrom in Rostock-Lichtenhagen

Am 25. August kommt es im Rahmen des 25. Jahrestages des Pogroms in Rostock-Lichtenhagen zur Aufführung des Theaterstücks “Sonnenblumenhaus“ im Institut für Zukunft (IfZ) in Leipzig.

Das von Dan Thy Nguyen und Iraklis Panagiotopoulos produzierte Stück dokumentiert das rassistische Pogrom von Rostock 1992 und "verarbeitet die Sicht der belagerten Menschen“. Diese wurden dafür ausfindig gemacht und interviewt. Aus ihren Aussagen wurde das Stück entwickelt.

Wir möchten die Gelegenheit nutzen, um mit Dan Thy Nguyen vor der Aufführung im IfZ über das Pogrom in Rostock zu sprechen. Kunst- und Kulturschaffende haben oft die Möglichkeit, mit ihren Arbeiten Menschen auch außerhalb von politischen Zusammenhängen und Kontexten zu erreichen und sie zu einer intensiven, wenn auch zeitlich begrenzten, Auseinandersetzung mit ihren Themen zu bewegen. Vor welchen Herausforderungen sie dabei auch stehen, wenn es um die Erinnerung an Ereignisse wie in Rostock geht, werden wir ihn fragen.

Eine Veranstaltung der Gruppe "Rassismus tötet!" - Leipzig

siehe auch: rassismus-toetet-leipzig.org
Dienstag, 15.08.2017, Einlass: 19:00 Uhr

Offenes Antifa Treffen

Nicht in einer politischen Gruppe organisiert? Neu in der Stadt? Kein Bock auf Nazis? Probleme mit den Rechten? Aus Überzeugung gegen Rassismus und Faschismus?

In ganz Deutschland werden Unterkünfte für Geflüchtete attackiert und in Brand gesetzt, besonders häufig in Sachsen. Rassist*innen und Nazis marschieren Woche für Woche in den unterschiedlichsten Orten auf. Am Rande dieser rechten Veranstaltungen werden Menschen von Nazis und Rassist*innen immer wieder bedroht und angegriffen. Jenseits von unkoordinierten Interventionsversuchen ist kaum nennenswerter Widerstand sichtbar. Bürgerlichen Protest gibt es kaum bis nie, gleichzeitig werden die verbliebenen Gegendemonstrant*innen mit staatlicher Repression überzogen.

Es ist wichtig, sich zu vernetzen und Strukturen aufzubauen, um den Widerstand zu organisieren – nicht nur gegen Rassismus und Faschismus, sondern auch gegen Nationalismus, Sexismus, Homophobie und die kapitalistische Gesamtscheiße.

Du willst endlich was dagegen tun, wusstest bisher aber nicht wo, wie und mit wem? Dann komm zum Offenen Antifa Treffen (OAT).

15.8. um 19 Uhr in der 1. Etage des Vorderhaus vom Conne Island (Koburger Str. 3, 04277 Leipzig)


siehe auch: offenesantifatreffen.blogsport.eu
Dienstag, 25.07.2017, Einlass: 19:00 Uhr

Start with a Friend - Infoabend für Locals

Ihr möchtet neue Leute kennenlernen, euch für ein stärkeres Miteinander und mehr Teilhabe von Geflüchteten engagieren? Dann kommt zu unserem Infoabend und werdet Tandempartner*in bei Start with a Friend! Hier stellen wir euch das Programm vor und beantworten alle eure Fragen.

Mehr Infos und die Anmeldung zum Infotreffen hier: https://www.start-with-a-friend.de/standorte/leipzig/locals-leipzig/

Bringt gerne interessierte Freunde mit und kommt ruhig auch spontan.

Der Infoabend ist nur für LOCALS!
Anmeldung für Geflüchtete hier: http://bit.ly/2s3M7HM

Wir freuen uns auf euch!

Die Veranstaltung findet im 1.Stock des Vorderhauses statt (Raum über dem Cafe).

siehe auch: start-with-a-friend.de, instagram.com/teamswaf, twitter.com/teamswaf
Dienstag, 18.07.2017, Einlass: 19:00 Uhr

Offenes Antifa Treffen

Nicht in einer politischen Gruppe organisiert? Neu in der Stadt? Kein Bock auf Nazis? Probleme mit den Rechten? Aus Überzeugung gegen Rassismus und Faschismus?

In ganz Deutschland werden Unterkünfte für Geflüchtete attackiert und in Brand gesetzt, besonders häufig in Sachsen. Rassist*innen und Nazis marschieren Woche für Woche in den unterschiedlichsten Orten auf. Am Rande dieser rechten Veranstaltungen werden Menschen von Nazis und Rassist*innen immer wieder bedroht und angegriffen. Jenseits von unkoordinierten Interventionsversuchen ist kaum nennenswerter Widerstand sichtbar. Bürgerlichen Protest gibt es kaum bis nie, gleichzeitig werden die verbliebenen Gegendemonstrant*innen mit staatlicher Repression überzogen.

Es ist wichtig, sich zu vernetzen und Strukturen aufzubauen, um den Widerstand zu organisieren – nicht nur gegen Rassismus und Faschismus, sondern auch gegen Nationalismus, Sexismus, Homophobie und die kapitalistische Gesamtscheiße.

Du willst endlich was dagegen tun, wusstest bisher aber nicht wo, wie und mit wem? Dann komm zum Offenen Antifa Treffen (OAT).

18.7. um 19 Uhr in der 1. Etage des Vorderhaus vom Conne Island (Koburger Str. 3, 04277 Leipzig)

siehe auch: offenesantifatreffen.blogsport.eu
Dienstag, 20.06.2017, Einlass: 19:00 Uhr

Offenes Antifa Treffen

Nicht in einer politischen Gruppe organisiert? Neu in der Stadt? Kein Bock auf Nazis? Probleme mit den Rechten? Aus Überzeugung gegen Rassismus und Faschismus?

In ganz Deutschland werden Unterkünfte für Geflüchtete attackiert und in Brand gesetzt, besonders häufig in Sachsen. Rassist*innen und Nazis marschieren Woche für Woche in den unterschiedlichsten Orten auf. Am Rande dieser rechten Veranstaltungen werden Menschen von Nazis und Rassist*innen immer wieder bedroht und angegriffen. Jenseits von unkoordinierten Interventionsversuchen ist kaum nennenswerter Widerstand sichtbar. Bürgerlichen Protest gibt es kaum bis nie, gleichzeitig werden die verbliebenen Gegendemonstrant*innen mit staatlicher Repression überzogen.

Es ist wichtig, sich zu vernetzen und Strukturen aufzubauen, um den Widerstand zu organisieren – nicht nur gegen Rassismus und Faschismus, sondern auch gegen Nationalismus, Sexismus, Homophobie und die kapitalistische Gesamtscheiße.

Du willst endlich was dagegen tun, wusstest bisher aber nicht wo, wie und mit wem? Dann komm zum Offenen Antifa Treffen (OAT).

Eine Initiative von Antifaschist*Innen aus Leipzig.

Mittwoch, 14.06.2017, Einlass: 19:00 Uhr

Infoveranstaltung »Leipzig goes No Al-Quds«

Infoveranstaltung zur gemeinsame Anreise zu den Protesten gegen den Al-Quds-Marsch, kurzer Input zum Marsch und der Rolle des Irans

KEIN AL QUDS-TAG 2017! GEMEINAM GEGEN JEDEN ANTISEMITISMUS!

Am Freitag, den 23. Juni 2017 wollen im 21. Jahr in Folge hunderte Antisemit*innen am Al Quds-Tag in Berlin für die Eroberung Jerusalems und die Vernichtung Israels aufmarschieren. Al Quds ist der arabische Name Jerusalems und der Al Quds-Tag ein 1979 vom iranischen Regime ins Leben gerufener weltweiter antisemitischer Kampftag. Unter dem Deckmantel der sogenannten „Israelkritik“ wird offen dazu aufgerufen die größte jüdische Gemeinschaft der Welt zu vernichten. Es wird sich mit der terroristischen Hisbollah, dem syrischen Diktator Assad und dem iranischen Regime selbst solidarisiert.

Der Hauptorganisator des Berliner Aufmarsches ist Jürgen Grassmann. Grassmann leugnete im April diesen Jahres auf der Intifada-Konferenz in Teheran die Shoa, er sprach dabei unter anderem von „der Täuschung der Menschen mit dieser Geschichte“ und führte in diesem Zusammenhang fort: „Das Problem ist, dass die Zionisten es übertreiben.“ Im gleichen Monat brachte Grassmann auf einer Querfrontdemonstration in Berlin während eines Redebeitrags seine antisemitische Verschwörungsideologie zum Ausdruck, unter anderem sagte er, dass der IS „ein Produkt der Zionisten“ sei und forderte anschließend das Ende des Staates Israel.

Es steht fest: Deutschland hat ein Antisemitismus-Problem, das weder erst seit gestern besteht, noch importiert wurde. Allein in Berlin gab es im Jahr 2016 mindestens 470 antisemitische Angriffe und Anfeindungen. In ganz Deutschland kommt es zu Schändungen jüdischer Friedhöfe und Denkmäler und die Leugnung oder Relativierung der Shoa gehören zum deutschen Alltag. Oft wird nicht vom Judentum, sondern von Israel gesprochen, um den eigenen Antisemitismus zu verschleiern.

Der Al Quds-Tags-Aufmarsch in Berlin ist der größte regelmäßig stattfindende antisemitische Aufmarsch Deutschlands. Wir werden dies auch in diesem Jahr nicht unwidersprochen hinnehmen und unsere Kritik an religiösen Fundamentalist*innen und Antisemit*innen aller Couleur am 23. Juni auf die Straße tragen. Wir solidarisieren uns mit den von Antisemitismus Betroffenen und deren Schutzraum Israel. Außerdem gilt unsere Solidarität den emanzipatorischen Kräften im Iran sowie allen Geflüchteten.

Nieder mit dem antisemitischen Al Quds-Tag!

siehe auch: https://www.facebook.com/lestopthebomb
Dienstag, 23.05.2017, Einlass: 19:30 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

Kritik des Familismus. Geschichte, Theorie und Realität eines ideologischen Gemäldes

Die Sozialwissenschaftlerin Gisela Notz stellt die Ideologie des Familismus vor und weist auf das Paradox hin, dass diese immer noch die Leitlinie staatlicher Politik bildet, obwohl es DIE Familie heute ebenso wenig gibt, wie es sie je gegeben hat. Und schon gar nicht war sie zu allen Zeiten die bürgerliche Kleinfamilie, wie wir sie heute kennen. Angesichts der "neuen" rechtspopulistischen AkteurInnen hat sie Hochkonjunktur. Auch darüber sollten wir diskutieren.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Pro-Choice-Bündnis Sachsen und dem Conne Island.

siehe auch: schweigemarsch-stoppen.de
Donnerstag, 18.05.2017, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr

Lesung und Diskussion: "Allein unter Flüchtlingen" mit Tuvia Tenenbom

»Wenn sich der israelisch-amerikanische Autor Tuvia Tenenbom auf Reisen begibt, um „die Deutschen“, „die Juden“ oder „die US-Amerikaner“ kennen zu lernen, hat er eine spitze Feder und einen schelmischen Witz im Gepäck. Seine Reiseberichte krempeln die Hemdsärmel hoch, legen die Finger in Wunden und lassen Ansichten aufeinanderprallen, die ansonsten wohlsortiert voneinander geschieden werden. Seine Lesungen gleichen Theaterabenden, an denen zwar gelacht und geschmunzelt wird, die einen aber auch verstört zurücklassen. So auch sein jüngstes, noch im Entstehen begriffenes Buch, in dem der Regisseur und Leiter des 1994 gegründeten Jewish Theater of New York sich unter Flüchtlinge in Europa begibt: „Allein unter Flüchtlingen“ (Suhrkamp). Der Abend widmet sich den Erfahrungen und Beobachtungen, die Tuvia Tenenbom bei seiner jüngsten Reise gemacht hat.«
Quelle: Jüdisches Museum Frankfurt / Jüdische Gemeinde Frankfurt

Bereits am 3. Mai sollte im Conne Island die Lesung »Allein unter Flüchtlingen« mit Tuva Tenenbom stattfinden. Nachdem dieser eine Veranstaltung bei einem rechtsintellektuellem Think Tank, bei dem Fäden aus völkischen Nationalisten, Pegida und Identitären zusammenlaufen, angekündigt hatte, sagte unser Kooperationspartner, die Gruppe „Rassismus tötet!“, ihre Mitarbeit an der Veranstaltung kurzfristig ab. Wir vom Conne Island sahen uns dann außerstande, die Veranstaltung kurzfristig alleine auf die Beine zu stellen und suchten Kontakt zu Tenenbom. Dieser argumentierte uns gegenüber, dass die Auswahl seiner Gesprächspartner nicht auf Sympathie gründe, er mit allen spreche, auch mit Rechten, und er nicht zu den Rechten gehe, um ihnen nach dem Mund zu reden. Er schloss aus, dass sein Auftritt instrumentalisiert werden könne. Gleichzeitig unterstellte er uns, bereits bezwungene Feinde zu bekämpfen. Müsste Tenenbom nach politischer Sympathie entscheiden, vor wem er rede, so würde er wohl auch keine Einladungen von Linken annehmen, da von diesen, so bedeutete er uns, heute einflussreichere antisemitische Kampagnen ausgehen als von Rechten. Das Conne Island Plenum findet seine Haltung, jede Einladung anzunehmen, seinen Glauben, nicht instrumentalisierbar zu sein, und seine Einschätzung, dass Rechte gesamtgesellschaftlich unbedeutend seien, strittig, möchte aber lieber mit ihm diskutieren als über ihn.

Die Fragen "Warum nimmt Deutschland mehr Flüchtlinge auf als jedes andere Land?" oder "Woher kommt diese Zuneigung zu den Flüchtlingen?", sowie das beschriebene Ungleichgewicht zwischen dem Anspruch des Slogans "Wir schaffen das!" und den bestehenden Zuständen in Asylunterkünften und deutscher Asylpolitik wollen wir weiter diskutieren.

Dienstag, 16.05.2017, Einlass: 19:00 Uhr

Offenes Antifa Treffen

Nicht in einer politischen Gruppe organisiert? Neu in der Stadt? Kein Bock auf Nazis? Probleme mit den Rechten? Aus Überzeugung gegen Rassismus und Faschismus?

In ganz Deutschland werden Unterkünfte für Geflüchtete attackiert und in Brand gesetzt, besonders häufig in Sachsen. Rassist*innen und Nazis marschieren Woche für Woche in den unterschiedlichsten Orten auf. Am Rande dieser rechten Veranstaltungen werden Menschen von Nazis und Rassist*innen immer wieder bedroht und angegriffen. Jenseits von unkoordinierten Interventionsversuchen ist kaum nennenswerter Widerstand sichtbar. Bürgerlichen Protest gibt es kaum bis nie, gleichzeitig werden die verbliebenen Gegendemonstrant*innen mit staatlicher Repression überzogen.

Es ist wichtig, sich zu vernetzen und Strukturen aufzubauen, um den Widerstand zu organisieren – nicht nur gegen Rassismus und Faschismus, sondern auch gegen Nationalismus, Sexismus, Homophobie und die kapitalistische Gesamtscheiße.

Du willst endlich was dagegen tun, wusstest bisher aber nicht wo, wie und mit wem? Dann komm zum Offenen Antifa Treffen (OAT).

Eine Initiative von Antifaschist*Innen aus Leipzig.


Freitag, 12.05.2017, Einlass: 18:00 Uhr

Feat. Fem • PANEL&PANEL&OPENDECKS

//PANEL1
/18:00

Gendered Identity in Club Culture (TBA)

Moderation: Jordan Davidson (Balance Festival Co-Founder, Booking Agent, Curator)

/SIREN (DJ&Promoter collective from London, UK)
/Hannah Christ (Femdex, DJ & Promoter from Vienna, AT)
/Ande (Co-Programmer of Ableton Loop Summit, Producer & Artist from Berlin)

Dieses divers besetzte Panel widmet sich den weit gefassten Fragen um Identität in der gegenwärtigen Clublandschaft. Durch die breit gefächerten Perspektiven, Ursprünge und Erfahrungen aus unterschiedlichen europäischen Metropolen und nonkonformen Identitäten wird die Diskussion Stimmen zusammenbringen, um sich über soziale Kämpfe, accessibility, kommerzielle Vereinnahmung und Widerstand auszutauschen.
Das Panel wird präsentiert von Balance Club / Culture Festival, Institut fuer Zukunft in Kollaboration mit Conne Island und Kulturraum e.V.

Das Panel wird in englischer Sprache gehalten.

//PANEL2
/20:00

Moderation: Charlotte Eifler (DJ, Producer, Girlz Edit, Cobra Netzwerk)

/Hang Aoki (Killekill & Futura Booking Agency, Krake Festival PR, ://about blank)
/Wiebke Magister (IO, IfZ Resident Booking, Promoter)
/Aiko Okamoto (VJ, DJ, MEETUP Berlin, female:pressure)
/Mo Loschelder (RBMA, Heroines of Sound, female:pressure, Media Loca)

Auf dem Podium wird mit verschiedenen Vertreterinnen aus dem Veranstaltungsbereich der elektronischen Pop- und Clubkultur die genderbezogene Rollenverteilung im Musikbusiness auf den Prüfstand gestellt. Welche Rolle nehmen Frauen* bei Agenturen, im Booking und im Bereich der Organisation von Veranstaltungen ein? Gibt es vorurteilsbehaftete geschlechtstypische Aufgabenfelder? Wenn ja, wie können diese überholten Rollenbilder aufgebrochen werden?

//OPENDECKS
/After

Open Decks im Frauen*-DJ-Proberaum // Conne Island

siehe auch: kulturraum.ifz.me, ifz.me
Mittwoch, 10.05.2017, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr

»Wer nicht feiert...« Ein Gespräch über den linken Umgang mit dem »Tag der Befreiung«

»Der 9. Mai 1945 war ein Festtag: Die Wüste des Krieges endete: Doch in fast jedem von uns hatte sich eine neue Wüste aufgetan, eine Wüste, die nie grünen wird: Die Erinnerung an die Lieben.«
Ilja Ehrenburg – Menschen, Jahre, Leben, Memoiren III.

Der 8. bzw. 9. Mai haben als Tag der bedingungslosen Kapitulation des NS-Regimes für Linke unterschiedlicher Couleur eine identitätsstiftende Bedeutung. Jedes Jahr auf’s Neue gibt es Demos, Partys und Feste, um den »Tag der Befreiung« zu zelebrieren, ganz nach dem Motto »Party like it`s 1945«.

Die Geschichte des 8. Mai seit 1945 ist komplex. Während die DDR den Tag – angelehnt an die Sowjetischen Erinnerungspraktiken – zu einem zentralen Gedenktag machte, dominierte in der Bundesrepublik über Jahrzehnte die Interpretation des 8. Mai als Niederlage und die Abwehr gegen den Begriff »Befreiung«. Auch die auf der Ebene der politischen Repräsentation vollzogene rhetorische Anerkennung der NS-Taten sowie ihrer Opfer, die angestrebte »Erlösung durch Erinnerung« täuschen nicht darüber hinweg, dass dem 8. Mai bis heute keine große Relevanz beigeordnet wird. Hinzu kommen Forderungen einer erstarkenden Rechten nach einer »erinnerungspolitischen Wende«.

Gedenkfeierlichkeiten am 8. Mai wurden in der Bundesrepublik zunächst von Verfolgten des Nationalsozialismus durchgeführt. In den 1970rn Jahren folgten Zehntausende den Aufrufen von der VVN-BDA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes), Gewerkschaften und anderen Gruppen zu Demonstrationen rund um den 8. Mai, bei denen das historische Ereignis mit tagespolitischen Themen verknüpft wurde.

Spätestens seit der Auflösung der Sowjetunion sowie der »Wiedervereinigung« steht der »Tag der Befreiung« unter neuen Vorzeichen. Parallel zu einer wachsenden Bedeutung für die geschichtspolitische Inszenierung der russländischen Regierung haben heute auch einige Events in Deutschland wieder an Bedeutung gewonnen. In den letzten Jahren versammelten sich Tausende am Sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park in Berlin, darunter Anarchist_innen, Stalinist_innen, Reichsbürger_innen und Verschwörungsideolog_innen.

Die Veranstaltung »Wer nicht feiert...« Ein Gespräch über den linken Umgang mit dem »Tag der Befreiung« widmet sich der Frage, in welchem Spannungsfeld sich das Gedenken befindet und wo Linke sich in diesem wiederfinden. Wessen wird gedacht, und mit welcher Perspektive?

Podium:
Natalka Neshevets (Visual Culture Research Center, Kiew)
Vertreter_in des AK Loukanikos
Johannes Spohr (Historiker und Journalist)

Moderation:
Initiative »Geschichte vermitteln« Leipzig

Eine gemeinsame Veranstaltung der Initiative »Geschichte vermitteln« Leipzig und dem Conne Island. Gefördert durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Dienstag, 09.05.2017, Einlass: 19:00 Uhr

Das 5 vor 12 Syndrom – Arbeitsdruck in linken Zusammenhängen

Noch schnell den Flyer fertig, der Naziaufmarsch verhindert und die Plenumsdiskussion vorbereitet. So viel was getan werden muss – zu wenig Kraft und Zeit, um alles zu schaffen.
Da wollen wir die Welt zu einem schöneren Ort machen und scheitern schon an den selbst formulierten Ansprüchen. Aber liegt das jetzt an uns oder sind es mal wieder die gesellschaftlichen Verhältnisse, die uns das Leben schwer machen?

Wir wollen mit euch diskutieren und Erfahrungen austauschen, wie man mit dem großen Handlungsdruck umgehen und den “politischen Burn-Out” verhindern kann.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Leipziger Salon gegen den Ausstieg und dem Conne Island.

Gefördert durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen.

siehe auch: https://dabeibleiben.noblogs.org


Dienstag, 18.04.2017, Einlass: 19:00 Uhr

Offenes Antifa Treffen

Nicht in einer politischen Gruppe organisiert? Neu in der Stadt? Kein Bock auf Nazis? Probleme mit den Rechten? Aus Überzeugung gegen Rassismus und Faschismus?

In ganz Deutschland werden Unterkünfte für Geflüchtete attackiert und in Brand gesetzt, besonders häufig in Sachsen. Rassist*innen und Nazis marschieren Woche für Woche in den unterschiedlichsten Orten auf. Am Rande dieser rechten Veranstaltungen werden Menschen von Nazis und Rassist*innen immer wieder bedroht und angegriffen. Jenseits von unkoordinierten Interventionsversuchen ist kaum nennenswerter Widerstand sichtbar. Bürgerlichen Protest gibt es kaum bis nie, gleichzeitig werden die verbliebenen Gegendemonstrant*innen mit staatlicher Repression überzogen.

Es ist wichtig, sich zu vernetzen und Strukturen aufzubauen, um den Widerstand zu organisieren – nicht nur gegen Rassismus und Faschismus, sondern auch gegen Nationalismus, Sexismus, Homophobie und die kapitalistische Gesamtscheiße.

Du willst endlich was dagegen tun, wusstest bisher aber nicht wo, wie und mit wem? Dann komm zum Offenen Antifa Treffen (OAT).

Eine Initiative von Antifaschist*Innen aus Leipzig.

Dienstag, 11.04.2017, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr

Infoveranstaltung: Gegenmobilisierung zum Naziaufmarsch am 01.Mai 2017 in Halle

Für den 01. Mai 2017 hat die Neonazi-Partei "Die Rechte" eine Demonstration zum sogenannten "Arbeiterkampftag" in Halle/Saale angemeldet. Die bisher aufrufenden Gruppen lassen eine Anreise mehrerer Hundert militanter Neonazis aus ganz Deutschland erwarten.

Antifaschistische Gruppen aus Halle möchten mit einer entsprechenden antifaschistischen Gegenmobilisierung den Naziaufmarsch verhindern. In einer Informationsveranstaltung soll ein Überblick zu den rechten Akteuren gegeben werden. Außerdem wird über den geplanten Gegenprotest informiert und dazu eingeladen das Tagesgeschehen am 01. Mai 2017 in Halle aktiv zu gestalten.

Die Veranstaltung findet im Backstage, 1. Etage Vorderhaus, des Conne Islands statt.

Dienstag, 14.03.2017, Einlass: 19:00 Uhr

Offenes Antifa Treffen

Nicht in einer politischen Gruppe organisiert? Neu in der Stadt? Kein Bock auf Nazis? Probleme mit den Rechten? Aus Überzeugung gegen Rassismus und Faschismus?

In ganz Deutschland werden Unterkünfte für Geflüchtete attackiert und in Brand gesetzt, besonders häufig in Sachsen. Rassist*innen und Nazis marschieren Woche für Woche in den unterschiedlichsten Orten auf. Am Rande dieser rechten Veranstaltungen werden Menschen von Nazis und Rassist*innen immer wieder bedroht und angegriffen. Jenseits von unkoordinierten Interventionsversuchen ist kaum nennenswerter Widerstand sichtbar. Bürgerlichen Protest gibt es kaum bis nie, gleichzeitig werden die verbliebenen Gegendemonstrant*innen mit staatlicher Repression überzogen.

Es ist wichtig, sich zu vernetzen und Strukturen aufzubauen, um den Widerstand zu organisieren – nicht nur gegen Rassismus und Faschismus, sondern auch gegen Nationalismus, Sexismus, Homophobie und die kapitalistische Gesamtscheiße.

Du willst endlich was dagegen tun, wusstest bisher aber nicht wo, wie und mit wem? Dann komm zum Offenen Antifa Treffen (OAT).

Eine Initiative von Antifaschist*Innen aus Leipzig.

Donnerstag, 02.03.2017, Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr

Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern Vortrag von Dr. Robert Sommer

1941 befahl der Reichsführer-SS und Herr über die NS-Konzentrationslager, Heinrich Himmler, die Errichtung von Bordellen für KZ-Häftlinge. Der Grund dafür waren die ökonomischen Interessen der SS. Die KZ waren nicht nur Orte des Terrors und des Massenmordes, sondern auch Stätten der Zwangsarbeit. Die SS hatte ein gewaltiges Wirtschaftsimperium aufgebaut, das Himmler und seiner SS die finanzielle Unabhängigkeit sichern sollte. Zwangsarbeit war das Rückgrat dieser Wirtschaft.

Bis zum Ende des Krieges öffnete die SS in insgesamt zehn KZ Bordelle für Häftlinge: in Mauthausen, Gusen, Flossenbürg, Auschwitz-Stammlager, Buchenwald, Auschwitz-Monowitz, Dachau, Neuengamme, Sachsenhausen und Mittelbau-Dora.

Robert Sommer hat das Thema „Sex-Zwangsarbeit“ umfangreich untersucht und in allen relevanten Archiven recherchiert sowie Interviews mit Überlebenden führen können. In seinem Vortrag spricht er über die Gründe für die Einrichtung der Lagerbordelle, die Selektionen von Frauen für diese, die Lebensbedingungen und die Überlebensstrategien der Frauen, die Motive der Bordellbesucher sowie den Ablauf ihrer Besuche. Darüber hinaus stellt er Lagerbordelle in den Kontext Prostitutionskontrolle im Dritten Reich. Außerdem wird er auch auf die „Bordelle für fremdvölkische Arbeiter“ eingehen, die es unter anderem auch in Leipzig gab.

Dr. Robert Sommer ist freier Wissenschaftler, Autor, Ausstellungsmacher und Guide. Seine 2009 erschienene Dissertation mit dem Titel Das KZ-Bordell. Sexuelle Zwangsarbeit in nationalsozialistischen Konzentrationslagern ist eine Gesamtdarstellung der Thematik Bordelle in NS-Konzentrationslagern. Robert Sommer ist freier Mitarbeiter der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück, der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg und arbeitet für das Hampshire College (Amherst, Massachusetts/USA).


- Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig in Kooperation mit dem Conne Island -

siehe auch: zwangsarbeit-in-leipzig.de
Dienstag, 28.02.2017, Einlass: 19:00 Uhr

Vortrag: Rape Culture und die Psychologie des Männlichen

Der Fall Tugçe Albayrak, Julian Assange im Exil der equadorianischen Botschaft in London oder der entfesstelte Debattenmob nach der Kölner Silvesternacht: was diese medialen Ereignisse miteinander verbindet, ist die allgemeine Unfähigkeit im Öffentlichen wie im Privaten, sich dem Problem der sexuellen Gewalt wirklich angemessen, ethisch und politisch, zu stellen. Die vielfältigen Abwehrmechanismen, mit denen nicht bloß Männer auf die Konfrontation mit der Kultur sexueller Dominanz reagieren, sind nicht nur eine alltägliche Herausforderung für antisexistische Bemühungen, sondern stellen mit der hinter ihnen steckenden Psychologie auch Schnittstellen dar, anhand derer die tiefe Verwobenheit der Geschlechterhierarchie mit anderen Feldern des Ideologischen nachempfunden werden kann. Als Ideologien stellen sie banalerweise sicher, dass die gesellschaftlichen Verhältnisse bleiben wie sie sind. Die ihnen anhängenden kulturellen Formationen jedoch sorgen täglich dafür, dass das Leben für viele Menschen mal mehr, mal weniger stark mit der Hölle auf Erden bedroht bleibt. Geschlecht, Rassismus oder Antisemitismus sind daher immer auch sexuell.

Im Vortrag soll anhand einiger jüngerer Beispiele dieser Zusammenhang näher beleuchtet und gezeigt werden, dass das Schlagwort "Rape Culture" zu mehr taugt als zur Klage darüber, dass in Fällen sexueller Gewalt meist den Betroffenen die (Mit)Schuld gegeben wird. Wenn die Deutschen nach Köln ihre eigenen sexuellen Unzustände (noch mehr) auf maghrebinische Männer projizieren und die Gefahr der Konsequenzen für weiße Nahfeldtäter damit faktisch verringern, ist das nur ein Beispiel dafür, wie die intersektionale Intervention in den White Feminism sehr wohl gesellschaftliche Strukturen aufzudecken imstande ist, die sich ihrem Wesen nach tendenziell der Erkenntnis entziehen. Ohne dann bei Oberflächlichkeiten wie "Diskriminierung" oder "Macht" stehen bleiben zu müssen, kann verstanden werden, dass die Hartnäckigkeit des Sexismus auf einen gesellschaftlichen Ist-Zustand verweist, der ohne Geschlechterhierarchie in seiner Gänze undenkbar würde.

Jana Klein beschäftigte sich u.A. in der Jungle World mit der medialen Aufarbeitung des Falls Tugçe Albayrak und der Debatte nach der Kölner Silvesternacht. Gegenwärtig arbeitet sie an der Aufklärung der neuerlichen Skandale um die Landesunterkunft Burbach in NRW.

Eine Veranstaltung von the future is unwritten.

siehe auch: https://www.facebook.com/unwrittenfutureleipzig
Mittwoch, 15.02.2017, Einlass: 19:00 Uhr

Offenes Antifa Treffen

Nicht in einer politischen Gruppe organisiert? Neu in der Stadt? Kein Bock auf Nazis? Probleme mit den Rechten? Aus Überzeugung gegen Rassismus und Faschismus?

In ganz Deutschland werden Unterkünfte für Geflüchtete attackiert und in Brand gesetzt, besonders häufig in Sachsen. Rassist*innen und Nazis marschieren Woche für Woche in den unterschiedlichsten Orten auf. Am Rande dieser rechten Veranstaltungen werden Menschen von Nazis und Rassist*innen immer wieder bedroht und angegriffen. Jenseits von unkoordinierten Interventionsversuchen ist kaum nennenswerter Widerstand sichtbar. Bürgerlichen Protest gibt es kaum bis nie, gleichzeitig werden die verbliebenen Gegendemonstrant*innen mit staatlicher Repression überzogen.

Es ist wichtig, sich zu vernetzen und Strukturen aufzubauen, um den Widerstand zu organisieren – nicht nur gegen Rassismus und Faschismus, sondern auch gegen Nationalismus, Sexismus, Homophobie und die kapitalistische Gesamtscheiße.

Du willst endlich was dagegen tun, wusstest bisher aber nicht wo, wie und mit wem? Dann komm zum Offenen Antifa Treffen (OAT).

Eine Initiative von Antifaschist*Innen aus Leipzig.

Mittwoch, 25.01.2017, Einlass: 20:00 Uhr

Was ist Dublin IV?

Wir wollen über das Abschiebeabkommen Dublin IV informieren sowie mit euch darüber diskutieren, in welchem Zusammenhang es steht und wie organisierter Widerstand dagegen aussehen kann.

Seit 1997 regeln die Dublin-Verordnungen, welcher EU-Mitgliedsstaat zuständig für Asylverfahren und Aufnahme von Geflüchteten ist. Trotz jahrelanger Kritik an diesem System hat die EU-Kommission einen Entwurf zur Reformierung des Dublinsystems vorgelegt. Inhalt ist eine rassistischere und restriktivere Abschottungs- und Abschiebepolitik.

Dublin IV steht im Kontext des europäischen Abschottungssystems. Dieses beinhaltet u.a. das Verhindern legaler und sicherer Fluchtwege, die Kooperation mit diktatorischen Drittstaaten, um Flüchtende aufzuhalten, die Operationen von Frontex auf dem Mittelmeer, die verschiedenen nationalen Asylrechtsverschärfungen der letzten Jahre und die Einstufung von immer mehr Ländern als "sichere Herkunftsstaaten".

Die Liste der Unterdrückungsmechanismen, durch die Menschen davon abgehalten werden sollen, nach Europa zu kommen, ist lang und sie drückt aus, was geflüchtete Menschen für die EU darstellen: Ein unerwünschtes Produkt des globalen Wirtschaftssystems und der eigenen Machtpolitik.
Dass Menschen vor unmenschlichen Zuständen in ihren Heimatländern fliehen, ist kein überraschender Unfall, sondern logische Konsequenz der imperialistischen Politik der EU. Wirtschafts- und Lebensgrundlagen im Globalen Süden werden systematisch zerstört. Durch IWF und Weltbank werden ganze Staaten kontrolliert. Kriege werden durch EU-Staaten, je nach Interessenlage, indirekt durch Waffenlieferungen oder direkt durch militärische Interventionen befeuert. Nach herrschender Logik sind Menschen, die für das Kapital nicht produktiv sind, nichts wert. Geflüchtete können so bestenfalls Mitleid und humanitäre Hilfe erwarten, aber keine Begegnung auf Augenhöhe und keine Anerkennung ihrer Menschenrechte.

Wir haben uns zusammengefunden, um - unter dem Namen inEUmanity - gemeinsam gegen dieses abscheuliche System zu kämpfen, konkret gegen Dublin IV, das neueste Instrument der Abschottung.

siehe auch: https://ineumanity.noblogs.org
Mittwoch, 18.01.2017, Einlass: 19:00 Uhr

Offenes Antifa Treffen

Nicht in einer politischen Gruppe organisiert? Neu in der Stadt? Kein Bock auf Nazis? Probleme mit den Rechten? Aus Überzeugung gegen Rassismus und Faschismus?

In ganz Deutschland werden Unterkünfte für Geflüchtete attackiert und in Brand gesetzt, besonders häufig in Sachsen. Rassist*innen und Nazis marschieren Woche für Woche in den unterschiedlichsten Orten auf. Am Rande dieser rechten Veranstaltungen werden Menschen von Nazis und Rassist*innen immer wieder bedroht und angegriffen. Jenseits von unkoordinierten Interventionsversuchen ist kaum nennenswerter Widerstand sichtbar. Bürgerlichen Protest gibt es kaum bis nie, gleichzeitig werden die verbliebenen Gegendemonstrant*innen mit staatlicher Repression überzogen.

Es ist wichtig, sich zu vernetzen und Strukturen aufzubauen, um den Widerstand zu organisieren – nicht nur gegen Rassismus und Faschismus, sondern auch gegen Nationalismus, Sexismus, Homophobie und die kapitalistische Gesamtscheiße.

Du willst endlich was dagegen tun, wusstest bisher aber nicht wo, wie und mit wem? Dann komm zum Offenen Antifa Treffen (OAT).

Eine Initiative von Antifaschist*Innen aus Leipzig.

Mittwoch, 14.12.2016, Einlass: 19:00 Uhr

Offenes Antifa Treffen

Nicht in einer politischen Gruppe organisiert? Neu in der Stadt? Kein Bock auf Nazis? Probleme mit den Rechten? Aus Überzeugung gegen Rassismus und Faschismus?

In ganz Deutschland werden Unterkünfte für Geflüchtete attackiert und in Brand gesetzt, besonders häufig in Sachsen. Rassist*innen und Nazis marschieren Woche für Woche in den unterschiedlichsten Orten auf. Am Rande dieser rechten Veranstaltungen werden Menschen von Nazis und Rassist*innen immer wieder bedroht und angegriffen. Jenseits von unkoordinierten Interventionsversuchen ist kaum nennenswerter Widerstand sichtbar. Bürgerlichen Protest gibt es kaum bis nie, gleichzeitig werden die verbliebenen Gegendemonstrant*innen mit staatlicher Repression überzogen.

Es ist wichtig, sich zu vernetzen und Strukturen aufzubauen, um den Widerstand zu organisieren – nicht nur gegen Rassismus und Faschismus, sondern auch gegen Nationalismus, Sexismus, Homophobie und die kapitalistische Gesamtscheiße.

Du willst endlich was dagegen tun, wusstest bisher aber nicht wo, wie und mit wem? Dann komm zum Offenen Antifa Treffen (OAT). Am 26.Oktober, am 24.November und am 14.Dezember 2016 jeweils um 19:00 Uhr im Backstage (1.Etage im Cafe/Vorderhaus) im Conne Island (Koburger Str. 3, 04277 Leipzig).

Eine Initiative von Antifaschist*Innen aus Leipzig.

Mittwoch, 07.12.2016, Einlass: 19:00 Uhr

Infoveranstaltung zur Antifademo in Merseburg am 10.12.2016

Merseburg, 40km westlich von Leipzig, eine Stadt in der Rassismus zur Norm und das Schweigen darüber zum Image gehört.

Erst 2013 gab es eine Reihe von rassistisch-motivierten Angriffen die aufgrund ihrer zeitlichen Nähe ein gröszeres Medienecho und darauffolgende Aufmerksamkeit erregten. Danach wurde es kurzzeitig ruhiger, wenn auch nur für Auszenstehende und nicht davon Betroffene.

Mit dem letztem Jahr, dem Aufsteigen nationalistischer Positionen in der Öffentlichkeit und Politik, den immer mehr offen zu Tage tretenden Anfeindungen und Angriffen auf Menschen und Unternkünfte für Asylsuchende, den immer schärferen Gesetzen gegen Menschen die keinen dt. Pass besitzen und der daraus resultierenden aktiven Menschenfeindlichkeit seitens behördlicher Autoritäten, wurde, in der gesamten EU und auch in Deutschland, das Leben für viele Menschen, egal ob gerade erst hier angekommen oder schon immer hier lebend, unerträglich bis existenzbedrohend. So auch in Merseburg/ Saalekreis.

Auch wenn klar ist: Merseburg stellt keine spezifische Besonderheit heraus. Zumindest nicht mehr als andere, vor allem kleinere sich im Osten befindliche, Orte Kaltlands.

Die Vorfälle der letzten Monate zeigen jedoch ein besonders menschenverachtendes Moment:
- einem Mann wird auf dem Weg vom Deutschkurs in den Kopf geschossen, er überlebt, die Täter*innen bleiben unbekannt,
- die Ausländerbehörde sucht mit Spürhunden nach einem Familienvater um ihn abzuschieben,
- ein Paar wird zu Hause von zwei Deutschen mit Schlagwaffen überfallen und sogar das fünfjährige Enkelkind wird ins Krankenhaus geprügelt,
- Steine werden in Wohnungen von Menschen die nicht ins Weltbild passen geworfen,
- beim Betreten des Sozialamts müssen alle Schwarzen Menschen ihren Ausweis zeigen bevor sie eintreten dürfen,

um nur wenige Beispiele von vielen zu nennen. Es gibt so viel was in Merseburg falsch läuft, so viel was dazu auch schon gesagt wurde, fürs Image wurde dann auch vieles öffentlichkeitswirksam (sogar vom Ministerpräsidenten!!11!) Zugestanden. Mit der Realität der Betroffenen hatte das selten was zu tun.

Rassismus und weitere Menschenfeindlichkeit sind Realität in Merseburg, ob nun in den Verwaltungsstrukturen oder auf der Strasze. Auf was wollen wir warten um dagegen endlich Position zu beziehen und zu sagen „Merseburg, nicht dein Image, sondern Menschen leiden!“ - es muss sich was verändern!

Kommt zur Demo am Samstag dem 10.12.2016 11:30Uhr zum Bhf. in Merseburg
(https://www.facebook.com/events/1171766736247404/)

Solidarisiert euch mit den Menschen die hier leben (zum Teil: leben müssen)!

Zeigt den Menschen, dass es nicht egal ist wenn sie von Faschist*Innen und Rassist*Innen angegriffen und verfolgt werden. Lasst sie mit den deutschen Zuständen - ob nun im Amt oder an der Haltestelle - nicht alleine und die Täter*Innen nicht in Ruhe. Nicht in Merseburg und auch sonst nirgendwo!

Für mehr Informationen und Hinweise zur Demonstration kommt zur Infoveranstaltung im Conne Island.

siehe auch: https://www.facebook.com/events/1171766736247404, https://www.facebook.com/Merseburgweninteressierts
Donnerstag, 01.12.2016, Einlass: 19:00 Uhr

25YRS Conne Island & 15YRS Phase 2: Mitten ins Schwarze ist auch vorbei - Verschoben auf 2017

Die Veranstaltung muss leider abgesagt werden, wird aber im Frühjahr 2017 nachgeholt. Weitere Informationen folgen in Kürze.


In 15 Jahren Phase 2 sind 53 Ausgaben voller schlauer Artikel und unumstößlicher Wahrheiten entstanden. Rückblickend mag sich eventuell auch die ein oder andere Fehleinschätzung dazwischen geschoben haben. Ob mitten ins Schwarze oder meilenweit am Ziel vorbei, darüber entscheidet manchmal die Zeit, manchmal der individuelle Kritikapparat. In dieser Revue der Bewegungs- und Gesellschaftsanalyse liest die Phase 2 sich selbst und scheut weder Irrtum noch Wahrheit.

Dienstag, 29.11.2016, Einlass: 19:00 Uhr

25YRS Conne Island & Antifaschistischer Frauenblock Leipzig: Sag mir wo du stehst

Lange Zeit galt Leipzig als Hochburg der israelsolidarischen Linken. Wie sieht das heute aus? Welche Positionen zu Israel und Antisemitismus werden heute in linksradikalen Gruppen vertreten? Beeinflusst dies ihre Bündnispolitik? Diesen und weiteren Fragen soll in einer Podiumsdiskussion nachgegangen werden.

siehe auch: afbl.org
Donnerstag, 24.11.2016, Einlass: 19:00 Uhr

Offenes Antifa Treffen

Nicht in einer politischen Gruppe organisiert? Neu in der Stadt? Kein Bock auf Nazis? Probleme mit den Rechten? Aus Überzeugung gegen Rassismus und Faschismus?

In ganz Deutschland werden Unterkünfte für Geflüchtete attackiert und in Brand gesetzt, besonders häufig in Sachsen. Rassist*innen und Nazis marschieren Woche für Woche in den unterschiedlichsten Orten auf. Am Rande dieser rechten Veranstaltungen werden Menschen von Nazis und Rassist*innen immer wieder bedroht und angegriffen. Jenseits von unkoordinierten Interventionsversuchen ist kaum nennenswerter Widerstand sichtbar. Bürgerlichen Protest gibt es kaum bis nie, gleichzeitig werden die verbliebenen Gegendemonstrant*innen mit staatlicher Repression überzogen.

Es ist wichtig, sich zu vernetzen und Strukturen aufzubauen, um den Widerstand zu organisieren – nicht nur gegen Rassismus und Faschismus, sondern auch gegen Nationalismus, Sexismus, Homophobie und die kapitalistische Gesamtscheiße.

Du willst endlich was dagegen tun, wusstest bisher aber nicht wo, wie und mit wem? Dann komm zum Offenen Antifa Treffen (OAT). Am 26.Oktober, am 24.November und am 14.Dezember 2016 jeweils um 19:00 Uhr im Backstage (1.Etage im Cafe/Vorderhaus) im Conne Island (Koburger Str. 3, 04277 Leipzig).

Eine Initiative von Antifaschist*Innen aus Leipzig.


Dienstag, 22.11.2016, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr

»Skateistan«– Filmvorführung und Gespräch

Roter Salon, Skatecrew Conne Island und Skateistan e.V. präsentieren: »Skateistan«
Filmvorführung und Gespräch
Eintritt: frei
Englischer Film mit deutschen Untertiteln

Mittwoch, 02.11.2016, Einlass: 19:00 Uhr

Die amerikanische Rechte im Zeitalter von Donald Trump

Diskussionsveranstaltung mit Spencer Sunshine

Spätestens seit der erfolgreichen Nominierung Donald Trumps zum Präsidentschaftskandidaten der Republikanischen Partei ist auch in den Vereinigten Staaten die Rede vom Aufstieg einer neuen Rechten („alternative right“ / „alt-right“). Sei es die Besetzung öffentlicher Gebäude durch paramilitärische Milizen, organisierte Einschüchterungen oder Angriffe auf Muslime, Linke und Black-Lives-Matter-AktivistInnen oder das Wiedererstarken von „White Nationalism“-Gruppen, selten waren rechte Bestrebungen in den USA so sichtbar. Spencer Sunshine spricht über den aktuellen Zustand der amerikanischen Rechten, ihre ideologischen Motive, aktuelle Querfrontstrategien und den Zusammenhang mit der amerikanischen Präsidentschaftswahl.

Spencer Sunshine ist (www.spencersunshine.com) lebt als Autor in Brooklyn, New York. Seine Beiträge erschienen u.a. in Jungle World, Der Rechte Rand, Public Eye und Truthout.

Die Veranstaltung wird in englischer Sprache stattfinden.



- Präsentiert von Phase 2 - Zeitschrift gegen die Realität (http://www.phase-zwei.org/) -

Mittwoch, 26.10.2016, Einlass: 19:00 Uhr

Offenes Antifa Treffen

Nicht in einer politischen Gruppe organisiert? Neu in der Stadt? Kein Bock auf Nazis? Probleme mit den Rechten? Aus Überzeugung gegen Rassismus und Faschismus?

In ganz Deutschland werden Unterkünfte für Geflüchtete attackiert und in Brand gesetzt, besonders häufig in Sachsen. Rassist*innen und Nazis marschieren Woche für Woche in den unterschiedlichsten Orten auf. Am Rande dieser rechten Veranstaltungen werden Menschen von Nazis und Rassist*innen immer wieder bedroht und angegriffen. Jenseits von unkoordinierten Interventionsversuchen ist kaum nennenswerter Widerstand sichtbar. Bürgerlichen Protest gibt es kaum bis nie, gleichzeitig werden die verbliebenen Gegendemonstrant*innen mit staatlicher Repression überzogen.

Es ist wichtig, sich zu vernetzen und Strukturen aufzubauen, um den Widerstand zu organisieren – nicht nur gegen Rassismus und Faschismus, sondern auch gegen Nationalismus, Sexismus, Homophobie und die kapitalistische Gesamtscheiße.

Du willst endlich was dagegen tun, wusstest bisher aber nicht wo, wie und mit wem? Dann komm zum Offenen Antifa Treffen (OAT). Am 26.Oktober, am 24.November und am 14.Dezember 2016 jeweils um 19:00 Uhr im Backstage (1.Etage im Cafe/Vorderhaus) im Conne Island (Koburger Str. 3, 04277 Leipzig).

Eine Initiative von Antifaschist*Innen aus Leipzig.

Dienstag, 25.10.2016, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr

Die Realität ist grau. Deutsche Linke zwischen "Israelsolidarität" und BDS

Die Auseinandersetzung mit dem "Nahostkonflikt" nimmt mancherorts mehr Raum ein, als die mit allen anderen Konflikt- und Krisenherden auf der Welt zusammen. Die Intensität der Debatte und die Schärfe, mit der verteidigt oder angegriffen wird, "wo man steht", verhalten sich dabei auf allen Seiten umgekehrt proportional zum Umfang des Wissens über historische oder aktuelle Realitäten in der Region, in Palästina und Israel. Der Vortrag gleicht verschiedene Positionen mit diesen komplexen und widersprüchlichen Realitäten ab, kritisiert die antiisraelische "Boycott, Divestment, Sanctions"-Kampagne und den Antisemitismus von Teilen der "Palästinasolidarität", diskutiert die Berechtigung von Kampagnen gegen die militärische Besatzung der Westbank und fragt nach den Bedingungen und Konsequenzen der - zuallererst in Deutschland unhintergehbaren - Solidarität mit Israel.

Vortrag von Hannes Bode.

Gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie Leben!

Dienstag, 11.10.2016, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr

Diskussionsveranstaltung zur Black Lives Matter Bewegung

Nachdem der unbewaffnete, schwarze Teenager Mike Brown in Ferguson, Missouri im August 2014 von einem weißen Polizisten erschossen wird, folgen massive Proteste, die sich schnell über die ganze USA ausbreiten und nach zwei Jahren noch immer anhalten. Unter der Chiffre ‘Black Lives Matter’ wird seitdem mit spektakulären Aktionen der rassistische Status Quo der Institutionen angeklagt. Die Veranstaltung beleuchtet die Hintergründe der Bewegung in den USA und Deutschland und wirft die Frage auf, wie die antirassistische Linke darauf reagieren kann. Mit: Emily
Laquer (Berkeley Copwatch) & Aktivist*innen aus Deutschland (angefragt).

Eine Veranstaltung von Prisma (IL Leipzig) im Rahmen der Kritischen Einführungswochen.

Mittwoch, 05.10.2016, Einlass: 19:00 Uhr

25YRS Conne Island & 20YRS Drug Scouts

Der Konsum von Alkohol und/oder anderen Drogen gehört für viele Menschen zum Feiern, Party machen und Ausgehen dazu. Einige konsumieren nur ab und an ein wenig, andere ziehen sich regelmäßig zu. Für User_innen sowie deren Umfeld stellen sich immer wieder Fragen wie: »Was ist noch ok, wann ist es zuviel? Was ist Genuss und wo fängt Abhängigkeit an?« Diesen und ähnlichen Fragen soll in der Diskussionsveranstaltung nachgegangen werden.

Donnerstag, 29.09.2016, Einlass: 19:00 Uhr

Unter dem Banner des Tawhid

Gespräch mit Mina Ahadi und Kazem Moussavi zur Rolle des Islams in der Iranischen Republik und Perspektiven oppositioneller Arbeit.



Dienstag, 27.09.2016, Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr

Germany is coming home – Mobivortrag gegen die Einheitsfeier in Dresden

Am 3. Oktober will sich die deutsche Nation wieder selbst feiern – dieses Jahr unter dem Motto „Brücken bauen“ in Dresden. Sachsen wurde durch Pegida, Anschläge auf Geflüchtetenunterkünfte und den immer wieder wütenden rechten Mob zum Sinnbild des Rechtsrucks in Deutschland. Und noch viel mehr: Die Landeshauptstadt Dresden ist zum Symbol und Ausgangspunkt der Restauration des neuen deutschen Nationalismus geworden. Die Brücken, die hier gebaut werden, verbinden letztendlich völkische, rassistische und nationalistische Kräfte zu einem Konsens von Abschottung, Armut und Ausgrenzung. Das Dresdner Bündnis “Solidarity without limits – Nationalismus ist keine Alternative” ruft zu Protesten vom 2.-3.10. auf. Warum diese notwendig sind, welche Planungen es gibt und wie sonst Perspektiven linksradikale Politik in Dresden aussehen, soll während der Veranstaltung besprochen werden. Also: Sachsen lädt ein: Let‘s crash their party!

Eine Veranstaltung von the future is unwritten (Leipzig) und dem Conne Island.

Dienstag, 20.09.2016, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr

Vergangenheit als Zukunft? Europas Krise und die Linke

Roter Salon im Conne Island präsentiert:

Vergangenheit als Zukunft?
Europas Krise und die Linke


Gespräch mit dem Historiker Dan Diner (Jerusalem/Leipzig)

Flyer "Europa und die Linke -
Über die verstellte Sicht auf den Fortschritt der europäischen Integration [PDF]



- Die Veranstaltung wird gefördert durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung -

Freitag, 17.06.2016, Einlass: 19:00 Uhr

All 4 Hip Hop Jam 2016 — Podiumsdiskussion

Still bigger than HipHop- Eine Kultur im politischen Tiefschlaf.

– Podiumsdiskussion –
Der Eintritt ist frei!

Hip Hop Hooray!!!! – a4hh 2016, vom 17. bis 19. Juni 2016 im Conne Island Leipzig

Zum sechsten Mal lädt das Conne Island vom 17.-19. Juni zur „All 4 Hip Hop Jam“ ein.
Nach den erfolgreichen Veranstaltungen der letzten Jahre wird das Event, das neben Rap-Konzerten auch Workshops und Contests in den verschiedenen Disziplinen der Hip Hop-Kultur umfasst, in diesem Jahr erstmalig auf drei Tage ausgeweitet.

Den Beginn der Jam markiert eine Podiumsdiskussion zum Thema „Still bigger than Hip Hop- Eine Kultur im politischen Tiefschlaf“ am Freitag, dem 17. Mai.
Als Referent wird unter anderem Hannes Loh dabei sein und Fragen wie „Steckt hinter Hip Hop mehr als nur Musik?“, „Inwiefern hat Hip Hop eine politische Mission?“ und „Welchen Stellenwert hatte Hip Hop in der DDR?“ gemeinsam mit dem Publikum beleuchten und diskutieren. Der Abend steht dabei klassisch im Sinne des „Each one teach one“-Gedankens der Hip Hop-Bewegung.

Am Samstagabend gehört die Stage dann ausschließlich den Rappern.
Als erster Mainact wird der New Yorker MC Jeru the Damaja das Conne Island beehren.
Der Künstler ist mit weit mehr als 20 Jahren Bühnenerfahrung auch Stammgast in Leipzig und war zuletzt 2011 im Conne Island zu erleben. Sein Debütalbum „I’m the Man“ aus dem Jahr 1993 zählt bis heute als Klassiker.
Ganz so lang ist M.E.D. noch nicht dabei. Hinter dem Kürzel steht Medaphoar, der sicherlich einigen schon bekannt ist.
Seit seinem Debütalbum „Push Comes to Shove“(2005) arbeite der talentierte Rapper mit Künstlerkollegen wie Talib Kweli, Blu, Aloe Blacc und Madlib zusammen.
Die Bühne vom Conne Island ist M.E.D. auch nicht unbekannt und so freuen wir uns nach seinem letzten Auftritt im Jahre 2012 auf sein aktuelles Album „Bad Neighbor“ (2015, mit Blu & Madlib).
Ausgeschmückt wird das Line-Up mit Ju Ju Rogers. Der Newcomer ist schon einige Jahre dabei, veröffentliche jedoch erst im Juli 2015 sein erstes Album „The Life of a Good-for-Nothing“, wobei er unter anderem mit Oddisee und Tufu zusammen arbeitete.
Vielen Fans ist er aus dem Projekt „Man of Boom“ bekannt und besticht neben seinem englischsprachigen Rap auch durch seine eigene Interpretation von Hip Hop und Nostalgie.
Tja, und wenn sich die Möglichkeit ergibt, runden wir die Gruppe mit Gold Roger ab und vervollständigen sie mit Tek & Figub aus dem Dunstkreis der „Man of Boom“. Mit dem Album „The Everyday Headnod“ (Dezember 2015) besinnen sich Figub Brazlevic und der MC Teknikal Development auf die Geschichte des Boombap und begeistern durch Vielfalt und Improvisation.
Abgerundet wird der Abend durch ein buntes DJ-Set von Sounds like ham in the pan, kurz LHiTP.

Neben den Liveshows gibt es über das gesamte Wochenende verteilt ein spannendes Rahmenprogramm mit weiteren Künstler_innen. Zahlreiche lokale DJs und DJanes aus Leipzig und Umgebung werden den Freisitz des Conne Island und die berühmte Bühne vom Eiskeller beehren, dazu wird es einen Graffiti Contest, Breakdance Performances und eine neue Ausgabe des Leipziger Freestyle-Formats Word!Cypher geben. Da Hip Hop eine lebendige Kultur ist, gibt es in zahlreichen Workshops außerdem die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und die verschiedenen Disziplinen auszuprobieren.
Besucher jeden Alters können sich so in Graffiti, DJing, Rap, Breakdance und Skateboarding versuchen und so ihre eigene Kreativität mit in die Veranstaltung einfließen lassen.
Speziell für Frauen und Mädchen wird es außerdem einen DJ-, Breakdance sowie einen Rap-Workshop geben, der von der Rapperin Jennifer Gegenläufer begleitet wird.
Selbstverständlich wird auf dem weitläufigen Gelände des Conne Islands aber auch ausreichend Raum sein für BBQ, Basketball, Tischtennis, oder einfach nur zum Abhängen und Sonne genießen.

Die All4HipHopJam will mit verbreiteten Vorurteilen und negativ geprägten Bildern über die Hip Hop Kultur aufräumen und Interessierten einen neuen, spannenden Eindruck dieser vielseitigen Bewegung mit auf den Weg geben. Hip Hop ist mehr als Gewalt verherrlichender und sexistischer Rap. Es ist eine vielfältige Kultur, die gemeinsam erlebt und gestaltet wird.

Alle Informationen rund um die Veranstaltung, die Anmeldung zu den Workshops und Contests sowie den Vorverkauf gibt es auf www.all4hiphop.de.

Make Your Culture Alive.


Freitag, 27.05.2016, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr

FÄLLT AUS - Endstation Griechenland. Flucht in eine Sackgasse.

Leider muss die Diskussionsveranstaltung am Freitag ausfallen. Sie soll jedoch zu einem anderen Zeitpunkt nachgeholt werden.

Donnerstag, 19.05.2016, Einlass: 19:00 Uhr

25 Jahre nach dem rassistischen Pogrom von Hoyerswerda

Achtung Programmänderung:
Leider wird Manuell Alexandre Nhacutou nun doch nicht an der Veranstaltung teilnehmen können. Dafür konnten wir Ibraimo Alberto, ehemaliger DDR-Vertragsarbeiter in Schwedt, für das Podiumsgespräch gewinnen.


Podiumsgespräch mit Ibraimo Alberto, ehemaliger DDR-Vertragsarbeiter in Schwedt, Julia Oelkers (Filmemacherin aus Berlin) und der Initiative »Pogrom 91«

2016 jährt sich das rassistische Pogrom von Hoyerswerda zum 25. Mal. Aus diesem Anlass besprechen die Filmemacherin Julia Oelkers und die Initiative »Pogrom 91« zusammen mit Ibraimo Alberto die Geschehnisse vom September 1991, deren Ursachen und Folgen sowie die aktuelle Gedenkpolitik in Erinnerung an das Ereignis. Auch der derzeitige Umgang mit Neonazis und Rassismus in Hoyerswerda im Kontext der aktuellen Zustände in Sachsen wird thematisiert. Ibraimo Alberto berichtet darüber hinaus von seinem Leben im brandenburgischen Schwedt vor und nach der Wende, von Rassismus in der DDR und dem bis heute andauernden Kampf ehemaliger DDR-Vertragsarbeiter_innen um nicht ausgezahlte Löhne in Deutschland und Mosambik.

Ibraimo Alberto lebte in den 1980er Jahren als Vertragsarbeiter in der DDR, begann eine Karriere als Boxer und arbeite später als Ausländerbeauftragter in Schwedt (Brandenburg). Dort setzte er sich gegen Rassismus und Neonazis ein und lebt heute in Karlsruhe. Die Filmemacherin Julia Oelkers aus Berlin ist seit 1991 immer wieder in Hoyerswerda und begleitet die Entwicklung vor Ort mit der Kamera.

Die Veranstaltung wird mit aktuellen und älteren Filmaufnahmen von Julia Oelkers begleitet.
- Eine gemeinsame Veranstaltung der Gruppe »Rassismus tötet!« Leipzig, dem Conne Island und der Initiative »Pogrom 91«. Unterstützt von out of focus film und der Rosa-Luxemburg-Stiftung. -

siehe auch: pogrom91.tumblr.com, rassismus-toetet-leipzig.org
Mittwoch, 20.04.2016, Einlass: 19:00 Uhr

Leipzig nach Plauen: Nazi-Aufmarsch verhindern – völkischen Mob in die Schranken weisen!

Die Antifa Klein-Paris und The Future is Unwritten rufen alle Leipziger Antifaschist*innen dazu auf, am 1. Mai nach Plauen zu fahren und dem Nazi-Aufmarsch des III. Weg und dem völkischen Mob entgegenzutreten. Die Aufrufe der Antifaschistischen Gruppen des Vogtlands und von …ums Ganze! findet ihr unter vorliegenden Links.
Der 1. Mai: ein Datum von historischer Bedeutung. In der Tradition der Haymarket Riots in Chicago 1886 von der revolutionären Linken als internationaler Kampftag der Arbeiter*innenklasse begangen, von den Nazis 1933 zum Feiertag gemacht, um wenig später die Gewerkschaften zu zerschlagen und in der BRD als „Tag der Arbeit“ von den Gewerkschaften zum affirmativen und lohnarbeits-vergötzenden Bratwurstessen umgestaltet. Egal, ob wir als radikale Linke den 1. Mai fuer ein wichtiges Datum im Kampf gegen Ausbeutung und Lohnarbeit halten, müssen wir uns an diesem Datum einer Aufgabe immer wieder stellen: den Nazis, die diesen Tag – des Sinns schon lange entleert – leicht vereinnahmen können. Und die sind in Sachsen bei weitem nicht das einzige Problem. Sie sind nur der offensivste Ausdruck einer rassistischen Volksgemeinschaft in der sich von Dorfbürgermeister*innen über Polizeibeamt*innen bis zu veritablen Brandstifter*innen alle einig sind: „Deutschland muss deutsch bleiben, Geflüchtete haben hier keinen Platz.“

Der III. Weg auf dem Vormarsch

Für den 1. Mai 2016 mobilisiert in Plauen die rechtsradikale Partei Der III. Weg. Ähnlich wie Christian Worchs DIE RECHTE wurde die Partei gegründet, um verbotenen Kameradschaftsstrukturen eine legale Plattform für die politische Arbeit zu bieten. Und das ist geglückt. Bestens vernetzt und durchsetzt mit erfahrenen Nazi-Kadern organisiert sich der III. Weg bundesweit (aber vor allem in Thüringen, Südsachsen, Bayern und Brandenburg). Plauen ist dabei ein strategisch wichtiger Ort. An der Grenze von Sachsen zu Bayern, Thüringen und Tschechien eignet er sich bestens für die Vernetzung diverser Nazi-Strukturen. Antifaschistischen Recherchen zufolge soll es ein rechtes Hausprojekt in Plauen geben, das von Mitgliedern des III. Weg mitorganisiert wird. Außerdem gibt es einen gezielten Zuzug von Kadern der Partei in die Region und Planuen selbst wird als „Stützpunkt“ bezeichnet. Zugleich ist der III: Weg federführend an der Organisation von Protesten gegen Geflüchtete beteiligt. Neben einem Strategiepapier indem erklärt wird, wie man rassistische „Bürgerinitiativen“ aufbaut und führt, recherchiert und verbreitet der III. Weg wo es Geflüchtetenunterkünfte gibt um rassistischen Protesten und Anschlägen den Boden zu bereiten.
Bereits in den letzten beiden Jahren organisierte der III. Weg Aufmärsche mit hunderten Teilnehmer*innen am 1. Mai. 2014 in Plauen und 2015 im thüringischen Saalfeld. Bei letzterem wurden nicht nur Polizeikräfte attackiert, es kam auch zu mehreren Angriffen auf Antifaschist*innen und alternative Projekte. Außerdem sprach dort unter anderem Maik Eminger, der Bruder des im NSU-Prozess in München angeklagten Andre Eminger. Gute Kontakte scheinen auch in die westdeutsche Nazihochburg Dortmund zu bestehen: im November 2014 waren diverse dortmunder Nazis von DIE RECHTE zu einem Nazi-Konzert auf einem Privatgrundstück im vogtländischen Zobes eingeladen. Und auch in diesem Jahr zeigt sich die Reichweite der rechten Vernetzung: für den 1. Mai in Plauen hat sich nicht nur die britische National Action angekündigt, die auch schon mal mit einem Transparent mit der Aufschrift « Hitler was right » in Erscheinung getreten war, sondern auch Neofaschist*innen aus Ungarn und Mitglieder der griechischen „Golden Morgenröte“.

Emanzipatorische Politik in der völkischen Doppelzange

Die allgemeine politische Stimmung in Plauen macht es dem III. Weg allerdings auch denkbar einfach sich zu entfalten. In der größten Stadt des Vogtlands zeigt sich eine völkische Hegemonie, die Anlass zu großer Sorge gibt. Im letzten Jahr konnte dort ein völkisch-nationalistisches Demo-Bündnis unter dem Label „Wir sind Deutschland“ (WSD) mehrfach bis zu 5000 Personen auf die Straße bringen. Vom Plauener Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) öffentlich befürwortet, kann sich das Bündnis rühmen, Widerhall in der etablierten Politik der Region zu finden. Während sich die Organisatoren Gunnar Gemeinhardt und Michael Oheim von rechter Ideologie distanzieren, lassen sie lokale Nazi-Kader, überregional bekannte Rechtsradikale wie Curd Schumacher, rassistische Sicherheitsunternehmer und antimuslimisch besorgte Bürger*innen ohne Probleme auf die Bühne. Neben diesen waren jedoch auch Ikonen der verschwörungstheoretischen Montagsmahnwachen wie Ken Jebsen Redner bei „Wir sind Deutschland“. Und auch die FDP reiht sich in die völkische Selbstinszenierung ein. So gab sich auf der Bühne von WSD auch schon der FDP-Kreisrat Sven Gerbeth die Ehre. Emanzipatorische Kräfte in Plauen sehen sich also vor einem doppelten Problem: einerseits müssen die militanten Nationalsozialist*innen vom III. Weg bekämpft werden, zugleich besteht jedoch eine völkische Massenbewegung mit Unterstützung der Stadtoberen – selbst für sächsische Verhältnisse keine alltägliche Situation.

Solidarität muss praktisch werden: Antifaschismus in der sächsischen Provinz supporten!

Die vergleichbar kleine Stadt Plauen hat es geschafft, überregionale Relevanz zu erlangen. Plauen hat kein Nazi-Problem: Plauen ist ein Nazi-Problem. Und am 1. Mai droht derzeit der größte Naziaufmarsch in der BRD eben dort statt zu finden. Der III. Weg kann auf die Unterstützung eines überregionalen Nazi-Netzwerkes bauen und „Wir sind Deutschland“ wird sowohl von der etablierten Lokalpolitik, als auch von der Bevölkerung gedeckt – antifaschistische Störenfriede unerwünscht. Für lokale, emanzipatorische Strukturen ist der Kampf gegen derartige Akteure auf Dauer nicht ohne Unterstützung von außerhalb zu gewinnen. Diese Unterstützung muss notwendiger Weise langfristig gedacht sein. Dennoch ist es auch wichtig, zu bestimmten Events zu mobilisieren. Die Stadt Plauen muss als Ganzes zu spüren bekommen, dass völkischer Rassismus und Nazi-Aktivitäten unangenehme Konsequenzen haben: überregionale Antifa-Mobilisierungen, große Polizeiaufgebote, Verkehrsbeeinträchtigungen und negative Aufmerksamkeit in der regionalen Presse. Wenn Rassismus ohne negative Folgen für die Akteur*innen bleibt, so ist dies in letzter Konsequenz eine Motivation zum Weitermachen, zum Ausbau ihrer Aktivitäten. Am 1. Mai werden wir in Plauen alles unternehmen, um dem III. Weg den Aufmarsch zu vermiesen und wenn wir genug sind, die sächsichen Verhältnis etwas zum Tanzen zu bringen!

Leipzig fährt nach Plauen!
Nationalismus ist keine Alternative!
Nazi-Aufmarsch? No way!

Antifa Klein-Paris und the future is unwritten.
Achtet auf Ankündigungen!

siehe auch: plauen0105.blogsport.eu, https://www.unwritten-future.org, https://antifakleinparis.noblogs.org, https://nationalismusistkeinealternative.net
Mittwoch, 23.03.2016, Einlass: 19:00 Uhr

Die Neuordnung der deutschen Geschichte – Bundesrepublikanische Geschichts- und Gedenkstättenpolitik seit 1990

Vortrag von Cornelia Siebeck

Samstag, 19.03.2016, Einlass: 19:00 Uhr

Vorsicht Volk!

Lesung und Podiumsdiskussion

Freitag, 18.03.2016, Einlass: 19:00 Uhr

Dabei Geblieben – Aktivist_innen erzählen vom Älterwerden und Weiterkämpfen

Lesung

Mittwoch, 09.03.2016, Einlass: 19:00 Uhr

TIME TO ACT! Mobilisierungsveranstaltung zum Antifaschistischen Jugendkongress

The future is unwritten - Leipzig & die Antifa Klein Paris (AKP) informieren zum TIME TO ACT! Antifaschistischer Jugendkongress vom 01.-03.04.16 in Chemnitz:

"Es ist kalt in Deutschland: Nazis patrouillieren durch die Straßen, tagtäglich gibt es Angriffe auf Geflüchtete und deren Unterkünfte, ständig dasselbe rassistische Stammtischgelaber bei der AfD oder beim örtlichenPegida-Ableger und es steht schon wieder eine Asylrechtsverschärfung an. Wir finden das zum kotzen!

Wenn es euch auch so geht und ihr zusammen mit anderen was dagegen tun wollt, dann kommt zum antifaschistischen Jugendkongress (JuKo) nach Chemnitz!

Vom 1.-3. April erwartet euch ein breites Programm. So gibt es beispielsweise Workshops dazu wie ihr einen Schulstreik organisieren oder eure eigene Gruppe gründen könnt, und was es über Demonstrationen zu wissen gibt. Ihr könnt euch ausprobieren mit Flyergestaltung, Streetart, Selbstverteidigung und vielem mehr. Außerdem gibt es spannende Workshops zu inhaltlichen Themen wie Neonazi-Organisationen, Antirassismus, Feminismus und Kapitalismuskritik. Das komplette Programm findet ihr auf unserer Website.

Zusammen wollen wir uns mit der Gesellschaft, in der wir leben, beschäftigen.

Das ganze Wochenende lang werden wir uns austauschen, gemeinsam Handlungsmöglichkeiten entwickeln, mit euch kritisieren und uns für weitere Aktionen vernetzen. Der JuKo soll neue Perspektiven eröffnen für alle, die sich antifaschistisch, feministisch und antirassistisch organisieren wollen, dies vielleicht schon tun oder einfach nur mehr darüber erfahren wollen, wie man zusammen was verändern kann.

Der Kongress ist kostenlos, es gibt ausreichend Pennplätze und auch für Essen und Getränke wird gesorgt – meldet euch einfach auf der Internetseite an und verbringt ein abwechslungsreiches, politisches und entspanntes Wochenende mit uns in Chemnitz."

Veranstaltet von: Vaag Ost (Vernetzung antifaschistischer und antirassistischer Gruppen Ost)
In Kooperation mit: Projekt Verein e.V./Conne Island
Gefördert durch: Rosa-Luxemburg-Stiftung

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ENGLISH VERSION

"It is getting colder in Germany: fascists are roaming the streets again, refugees and their shelters are beeing attacked every day, the far-right AFD party is fueling the debate with their xenophobic slogans and is plowing the breading ground for the PEGIDA movement. All this is followed by a further tightening of the asylum law: We think that’s absolutely sickening!

You and your friends are having a similiar feeling? It is time to act! Come and join our antifascist youth camp in the city of Chemnitz!

From 1 - 3 April 2016 you can participate in a variety of workshops: From organising a schoolstrike to know-how on demonstrations or the basics on founding an antifascist youth group. You can try to create your own fl yers, learn about streetart and participate in workshops on self-defence. Contentwise there will be workshops on the topics of antiracism, feminism and anticapitalism as well as information about the fascist movement in Saxony. You can fi nd the whole programm on our webpage.

Together we want to analyze the society we live in today.

A whole weekend we want to develop new oportunities for action, share our thoughts together, criticize together, laught together and connect eachother. JUKO is supposed to open new perspectives for everyone trying to organize their lives in an antifascist, feminist and antiracist way. No matter if you are already part of a group or if you are just curious and want to self-organize!

Your parents cut off your pocket money again? No problem: The JuKo is for free! We have enough space for accomodation. We will take care of food and drinks - Just sign in on our webpage, grab your friends and have a good time!"

Dienstag, 01.03.2016, Einlass: 19:00 Uhr

Schwarze Deutsche im Nationalsozialismus

Film und Diskussion mit Katharina Oguntoye

siehe auch: geschichtevermitteln.blogsport.eu/


Dienstag, 09.02.2016, Einlass: 19:00 Uhr

Kampf um Kobanê: eine Buchvorstellung mit Ismail Küpeli

Der Kampf um Kobanê und Rojava ist eine zentrale Auseinandersetzung im Nahen und Mittleren Osten, in der alle relevanten Akteure in der einen oder anderen Weise involviert waren.
Kobanê wird weiterhin die politischen Ereihnisse in der Region prägen – sowohl die Beziehungen zwischen der Türkei und der PKK als auch den Bürgerkrieg in Syrien. Der Konflikt bietet Anlass, zentrale linke Auseinandersetzungen neu aufzugreifen - wie etwa die Frage nach Gewalt als Mittel der Politik und nach dem Entwurf einer neuen Gesellschaftsordnung.
Anders gesagt: Lässt sich eine Revolution durch Krieg verteidigen oder ist eine militärische Auseinandersetzung der Tod für jegliches emanzipatorisches Projekt?

Eine Veranstaltung der Roten Hilfe e.V. Leipzig

siehe auch: https://antirepression.noblogs.org
Mittwoch, 27.01.2016, Einlass: 19:30 Uhr

Ayaktakımı – Filmvorführung & Diskussion

Ayaktakimi ist ein Dokumentarfilm über die türkische Fankultur. Eine Fankultur, zwischen »industriellem Fußball« und staatlicher Repression.
Fußball in der Türkei ist niemals nur Fußball und beschränkt sich nicht auf den Stadionbesuch oder das Wochenende. Die Begeisterung ist riesig. In den vergangenen Jahren war der türkische Fußball - bei dem Korruption und Manipulation an der Tagesordnung stehen - eher für volle Stadien und fanatische Stimmung, als für guten Fußball berühmt. Die Industrialisierung und Professionalisierung des Sports hat in den letzten Jahren jedoch enorm zugenommen und damit einhergehend auch die Wahrnehmung seiner Fans. In den Medien wird oftmals ein Bild von Vandalen und Hooligans gezeichnet, welche einen familienfreundlichen Sport gefährden würden. Die Rede ist hierbei häufig von »Ayaktakimi« (deutsch: »Fußmannschaft«, Gesindel, Pöbel).

Ayaktakimi thematisiert den modernen Fußball der Türkei mitsamt der vorherrschenden Istanbul-Hegemonie und den Auswirkungen auf die türkische Fankultur. Ein spezieller Fokus des Films liegt auf der staatlichen Repression, welcher sich die Fans ausgesetzt sehen. Es existiert z.B. eine Vielzahl an Fangesetzen. Die größte Einschneidung in die Freiheit der Fans ist »Passolig«, ein personalisiertes E-Ticket, welches von der staatsnahen »aktifbank« herausgegeben wird. Einige Fangruppen boykottieren seither die Stadien, der Protest ist aber uneinheitlich. Spricht man über die Repression gegen türkische Fußballfans, kommt man auch unweigerlich zu den Gezi-Protesten 2013 zurück. Die Proteste liegen inzwischen zwei Jahre zurück, wirken aber bis heute nach und veränderten und politisierten die Fanszenen des Landes von Grund auf. Mit der Fangruppierung Çarsi von Besiktas Istanbul steht aktuell außerdem eine der federführenden türkischen Fangruppen wegen »versuchten Umsturz des Staates« vor Gericht.

Ayaktakimi ist eine kleine filmerische Reise durch die türkischen Tribünen im Jahr 2015 und gibt Einblicke in eine interessante, vielseitige Fankultur in den Städten Istanbul, Ankara, Izmir und Diyarbakir/Amed (kurd.).

Eine Veranstaltung des Roter Stern Leipzig ’99 e. V.

Mittwoch, 16.12.2015, Einlass: 19:30 Uhr

POLITIK vs. MUSIK?! — Teil 3

Auf dem Podium der 3. Veranstaltung werden VertreterInnen der Leipziger Locations Werk II, Felsenkeller und dem Conne Island miteinander diskutieren.

Das Conne Island ist seit beinahe 25 Jahren nicht nur für sein umfangreiches Kulturprogramm, sondern vor allem durch die öffentlich gemachten Diskussionen um KünstlerInnen und deren Inhalte bekannt. Wir legen unsere Standards in Bezug auf Sexismus, Rassismus, Homophobie, Antisemitismus usw. nicht nur an uns selbst an, sondern vor allem auch an die Acts, die unsere Bühne betreten. Interne und öffentliche Dispute über unterschiedliche Maßstäbe, vermeintliche Zensur oder kommerzielle Zwänge sind dabei vorhersehbare, wenn auch nervenaufreibende Begleiterscheinungen.

Diese konfrontative Herangehensweise stellt für uns seit jeher den einzigen vorstellbaren Umgang mit dem Zusammenspiel von Politik und Musik dar. Immer wieder stoßen wir dabei auf Unverständnis von KünstlerInnen oder Agenturen für unsere Hartnäckigkeit – oft werden wir aber auch von anderen VeranstalterInnen oder dem Publikum für unsere scheinbare Inkonsequenz gescholten. Längst scheint es, als ob sich zwischen dem Druck der Agenturen, der kommerziellen Notwendigkeit eines professionalisierten Kulturalltags und dem eigenen politischen und kulturellen Anspruch der Raum für Auseinandersetzung in Luft auflöst.

Dazu möchten wir uns gemeinsam mit KünstlerInnen, VeranstalterInnen und KonsumentInnen der Sparten Oi!, Punkrock, Metal, Hardcore, Pop und HipHop Erfahrungen austauschen, möglichst kontrovers diskutieren und gemeinsam zu einem klareren Verständnis der Grenzen bei der Vermischung von Kunst und Politik sowie im Umgang mit dem Publikum finden.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Donnerstag, 10.12.2015, Einlass: 19:30 Uhr

POLITIK vs. MUSIK?! — Teil 2

Auf dem Podium der 2. Veranstaltung werden Philipp Styra (Four Artists Booking, ehem. DEAG und Creative Talents), Humberto Pereira (KKT - Kikis Kleiner Tourneeservice), Niclas Henßen (Landstreicher Booking) und Marc Nickel (M.A.D. Tourbooking) miteinander diskutieren. Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Kerstin Grether (Popkulturjournalistin u.a »Spex« / Sängerin der Band Doctorella).

Das Conne Island ist seit beinahe 25 Jahren nicht nur für sein umfangreiches Kulturprogramm, sondern vor allem durch die öffentlich gemachten Diskussionen um KünstlerInnen und deren Inhalte bekannt. Wir legen unsere Standards in Bezug auf Sexismus, Rassismus, Homophobie, Antisemitismus usw. nicht nur an uns selbst an, sondern vor allem auch an die Acts, die unsere Bühne betreten. Interne und öffentliche Dispute über unterschiedliche Maßstäbe, vermeintliche Zensur oder kommerzielle Zwänge sind dabei vorhersehbare, wenn auch nervenaufreibende Begleiterscheinungen.

Diese konfrontative Herangehensweise stellt für uns seit jeher den einzigen vorstellbaren Umgang mit dem Zusammenspiel von Politik und Musik dar. Immer wieder stoßen wir dabei auf Unverständnis von KünstlerInnen oder Agenturen für unsere Hartnäckigkeit – oft werden wir aber auch von anderen VeranstalterInnen oder dem Publikum für unsere scheinbare Inkonsequenz gescholten. Längst scheint es, als ob sich zwischen dem Druck der Agenturen, der kommerziellen Notwendigkeit eines professionalisierten Kulturalltags und dem eigenen politischen und kulturellen Anspruch der Raum für Auseinandersetzung in Luft auflöst.

Dazu möchten wir uns gemeinsam mit KünstlerInnen, VeranstalterInnen und KonsumentInnen der Sparten Oi!, Punkrock, Metal, Hardcore, Pop und HipHop Erfahrungen austauschen, möglichst kontrovers diskutieren und gemeinsam zu einem klareren Verständnis der Grenzen bei der Vermischung von Kunst und Politik sowie im Umgang mit dem Publikum finden.

Teil 3:
Auf dem Podium der 3. Veranstaltung, am 16.12.2015, werden VertreterInnen der Leipziger Locations Werk II, Felsenkeller und dem Conne Island miteinander diskutieren.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen



Dienstag, 08.12.2015, Einlass: 19:00 Uhr

12.12.2015 — Connewitz! Naziaufmarsch verhindern!

Am Samstag, den 12.12.2015, planen die »Offensive für Deutschland«, »Die Rechte« und eine Privatperson von 14 Uhr bis 16 Uhr einen Sternenmarsch in Richtung Connewitz, der an der HTWK Ecke Eichendorff-Straße enden soll. Jeder der Märsche soll ca. 400 Teilmehmer umfassen, wonach gegen 16 Uhr rund 1200 Rechte, Nazis und Nationalisten kurz vor dem Connewitzer Kreuz herum rumlungern werden.

Dies gilt es zu verhindern!

Bei der Veranstaltung am 08.12.15 bekommt ihr alle Informationen zum Naziaufmarsch und entsprechender Gegenaktivitäten.

siehe auch: refugeeswelcome.blogsport.eu/
Donnerstag, 03.12.2015, Einlass: 18:00 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr

KREV – Exile: Zweimal nein heißt einmal ja“? – Podiumsdiskussion zu Sexismus und Übergriffen in linken Zusammenhängen

Wer immer noch glaubt, dass linke, emanzipatorisch auftretende Kollektive und Zusammenhänge vor gesamtgesellschaftlichen Phänomenen des Sexismus und der Geschlechterungleichheiten geschützt sind will dies auch entweder glauben, hat den Schuss gesellschaftlicher Vermittlung nicht gehört oder sollte vielleicht einfach mal Augen und Ohren auf einer Party im Conne Island oder dem IFZ offen halten. So weit, so schlecht und so gesehen auch nichts Neues. Doch wie wird eigentlich mit diskriminierenden Umgangsformen auf Veranstaltungen oder Plena, hierarchischen Sprecher*innen- Positionen in der politischen Arbeit, aber auch vor allem mit unmittelbar sexualisierten Übergriffen oder „Anmachen“ auf Partys in den einschlägigen Etablissements umgegangen?
Was gibt es für Ansätze? Was bleibt von der schönen Theorie in der Praxis? Wo liegen die Gefahren und Fallstricke, wenn in Kollektiven eben nicht mehr abstrakt diskutiert werden kann, sondern im Konkreten Handlungen eingefordert werden? Was ist eigentlich genau unter Konzepten wie Awareness, Definitionsmacht oder transformativer Hilfe zu verstehen? Wie werden sie in der Praxis umgesetzt und was bedeutet dies für den Umgang mündiger Subjekte?
Der Beantwortung dieser Fragen soll sich zusammen mit Vertreter*innen verschiedener Projekte und Standpunkte angenähert und ihre Praxisansätze gemeinsam diskutiert werden.

Im Anschluss:
2 Year DJ-Proberaum Anniversary

Freitag, 27.11.2015, Einlass: 19:30 Uhr

POLITIK vs. MUSIK?! — Teil 1

Auf dem Podium der 1. Veranstaltung werden Sookee, Wolfgang Wendland (Die Kassierer) und Maik Weichert (Heaven Shall Burn) sowie eine Vertreterin des Conne Islands miteinander diskutieren. Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Kerstin Grether (Popkulturjournalistin u.a »Spex« / Sängerin der Band Doctorella).

Das Conne Island ist seit beinahe 25 Jahren nicht nur für sein umfangreiches Kulturprogramm, sondern vor allem durch die öffentlich gemachten Diskussionen um KünstlerInnen und deren Inhalte bekannt. Wir legen unsere Standards in Bezug auf Sexismus, Rassismus, Homophobie, Antisemitismus usw. nicht nur an uns selbst an, sondern vor allem auch an die Acts, die unsere Bühne betreten. Interne und öffentliche Dispute über unterschiedliche Maßstäbe, vermeintliche Zensur oder kommerzielle Zwänge sind dabei vorhersehbare, wenn auch nervenaufreibende Begleiterscheinungen.

Diese konfrontative Herangehensweise stellt für uns seit jeher den einzigen vorstellbaren Umgang mit dem Zusammenspiel von Politik und Musik dar. Immer wieder stoßen wir dabei auf Unverständnis von KünstlerInnen oder Agenturen für unsere Hartnäckigkeit – oft werden wir aber auch von anderen VeranstalterInnen oder dem Publikum für unsere scheinbare Inkonsequenz gescholten. Längst scheint es, als ob sich zwischen dem Druck der Agenturen, der kommerziellen Notwendigkeit eines professionalisierten Kulturalltags und dem eigenen politischen und kulturellen Anspruch der Raum für Auseinandersetzung in Luft auflöst.

Dazu möchten wir uns gemeinsam mit KünstlerInnen, VeranstalterInnen und KonsumentInnen der Sparten Oi!, Punkrock, Metal, Hardcore, Pop und HipHop Erfahrungen austauschen, möglichst kontrovers diskutieren und gemeinsam zu einem klareren Verständnis der Grenzen bei der Vermischung von Kunst und Politik sowie im Umgang mit dem Publikum finden.

Teil 2:
Auf dem Podium der 2. Veranstaltung, am 10.12.2015, werden Philipp Styra (Four Artists Booking, ehem. DEAG und Creative Talents), Humberto Pereira (KKT - Kikis Kleiner Tourneeservice), Niclas Henßen (Landstreicher Booking) und Marc Nickel (M.A.D. Tourbooking) miteinander diskutieren. Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Kerstin Grether (Popkulturjournalistin u.a »Spex« / Sängerin der Band Doctorella).

Teil 3:
Auf dem Podium der 3. Veranstaltung, am 16.12.2015, werden VertreterInnen der Leipziger Locations Werk II, Felsenkeller und dem Conne Island miteinander diskutieren.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Dienstag, 24.11.2015, Einlass: 19:00 Uhr

Gespräch mit Peter Finkelgruen und Filmvorführung von "Unterwegs als sicherer Ort“

Der heute in Köln lebende Schriftsteller Peter Finkelgruen wurde 1942 im japanisch besetzten Shanghai geboren, wohin seine Eltern vor den Nazis geflohen waren. Diese konnten die verbündete Achsenmacht Japan von der "Endlösung der Judenfrage" überzeugen, woraufhin 1943 ein Ghetto für staatenlose Ausländer - überwiegend Juden und Jüdinnen - eingerichtet wurde. Peter Finkelgruens Vater kam dort ums Leben, die Mutter starb wenige Jahre später in Prag an den Folgen ihres KZ-Aufenthalts.

Der Dokumentarfilm "Unterwegs als sicherer Ort" (Dietrich Schubert, 1997, 92 min) zeigt die wichtigstens Stationen von Peter Finkelgruens Lebens. Im Anschluss zum Film wird es eine Gespräch mit Peter Finkelgruen geben.

Eine Veranstaltung der Initiative „Geschichte vermitteln“.


siehe auch: geschichte.public-ip.org/index.html
Dienstag, 10.11.2015, Einlass: 19:00 Uhr

Der letzte der Ungerechten

Held oder Verräter? Benjamin Murmelstein in einem einzigartigen Gesprächsdokument.

Ein Film von Claude Lanzmann (218 Minuten)

Im Zuge seiner Arbeit an "Shoah" in den 70er Jahren hat Claude Lanzmann ein langes und beeindruckendes Gespräch mit dem Wiener Rabbiner Benjamin Murmelstein (1905-1989) geführt.

Im Zentrum stand Murmelsteins ambivalente Rolle als hochrangiger jüdischer Funktionär der von Eichmann kontrollierten Israelitischen Kultusgemeinde Wien in der NS-Zeit und als "Judenältester" des Ghettos Theresienstadt. Bis heute ist umstritten, inwieweit er mit den Nationalsozialisten kollaborierte oder kooperieren musste.

Eine Kooperation des Conne Islands und der Cinémathèque Leipzig. Gefördert im Rahmen der Strategie, des Landesprogramms „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ und des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.


Sonntag, 08.11.2015, Einlass: 19:00 Uhr

»Antifa Gençlik. Eine Dokumentation (1988-1994)«

Die Antifasist (Antifa) Gençlik wurde 1988 in Berlin an der Schnittstelle migrantischer Vereinskultur, Jugendbanden des Kiez und autonomer antifaschistischer Politik gegründet. Bald bildeten sich Antifa-Gençlik-Gruppen in mehreren deutschen Städten und darüber hinaus. Mitte der 1990er Jahre lösten sich die Strukturen als Folge staatlicher Repression auf. Bis heute stellt die Antifa Gençlik einen einzigartigen Organisationsansatz im Kontext autonomer und antifaschistischer Politik in Deutschland dar.

Das Buch »Antifa Gençlik. Eine Dokumentation (1988-1994)« dokumentiert die theoretischen Grundlagen und die Praxis der Organisation anhand von Artikeln, Diskussionspapieren und Interviews, die von 1988 bis 1994 erschienen. Zusätzlich beinhaltet es den bisher unveröffentlichten Erfahrungsbericht eines ehemaligen Mitglieds sowie Begleittexte zur historischen Verortung und gesellschaftlichen Bedeutung der Antifa Gençlik.

Mit einer Veranstaltung, in dem das Buch vorgestellt wird, soll dessen Anspruch, einen Beitrag zur Dokumentation linker Bewegungsgeschichte zu leisten und Debatten zu antifaschistischem Widerstand, migrantischer Selbstorganisation, linken Bündnissen und antirassistischer Politik anzuregen, nach gekommen werden.

Die Buchvorstellung erfolgt durch Çagri Kahveci, der den 3. Teil des Buches, welches als Nachwort dient, verfasst hat.

Eine Veranstaltung der Antifa Klein-Paris (AKP).

Gefördert im Rahmen der Strategie, des Landesprogramms „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ und des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

Dienstag, 03.11.2015, Einlass: 19:30 Uhr

Demokratie oder Volksherrschaft?

Warum die Verhältnisse nicht besser werden, wenn das Ressentiment mehrheitsfähig ist.

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Versteht man „Demokratie“ lediglich im Wortsinne, nämlich als „die Herrschaft des Volkes“, so muss einem davor grausen. Schließlich hätte dann der Nationalsozialismus, der das Fühlen, Denken und Wollen einer großen Mehrheit der Deutschen repräsentierte, das Prädikat demokratisch verdient. Der leidlich funktionierende demokratische Staat aber zeichnet sich gerade dadurch aus, dass er unveräußerliche Rechte von Einzelnen und Minderheiten garantiert.

Gegen die Krise der Demokratie wird mehr „direkte Demokratie“ gefordert. Doch ob „Ausländer“ rausgeworfen, Minarettbauten verboten oder Schulreformen verhindert werden sollen - bessere Verhältnisse schafft die „Stimme des Volkes“ kaum. Solange die selbstgerechte Gemeinschaft der "ehrlich Arbeitenden und Betrogenen" ihr Mütchen an vermeintlich "Faulen" oder "Gierigen" kühlen mag und Ressentiment landauf landab mit Kritik verwechselt wird, ist „dem Volk“ grundsätzlich zu misstrauen. Was geht in Menschen vor, die zwar gegen einen Bahnhofsneubau Sturm laufen, nicht aber gegen die Rente mit 67 - obwohl sie unter dieser vermutlich wesentlich mehr zu leiden haben werden als unter jenem? Und ist es ein Zufall, dass einem die Forderung nach Volksabstimmungen umso häufiger begegnet, je weiter man sich im politischen Spektrum nach rechts bewegt?

Lothar Galow-Bergemann, Stuttgart, schreibt u.a. in konkret, Jungle World und auf www.emafrie.de.

Gefördert im Rahmen der Strategie, des Landesprogramms „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ und des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.



Montag, 19.10.2015, Einlass: 19:00 Uhr

Gewalt, Militanz und emanzipatorische Praxis - Machen die Richtigen alles falsch?

Diskussionsveranstaltung

Seit einigen Monaten ist die Empörung in Leipzig groß, zumindest in den bürgerlichen Medien, bei Staat und Staatsschutz. Grund dafür ist eine Reihe von militanten und gewaltsamen Aktionen, politisch motiviert und ausgehend von einer Linken die „in der allerersten Liga der autonomen Szene in Deutschland boxt“ (1). Polizeistationen, Gerichtsgebäude und andere Sachen wurden beschädigt, zu weiteren Aktionen aufgerufen und zum Teil Bekenner_innenschreiben verfasst. Die Leipziger Linke setzt sich mit dem Sinn oder Unsinn der Mittel, deren Zweck oder Selbstzweck, Entsolidarisierung oder offene Kritik und das Nah- und Fernziel auseinander, während sich andere auf “linksextreme Chaoten” geeinigt haben.

Die öffentlichen Reaktionen auf die Vorfälle folgen ihrer eigenen Logik:
Die sächsische Regierung und Polizei sieht den Rechtsstaat und ihr Gewaltmonopol gefährdet, um eine Ausweitung der Repression gegen Linke zu legitimieren. Im selben Bundesland wird einige Kilometer weiter, in Freital, noch mit Rassist_innen diskutiert, die Ihr ganz eigenes Gewaltmonopol vor der nächsten Unterkunft für Geflüchtete durchsetzen wollen. Leipzig wird als Hochburg der „gewaltbereiten Autonomen“ (2) markiert, „Gewaltwellen“ und „Gewaltexzesse“ würden Leipzig „verwüsten“. Die Hintergründe sind wie immer schon irrelevant, vordergründig ist die Inszenierung als ein angeblich immer schlimmer werdendes Problem, dass mit mehr Polizei bekämpft werden müsse. Die Extremismusdoktrin bestimmt den Diskurs und Eckhard Jesse (3) meint, „ein demokratischer Verfassungsstaat muss jede links- und rechtsaußen- oder islamistische Bewegung bekämpfen, ob die […] nun Gewalt anwenden oder nicht.“. Gewollt ist damit die eindimensionale Gesellschaft, die sich nur in ihrer eigenen festgelegten Ordnung wiederholen darf.

Der sächsische Innenminister und Vertreter des staatlichen Gewaltmonopols, Markus Ulbig (CDU), weiß: „Es gibt eben keine gute und schlechte Gewalt – und es gibt keine moralische Rechtfertigung für Gewalt." (4) Ja? Nein?! Vielleicht...

Mit einer Diskussionsveranstaltung wollen wir einen Raum für eine politische Debatte über Militanz und Gewalt als politisches Mittel schaffen. Dabei werden mit Perspektive auf Leipzig, die deutschen und europäischen Verhältnisse Jutta Ditfurth, Thomas Ebermann und Peter Nowak auf dem Podium diskutieren.

Welche Formen der effizienten linksradikalen Intervention kann es angesichts einer Radikalisierung des Kapitalismus und der Aufrüstung des Sicherheitsstaates geben? Können Militanz oder Gewalt zur revolutionären Transformation bzw. Negation des Bestehenden beitragen? Welche Unterschiede finden sich global in anderen Kontexten? Wie wirken militante oder gewaltsame Aktionen? Inwieweit kann Militanz sich von Gewalt emanzipieren und zu einer befreiten Gesellschaft hinwirken? Wie kann kollektiv darüber gesprochen werden, ohne sich in Entsolidarisierung einerseits und avantgardistischen Positionen andererseits zu verfangen?

Wie können wir vorerst scheitern und dabei die Gesellschaft verändern?

19.10.2015 | Conne Island | 19:00 Uhr
Moderation: Jenny Stange
Veranstalter_innen: linXXnet & Für das Politische

(1)
Landesamt für Verfassungsschutz Sachsen
(2)
http://www.bild.de/regional/leipzig/linksextremismus/so-gewaltbereit-sind-die-linksextremen-in-leipzig-41256326.bild.html
(3)
Eckhard Jesse ist Politikwissenschaftler an der TU Chemnitz und „Extremismusforscher“
(4)
http://www.lvz.de/Leipzig/Stadtpolitik/Linksautonome-Krawalle-Ulbig-fordert-Leipzig-zum-Handeln-auf

Hier der Jabber-Account (militanz@jabber.linxx.net), über welchen im Vorfeld und am Abend selbst Positionen und Meinungen zum Thema in die Diskussion einfließen können.

Gefördert durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung.

Mittwoch, 14.10.2015, Einlass: 19:00 Uhr

Mobilisierungsveranstaltung zu den Gegenaktivitäten am 17.10.15

WICHTIG:
Die Mobi-Veranstaltung im Conne Island, heute 19:00 Uhr, muss aus organisatorischen Gründen leider abgesagt werden.
ABER:
Heute 18:00 Uhr findet die gleiche Mobi-Veranstaltung im Heizhaus https://www.facebook.com/events/1476716855970167/ und morgen um 19:00 Uhr im Atari https://www.facebook.com/events/866927903396734/ statt.
BITTE entschuldigt die kurzfristige absage und nutzt die anderen Veranstaltungen, um euch über den Aufmarsch der faschistischen "Offensive für Deutschland" am 17.10.15 und den notwendigen Gegenaktivitäten zu informieren.


- Die Veranstaltung findet im Backstage (2. Etage Vorderhaus) statt. -

Dienstag, 13.10.2015, Einlass: 19:00 Uhr

Feminism of colour - Afrodeutsche Geschichte und Gegenwart

Vortrag von Adetoun Küppers-Adebisi

In den 1980er Jahren bringt erstmals die Schwarze US-amerikanische Wissenschaftlerin und Aktivistin Audre Lorde Themen um Rassismus in die /weiße/ deutsche Frauenbewegung ein und legt damit den Grundstein für die Schwarze Bewegung in Deutschland. Durch ihre Initiative entsteht die Anthologie „Farbe bekennen“, die Artikulations- und Handlungsräume afrodeutscher Frauen eröffnet, sich an sozialen, politischen und historischen Debatten über Rassismus, Sexismus und Kolonialismus im deutschen Kontext zu beteiligen. Bis zu diesem Zeitpunkt dominieren die Stimmen /weißer/ Feministinnen die Debatten um Gender; Race bleibt als Wissenskategorie völlig unbeleuchtet. Indem die Schwarzen Autorinnen auf ihre spezifischen Diskriminierungserfahrungen verweisen und die Untrennbarkeit von Gender und Race aufzeigen, reihen sie sich in die intellektuelle Tradition einer Schwarzen, globalen Gemeinschaft ein, so dass ihre soziale Realität als Women of Color in Deutschland wahrnehmbar und erfahrbar wird und deutsche Geschichte aus einer Schwarzen, weiblichen Perspektive re_historisiert werden kann.

- Ein Vortrag der Gruppe Prisma - Interventionistische Linke Leipzig im Rahmen der Kritischen Einführungswochen an der Universität Leipzig -

siehe auch: natashaakelly.com, prisma.blogsport.de, kritischeunileipzig.blogsport.de


Samstag, 12.09.2015, Einlass: 09:00 Uhr, Beginn: 09:30 Uhr

Gedenkkongress 2015

Gedenkkongress 2015

"NSU-Gedenken im Kontext bisheriger Gedenk- und Erinnerungspolitik nichtstaatlicher Gruppen an rechte Morde und Gewalttaten“

Von Rostock, Hoyerswerda, Mölln…
Zahlreiche Initiativen haben sich in der Vergangenheit für die Erinnerung an rechtsmotivierte Morde und Gewalttaten sowie für das Gedenken an die davon Betroffenen eingesetzt. Beispiele dafür sind die Auseinandersetzungen um die Jahrestage der rassistischen Pogrome von Rostock und Hoyerswerda, den Brandanschlag von Mölln oder den Mord an Farid Guendoul in Guben. Die Erinnerung an die Taten und ihre Betroffenen ist eines der zentralen Handlungsfelder nichtstaatlicher, antirassistischer und antifaschistischer Gruppen gegen Rassismus, Neonazis und andere Ideologien der Ungleichwertigkeit. Dabei unterscheidet sich die Erinnerungs- und Gedenkarbeit nichtstaatlicher Gruppen, die meist mit dem Anspruch agieren, aus der Perspektive der Betroffenen zu handeln, oft deutlich von Ansätzen staatlicher Akteur*innen wie kommunaler Verantwortlicher.

…zum „Nationalsozialistischen Untergrund“…
Seit dem Bekanntwerden des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ wird bundesweit über die Hintergründe und die Einordnung der Taten diskutiert. Dabei spielen auf der einen Seite staatliche Akteure, z.B. im Rahmen des Gerichtsprozesses gegen am NSU Beteiligte oder in parlamentarischen Untersuchungsausschüssen, eine wichtige Rolle. Auf der anderen Seite setzen sich auch nichtstaatliche Initiativen wie „Keupstraße ist überall“ als Teil des bundesweiten Aktionsbündnisses „NSU-Komplex auflösen“ mit einem starken Fokus auf die Situation der Betroffenen mit den Taten und ihren Folgen auseinander.

…und zurück.
Auf dem „Gedenkkongress 2015" soll zwischen diesen Entwicklungen eine Brücke geschlagen werden. Er trägt deshalb den Titel: „NSU-Gedenken im Kontext bisheriger Gedenk- und Erinnerungspolitik nichtstaatlicher Gruppen an rechte Morde und Gewalttaten“. Der dadurch gesetzte thematische Schwerpunkt beruht auf der Annahme, dass es nach dem Ende des NSU-Prozesses in München und der parlamentarischen Untersuchungsausschüsse vor allem vom Handeln nichtstaatlicher Akteur*innen abhängen wird, ob und wie die Erinnerung an die Taten und Hintergründe des NSU sowie das Gedenken an die davon Betroffenen gestaltet werden wird.
In der Reflexion bisheriger Gedenk- und Erinnerungsarbeit nichtstaatlicher Initiativen sollen Schlüsse für das Andenken an die Betroffenen des NSU gezogen werden.

Warum Sachsen?
Als Veranstaltungsort wurde Leipzig ausgewählt und sich bewusst für eine Stadt in Sachsen entschieden. Der NSU konnte über Jahre von dort aus agieren, er konnte sich hier erfolgreich verstecken und war bestens in die rechtsradikale Szene vernetzt. Bis heute wurden die Gründe dafür von den staatlichen Behörden und zivilgesellschaftlichen Organisationen gerade in Sachsen kaum aufgearbeitet. Auch nach der Selbstenttarnung der NSU-Köpfe bleiben die Zahlen rassistischer und rechter Gewalttaten hier in Sachsen, aber auch bundesweit, erschreckend hoch. Ebenso kam es in Leipzig in der Vergangenheit zu mehreren rechtsmotivierten Morden wie an Kamal K. im Jahr 2010. In Sachsen besteht Diskussions- und Aufholbedarf in der Erinnerung an rechte Morde und Gewalttaten sowie in der Präventionsarbeit.

Der „Gedenkkongress 2015 – NSU-Gedenken im Kontext bisheriger Gedenk- und Erinnerungspolitik nichtstaatlicher Gruppen an rechte Morde und Gewalttaten“ findet vom 11. bis 13. September 2015 in Leipzig statt.

Der Kongress wird dank der Unterstützung von zahlreichen Gruppen und Einzelpersonen ermöglicht. Er wird von „Rassismus tötet!“ Leipzig und der Initiative „Pogrom 91" organisiert. Der Besuch des Kongresses ist kostenlos. Dennoch freuen wir uns natürlich jederzeit über Spenden.

Programm und weitere Informationen unter: http://www.gedenkkongress.de



Samstag, 12.09.2015, Einlass: 19:30 Uhr

Staatliches und nichtstaatliches Gedenken und Aufarbeitung des NSU

Podiumsdiskussion

Staatliches und nichtstaatliches Gedenken und Aufarbeitung des NSU – von der Erinnerungsarbeit zu den Konsequenzen und Schlussfolgerungen – zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Mit: Katharina König, Miro Jennerjahn, Aktionsbündnis „NSU-Komplex auflösen“ (Teil des Bündnisses ist u.a. die Initiative „Keupstraße ist überall“), „Rassismus tötet!“ Leipzig, weiteren

Mit Bodo Ramelow ist im Jahr 2014 in Thüringen erstmals ein Politiker der Partei DIE LINKE zum Ministerpräsident eines Bundeslandes gewählt worden. Unter Führung dieser Partei, die sich selbst als antifaschistisch positioniert, fällt somit auch die Verantwortung der weiteren Aufarbeitung des Gesamtkomplexes NSU. Dazu zählt vor allem auch dessen Verbindung zu staatlichen Behörden. Für die Entstehung des NSU waren unter anderem die damaligen gesellschaftlichen Verhältnisse in Thüringen von Bedeutung: Hier formierte sich eine Gruppe gewaltbereiter Neonazis mit staatlicher Unterstützung zu einer rechten Terrorzelle, bevor die Beteiligten in Sachsen untertauchen konnten.

Welche Widersprüche entstehen angesichts einer Verpflichtung als Partei in Regierunsverantwortung im Gegensatz zu nichtstaatlichen Gedenk- und Erinnerungsinitiativen zum Thema NSU? Welche Möglichkeiten für eine nachhaltige Erinnerungs- und Gedenkpolitik ergeben sich aus einer staatlichen Rolle mit antifaschistischer Positionierung und wo sind ihre Grenzen? Und wie steht es um dieses Verhältnis für eine Oppositionspartei wie die Grünen ins Sachsen? Welche Verbindungen gibt es dabei zu außerparlamentarischen Initiativen? Und wie bewerten solche Gruppen die Perspektiven der Erinnerung an die Opfer und Betroffenen des NSU in Thüringen unter einer linken Landesregierung?

Katharina König ist seit 2009 Abgeordnete im Thüringer Landtags für die Partei DIE LINKE. Für ihre Fraktion tritt sie als Sprecherin für Antifaschismus, Netzpolitik und Datenschutz auf. Katharina König saß im ersten NSU-Untersuchungsausschuss des Thüringer Landtags und ist auch im zweiten Untersuchungsausschuss zum „Nationalsozialistischen Untergrund“ aktiv. Darüber berichtete sie in einem ausführlichen Interview in der Wochenzeitung „Jungle World“.

Miro Jennerjahn war von 2009 – 2014 Mitglied im Sächsischen Landtag und Obmann von Bündnis 90/Die Grünen im NSU Untersuchungsausschuss. Mit der Opposition legte er einen Minderheitenbericht zu den Ergebnissen des NSU Untersuchungsausschusses in Sachsen vor. Jennerjahn ist seit Jahren gegen Neonazis aktiv, seit 2011 u.a. Beirat des Netzwerks für Demokratische Kultur e.V. und seit Februar 2014 als Mitglied der Rechtsextremismuskommission des Bundesvorstandes der Grünen. Seine Kritik am Verfassungsschutz beim Thema NSU hat er hier formuliert.

(Die Veranstaltung findet im Saal statt)

Mittwoch, 09.09.2015, Einlass: 19:30 Uhr

Marsch für das Leben? What the fuck!

Mobilisierungs- und Infoveranstaltung gegen den reaktionären „Marsch für das Leben“ vom 19.9.2015 in Berlin

Vertreter_innen des feministischen und antifaschistischen Bündnisses „what the fuck!?“ geben eine Übersicht zu der “Lebensschutz”-Bewegung, insbesondere zu deren europäischen und internationalen Vernetzungen sowie den wesentlichen Versuchen der gesellschaftlichen Einflussnahme. Zudem informiert das Bündnis über die geplanten Gegenaktivitäten zum reaktionären „Marsch für das Leben“ am 19.9.2015 in Berlin.

Weitere Infos unter: http://whatthefuck.noblogs.org/

In Kooperation mit dem Antifaschistischen Frauenblock Leipzig.


Freitag, 26.06.2015, Einlass: 19:00 Uhr

Gespräch mit Julian Bruns

Kulturrevolution von Rechts –
In der Krise der Repräsentation

Ein Gespräch mit Julian Bruns, Autor von: Rechte Kulturrevolution. Wer und was ist die Neue Rechte von heute?

Die letzte Veranstaltung widmet sich der Form und dem Inhalt der Neuen Rechten in Deutschland, der es im Jahr 2014 gelungen ist, ihre Ideen über die eigenen Protagonist_innen hinaus auf die Straße zu tragen. Die Neue Rechte profitiert dabei von der von Nicos Poulantzas charakterisierten Krise der Repräsentation, in welcher etablierte Parteien und Institutionen an Legitimität verlieren. Die Neue Rechte bietet vermeintliche Lösungsansätze und stellt sich als Alternative zum herrschenden System dar, obwohl sie eigentlich zu einer kulturellen, sozialen und ökonomischen Elite gehört. Jenen, die sich nicht mehr vertreten fühlen, bieten Mobilisierungen wie PEGIDA ein neues politisches Zuhause. In der Veranstaltung soll diskutiert werden, wie sich die Neue Rechte in Deutschland insbesondere seit den 2000er Jahren entwickelt hat, welche gesellschaftlichen Ursachen für ihre gegenwärtige Stärkung benannt werden können und wie eine radikale Linke mit PEGIDA und Co. umgehen sollte.

Info zur Reihe:
Zum Schicksal Verdammt.
Nationale Sehnsucht Zwischen Ursprung Und Mythos


Veranstaltungsreihe zur Neuen Rechten

Ende des Jahres 2014 wurde mit PEGIDA und ihren vornehmlich ostdeutschen Ablegern eine rechte Bewegung scheinbar neuen Typs unübersehbar. Neu sind Auftreten und Inhalt der Bewegung keineswegs, nur war das Bild des irrational argumentierenden Wutbürgers anfänglich vom Schein des unbefleckten Demokraten übertüncht, der letztlich nichts mit Nazis gemein habe und sogar weitaus demokratischer, da „direkt-demokratisch“, als der etablierte Politikbetrieb handle. Auch im europäischen Vergleich stellt das Gebaren keine Neuheit dar und findet sich in ähnlicher Form bereits deutlich länger in Frankreich, England und anderswo. Bei diesem Aufbegehren handelt es sich um eine konformistische Revolte, dem Ruf nach einer Politik also, die ohnehin stattfindet, aber in der Vorstellung der Empörten nicht in letzter Konsequenz umgesetzt wird. In der gegenwärtigen gesellschaftlichen Krise, die sich als Krise der kapitalistischen Ökonomie und der Krise der staatlichen Repräsentation gleichermaßen darstellt, gewinnen Lösungsansätze - durchaus auch utopische - an Bedeutung. Was diese Bewegungen der Neuen Rechten aber eint, sind autoritäre Antworten auf sozio-ökonomische Fragen, die stets vom Rückgriff auf Nation, Geschlecht und andere „angeborene“ Eigenschaften leben, diesen Natürlichkeit unterstellen und nichts von Dynamiken und Widersprüchlichkeiten von Gesellschaftsformen der bisherigen Menschheitsgeschichte verstehen.


Mittwoch, 10.06.2015, Einlass: 19:00 Uhr

Gespräch mit John Malamatinas

Wo die Morgenröte golden ist -
Willkommen in der Krise!

Ein Gespräch mit John Malamatinas, Autor von: Goldene Morgenröte - Neofaschismus am Olymp.

Im zweiten Teil unser Reihe möchten wir den Blick über deutsche Grenzen hinweg in das wohl am heftigsten krisengeschüttelte Land in Europa werfen – Griechenland. Mit Beginn der Krise sorgte der Aufstieg der neonazistischen Partei „Goldene Morgenröte“ für Sorge um einen massiven Rechtsruck. Erst die Ermordung eines Antifaschisten sorgte für die sukzessive Verdrängung der Partei aus der Öffentlichkeit, wozu momentan auch ein Verfahren gegen die Parteioberen läuft. In Griechenland kulminieren, als Folge der gesamteuropäischen Krise, zeitgleich eine erstarkende faschistische Bewegung und eine autoritäre, europäische Austeritätspolitik auf staatlicher Ebene. Worin aber unterscheidet sich eine faschistische Bewegung in Griechenland von den neurechten Bewegungen im restlichen Europa und welche Folgen hat das für eine internationale Vernetzung einer Rechten? Welche Einflussmöglichkeiten hat also eine Rechte auf die Krisenpolitik der Institutionen und Länder der Europäischen Union?

Info zur Reihe:
Zum Schicksal Verdammt.
Nationale Sehnsucht Zwischen Ursprung Und Mythos


Veranstaltungsreihe zur Neuen Rechten

Ende des Jahres 2014 wurde mit PEGIDA und ihren vornehmlich ostdeutschen Ablegern eine rechte Bewegung scheinbar neuen Typs unübersehbar. Neu sind Auftreten und Inhalt der Bewegung keineswegs, nur war das Bild des irrational argumentierenden Wutbürgers anfänglich vom Schein des unbefleckten Demokraten übertüncht, der letztlich nichts mit Nazis gemein habe und sogar weitaus demokratischer, da „direkt-demokratisch“, als der etablierte Politikbetrieb handle. Auch im europäischen Vergleich stellt das Gebaren keine Neuheit dar und findet sich in ähnlicher Form bereits deutlich länger in Frankreich, England und anderswo. Bei diesem Aufbegehren handelt es sich um eine konformistische Revolte, dem Ruf nach einer Politik also, die ohnehin stattfindet, aber in der Vorstellung der Empörten nicht in letzter Konsequenz umgesetzt wird. In der gegenwärtigen gesellschaftlichen Krise, die sich als Krise der kapitalistischen Ökonomie und der Krise der staatlichen Repräsentation gleichermaßen darstellt, gewinnen Lösungsansätze - durchaus auch utopische - an Bedeutung. Was diese Bewegungen der Neuen Rechten aber eint, sind autoritäre Antworten auf sozio-ökonomische Fragen, die stets vom Rückgriff auf Nation, Geschlecht und andere „angeborene“ Eigenschaften leben, diesen Natürlichkeit unterstellen und nichts von Dynamiken und Widersprüchlichkeiten von Gesellschaftsformen der bisherigen Menschheitsgeschichte verstehen.

Eine Veranstaltungsreihe der Antifa Klein Paris (AKP) in Kooperation mit dem Conne Island. Gefördert durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V. und der Buchhandlung el libro.



Dienstag, 12.05.2015, Einlass: 19:00 Uhr

Vortrag: Volker Weiss

Veranstaltungsreihe Zur Neuen Rechten

Ein Vortrag von Volker Weiss, Autor von: Deutschlands Neue Rechte. Angriff der Eliten – Von Spengler bis Sarrazin.

Mit unserer Veranstaltungsreihe wollen wir zunächst auf mögliche Vorläufer des Denkens der Neuen Rechten eingehen und deren reaktionäre Gesellschaftsentwürfe diskutieren. Namentlich handelt es sich hierbei um Oswald Spengler und Ernst Jünger. Ersterer sorgte bereits 1918 mit seinem kulturpessismistischen Werk „Der Untergang des Abendlandes“ für Furore und könnte als möglicher Stichwortgeber der „PEGIDA“-Gemeinde dienen. Jünger unterschied sich hinsichtlich klar hierarchischer Strukturen wenig von Spenglers Ansichten und sah in individueller Selbstentfaltung den Vorschein von zersetzender Dekadenz. Es soll also der Frage nachgegangen werden, was der utopische Kern des Denkens der Neuen Rechten und ihrer ideologischen Vordenker ist.


Info zur Reihe:
Zum Schicksal Verdammt
Nationale Sehnsucht Zwischen Ursprung Und Mythos

Veranstaltungsreihe zur Neuen Rechten

Ende des Jahres 2014 wurde mit PEGIDA und ihren vornehmlich ostdeutschen Ablegern eine rechte Bewegung scheinbar neuen Typs unübersehbar. Neu sind Auftreten und Inhalt der Bewegung keineswegs, nur war das Bild des irrational argumentierenden Wutbürgers anfänglich vom Schein des unbefleckten Demokraten übertüncht, der letztlich nichts mit Nazis gemein habe und sogar weitaus demokratischer, da „direkt-demokratisch“, als der etablierte Politikbetrieb handle. Auch im europäischen Vergleich stellt das Gebaren keine Neuheit dar und findet sich in ähnlicher Form bereits deutlich länger in Frankreich, England und anderswo. Bei diesem Aufbegehren handelt es sich um eine konformistische Revolte, dem Ruf nach einer Politik also, die ohnehin stattfindet, aber in der Vorstellung der Empörten nicht in letzter Konsequenz umgesetzt wird. In der gegenwärtigen gesellschaftlichen Krise, die sich als Krise der kapitalistischen Ökonomie und der Krise der staatlichen Repräsentation gleichermaßen darstellt, gewinnen Lösungsansätze - durchaus auch utopische - an Bedeutung. Was diese Bewegungen der Neuen Rechten aber eint, sind autoritäre Antworten auf sozio-ökonomische Fragen, die stets vom Rückgriff auf Nation, Geschlecht und andere „angeborene“ Eigenschaften leben, diesen Natürlichkeit unterstellen und nichts von Dynamiken und Widersprüchlichkeiten von Gesellschaftsformen der bisherigen Menschheitsgeschichte verstehen.

Eine Veranstaltungsreihe der Antifa Klein Paris (AKP) in Kooperation mit dem Conne Island. Gefördert durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V. und der Buchhandlung el libro.


Samstag, 18.04.2015, Einlass: 18:00 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr

Podiumsgespräch & Konzert: There is no alternative?

Podiumsgespräch: Einlass: 18:00, Beginn: 19:00 Uhr
There is no alternative?

Moderation: Anna Groß (Springstoff)

Rap wird in der Öffentlichkeit oft als gewaltverherrlichend, sexistisch und homophob wahrgenommen: Ein willkommener Sündenbock für die Politik und ein gern gesehener Skandal in den Medien. Aus linker Perspektive gilt es, sowohl die tatsächlich problematischen Inhalte im Rap als auch die bürgerliche Sicht auf Rap zu kritisieren. Abgesehen davon existiert im Rap abseits des Mainstreams jedoch eine lange Tradition von Empowerment und Gesellschaftskritik, die sich meist im “Consciousrap” äußert. Darüber hinaus hat sich in autonomen Zentren und bei linken Protesten eine Form von Rap entwickelt, die von vielen Artist selbst als “Zeckenrap” bezeichnet wird. Im Gespräch mit Amewu, Refpolk und Tice gehen wir den problematischen Aspekten und dem Potential von Rap auf den Grund: Was für Widersprüche und Konflikte verbergen sich hinter dem Gepose vieler Rapper? Mit welchen Konflikten sind Alternativen im Rap konfrontiert? Vor welchen zukünftigen Herausforderungen steht Rap und wo liegt sein Potential für gesellschaftliche Konflikte?

Konzert: Einlass: 21:00, Beginn: 22:00 Uhr
Amewu
Refpolk & Daisy Chain & DJ KaiKani (Klippe Release Tour)
Tice


Aftershow:
DJ KaiKani
ANTR

- Eine Kooperationsveranstaltung vom Conne Island und der Gruppe Prisma -

siehe auch: amewu.de, prisma.blogsport.de, https://www.facebook.com/Amewumusic, https://www.facebook.com/ticeone, https://www.facebook.com/Refpolk, https://www.facebook.com/daisychaingr, https://www.facebook.com/pages/Prisma-Leipzig/440523829365325


Mittwoch, 18.03.2015, Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr

»Was tun wenn’s brennt?«

Tipps und Tricks für Ultras und Nicht-Ultras

Eine Vorstellung des neugegründeten »Rechtshilfekollektiv Chemie Leipzig«

siehe auch: rechtshilfe-chemie.de, https://www.facebook.com/rechtshilfekollektiv.chemie
Dienstag, 17.03.2015, Einlass: 19:00 Uhr

Vortrag: Mitmachen ist Ehrensache

Mitmachen ist Ehrensache
– Deutschland, Pegida und der Bankrott des Antifaschismus

Schon zu einem Zeitpunkt, als Pegida noch keine zwanzigtausend Leute auf die Straße brachten, zeigte sich die Berliner Republik in heller Aufregung. Es gab kaum einen namhaften Politiker, der sich nicht kritisch zu den Dresdner Aufmärschen äußerte. Die Bundeskanzlerin nutzte selbst ihre Neujahrsansprache, um vor den Dresdner Demonstrationen zu warnen. Im Anschluss daran erlebte die Republik die größten Aufmärsche seit dem Irakkrieg. Mehr als dreihunderttausend Menschen folgten den Aufrufen ihrer politischen Führung und gingen gegen Pegida auf die Straße. Allein in Leipzig waren es mehr als Dreißigtausend. Wie immer, wenn man etwas falsch machen kann, war die Antifa mittendrin statt nur dabei. Als hätte es den „Aufstand der Anständigen“ des Jahres 2000 nicht gegeben, in dessen Folge zumindest ein Teil der Bewegung über Sinn und Zweck des eigenen Hantierens nachdachte, als wären die Diskussionen über die Transformation des Postnazismus auf dem Mond geführt worden und als hätte das verblichene Leipziger „Bündnis gegen Rechts“ (BgR) seine Zivilgesellschaftskritik seinerzeit nicht im „Conne Island“, sondern im Jugendclub Mutzschen unters antifaschistische Volk zu bringen versucht, protestierten Antifas aller Couleur gemeinsam mit CDU-, SPD-, Grünen- und Linkspartei-Anhängern gegen die Jammerossis um Lutz Bachmann. Selbst auf die naheliegendsten Fragen wurde verzichtet: Welche Funktion haben die Massenauftriebe gegen Pegida? Warum werden ein paar tausend Leute, die sich islamkritisch geben, von offizieller Seite als Bedrohung des „inneren Friedens“ (Joachim Gauck) bezeichnet, während die gleiche Anzahl sich weitaus radikaler gebender „Blockupy“-Demonstranten vor einigen Jahren nur für ein müdes Lächeln sorgten? Was bedeutet der Islam also in der und für die Berliner Republik? Und: Warum macht die Antifa ausgerechnet die dümmste Parole des Arbeitsamtes zu ihrer Parole: „Mitmachen ist Ehrensache!“

Es sprechen Uli Krug und Jan-Georg Gerber.

Uli Krug ist Redakteur der Zeitschrift „Bahamas“ und Mitarbeiter der „Jungle World“; Jan-Georg Gerber schreibt für beide Zeitschriften.

siehe auch: https://akgesellschaftskritik.wordpress.com
Mittwoch, 11.03.2015, Einlass: 20:00 Uhr

Die neue notwendige Offensive der radikalen Linken

the future is unwritten:
Griechenland, die EZB und die neue notwendige
Offensive der radikalen Linken
-

Mit dem Wahlsieg von Syriza ist in Europa ein ideologischer Riss entstanden. Selten standen die Chancen für Kapitalismuskritik besser als gerade eben jetzt. Durch den Wahlsieg der neuen griechischen Regierung ist eine politische Alternative entstanden, anhand derer man auch hierzulande verdeutlichen könnte, dass es etwas Besseres gibt als das neoliberale Regime. Allein, dass überhaupt wieder in politischen Kategorien – und nicht in denen des politischen Sachzwangs – diskutiert werden kann, ist ein Fortschritt. Nutzen wir die Chance und vergrößern wir den Riss!

Dafür gilt es, die Widersprüchlichkeit kapitalistischer Herrschaft zu verdeutlichen und zu zeigen, dass selbst eine linkskeynesianische Wende in Europa nur eine geringfügig bessere Konkurrenzordnung im Rennen, Rackern, Rasen bringen dürfte – und das gute Leben nur jenseits von Staat, Kapital und Nation zu haben sein wird.

TOP B3rlin ist eingeladen, darüber zu diskutieren, wie eine neue Offensive der radikalen Linken aussehen kann und warum die feierliche Eröffnung der EZB am 18. März eine wichtige Interventionsmöglichkeit für sie darstellt.

John Malamatinas wird erläutern, was der Wahlsieg von Syriza für die radikale Linke und die sozialen Kämpfe in Griechenland bedeutet und wieso die Koalition mit der rechtspopulistischen ANEL keine Überraschung war.

http://www.unwritten-future.org/index.php/va-die-neue-notwendige-offensive-der-radikalen-linken/



Montag, 26.01.2015, Einlass: 19:00 Uhr

Infoveranstaltungen zu den Repressionen am 15.01.2015

Wenige Tage nach dem Tod von Khaled kam es am 15.01.15 in Leipzig zu einer Spontandemonstration. Der 20jährige Khaled war in der Nacht vom 12. auf den 13.01.15 in Dresden tot aufgefunden worden. Trotz deutlicher Hinweise schlossen die Dresdner Cops zunächst ein Tötungsdelikt und eine rassistische Motivation aus.


Im Zusammenhang mit der Leipziger Sponti kesselten die Cops gegen 21:15 h in der Braustraße ca. 200 Menschen. Personalienfeststellungen, Durchsuchungen, Anfertigung von Fotos und Beschlagnahme von Handys bis in die frühen Morgenstunden waren die Folge.

Gegen alle Eingekesselten läuft wahrscheinlich ein Ermittlungsverfahren wegen (schweren) Landfriedensbruchs

Zu den Repressionen vom 15.01.2015 veranstalten der Leipziger Ermittlungsausschuss (EA) und die Rote Hilfe Leipzig einen Abend, um die Betroffenen über mögliche, weitere Schritte zu informieren.

Sofern Legida an diesem Tag wieder laufen sollte, kann es zur kurzfristigen Verschiebung der Veranstaltung kommen.

Aktuelle Infos dazu findet ihr auf: http://antirepression.noblogs.org/


Donnerstag, 04.12.2014, Einlass: 20:00 Uhr

Vortrag: Merke Dir, Sternburgbier!? Die Sternburg-Brauerei während des Nationalsozialismus und im Zweiten Weltkrieg

„Bier mit Tradition“ steht selbstbewusst auf der Webseite der Leipziger Brauerei Sternburg. Offensiv wirbt das Unternehmen mit seiner mehr als 190jährigen Geschichte.
Der Vortrag ist die Präsentation erster vorläufiger Ergebnisse der Erforschung eines Teils dieser Geschichte, dem bisher wenig Aufmerksamkeit zuteil wurde. Drei Aspekte stehen im Vordergrund des Vortrags: Die Entlassung kommunistischer und sozialdemokratischer Mitarbeiter_innen in den Jahren 1933/34; die versuchte Bereicherung der Brauereileitung an der Zerschlagung der Leipziger Arbeitersportvereine und schließlich die Beschäftigung von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern während des Zweiten Weltkriegs.


Montag, 17.11.2014, Einlass: 20:00 Uhr

Kobanê zwischen Selbstverwaltung und Krieg

Seit Juli wird die kurdische Region Rojava vom sogenannten Islamischen Staat (IS) belagert. Für weltweites Entsetzen sorgte der Vorstoß der Dschihadisten in die Stadt Kobanê Mitte September. Das angekündigte Massaker blieb bisher aus, weil die kurdischen Verteidigungseinheiten der YPEG und der Fraueneinheit YPJ einen bisher erstaunlich erfolgreichen Abwehrkampf führen. Weil sie in erster Linie für etwas, für die basisdemokratische Selbstverwaltung in den drei kurdischen Kantonen in Nordsyrien kämpfen, lautet eine Erklärung. Im Vergleich zum syrischen Bürgerkriegsgeschehen und islamistischer Schreckensherrschaft klingt das nahezu paradiesisch. Wir wollen fragen, was demokratische Selbstverwaltung genau bedeutet und haben Xelil eingeladen. Er ist Teil des Unterstützer_innennetzwerks “Tatort Kurdistan” und war Ende September mit einer Delegation der Vereinigung der Studierenden Kurdistans vor Ort.

So oder so ist Kobanê mehr als eine Stadt in einer selbstverwalteten kurdischen Region. Sie ist zum Symbol im Kampf gegen den IS und Faustpfand im vereisten Friedensprozess geworden. Sollte Ankara den Grenzort im Stich lassen, drohe ein Ende des Friedensverhandlungen zwischen Kurd_innen und Türk_innen, erklärte kürzlich Partei-Chef Öcalan. Einmal mehr stellt sich also die Frage, welche Perspektiven sich in diesem Konflikt bieten.

Die USA unterstützen den Kampf um Kobanê mit Luftangriffen, Deutschland und Europa schauen zu, Hilfe erhalten nur die kurdischen Peschmerga im Irak, warum? Immerhin ist hierzulande Bewegung in die Debatte um die PKK gekommen. Eine Neubewertung steht an, sagen die einen, der Innenminister bleibt dabei, die Partei ist eine “Terrororganisation” - genau wie der IS. Was bedeutet das für Unterstützer_innengruppen und Solidaritätsaktion hier vor Ort und was wollen die?

Darüber diskutieren wir mit Xelil von “Tatort Kurdistan”.

Eine Veranstaltung der Gruppe Antifa Klein-Paris.

Mittwoch, 12.11.2014, Einlass: 18:00 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr

Equal / Not Equal. Frauen in der elektronischen Musik

KREV - Exile:
Equal / Not Equal.
Frauen in der elektronischen Musik –
Diskussionsveranstaltung mit aktuellen AkteurInnen



Freitag, 31.10.2014, Einlass: 18:00 Uhr

Vortrag & Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Der unverstandene Nationalsozialismus
Was Deutschland zusammen hält.

Vortrag & Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann (jungle world, konkret)

Schon seit mindestens zwei Jahrhunderten sind die Deutschen davon überzeugt, sie seien besonders gut. Derzeitiger Favorit in der Begründung dieses – nennen wir es mal: erstaunlichen Selbstbewusstseins – ist „unser Lernen aus der Geschichte“. Stolpersteine werden verlegt, „Nie wieder“ – Schwüre sind zum festen Ritual geworden, ein Holocaust-Mahnmal wurde errichtet. Doch im Gewande der Demut kommt alte Überheblichkeit daher. Andere Völker würden uns um dieses Mahnmal beneiden, sprach ein führender Historiker und konnte sich des rauschenden Beifalls der wohlanständigen Mitte dieser Gesellschaft sicher sein. Wie wenig der Nationalsozialismus entgegen allen Beteuerungen aufgearbeitet ist, zeigt sich nirgends deutlicher als im völligen Unverständnis des Antisemitismus, von dem man eigentlich nur weiß, dass er irgendwie schlecht ist. Hätte man ihn hingegen begriffen, müsste ein regressiver Antikapitalismus, der von „den Gierigen, die uns alle aussaugen“ phantasiert, auf entschiedenen Widerstand stoßen. Doch ganz im Gegenteil, seit Beginn der Krise 2008 grassiert er. Und in obszöner Selbstgerechtigkeit meint man in Deutschland, ausgerechnet aus der Shoah mehr gelernt zu haben als die Juden. Deswegen sind zwar zwei Drittel der Deutschen davon überzeugt, vom jüdischen Staat gehe die größte Gefahr für den Weltfrieden aus, aber Antisemit ist selbstverständlich keiner von ihnen.

Nur wenig vom Mainstream unterscheidet sich eine Linke, die sich besonders kritisch dünkt, weil sie erst gar nicht vom Nationalsozialismus, sondern lediglich vom „Faschismus“ redet. Dass diese nur vermeintlich an den Wurzeln der Verhältnisse bohrende Linke weiter im ideologischen Korsett der 20er und 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts lebt, zeigt sich ebenfalls am auffälligsten am unbegriffenen Antisemitismus, den sie bestenfalls für eine Spielart des Rassismus hält. Wer es auch 70 Jahre nach der Shoah immer noch nicht schafft, sein bequemes Weltbild von den bösen Herrschenden und dem guten Volk abzulegen, klammert sich auf der Suche nach rettenden Strohhalmen gerne an die berühmte Dimitroffsche „Faschismus-Definition“ von 1935. Wiewohl diese von Anfang an falsch war, so ist ihren Urhebern wenigstens noch zugute zu halten, dass sie nicht in die Zukunft blicken konnten. Die Zombielinke von heute aber vermag noch nicht einmal die Vergangenheit zu verstehen. Ihr „Nie wieder“ ist deswegen ebenso Makulatur wie dasjenige der deutschen Mehrheitsgesellschaft.

Lothar Galow-Bergemann schreibt u.a. für Jungle World, konkret und auf www.emafrie.de


http://emanzipationundantifa.wordpress.com/




Freitag, 24.10.2014, Einlass: 19:00 Uhr

Infoveranstaltung: Kobane / Termin wird verschoben

Der Termin wird verschoben, Infos folgen!

Donnerstag, 23.10.2014, Einlass: 20:00 Uhr

10 Jahre Mord an Oury Jalloh

10 Jahre Mord an Oury Jalloh
Revision und Perspektiven

Am 7. Januar 2015 jährt sich der Mord an Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeizelle zum zehnten Mal. Nach zwei Prozessen hat der Bundesgerichtshof den Fall nun geschlossen. Der wegen fahrlässiger Tötung angeklagte Dienstgruppenleiter bleibt zu einer Geldstrafe verurteilt. Die Prämisse jedoch, dass sich Oury Jalloh selbst angezündet haben soll, blieb unangefochten. Von Mord ist keine Rede, obwohl es eine lange Liste an Beweisen gibt, die eindeutig zeigen, dass Oury Jalloh in der Polizeizelle umgebracht wurde.
Die Ablehnung einer Wiederaufnahme des Prozesses heißt vor allem eins: Uniformierte, rassistische Gewalt wird nicht geahndet und migrantische Betroffene sollen sich nicht zur Wehr setzen.
Zwei Aktivisten der Initiative Oury Jalloh aus Berlin und Dessau werden einen Blick auf die lange Geschichte dieses Lehrstücks deutscher Justiz werfen.
Andererseits geht es um die zukünftigen Perspektiven: Ein möglicher Prozess am europäischen Gerichtshof, neue Ermittlungen wegen Mordes gegen unbekannt und der Druck der Straße.
Am 7. Januar findet außerdem die Gedenkdemonstration zum 10. Todestag von Oury Jalloh in Dessau statt.

Oury Jalloh – Das war Mord!

initiativeouryjalloh.wordpress.com



Dienstag, 14.10.2014, Einlass: 19:00 Uhr

Infoveranstaltung: Break Isolation!

Geflüchtete, die in Leipzig und Umgebung wohnen, werden von ihrer
aktuellen Situation, ihren Lebensumständen, Rassismus und dem
deutschen Asylsystem berichten. Sie werden von den
selbstorganisierten Flüchtlingsprotesten erzählen und wie wir sie
supporten können.

Montag, 22.09.2014, Einlass: 20:00 Uhr

"Gegen die Einheitsfeierlichkeiten zum 3. Oktober

„Was ihr feiert: Armut, Ausgrenzung und Leistungszwang.“

Gegen die Einheitsfeierlichkeiten zum 3. Oktober

Infoveranstaltung der Gruppe THE FUTURE IS UNWRITTEN und Vertreter_innen des Bündnis Oct3Hannover


Am dritten Oktober diesen Jahres ist Hannover Gastgeber des Spektakels rund um die Einheitsfeier. Gefeiert wird an diesem Datum ganz unspektakulär der Stichtag der formellen Übernahme der DDR durch die BRD. In Hannover wird sich der Deutsche Staat anlässlich dieses Tages in Szene setzen und seine Politik würdigen lassen, ohne die nationalistisch aufgeladene feucht-fröhliche Stimmung der Fußballfanmeilen. So oder so – kein Grund zum Feiern. Denn diese Ordnung, die mit der Politik des deutschen Staates gesichert wird, bedeutet immer auch: Armut, Ausgrenzung und Leistungszwang. Verschiedenste linke Gruppen organisieren daher gegen dieses Feiern der Nation ein breites Gegenprogramm vom 2. bis zum 4. Oktober. Warum sie das machen und was genau euch erwartet soll Inhalt dieser Veranstaltung sein.




Nähere Informationen zu den Aktionstagen, den Veranstalter_innen und dem Bündnis gibt es hier:


siehe auch: oct3.net, unwritten-future.org, umsganze.org


Samstag, 13.09.2014, Einlass: 12:00 Uhr

Workshop zu Geschlechterspezifischer Körpersprache

Ihr seid herzlich eingeladen das Thema Körpersprache im Real Life und in der Popkultur auseinander zu nehmen und gemeinsam Schlüsse zu ziehen.
Bei Interesse bitte bis 06.09. eine mail an: anuschka@velocitysounds.de

Dienstag, 09.09.2014, Einlass: 19:00 Uhr

Marsch für das Leben? What the fuck!

Infoveranstaltung der Gruppe Prisma und dem WTF-Bündnis zum sogenannten “Marsch für das Leben” und den geplanten Gegenaktivitäten.

Marsch für das Leben? What the fuck!

Antifeminismus sabotieren! Für körperliche Selbstbestimmung demonstrieren! Christliche Fundamentalist_innen blockieren!

Für den 20. September 2014 mobilisiert der Bundesverband Lebensrecht (BvL) wieder zu einem »Marsch für das Leben« in Berlin. Damit will er für ein generelles Verbot von Schwangerschafts-Abbrüchen demonstrieren und etikettiert dies als »Lebensschutz«. Die am »Marsch« beteiligten Gruppen betrachten jeden Schwangerschaftsabbruch als »vorgeburtliche Kindstötung«, die verboten und bestraft gehöre. Sie sprechen damit allen Menschen, die schwanger werden können, das Recht ab, über ihr Leben und
ihren Körper selbst zu bestimmen. Die meisten der Abtreibungs-Gegner_innen sind christliche Fundamentalist_innen. Sie kämpfen für eine Gesellschaft, die auf der bürgerlichen Kleinfamilie, Zweigeschlechtlichkeit, Trans*feind-lichkeit, einer strengen Sexualmoral, Verbot von Homosexualität und auf »Schicksals«- und Obrigkeitsergebenheit beruht. Anders als oft angenommen, gilt eine Abtreibung auch in Deutschland gemäß §218 StGB als Straftat, die nur unter bestimmten Voraussetzungen (z.B. Zwangsberatung) straffrei bleibt, was eine staatlich institutionalisierte Entmündigung von Frauen* bedeutet. Der eigentliche Grund für einen Abbruch sind jedoch häufig »Schädigungen« des Fötus, was vielmehr die Missstände der gegenwärtigen ableistischen (behindertenfeindlichen) bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft aufzeigt, welche es zu bekämpfen gilt. Ausgeblendet wird auch, dass weltweit jährlich mehrere zehntausend Frauen* an nicht korrekt durchgeführten – weil illegalisierten – Abtreibungen sterben.

Wir rufen dazu auf, sich an der feministischen Demonstration zu beteiligen sowie den »Marsch« der Fundamentalist_innen zu blockieren und fordern:

* Streichung des § 218 aus dem StGB
* Entscheidungsfreiheit für oder gegen eine Abtreibung ohne Bevormundung
* Kostenlosen und (rezept-)freien Zugang zu allen Verhütungsmitteln (auch zur »Pille danach«) für alle Menschen, unabhängig von Aufenthaltsstatus oder Mitgliedschaft in einer Krankenversicherung
* Anerkennung der sexuellen, geschlechtlichen und körperlichen Selbstbestimmung

Demo: Samstag | 20. September | 11.30 Uhr | U-Bhf. Kochstraße (U6 / M29)
Danach: Protest gegen den “Marsch für das Leben” (13 Uhr / Willy-Brandt-Straße)


siehe auch: whatthefuck.noblogs.org/ , prisma.blogsport.de
Freitag, 04.07.2014, Einlass: 20:00 Uhr

Friede, Freude, Fussball-WM?

Friede, Freude, Fussball-WM?
Ein Gespräch zu den Folgen von Fussball-WM und sozialen Protesten in Brasilien.

Seit zwei Wochen läuft sie, die Fußball-Weltmeisterschaft der Männer in Brasilien. Seit mehr als einem Jahr entzünden sich daran Proteste. Anlass sind die sozialen Probleme im Austragungsland. Was sollen teuer erkaufte Großevents, wo es gleichzeitig am Lebensnotwendigen an allen Ecken und Enden fehlt? Allein bei Bier, Tofubratwurst und schönem Fußball auf das frühzeitige Ausscheiden der Deutschen zu hoffen, genügt nicht mehr. Proteste, sofern sie von den hiesigen Medien registriert werden, laufen als Begleitmusik des Spektakels, wenngleich die Freude am Fest nicht getrübt werden darf. Wir wollen dem latent vorhandenen Unbehagen ein paar tiefergehende Informationen hinzufügen. In der Zeit zwischen den beiden Viertelfinals des Tages werden wir in einem moderierten Gespräch die Lage in Brasilien erörtern. Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen der WM und ähnlicher Mega-Sportevents auf Städte wie etwa Rio de Janeiro. Außerdem werden wir die verschiedenen Formen des Widerstands beleuchtende Dabei bleibt auch Raum für Diskussionen: Dürfen wir uns nun nur noch sportlichere Großereignisse ansehen, die unter Aushebelung von Menschenrechten, Verdrängung, unter verstärkter Ausbeutung und unter massiver Polizeipräsenz stattfinden? Ist Unterhaltung nur noch gegen schlechtes Gewissen zu haben?

Eine Veranstaltung der Antifa Klein Paris (AKP)


Mittwoch, 18.06.2014, Einlass: 18:00 Uhr

"Spanien; zwischen Hoffnunglosigkeit und Rebellion"

"Spanien; zwischen Hoffnunglosigkeit und Rebellion"

Vortrag Video Diskussion - Conne Island Leipzig Mi. 18.06.2014 18:00 Uhr

MAREA GRANATE ist eine transnationale Bewegung von EinwanderInnen spanischer Staatsangehörigkeit, die sich außerhalb ihres Geburtslandes gegen die Ursachen stellen, die zur wirtschaftlichen und sozialen Krise geführt haben und sie in die Migration gezwungen haben. Anderen Ländern sind diese Ursachen ebenfalls nicht fremd. Es ist uns wichtig, unseren Einsatz nicht isoliert zu zeigen und Alternativlösungen vorzuschlagen.

Wir laden euch zum Vortrag mit Video und Diskussion ein, mit dem Ziel, Informationen über die politische, soziale und wirtschaftliche Realität ( Immobilienblase / Sozialabbau / Armut und Ungleichheit / Widerstand ) in unserem Land im Rahmen der sogenannten »Wirtschaftskrise« durch eine Reihe von kurzen Videos zu vermitteln. Weiterhin werden wir eine Fragerunde und Diskussion für alle Anwesenden eröffnen.

Wir freuen uns auf Euer Kommen!

Donnerstag, 22.05.2014, Einlass: 19:00 Uhr

Vortrag: Recht auf die Stadt! Henri Lefebvre? Perspektiven und Möglichkeiten einer Parole

Vortrag: "Recht auf die Stadt! Henri Lefebvre?
Perspektiven und Möglichkeiten einer Parole."

Die zunehmenden Auseinandersetzungen um Wohnraum, Freiräume und Gestaltungsrechte in vielen Städten der BRD aber auch die sozialen Revolten der letzten drei Jahre von Kairo über Athen und New York bis nach Istanbul haben den Ruf nach einem Recht auf die Stadt laut werden lassen. Dabei wird oftmals explizit auf den französischen Marxisten, Stadtforscher und Philosophen Henri Lefebvre Bezug genommen. Der undogmatische Marxist des 20. Jahrhundert, der in seinen Arbeiten einen sympathischen Spagat zwischen Theorie und Praxis versuchte und dabei darauf bedacht war, diese Aspekte nicht getrennt zu denken, entwarf in seinen unzähligen Schriften einen Theoriekomplex, der auf gesellschaftliche Bewegung und Praxis reagiert, sie in seine theoretischen Arbeiten integriert und sie in emanzipatorischer Weise befördern sollte. Recht auf die Stadt ist bei Lefebvre somit weit mehr als der Kampf um die ?aktuelle? Stadt. Doch was steht hinter dieser 1968 ausgerufenen Parole, wie ist sie in Lefebvres Ideen zu Stadt und Raum eingebunden, was können seine Konzepte heute noch leisten und welche emanzipatorischen Perspektiven bieten sie?

Mittwoch, 21.05.2014, Einlass: 19:30 Uhr

Infoveranstaltung über die »AfD« mit Andreas Kemper

Seit der Gründung der Alternative für Deutschland (AfD) im April 2013 versucht sich die Partei einen festen Platz im Parteienspektrum zu erkämpfen. "Rechts von der CDU", sagen die einen – "Links von der NPD", die anderen. Was zur Bundestagswahl nicht gelingen wollte, soll nun zur Europawahl und zur Landtagswahl in Sachsen nachgeholt werden: Der Einzug in ein Parlament und damit eine Entwicklung weg von der bloßen Anti-Euro-Partei. Aus diesem Anlass wollen wir gemeinsam mit dem Autoren Andreas Kemper (Rechte Euro-Rebellion. Alternative für Deutschland und Zivile Koalition e.V.) über Rhetorik und Strategie der Partei und über ihre langläufige Einordnung unter dem Begriff "Rechtspopulismus" diskutieren und nicht zuletzt der Frage nachgehen, ob die aktuelle Entwicklung dazu taugt, den politischen Diskurs nachhaltig nach rechts zu verschieben.



Sonntag, 04.05.2014, Einlass: 11:00 Uhr

Der AFBL lädt ein zum Workshop:

Feministische Perspektive auf linken Antifeminismus

Anmeldung bis zum 26. April an afbl@nadir.org

Die Vorstellung, dass feministische Positionen nichts mit der „richtigen Politik“ zu tun haben. findet sich in so manchem linken Bündnis, Vernetzungstreffen oder anderweitigem Plenum.
Was Nichtwahrnehmung, Ignoranz und auch Reproduktionen von Sexismen über den Status quo des feministischen Anspruches aussagen, soll in diesem Workshop angesprochen werden. Außerdem geht es um das Verhältnis von linker Szene und Feminismus (wie es ist und wie es sein sollte). Die üblichen antifeministischen Reaktionen auf feministische Inhalte zeigen etwas sehr deutlich: die ganze Sache gehört auf den Tisch!

Anhand von Textbeispielen, Erfahrungen und in Gruppendiskussionen wollen wir Antworten auf diese und weitere Fragen finden: Wie äußert sich Antifeminismus in der Linken? Wie wurde auch historisch auf feministische Forderungen reagiert? Warum wird das Thema Feminismus in weiten Teilen der linken Szene nach wie vor mit spitzen Fingern angefasst? Welche Veränderungen gibt es und welche sind wünschenswert?

Organisatorisches
Der Workshop ist open to all gender. Er richtet sich an interessierte, feministische Linke – insbesondere auch an Menschen aus Gruppen, die keinen feministischen Schwerpunkt haben.
Da die Anzahl der Teilnehmenden, um gut miteinander diskutieren zu können, auf ca. 20 Personen beschränkt ist, bitten wir bei Interesse um vorherige Anmeldung per E-Mail an afbl@nadir.org bis zum 26. April 2014. Sollten mehr Anmeldungen eingehen als Plätze zur Verfügung stehen, lassen wir das Los entscheiden.
Vor dem Workshop wird allen Teilnehmenden ein kleiner Reader zugemailt. Die darin enthaltenen Texte geben einen ersten Einblick in das Thema.

Wenn es Bedarf gibt, bemühen wir uns eine Kinderbetreuung zu organisieren. Bitte bei der Anmeldung das Alter der Kinder angeben.

Für mehr Informationen oder Fragen afbl@nadir.org

Donnerstag, 24.04.2014, Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr

»Kontroversen über Gesellschaftstheorie«
Diskussionsveranstaltung der Zeitschrift »PROKLA«


Am 24. April stellt die PROKLA zwei ihrer aktuellen Hefte vor. AutorInnen und Redakteure diskutieren gesellschaftstheoretische Kontroversen: Was bedeutet (kritische) Gesellschaftstheorie? Was sind zentrale Kontroversen und wo liegt ihre aktuelle Relevanz? Wie lässt sich der Zusammenhang verschiedener Herrschaftsverhältnisse gesellschaftstheoretisch denken - und welche Rolle spielen dabei gesellschaftstheoretische Überlegungen im Anschluss an Marx und den materialistischen Feminismus? Aktualitätsbezogen wird es dabei auch um die Frage gehen, welche Konsequenzen sich hieraus für das Verständnis der Krise, den Zusammenhang verschiedener Krisentendenzen zusammen und für politische Strategien ergeben.

Es diskutieren:

Julia Dück (Berlin)
Etienne Schneider (Wien)
Alex Demirovic (Frankfurt/Main)

Moderation: Christian Schmidt (Leipzig)

Die PROKLA publiziert seit 1971 zu Themen aus den Bereichen der Politischen Ökonomie, der Politik, Sozialgeschichte und Soziologie. Mehr Info zur PROKLA im Internet unter www.prokla.de
- Mit freundlicher Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V. -

Montag, 24.03.2014, Einlass: 19:00 Uhr

Die Blicke der Täter: Der Genozid an den Sinti und Roma im Spiegel von Fotoquellen

Vortrag von Frank Reuter

Bis heute werden historische „Zigeuner“-Fotos in TV-Dokumentationen oder zeitgeschichtlichen Ausstellungen eingesetzt, ohne dass ihre Entstehungsbedingungen und ihre Wirkungen auf den heutigen Betrachter hinreichend reflektiert würden. Dies gilt insbesondere für die Zeit des Nationalsozialismus. In seinem Vortrag setzt sich Frank Reuter, Historiker und langjähriger Mitarbeiter im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, mit diesem fotografischen Erbe kritisch auseinander. Dabei fragt er auch nach tief verwurzelten Traditionslinien des Sehens von „Zigeunern“ und dem Fortwirken stereotyper Wahrnehmungsmuster bis in die Gegenwart.

- veranstaltet von der Initiative „Geschichte vermitteln“ in Zusammenarbeit mit der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig und mit freundlicher Unterstützung von Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen -

siehe auch: geschichtev.ge.funpic.de, zwangsarbeit-in-leipzig.de


Donnerstag, 20.03.2014, Einlass: 09:30 Uhr

Fachtag: „Gemeinwesenarbeit im Wandel der Zeit – Die Rolle der Mobilen Jugendarbeit im Sozialraum“

Anmeldung ist erforderlich! Zum Programm und Anmeldung siehe Link

- Veranstaltung der Landesarbeitskreis Mobile Jugendarbeit Sachsen e.V. -

siehe auch: mja-sachsen.de/wp-content/uploads/2013/12/FT_GWA_LAK_MJA.pdf, mja-sachsen.de/termine/termin/fachtag-gemeinwesenarbeit-im-wandel-der-zeit-die-rolle-der-
Samstag, 15.03.2014, Einlass: 19:30 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

Podiumsdiskussion: Deutsche Dörfer: Comeback der 90er?

Antirassismus im Zeichen der Nazi- und Bürgerproteste gegen Flüchtlingsheime

Die Zahl rechtsextremer Angriffe auf Flüchtlingsheime hat sich 2013 im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt. Bürger protestieren gemeinsam mit Nazis gegen die Unterbringung von Asylsuchenden. Das erinnert an die neunziger Jahre. Gleichzeitig haben Flüchtlinge den Widerstand gegen das Migrationsregime mehr und mehr selbst in die Hand genommen und die Flüchtlingsabwehr hat sich an die europäischen Außengrenzen verlagert.
Wie geht die Linke mit dieser Situation um? Muss sich antirassistische Arbeit zuerst gegen den gesellschaftlichen Rassismus wenden oder gegen die staatliche Flüchtlingspolitik? Ist wieder klassische Antifa-Arbeit gefragt? Oder geht es jetzt darum, vor allem Flüchtlinge bei ihrem Kampf zu unterstützen?


Die Wochenzeitung „Jungle World“ diskutiert dies mit Jan-Georg Gerber, Felix Fiedler, Jennifer Stange und Daniel Steinmaier (Pro Asyl). Moderation: Ivo Bozic

Donnerstag, 13.03.2014, Einlass: 20:00 Uhr

Buchvorstellung: "Sprache-Macht-Rassismus"

Die in dem Band versammelten Beiträge fragen danach, welche Perspektiven und Ansätze die aktuelle Rassismus- und Kritische Weißseinsforschung für rassismuskritische Lehr- und Lebensräume bieten kann. Zugleich werden grundlegende Begrifflichkeiten sowie aktuelle Tendenzen der Rassismusforschung vorgestellt.
Der Band ist eine Zusammenfassung von Beiträgen der Tagung "Sprache-Macht-Rassismus", die im Mai 2013 in Fulda stattfand.

Die Referentin Magdalena Marsovszky (Kulturwissenschaftlerin, Ungarn/ Deutschland) wird Grundzüge der Publikation vorstellen und den Fokus auf die Antiziganismusforschung legen.


- veranstaltet von der amnesty international Stadtgruppe Leipzig & der Initiative Leipzig Korrektiv -

siehe auch: not-illegal.vereine-leipzig.org/index.php/buergerinitiative-leipzig-korrektiv.html, ai-leipzig.de/wiki
Mittwoch, 12.03.2014, Einlass: 19:00 Uhr

FÄLLT AUS!!!!!!!!!!!!!! NSU – Naziterror zwischen Aufklärung und Vertuschung

- veranstaltet von: Prisma Leipzig -



Dienstag, 11.03.2014, Einlass: 19:00 Uhr

Antifaschismus und linkspolitisches Judentum in Budapest

mit Miklós Rozsa (Zürich/Budapest)

In der gängigen Berichterstattung zu Ungarn und seiner politischen Entwicklung der vergangenen Jahre liegt der Fokus eindeutig auf der regressiven Staatspolitik der nationalkonservativen Fidesz-Partei und dem Stiefel- und Anzug-Faschismus von Jobbik sowie deren paramilitärische Organisationen. Diese Fixierung auf die autoritäre Offensive in Ungarn ist in mehrerlei Hinsicht problematisch: Einerseits wird so die Komplexität der gesellschaftlichen Entwicklung in Ungarn stark reduziert sowie die linke Opposition ausgeblendet. Andererseits wird das in der gesamten EU auftretende Phänomen vom Erstarken rechter Bewegungen, diskursiv ausgelagert und auf Ungarn projiziert. Ganz so, als sei es in Westeuropa völlig anders.

Deshalb haben wir den Aktivisten, Fotografen und Publizisten Miklós Rozsa aus Budapest eingeladen. Er ist seit Jahrzehnten in der radikalen Linken in der Schweiz aktiv und lebt seit einigen Jahren in Budapest, sodass er eine differenzierte Außen- wie Innenperspektive der dortigen Lage geben kann. In Budapest engagiert er sich in antifaschistischen Zusammenhängen und nimmt als undogmatischer Jude am pulsierenden Leben der jüdischen Community Budapests teil. Über diese beiden medial unterbelichteten Seiten wird er berichten und mit uns ins Gespräch kommen.

Die Idee zu dieser Veranstaltung entstand während einer Fahrt von Antifaschist_innen im vergangenen Jahr nach Ungarn. Die Gruppe beteiligte sich am “Internationalen Tag gegen Faschismus und Antisemitismus”, dem 09. November, an einer Gedenkdemonstration in der ungarischen Hauptstadt und nutzten diese Möglichkeit dazu, sich mit Aktivist_innen vor Ort auszutauschen und zu vernetzen.

- Eine Veranstaltung der AK Antifa Transsol -

siehe auch: antifatranssol.blogsport.eu
Mittwoch, 05.03.2014, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

»Moderne Ultras!?«

Zwischen Widersprüchen und Widerstand, zwischen Traditionsbewusstsein und Modernisierung.

Podiumsdiskussion mit:

Alex Feuerherdt (Autor, u.a. für Konkret und Jungle World, Blogbetreiber von »Lizas Welt«)
sowie VertreterInnen der Diablos Leutzsch, Ultras Gelsenkirchen und Heidi Thaler (aktiver Fußballfan, Frankfurt/Wien)

Die Zaunfahne »Gegen den modernen Fußball« ist ein Klassiker, der zum Repertoire der meisten Ultra-Szenen gehört. Sie symbolisiert schon seit Jahren die Wut und Abneigung gegen die Kommerzialisierung in den Stadien. Der berechtigte Widerspruch und Widerstand der Ultras gegen die immer stärke Reglementierung von Fans im Stadion durch klassische Repression (Stadionverbote, Überwachung, Polizei, Kontrollen) aber auch durch »softe« Regulierung (Spielzeiten, Eintrittspreise, Förderung von Familienfans usw.) bringt dabei nicht selten einen »antimodernen« Reflex mit sich. Gerne wird sich auf »früher« berufen, gerne auf die Zeiten, in denen die Fußballwelt noch scheinbar in Ordnung war.
Aber sind es nicht die Ultras selbst, die den Fußball gerade fit für den Markt machen? Auf der einen Seite nein: die Verweigerungshaltung der Szene gegenüber Staat, Ordnungsmacht und obrigkeitsstaatlicher Instanzen funktioniert besser als bei jeder anderen Jugendkultur. Hier wird Widerstand noch groß geschrieben und echt praktiziert. Richtige Vereinnahmung von Protest und »Dagegen-sein« scheint schwer möglich. Muss vielleicht gar die Kritik am jugendkulturellen Subversionsmodell – alles ist kulturindustriell nutzbar und vor allem vermarktbar– revidiert werden? Andererseits ja: Ultras machen den Fußball auch wahnsinnig attraktiv. Sie tragen zu einer Verjüngung des Publikums bei, machen das Stadion zum Erlebnis, kreieren zumeist Bilder des lebendigen Stadions. Sie haben definitiv die alte Hool- und Kutten-dominierte Fankultur der 80er und 90er Jahre begraben und schon durch ihre Existenz den Fußballs »modernisiert«. Allein optisch; coole Menschen mit schicken Sachen, vergleichsweise mehr Frauen, in der Regel mit liberalen und linken Einstellungen. Modern und auf der Höhe der Zeit eben.

Ziel der Veranstaltung soll nicht sein, die realen Probleme, die Eventisierung, die Verdrängungsprozesse und die Schwierigkeiten der vielen Traditionsvereine zu ignorieren oder kleinzureden. Es geht eher darum, eine (Selbst)Kritik an den aktuellen Missständen in der Ultra-Szene zu entwickeln, vielleicht sogar durchzusetzen. Eine Kritik, die ohne die ollen Ressentiments gegen Modernisierung und Verbesserung und ohne die Affekte der Verdrängung und der Verkürzung von gesellschaftlichen Problemlagen auskommt.


- Mit freundlicher Unterstützung der Kulturstiftung Sachsen - Ein Projekt von Conne Island, Fanprojekt Leipzig und Diablos Leutzsch. -

Samstag, 01.03.2014, Einlass: 18:00 Uhr, Beginn: 18:30 Uhr

FAQ: Conne Island

Um das Conne Island ranken sich seit nunmehr 23 Jahren Gerüchte, Vorurteile, Mythen und Wunschvorstellungen aller Art. Während der Eiskeller einerseits als die anstrengende, ständig mit erhobenem Zeigefinger agierende Speerspitze der linksradikalen Szene in Leipzig und darüber hinaus gilt, wird er andererseits nicht selten als reine Konzertbude und Technoschuppen mit dem ein oder anderen pseudopolitischen Feigenblatt wahrgenommen. Nie lässt sich die Außenwahrnehmung jedoch verallgemeinern. Je nach eigenem Anspruch beurteilen Gäste das Island mal als zu yuppiemäßig (kein Sterni), zu punkermäßig (patziges Personal), zu unpolitisch (Oi!) oder als zu polit-spießig (P.C.-Polizei). Doch nicht nur unter Gästen, dem politischen und kulturellen Umfeld und völlig Außenstehenden herrscht Uneinheit darüber, was dieser Laden eigentlich will und sein soll – auch die Interessen und Vorstellungen der MacherInnen sind sehr unterschiedlich.
Mit der Diskussionsveranstaltung „FAQ Conne Island“ möchten wir allen Interessierten die Möglichkeit bieten, Fragen zu stellen sowie Kritik und Ansprüche zu formulieren. Wir wollen Rede und Antwort stehen – egal ob ihr wissen wollt, wie es zu Bandabsagen kommt, warum das Bier 2,40 € kostet, warum man sich auf die Caféöffnungszeiten nicht verlassen kann, ob das Palituchverbot nicht längst überholt ist oder warum nach wie vor so wenige Frauen auf unserer Bühne stehen. Vielleicht interessiert euch auch, wie das Conne Island funktioniert und wie man eigene Vorstellungen umsetzen kann.
Da das montägliche Plenum scheinbar nur für sehr wenige KritikerInnen und Interessierte einen Anlaufpunkt darstellt, wir aber mit anonymen Anschuldigungen, Facebookkommentaren und Halbinformationen aus Stammtischgesprächen nur wenig anfangen können, soll die Diskussionsveranstaltung den Rahmen bieten, mal kein Blatt vor den Mund zu nehmen.
Kommt am 1.3. ins Conne Island und diskutiert mit uns!


- gefördert vom Fonds Soziokultur -

Donnerstag, 06.02.2014, Einlass: 19:30 Uhr

Lesung aus "Gedenken abschaffen!" zum Diskurs um den 13. Februar

„Gedenken abschaffen!“ fordert das Dresdner Autor_innenkollektiv Dissonanz und beschäftigt sich dabei mit einem Thema, das in Dresden nicht nur am 13. Februar umstritten ist: der Bombardierung der Stadt im Jahr 1945 und dem umstrittenen Diskurs zu Gedenken und Gedenkpolitik. Im Buch werden Mythen hinterfragt, Fakten erforscht und die nationalsozialistische Geschichte Dresdens benannt. Die Texte geben einen Überblick über Inhalte und Entwicklungen des Dresdner Gedenkens und liefern eine grundlegende Kritik an aktueller deutscher Gedenkpolitik.

Gedenken abschaffen! Kritik am Diskurs zur Bombardierung Dresdens 1945


siehe auch: verbrecherverlag.de/buch/698
Samstag, 25.01.2014, Einlass: 20:00 Uhr

»Als wir noch kein Internet hatten...«

Fanzine-Lesung

Conne Island im Exil – im »Sanatorium« (Bornaische Straße 48)

Als wir noch kein Internet hatten, schien die Wartezeit auf die neuesten Fanzines, die man wöchentlich in der Post hatte oder bei den Heimspielen und Treffen, manchmal auch am Kiosk ergattern konnte schier unendlich. Und auch heute noch wartet man auf manche Ausgaben voller Ungeduld um sich über peinliche Stories aufzuregen oder lustigen Anekdoten aus den Stadien der Welt aufzusaugen.

Infos, Infos, Infos! Nach kaum etwas lechzt die Fußballfanszene mehr als nach Informationen. Dabei ist es auch manchmal egal, ob es Unterschiede zwischen Mythen, Gerüchten, Geschichten oder Fakten gibt. Hauptsache ist, man kann darüber reden oder wird eben unterhalten. Dabei entstanden in etlichen Jahren – egal ob mit Schere und Leim zusammengebastelt und im Copyshop kopiert oder professionell layoutet und dann in die Druckerei geschickt – eine Vielzahl von »Machwerken« zwischen grandios und zweifelhaft. Ein paar davon werden an diesem Abend in passendem Ambiente im »Sanatorium« vorgestellt und von Schreibern, Machern und Lesern vorgelesen und kommentiert.


- Mit freundlicher Unterstützung der Kulturstiftung Sachsen. - Eine Diskussionsveranstaltung von Conne Island & Fanprojekt Leipzig -

Dienstag, 03.12.2013, Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr

Myths of Cascadia

Über die Synthese von anarchischen Archaismus und Black Metal, sowie die Ideologie des Ursprungs.

Vortrag und Diskussion mit Jacques Blum.

Seit seiner Entstehung in den späten 80ern ist der Black Metal programmatisch mythologisch. Musiker der skanidinavischen Bands Darkthrone, Burzum und Ulver beklagen den Verlust altheidnischer Religion und Lebensweise. Diese sei vom, oft verschwörungstheoretisch mit dem Judeochristentum identifizierten Kapitalismus zerstört worden. Wird nicht die völkische Identität des Wikingertums und seiner Kulte besungen, geht es im Subtext dennoch immer um eine ursprüngliche Authentizität die mit Naturhaftigkeit und archaischer Männlichkeit in enger Verbindung steht. Die musikalische Formsprache ist Ausdruck spätkapitalistischer Subjektivität und vom mythologischen Inhalt nicht zu trennen. Das ewig um sich selbst kreisende Riff, regrediert immer wieder auf seinen Ursprung und ist Nachahmung archaischer Zeit, die sich in der ewigen Wiederholung der Jahreszeiten, der zyklischen Wiedergeburt ohne Progress sich erschöpft. Black Metal Hörer und Musiker wollen dem immer qualitätsloser empfundenen Voranschreiten abstrakten Zeit, die den Takt der Arbeit schlägt und den als bedrohlich empfundenen gesellschaftlichen Wandlungen entkommen, indem sie die „Ewigen Wiederkunft des Gleichen“, das sich selbst Gleichbleiben in der Natur, zelebrieren und sich eins fühlen mit der verlorenen Heimat. Nun wird dem Cascadian Black Metal, der in den frühen Nullerjahren im Pacific North West der USA und den kanadischen Anreinern, eben in der Region Cascadia, entstandenen ist, bis tief in die Mainstreammedien hinein eine Emanzipation von den menschenfeindlichen Inhalten des traditionellen Black Metal nachgesagt. Tatsächlich setzten die Musiker der Kapellen Wolves in the Throne Room, Echtra oder Wilds Reprisal sich gegen Rassismus und Homophobie ein und dünken sich herrschaftskritisch, was, wenn man sich der mitunter neonazistischen Exzesse vieler Black Metal Formationen aus Europa erinnert, durchaus einen gewissen Wandel darstellt. Auch musikalisch tritt die Subszene über ein angestammtes Black Metal Repertoire hinaus. Elemente aus Black Gaze, Post Metal und Hardcore sind stark vertreten. Dennoch bilden diese Bands eine selbstproklamierte Gesinnungsfamilie und die musikalischen Grundzüge, die ihre Vorbilder (etwa Burzum) geliefert haben, bleiben bestehen. Was die Bands an Inhalten liefern, geht ideologisch auf den amerikanischen Anarcho-Primitivismus zurück, der ein Programm des Rewilderings vertritt, also die Rückführung des Menschen in eine vorzivilisatorische vermeintlich herrschaftsfreie Zeit. Das ist der Angelpunkt des Mythos im Cascadian Black Metal, der in Form und Inhalt eben Black Metal also mythologisch und reaktionär bleiben muss.

Donnerstag, 21.11.2013, Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr

ACHTUNG: Fällt wegen Erkrankung zweier Referent_innen leider aus!

»Kontroversen über Gesellschaftstheorie«
Diskussionsveranstaltung der Zeitschrift »PROKLA«


Am 21. November stellt die PROKLA – Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft im Conne Island ihr aktuelles Heft vor. AutorInnen und Redakteure diskutieren gesellschaftstheoretische Kontroversen im Anschluss an Marx. Vor allem geht es dabei um unterschiedliche aktualitätsbezogene Ansätze und Zeitdiagnosen: Welche Potentiale und Grenzen verspricht etwa der Begriff des »Fordismus« für eine kritische Gesellschaftsanalyse? In welchem Verhältnis stehen marxistische und intersektionale Ansätze zueinander? Und welche Perspektiven bieten solche Debatten für ein kapitalismuskritisches Verständnis der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise? Es diskutieren:

Dorothea Schmidt (Berlin)
Etienne Schneider (Wien)
Alex Demirovic (Frankfurt/Main)

Moderation: Christian Schmidt (Leipzig)

Die PROKLA publiziert seit 1971 zu Themen aus den Bereichen der Politischen Ökonomie, der Politik, Sozialgeschichte und Soziologie. Mehr Info zur PROKLA im Internet unter www.prokla.de

- Mit freundlicher Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V. -

Mittwoch, 13.11.2013, Einlass: 19:00 Uhr

Im Gespräch mit Volkmar Wölk zu Jürgen Elsässer und „Compact“

Für den 23. November lädt der Chefredakteur Jürgen Elsässer und das rechtspopulistische Magazin „Compact“ zur zweiten „Souveränitätskonferenz“ ins nahe gelegene Schkeuditz. Das Treffen rechtskonservativer aller Couleur befördert ein Bedrohungsszenario der Zerstörung traditioneller Familienbilder und völkischer Staatenbildung, und will den Erhalt eben dieser als Lösungsansätze verstanden wissen. Verschwörungstheorien und offen propagierter Antiamerikanismus gehören dabei zum guten Ton des sich selbstredend weder links noch rechts zuordnenden Blattes. Gerade Elsässer spiegelt augenscheinlich den Versuch einer gewünschten „Querfront“ und offenbart letztlich falsche Kapitalismuskritik par excellence. Einst in der radikalen Linken tätig, werden spätestens mit Beginn des Irak – Krieges offen rechte Positionen sichtbar und führen zum Bruch. Es folgen Publikationen, welche eine Stärkung des Nationalstaates befürworten und vor „anglo – amerikanischen Finanzkapital“ warnen. In gegenwärtig barbarischen Regime wie Iran oder jüngst in Ungarn findet Elsässer schließlich Auswege aus seiner völkisch gedeuteten Weltkonstellation.
Im Gespräch mit Volkmar Wölk und der anschließenden Diskussion soll der Werdegang Jürgen Elsässers beleuchtet und die politische Bedeutung des Blattes „Compact“ einführend dargestellt werden. Ebenso wird es Infos zu geplanten Gegenaktionen zur Konferenz geben.
Wölk ist freier Autor und schrieb u.a. bereits einige Artikel in „Der rechte Rand“ und „haGalil“ zu selbigen Thema.


- Eine Veranstaltung der Gruppe Antifa Klein Paris -

Dienstag, 22.10.2013, Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr

Georg Elser und das deutsche Partisanentum

Vortrag & Diskussion mit dem Referenten Matheus Hagedorny

Anders als etwa in Frankreich, Polen oder Italien bringt der Begriff des Partisanen in Deutschland vor allem das negative Bild einer hinterhältigen und ehrlosen Soldateska zum Ausdruck, ein Feindbild, das nicht zuletzt als Rechtfertigungsrahmen für den Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion diente. Umso erstaunlicher wirken vor diesem Hintergrund jene Nachkriegsschriften der deutschen Ideologen Ernst Jünger und Carl Schmitt, die mit den Figuren des Anarchen und des Partisanen den einsamen Kämpfer gegen die totalitären Anmaßungen von Staat und Technokratie in Stellung bringen. Was es mit diesen Denkfiguren auf sich hat, soll die Probe aufs Exempel erweisen: Was kommt heraus, wenn man versucht, den Hitlerattentäter Johann Georg Elser als Jüngers Anarchen oder Schmitts Partisanen zu denken?
- im Backstage -



Mittwoch, 16.10.2013, Einlass: 18:00 Uhr

Break Isolation

Statt über sie zu reden, haben wir Geflüchtete, die in Leipzig und Umgebung wohnen eingeladen. Sie werden uns von ihrer aktuellen Situation und auch von Problemen im Asylsystem berichten. Und wir werden von selbstorganisierten Refugees vom Oranienplatz in Berlin hören, wie es ist, sich gegen staatliche Ungleichbehandlung zu wehren und wie wir ihnen dabei helfen können.

- im Rahmen der Kritischen Einführungswochen an der Universität Leipzig -

siehe auch: kritischeunileipzig.blogsport.de
Freitag, 04.10.2013, Einlass: 19:00 Uhr

Music Of The Living Dead

Über die Angleichung von Leben und Tod im Brutal Death Metal

Vortrag und Diskussion mit Patrick Viol


Im Heavy Metal der 80er Jahre besingen Männer mit langen Haaren und schmierigen Lederkutten den dunklen Lord, er möge Ihnen einen Pakt anbieten, um den eigenen Tod besiegen und an seiner Allmacht partizipieren zu können – und das nicht selten im Falsett. Dem Teufel Frauen zu opfern, gilt als das bestialische Äquivalent, das zu erbringen die eisernen Männer sich willfährig bereit erklären.
Im Brutal Death Metal Mitte der 90er - der wohl krassesten, substilistischen Ausformung des Heavy Metals - gibt man sich oft mit Glatzen, düsteren Mienen und dicken, tätowierten Armen zwar männlicher als je zuvor, aber eben auch säkular und profan. Töten mit Hacken, chirurgischen Instrumenten und nicht zuletzt mit dem eigenen Genital setzt sich hier als Selbstzweck. Das Unwesen, welchem man sich hier anzuverwandeln versucht, ist das Kapital selbst nach der Seite seiner technischen Zusammensetzung: die maschinellen Produktionsmittel, das toten Kapital. Seinem blinden Voranschreiten gleich zu werden, darin feiert das männliche Subjekt des Brutal Death Metal einerseits seinen Sieg über seine sterbliche Natur. Am Instrument als Naturbeherrscher und als beherrschte Natur zugleich gerät es aber in einen Widerspruch mit sich selbst und zelebriert andererseits seinen eigenen Tod.
So erklingt im Brutal Death Metal sowohl stets eine Spannung zwischen Maschinellem und Organischem als auch der Versuch ihre Differenz zu tilgen. Dafür büßen, dass der Versuch misslingt, sich über das natürliche Leben zu erheben, muss: die Frau. Darin erweist man sich jeder Säkularisierung zum Trotz als traditionalistisch.
War der Zombie schon immer der Ausdruck dafür, dass sowohl Leben und Tod des Menschen nicht recht mehr sich unterscheiden lassen als auch für dessen blindes Weitermachen ohne Grund (denn der Zombie frisst nur um zu fressen, weil er nicht verhungern kann) so lässt sich Brutal Death Metal als die Musik von Untoten begreifen. Zur Behandlung dieser These wird sich im Vortrag vor allem auf die Analyse des musikalischen Materials bezogen. Neben einer musikgeschichtlichen Einordnung des Brutal Death Metal werden Szene-übliche Accessoires, Hörbeispiele und Videos präsentiert - und 'live' Gitarre gespielt.


- veranstaltet in Zusammenarbeit mit "Extrablatt – Zeitschrift aus Gründen gegen fast Alles" -

siehe auch: extrablatt-online.net
Mittwoch, 25.09.2013, Einlass: 20:00 Uhr

Audre Lorde und die Schwarze Frauenbewegung in Deutschland

Vortrag und Diskussion mit Peggy Piesche

Audre Lorde´s Einfluss auf die US-amerikanische Frauenbewegung, ihre aufrüttelnden Texte und ihr brillantes Beleuchten von Sexismus, Rassismus und Homophobie wurden Mitte der achtziger Jahre allmählich auch in der deutschen Frauenbewegung bekannt. Es gelang ihr tatsächlich in Deutschland Schweigen in Sprache und Handeln zu verwandeln.

Peggy Piesche wird den zu Audre Lorde´s zwanzigstem Todestag erschienenen Band "Euer Schweigen schützt euch nicht“ Audre Lorde und die Schwarze Frauenbewegung in Deutschland vorstellen und deren Texte in den Kontext von Audre Lordes Leben und Werk stellen. Der Band vereinigt bereits erschienene Texte Lordes mit Beiträgen, Interviews und Gedichten afrodeutscher Frauen. Kaleidoskopartig entsteht so die Geschichte der Schwarzen Frauenbewegung in Deutschland.

Peggy Piesche ist eine Schwarze deutsche Literatur- und Kulturwissenschaftlerin, geboren und aufgewachsen in der DDR. Sie publizierte zu Rassifizierungen und Schwarzen Images, Kolonialgeschichte und kollektiver Erinnerung. Piesche ist u.a. Herausgeberin von "Mythen, Masken und Subjekte. Kritische Weißseinsforschung in Deutschland". Sie unterrichtet German, Woman und Africana Studies am Hamilton College/NY, USA.

- Eine Kooperation mit der MONAliesA e.V. -

siehe auch: monaliesa.wordpress.com
Freitag, 07.06.2013, Einlass: 19:30 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

Phase 2 präsentiert "Samstag ist der neue Montag"

Über die gesellschaftliche Funktion von Drogen und Rausch

Ecstasy und Speed gehören zur heutigen Feierkultur wie LSD und Pilze zur Hippie-Bewegung der 1960er Jahre. Während aber der Konsum von LSD einen noch in eine „andere“ Welt befördern sollte, steht Speed vor allem für seine leistungssteigernde Wirkung; statt des Mottos „Turn on, tune in, drop out“ heißt es heute schlicht „drei Tage wach.“ Die Verschiebung des Drogenkonsums verweist auf veränderte gesellschaftliche Verhältnisse. Die Vorstellung einer anderen Welt wich dem affirmativen Verharren in den starren Strukturen des Spätkapitalismus. Längst werden Drogen nicht mehr nur zum Feiern sondern auch zum Arbeiten verwendet, die Grenze zwischen Drogen und Medikamenten verläuft dabei fließend. Es stellt sich die Frage, wieso die einen tabuisiert und kriminalisiert werden, während die anderen in Apotheken erhältlich sind. Auf der Veranstaltung der Phase 2 soll die Geschichte von Drogen, Rausch und Sucht in der Moderne näher erörtert und dabei über die gegenwärtige gesellschaftliche Funktion von Drogen und Medikamenten diskutiert werden.

ReferentInnen: Alexandra Schauer / Robert Feustel
- Eine Veranstaltung der Phase 2 -

Dienstag, 04.06.2013, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr

Roter Salon im Conne Island:

Sozialrevolte oder Aufstand der TäterInnen?

Positionen zum 17. Juni 1953 jenseits des öffentlichen Gedenkens


mit:

Cornelia Siebeck (Historikerin und Publizistin aus Berlin)
Bernd Gehrke (Publizist, Berlin)
Philipp Graf (Historiker, Leipzig)

moderiert vom Roten Salon

Der Aufstand des 17. Juni 1953, der sich 2013 zum 60. Mal jährt, war in seiner Deutung immer schon umkämpft. Während die SED-Führung die Erhebung ihrem imperialismustheoretischen Weltbild gemäß als einen vom Westen gesteuerten »faschistischen Putsch« bezeichnete, brachte die alte Bundesrepublik das Datum als Nationalfeiertag in Stellung, um die Unrechtmäßigkeit des SED-Regimes anzuprangern und an die uneingelöste deutsche Einheit zu erinnern. Seit 1989 ist zu dieser Erzählung hinzugetreten, den 17. Juni als Glied einer langen Kette demokratischer Erhebungen, mithin als Ausweis einer vermeintlich freiheitlichen Tradition der Deutschen zu inszenieren. Zwei Aspekte des 17. Juni kommen in dieser Erzählung freilich nicht vor: Zum einen unterschlägt die Deutung als freiheitliches Fanal die Reihe gewalttätiger Begleiterscheinungen wie Plünderungen, Brandstiftungen, physische Gewalt bis hin zu Fällen von Lynchjustiz seitens eines nicht unerheblichen Teils der Demonstrierenden, in denen sich deren Antikommunismus und Vernichtungsphantasien, der Wunsch nach Bereicherung wie auch eine allgemeine Verrohung infolge des Weltkriegs Bahn brachen, also so etwas wie das Gesicht des erst acht Jahre zurückliegenden Nationalsozialismus zum Vorschein kam. Zum anderen marginalisiert die Deutung als »Volksaufstand« den Ursprung der Erhebung in der Arbeiterschaft, der der Sinn weniger – wie heute suggeriert wird – nach deutscher Einheit stand, als vielmehr nach Kritik am autoritären Kurs der SED, nicht jedoch am Aufbau des Sozialismus als solchem. Die Veranstaltung des Roten Salon will sowohl beide verdrängte Aspekte des 17. Juni 1953 in den Blick nehmen als auch den Gründen für die Absenz beider Phänomene in der Geschichtspolitik der Berliner Republik nachgehen.

- unterstützt von der Wochenzeitung Jungle World und der Rosa-Luxemburg-Stiftung -

Dienstag, 28.05.2013, Einlass: 19:00 Uhr

Drugtails & Alkojoints - Alkohol und andere Drogen im Mischkonsum

Der Konsum von Alkohol beim Feiern, Party machen und Ausgehen ist heute ganz normal. Aber häufig kommen noch andere Drogen ins Spiel und schnell kann der Partyabend eine unerwartete Wende nehmen.
In dieser moderierten Informations- und Diskussionsrunde wollen wir Informationen zum Thema Alkohol & Mischkonsum geben und Fragen beantworten. Wir wollen mit Euch ins Gespräch kommen und gemeinsam Wege finden, wie Drogennotfälle vermieden werden können.

Referenten: Matthias Jensch (Projekt Drahtseil) und Daniel Graubaum (Drug Scouts)
Moderation: Henning Arndt (Drug Scouts)

- Kooperation des Projektes Drahtseil, des Vereins für Frauen, Familien und Jugend in Leipzig und der Drug Scouts im Rahmen der Aktionswoche "Alkohol? Weniger ist besser!" der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) -

siehe auch: drugscouts.de, zfi-leipzig.de/drahtseil.htm, neue-muenze.de, aktionswoche-alkohol.de, dhs.de
Donnerstag, 16.05.2013, Einlass: 19:00 Uhr

Zur Kritik der nationalen und transnationalen Migrationspolitik
Vortrag und Diskussion mit Dr. John Kannankulam (Uni Marburg)


Migration ist ein wesentlicher Bestandteil der kapitalistischen Produktionsweise und stellt diese vor immer neue Herausforderungen. An den europäischen Außengrenzen sterben Jahr für Jahr tausende Menschen, doch trotz massiver Abschottung gelingt vielen die Einreise in ein
Europa, das die Geflüchteten systematisch nach dem Grad ihrer Produktivität aussortiert und entrechtet.
Die europäische Integration hat eine Migrationspolitik hervorgebracht, welche klassische staatstheoretische Argumentationen vor neue Überlegungen stellt. Bedeutet diese doch die Herausbildung eines den Nationen überlagerndes Territoriums, einer transnationalen Bevölkerungsregulierung sowie die Verschiebung von Gewaltmonopol und Staatsbürgerschaft. Der Vortrag soll sich aus einer kritisch-materialistischen Perspektive mit diesen Entwicklungen auseinandersetzen und dabei auch auf die Fragen eingehen, welche Konsequenzen sich aus staatstheoretischer Sicht für eine emanzipatorische linke Praxis ergeben können.

Der Vortrag findet im Rahmen einer Veranstaltungsreihe zur 20. Jährung der Abschaffung des Asylrechts in Deutschland statt, die sich dem Zusammenhang von Rassismus, Migrationspolitik und Kapitalismus, aber auch der Kritik antirassistischer Theorie widmet.

Eine Veranstaltung von The Future Is Unwritten.




siehe auch: unwritten-future.org
Montag, 13.05.2013, Einlass: 20:00 Uhr

Kampf um Syrien – Berichte aus dem Bürgerkrieg

Eine Veranstaltung des Conne Island Newsflyers

Seit mehr als zwei Jahren findet in Syrien ein Bürgerkrieg statt, der bisher mehr als 70.000 Menschenleben gefordert hat. Während sich Diktator Baschar Al-Assad mit aller Gewalt an seine Macht klammert und sich die Staaten der westlichen Welt in politischer Passivität üben, verfolgen die bewaffneten Oppositionsgruppen keine einheitlichen Ziele für die Zeit nach Assad. Derweil die einen nach über 40 Jahren Gewaltherrschaft mehr Freiheit für ihr Land fordern, planen die anderen bereits die Errichtung eines Scharia-Staates. Doch der syrische Bürgerkrieg ist nicht nur ein Kampf um politische Vormacht; für die Bevölkerung ist es ein Kampf ums Überleben. Regierungstruppen bombardieren die Wohnhäuser von Zivilisten, die Lebensmittelpreise sind seit Ausbruch des Bürgerkrieges um bis zu 300 Prozent gestiegen und hunderttausende Menschen befinden sich auf der Flucht. Doch was können wir sicher über die Lage in Syrien sagen? Woher kommen die Nachrichten, die uns tagtäglich in den Medien erreichen? Zum Gespräch hat das CEE IEH zwei Fotografen und Blogger, Thomas Rassloff und Boris Niehaus, geladen, die sich in den vergangenen Monaten persönlich ein Bild von der Lage in Syrien gemacht haben. Sie berichten vom Alltag der Bevölkerung, die ihr Leben unter widrigsten Umständen organisieren muss. Zusammen mit unseren Gästen wollen wir fragen, wie sich dieser Alltag gestaltet. Darüber hinaus wollen wir diskutieren, in welche Richtung sich Syrien nach dem Fall des Assad-Regimes entwickeln könnte. Nicht zuletzt diskutieren wir mit Rassloff und Niehaus über die Notwendigkeit und die Grenzen journalistischer Arbeit in einem Krisengebiet.

Für das Podium verbindlich zugesagt haben bisher:

Thomas Rassloff ist Fotograf und arbeitete bereits in Afghanistan, Tunesien, Niger und den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens. Seine Bilder aus der nordsyrischen Metropole Aleppo gingen um die Welt und wurden in Jungle World, Spiegel und New York Times veröffentlicht.

Boris Niehaus – ebenfalls Fotograf – reiste im Winter 2012 erstmals ins syrische Aleppo. Seine Beiträge „Letters from Aleppo“ wurden beim Blog Nerdcore, dem Schweizer Magazin Reportagen
und dem Conne Island Newsflyer veröffentlicht.


Mittwoch, 17.04.2013, Einlass: 19:00 Uhr

Der Herrenwitz - Eine Nachlese zur Sexismus-Debatte

mit Nadine Lantzsch (Mädchenmannschaft e.V., Berlin)

Nach dem Artikel »Herrenwitze« im Stern war die Medienlandschaft in Deutschland kurz gespalten, weil entweder das Verhalten Brüderles verurteilt oder die Journalistin Himmelreich verunglimpft wurde. Die Wellen sind scheinbar wieder geglättet der Aufschrei betroffenen Frauen aus dem Bewusstsein verschwunden.

Was bleibt sind Fragen. Ging es in dieser Debatte wirklich nur um eine Abgrenzung zwischen Flirt und Erotik auf der einen und sexueller Anmache und Belästigung auf der anderen Seite? Ging es also bloß um Benimm und Geschmack oder um ein sich hartnäckig haltendes Machtgefälle zwischen Männern und Frauen?

Es wird geächzt und gestöhnt, bei diesem Thema. Die Geschlechterrollen haben sich in den letzten 30 Jahren fundamental geändert, heisst es immer wieder. Gleichstellung und einvernehmlicher Sex gelten (insbesondere in linken Kreisen) als selbstverständlich. Schlimmer noch: Die neuen »Schmerzmänner«, zu denen Feminismus und Sexismusdebatten die Kerle gemacht haben, seien derart gehemmt, unsicher, nervös, ängstlich, melancholisch und ratlos, dass eine Sexismusdiskussion, die entlang der Front zwischen Männern und Frauen verläuft, an der Realität vorbei rede.

Kachelmann wurde die zweifelhafte Ehre zuteil mit »Opfer-Abo« das Unwort 2012 geprägt zu haben. Er behauptet damit ein bizarres, genau umgekehrtes gesellschaftliches Machtverhältnis zwischen Männern und Frauen zu haben.

Wir sind verwirrt, brauchen ein Update und freuen uns auf

Nadine Lantzsch vom Mädchenmannschaft e.V. (mehrfach ausgezeichneter feministischer Blog) aus Berlin.


Dienstag, 09.04.2013, Einlass: 19:00 Uhr

Rechtsterrorismus – zwischen Aufklärung und Vertuschung

Mit Kerstin Köditz (DIE LINKE) Mitglied des NSU-Untersuchungsausschuss des Sächsischen Landtages.

Mobilisierungs-Veranstaltung für die Demo in München am 13.04.2013
- Bustickets zur Demo gibt's bei: el libro, Lazy Dog, Vleischerei -

siehe auch: nsuprozess.blogsport.de
Sonntag, 10.02.2013, Einlass: 18:00 Uhr

Tuvia Tenenbom liest aus „Allein unter Deutschen“

präsentiert von Rassismus tötet! Leipzig und dem Buchladen el libro

Tuvia Tenenbom, aufgewachsen als Sohn eines Rabbiners in Jerusalem, begibt sich auf Entdeckungsreise durch Deutschland: von Nord nach Süd, von Ost nach West, in die Stadt, aufs Land, in die Kirchen und in die Kneipen. Auf seiner Suche nach der deutschen Identität schreckt er vor keiner Begegnung zurück.

Er interviewt Helmut Schmidt, Giovanni di Lorenzo und Kai Diekmann, er ist zu Gast in einem rechtsradikalen Club, er begleitet linke Autonome auf Erste-Mai-Demonstrationen. Er beobachtet die „Biertrinkernation“ im
WM-Sommer 2010, er besucht Synagogen, die Konzentrationslager Dachau und Buchenwald, den Weltkirchentag. Er spricht mit Student_innen und Professor_innen, mit Banker_innen und Industriellen, mit Politiker_innen und Künstler_innen, mit Bürgermeister_innen und Schrebergartenbesitzer_innen, mit Wohnungslosen und Junkies. Quer durch alle gesellschaftlichen Schichten stellt er immer wieder die gleichen, drängenden Fragen: Wie ist es um den Nationalstolz der Deutschen bestellt? Wie gehen sie mit der deutschen Vergangenheit, wie mit dem Antisemitismus um? Wie reflektiert und kritisch sind sie dabei?

Am 10.02. macht Tuvia Tenenbom Halt im Conne Island und liest aus seinem sarkastisch, provokanten Reisebericht.


- unterstützt vom StudentInnenRat der Universität Leipzig -

siehe auch: rassismus-toetet-leipzig.org
Freitag, 16.11.2012, Einlass: 19:00 Uhr

Führerbart und Volkskörper oder ‚Hitler wie ihn keiner kennt‘

Ein Bilder-Vortrag mit Friedrich Tietjen
(HGB Leipzig)


Dienstag, 06.11.2012, Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr

Roter Salon im Conne Island präsentiert:

Schlacht um Algier (1966, Regie Gillo Pontecorvo)

Einführung zum Film und Diskussion mit Elfriede Müller (Historikerin, bbk Berlin)

siehe auch: de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_um_Algier
Donnerstag, 25.10.2012, Einlass: 20:00 Uhr

Schlapphut-Knarre-Hakenkreuz: Alles in bester Verfassung?

Notwendige Recherchen zum Verhältnis zwischen Nazis und bürgerlichem Staat

- Eine Veranstaltung organisiert von der Leipziger Antifa (LeA). -



Montag, 08.10.2012, Einlass: 10:00 Uhr

Firmenhymnen.com

Dreitägiger Workshop zu Geschichte und gesellschaftlichen Aktualität der Firmenhymne

u.a. mit Thomas Ebermann (Hamburg, Regisseur und Publizist)

8.10. bis 10.10.2012 im Conne Island, jeweils ab 10 Uhr

Zusammen dem Regisseur Thomas Ebermann und mit MitarbeiterInnen des Instituts für Kulturwissenschaften der Uni Leipzig gehen wir auf Entdeckungsreise durch die »Liste der Körperverletzungen« in Sachen Firmenhymnen. Die musikalische Reise führt unter anderem in die Werkshallen von VW, Opel und Mercedes, an die Supermarkt-Kassen von Kaufland, Kaiser’s und Edeka sowie in die Personalabteilungen von Henkel, Air Berlin und IBM und fragt ganz nebenbei danach, was eigentlich aus dem Arbeiterlied geworden ist. Der Workshop soll auch historische Ausgangspunkte klären. Auch wenn die Suche nach einem Ausgangspunkt des Phänomens sich als schwierig erweist, denn eine umfassende sozialhistorische Studie zur Geschichte, Bedeutung und Anwendung von Firmensongs und Firmenhymnen steht noch aus, wollen wir u.a. in der amerikanischen »Working Class« nach den Ursprüngen der Firmensongs suchen. Und es soll herausgefunden werden, welche naheliegenden Gründe für die Etablierung der Firmenhymnen-Kultur sprechen und welche gesellschaftlichen und ökonomischen Veränderungen diese Entwicklungen vielleicht forcieren. Als Beispiel könnte der Firmenhymnen-Hit »We together, all together« der weltweit in der Chemieproduktion tätigen Henkel KG dienen. Im Zentrum ihrer Hymne steht die Aufforderung zur »permanenten Innovation«: »Die Gedanken stehen nie still, wenn man Träume wahr machen will. An die Zukunft glauben wir, in jedem steckt ein Pionier. Wir sehen nach vorn, heute für morgen – Grenzenlos!« Diese Aufforderung zum lebenslangen Lernen«, die inzwischen hegemoniale gesellschaftliche Bedeutung erlangt hat, wurde bereits Ende der 1980er Jahre vom »Führungs- und Motivationstrainer« Hans Christian Altmann als eine der »Führungsaufgaben in der Zukunft« beschrieben: »Bei den Mitarbeitern für eine permanente Bereitschaft zum Wandel zu sorgen und als Führungskraft zu lernen, mit dem Widerstand gegen solche Veränderungen umgehen zu können«

Anmeldung verbindlich unter: info@conne-island.de oder 0341-3013038
- Mit Unterstützung der Kulturstiftung Sachsen und dem Kulturamt der Stadt Leipzig -

Mittwoch, 30.05.2012, Einlass: 19:30 Uhr

Mythos der Stadt

Diskussionsveranstaltung mit Roger Behrens zur Kritik der politischen Ökonomie der Stadt

Dienstag, 29.05.2012, Einlass: 19:30 Uhr

»Ihr dürft nicht mitspielen«

Referat und Diskussionsveranstaltung zu den (erinnerungs)politischen Debatten und zur historischen Entwicklung des israelischen Fußballs

Mit Alex Feuerherdt
(Buch-Autor und Publizist, u.a. für die Jüdische Allgemeine, Konkret, Tagesspiegel und Jungle World)

Bereits mit der Gründung des Israelischen Fußballverbandes (IFA) kurz nach der Staatswerdung Israels 1948 begann auch dessen Odyssee. Der Verband, der rein geographisch der Asiatischen Fußball-Konföderation angeschlossen sein müsste, und dies in einigen wenigen Jahren auch war, durchlebte in mehreren Jahrzehnten im internationalen Sportgeschehen eine Dauerkonfrontation. Boykotte, Spielabsagen, Angriffe und administrative Benachteiligungen gehörten zum Alltag, wenn sich israelische Fußballer auf internationaler Ebene messen wollten. Mal musste das Team aufgrund der politischen Großwetterlage seine Qualifikationen in der Europagruppe, mal in der Asien-, teilweise sogar in der Ozeaniengruppe austragen. Erst seit 1991 gehört das israelische Nationalteam offiziell zur Uefa und dürfen israelische Clubmannschaften im Europapokal mitmischen.
Die jahrelange sportliche Nichtanerkennung hat ihren Ursprung in erster Linie in der politischen Nicht-Achtung des Staates Israels und ist Teil eines breiten, internationalen anti-jüdischen und antizionistischen Ressentiments, das sich auch in der Sportwelt bahn bricht.
Alex Feuerherdt wird die Etappen des »Hin und Her« des israelischen Fußballs an vielen Beispielen skizzieren und dabei auch die scheinheilige und »unpolitische« Rolle der FIFA beleuchten. Die erinnerungspolitische Bedeutung der deutsch-israelischen Fußballbeziehungen und die Perspektive des neu-deutschen Fußballselbstbewußtseins soll dabei ebenso im Fokus stehen, wie die aktuelle Bedrohungssituation Israels durch das iranische Regime.

Die Veranstaltung gehört zum Rahmenprogramm rund um das Fußballländerspiel Deutschland-Israel am 31. Mai 2012 in der Leipziger Red-Bull-Arena.


Freitag, 25.05.2012, Einlass: 19:00 Uhr

Rosen für den Staatsanwalt (BRD 1959, Wolfgang Staudte)

- Eine Veranstaltung der Initiative "Geschichte vermitteln" -

siehe auch: geschichtev.ge.funpic.de
Donnerstag, 17.05.2012, Einlass: 19:30 Uhr

Infoveranstaltung zum Antifacamp in Dortmund


siehe auch: antifacamp.org
Samstag, 21.04.2012, Einlass: 19:30 Uhr, Beginn: 20:30 Uhr

"Auf, auf zum Kampf?"
Eine kritische Revue zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung anhand ihrer Lieder


Es singt live: Der Hausener Küchenchor
Gespräch mit Prof. Hartmut Fladt (Akademie der Künste Berlin/radioEins) und Bernd Gehrke (freier Autor/Berlin)

Aftershow Salooning mit DJ Eiko
- Mit freundlicher Unterstützung der RLS -

Dienstag, 13.03.2012, Einlass: 19:30 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

Die Leipziger Meuten - Jugendopposition im Nationalsozialismus

Buchvorstellung und Vortrag mit Sascha Lange

siehe auch: schulmuseum-leipzig.de/html/meuten.html, leipziger-meuten.de
Montag, 05.03.2012, Einlass: 19:00 Uhr

Divided We Stand?!
Die radikale Linke in der Krise


Podium und Diskussion
mit John Malamatimas und Referent/in von autonome antifa [f]

- Eine Veranstaltung von The Future Is Unwritten -

siehe auch: unwritten-future.org, march31.net
Donnerstag, 09.02.2012, Einlass: 19:00 Uhr

Mobilisierungs-Veranstaltung zu Demonstration »extrem_ist_in«

»Gegen das sächsische Demokrativerständnis und die Kriminalisierung von Antifaschismus« am 18.02.12 in Dresden
- Vortrag der Kampagne »Sachsens Demokratie« -

siehe auch: left-action.de/antifa, sachsens-demokratie.net


Donnerstag, 02.02.2012, Einlass: 19:30 Uhr

Protest - geht’s noch?
Zum Stand der Proteste gegen den Naziaufmarsch in Dresden


Podiumsdiskussion mit:

Mona Fries (Bündnis Dresden Nazifrei)
Martin Kaul (Journalist, taz)
Kristin Pietrzyk (Anwältin)
sowie einer/einem
VertreterIn der LEA (Leipziger Antifa)

»Aller guten Dinge sind drei« frohlockt der Aufruf des Bündnisses Dresden-Nazifrei. Zum dritten Mal soll in diesem Jahr Europas größter Nazi-Aufmarsch durch ein bundesweites, spektrenübergreifendes Bündnis verhindert werden.
Und das trotz einer bisher beispiellosen bundesweiten Repressionswelle gegen DemonstrantInnen und Initiatoren der Proteste, die im vergangenen Jahr in der so genannten »Handydaten-Affaire« ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte. In diesem Zusammenhang wurden auch mehrere Büros und Wohnungen durchsucht und bis heute laufen zahlreiche Ermittlungen wegen angeblichen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz, Landfriedensbrüchen und aufgrund des Verdachts der »Bildung einer kriminellen Vereinigung«. Der Preis den DemonstrantInnen zahlen ist hoch: Sie werden systematisch polizeilich verfolgt, müssen die Verletzung von Persönlichkeitsrechten und mitunter empfindliche Strafen für die Blockade des Naziaufmarschs in Kauf nehmen.
Was in weiten Teilen der Öffentlichkeit als Erfolg der Zivilgesellschaft gegen Nazis gefeiert wurde, ist den sächsischen Sicherheitsbehörden jedoch ein Dorn im Auge. Polizei und Nachrichtendienste, eine Allianz aus CDU, FDP und NPD und die Dresdner BügerInnen sind sich indes weitgehend einig. Laut einer Umfrage aus 2011 sehen die DresdnerInnen in den Protesten ein größeres Übel als im Nazi-Aufmarsch selbst. Polizei und Justiz verfolgen akribisch den militanten Antifaschismus und die Blockade-Teilnehmer von Neonaziaufmärschen als »Straftat von erheblicher Bedeutung«. Und Innenminister Ulbig polemisiert anlässlich eines Blockade-Trainings für den kommenden Februar in der BILD-Zeitung »Mit dieser Aktion zeigen die Leute von ›dresden nazifrei‹ ihr wahres Gesicht. Das sind keine friedlichen Demonstranten. Sie wollen Gewalt.«
Ist es angesichts dieser Umstände nicht ratsam, Dresden endlich sich selbst und den Nazis zu überlassen? Oder ist es gerade wichtig, auch dieses Jahr wieder in Dresden nicht nur gegen den Nazi-Aufmarsch, sondern auch für Verteidigung der Versammlungsfreiheit und Grundrechten zivilen Ungehorsam auf die Straße zu tragen? Das Podium möchte u.a diese Fragen mit Euch diskutieren.



Dienstag, 31.01.2012, Einlass: 19:00 Uhr

Disneyland des Unperfekten:
Diskussionsveranstaltung zu Prozessen der Stadtentwicklung und Verdrängung


Romy Zischner (Referentin, Uni Leipzig, Institut für Geografie/Wirtschaftsgeografie)
Andrej Holm (Referent, Humboldt-Uni Berlin, Institut für Sozialwissenschaften/Stadtsoziologie)
Christian Schneider (Moderation, Conne Island)

siehe auch: gentrificationblog.wordpress.com
Mittwoch, 07.12.2011, Einlass: 19:00 Uhr

Drugchecking - ein sinnvolles Instrument zur Risikominimierung beim Drogengebrauch?

Referentin: Silke Buth, Vorständin Drugchecking-Initiative Berlin-Brandenburg
- Eine Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe "Drogen und Gesellschaft" vom 10.11.-14.12.2011 zum 15jährigen Jubiläum der Drug Scouts -

siehe auch: drugscouts.de
Dienstag, 22.11.2011, Einlass: 19:00 Uhr

Das Ende der Konspirativität?

Sächsische Datensammelwut und
Konsequenzen für die linke Praxis

Vortrag und Diskussion mit Alex Heidenreich
- Im Rahmen der Antirepressionsreihe "Alle unter Verdacht. Sachsen außer Kontrolle" der Roten Hilfe Leipzig -

siehe auch: rote-hilfe.de


Donnerstag, 13.10.2011, Einlass: 19:30 Uhr

Kapitalismus abschaffen? Aber wie!

Podiumsdiskussion mit TeilnehmerInnen von Euromayday (Hamburg) und TOP (Berlin)

siehe auch: left-action.de/suche.php?w=Termin&Datum=13.10.2011, top-berlin.net
Donnerstag, 29.09.2011, Einlass: 19:00 Uhr

20 Jahre Nebenwiderspruch – Die Linke und der Feminismus.

Diskussion mit Vertreter_innen vom AFBL und von Lea (Leipziger Antifa)

Warum wird das Thema Feminismus in weiten Teilen der Linken nach wie vor mit spitzen Fingern angefasst? Dieser Frage werden wir auf der Veranstaltung nachgehen, denn die üblichen Reaktionsweisen von Wortlosigkeit bis Polemik auf antisexistische und feministische Texte und Interventionen zeigen etwas sehr deutlich: es wird Zeit, dass die ganze Sache mal auf den Tisch kommt. Nicht jedoch als ein Vortrag von Expert_innen, die sich auf dem Podium versammeln, sondern als Gespräch. Anhand mehrerer Fragekomplexe beleuchten der AFBL und LeA den Stellenwert feministischer Politik in der eigenen Gesellschaftskritik, geben Einschätzungen zum Status Quo des Feminismus in der (Leipziger) Linken und diskutieren die Präsenz von Antifeminismus, um der allgemeinen Sprachlosigkeit etwas entgegenzusetzen.
- Eine Veranstaltung vom AFBL (Antifaschistischer Frauenblock Leipzig) -

siehe auch: left-action.de/afb


Freitag, 23.09.2011, Einlass: 18:30 Uhr

9/11 und die Linke

Diskussionsveranstaltung mit Claudia Dantschke (freie Journalistin und Mitarbeiterin des Zentrums Demokratische Kultur in Berlin)

Im September diesen Jahres jähren sich die Anschläge auf New York und Washington zum zehnten Mal. 9/11 markiert einen tiefen Einschnitt für die Weltpolitik. Auch in der Linken führte die Frage, wie der Islam, Antisemitismus und der »Krieg gegen den Terror« zu bewerten sind, zu heftigen Diskussionen, die sich bis in die Gegenwart ziehen.
Dass islamistisch motivierter Terror immer noch und auch hierzulande eine reale Bedrohung darstellt, zeigte nicht zuletzt der blutige Anschlag auf amerikanische Soldaten am Frankfurter Flughafen im März diesen Jahres oder die kürzliche Festnahme von Terrorverdächtigen in Berlin. Zusammen mit Claudia Dantschke wollen wir der Frage nach der Entwicklung des politischen Islam in Deutschland nachgehen. Wie hat er sich nach dem 11. September ausdifferenziert, welche politischen und ideologischen Einflüsse spielen eine Rolle und wie hat sich die hiesige Linke dazu verhalten.

- Eine Veranstaltung vom Conne Island und Phase 2 – Zeitschrift gegen die Realität. Unterstützt vom linxxnet. -



Mittwoch, 21.09.2011, Einlass: 19:00 Uhr

Wenn der Kapitalismus ein Mädchen wäre?

mit Christiane Ketteler und Magnus Klaue

Die Rezeption des Pamphlets »Grundbausteine einer Theorie des Jungen-Mädchens« der Gruppe tiqqun folgte in Deutschland auf die Begeisterung für den »Kommenden Aufstand«, der tatsächlich gut ein Jahrzehnt später erschienen ist. 2009 hat der »philologische Arm« der tiqqun-Gruppe das »Jungen-Mädchen« für den Merve Verlag übersetzt. Die Figur des »Jungen-Mädchens« (Jeune-Fille) wird darin als Ausdruck einer prototypischen »Lebensform« des Spätkapitalismus vorgestellt, als ein blind der Affirmation hingegebenes, androgynes Wesen. Wer oder was ist dieses »Jungen-Mädchen«? Weshalb fordert tiqqun dessen »Zerstörung«, und was genau soll in ihm zerstört werden? Wir werden tiqquns Angriffe auf das »Jungen-Mädchen« in den Zusammenhang der Ikonographie der »Neuen Frau« in den zwanziger Jahren und des damaligen Amerikanismuskults stellen, in dem die Identifikation der »neuen«, ökonomisch und sexuell selbständigen Frau mit der Ware, dem Geld oder dem Kapital bereits gängig gewesen ist. Da die »Grundbausteine« rhapsodisch und fragmentarisch daherkommen, konzentrieren wir uns auf einige zentrale Thesen, um zu fragen, welche geschlechterpolitischen Konsequenzen sich daraus ergeben und wie diese zu beurteilen sind.
- Eine Veranstaltung der Phase 2 - Zeitschrift gegen die Realität -



Dienstag, 13.09.2011, Einlass: 19:00 Uhr

Der klerikale Panzer-General und sein Trupp

Die braunen Seilschaften Joseph Ratzingers und der katholischen Kirche.
Referent_innen: North-East Antifascists [NEA]

siehe auch: nea.antifa.de/notwelcome
Dienstag, 06.09.2011, Einlass: 20:00 Uhr

20 Jahre Conne Island

Film und Vortrag: Der nackte Mann auf dem Sportplatz (DDR 1973, Konrad Wolf)

Im Mittelpunkt von Konrad Wolfs Film aus dem Jahr 1973 stehen der Bildhauer Kemmel, seine Kunst, sein Nachdenken über die Geschichte und die Bedeutung von Kunst für die Gegenwart. Schwerpunkt des Einführungsreferates von Tobias Ebbrecht ist das Massaker von Babij Jar, Ukraine, bei dem am 29./30. September 1941 mehr als 33.000 Jüdinnen und Juden durch Angehörige von SS und Wehrmacht ermordet wurden.

- Eine Veranstaltung in Kooperation mit »Geschichte vermitteln« und der Cinematheque -



Dienstag, 16.08.2011, Einlass: 19:00 Uhr

"Turn left, smash Völki"

Infoveranstaltung zu den Antifa-Aktivitäten gegen die Nazi-Kundgebung am 20.8.


siehe auch: 20augustle.blogsport.de
Dienstag, 09.08.2011, Einlass: 20:00 Uhr

2cl Sommerkino

Geh und sieh (UdSSR, Mosfilm und Belarusfilm 1985)

Im Saal

Anlässlich des 70. Jahrestags des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 zeigt die Initiative "Geschichte vermitteln" des Conne Island in Zusammenarbeit mit der Cinémathèque Leipzig e.V. den Film "Geh und sieh". In einem Einführungsreferat wird auf die Hintergründe des rasseideologischen Raub- und Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion eingegangen.

20:00 Uhr Einführungsreferat
21:30 Uhr Film

- Die Veranstaltung wird von der Rosa-Luxemburg-Stiftung unterstützt. -

siehe auch: conne-island.de/sommerkino2011.html, cinematheque-leipzig.de, de.wikipedia.org/wiki/Komm_und_sieh
Dienstag, 07.06.2011, Einlass: 19:30 Uhr

Erlaubt ist, was nicht stört

Politisches Handeln in der Demokratie
mit Robert Feustel

- Eine Diskussionsveranstaltung von und mit der Initiative gegen Extremismusbegriff/INEX -

siehe auch: inex.blogsport.de
Mittwoch, 25.05.2011, Einlass: 19:00 Uhr

Die Idee des Kommunismus

Mit Roger Behrens

siehe auch: mayday2011.blogsport.eu/veranstaltungsreihe
Dienstag, 17.05.2011, Einlass: 19:00 Uhr

Queer Feminismus trifft Kapitalismuskritik

Altes und Neues zum Thema Ökonomiekritik und Geschlecht.

Eine Veranstaltung mit Vertreterinnen des AFBL (Antifaschistischer Frauenblock Leipzig)

siehe auch: mayday2011.blogsport.eu/veranstaltungsreihe, left-action.de/afb


Mittwoch, 27.04.2011, Einlass: 19:00 Uhr

Mobilisierungsveranstaltung zum Naziaufmarsch am 1. Mai in Halle

Info- und Mobilisierungsveranstaltung der Leipziger Antifa (LeA) und Vertreterinnen der Antifaschistischen Gruppen aus Halle zum 1. Mai in Halle

siehe auch: nonazisinhalle.tk
Dienstag, 05.04.2011, Einlass: 19:00 Uhr

The future is unwritten

Auftaktveranstaltung der Kampagne des 1. Mai Bündnisses 2011

siehe auch: mayday2011.blogsport.eu
Donnerstag, 17.03.2011, Einlass: 19:30 Uhr

Die Wochenzeitung Jungle World präsentiert:

Freiheit auf Arabisch
Der Aufstand ist gekommen: Sind die Revolten in Ägypten und Tunesien der Anfang einer neuen Weltordnung?

Es diskutieren: Stefan Frank (Autor für Konkret und Jungle World), Hannah Wettig (Arabistin, Sozialwissenschaftlerin), Thomas von der Osten-Sacken und Bernd Beier. Moderation: Ivo Bozic

- Unterstützt von Disko e.V. -

siehe auch: jungle-world.com


Mittwoch, 02.02.2011, Einlass: 19:00 Uhr

Mobilisierungsveranstaltung gegen die Naziaufmärsche in Dresden

Wie auch in den letzten Jahren wird am 13. Februar 2011 in Dresden ein städtischer Gedenkmarathon anlässlich des Jahrestags der Bombardierung der Stadt stattfinden. Das Trauerspiel mit Geschichtsrevisionismus wird dieses Jahr darüber hinaus von zwei Naziaufmärschen am 13. Februar und am 19. Februar 2011 begleitet.

In der Mobilisierungsveranstaltung soll es zum einen um die Hintergründe des 13. Februars gehen und zum anderen soll erläutert werden, welche Aktionen in diesem Jahr anlässlich des Jahrestages der Bombardierung Dresdens geplant sind.

- Eine Veranstaltung der Leipziger Antifa (LeA) -

siehe auch: venceremos.sytes.net
Freitag, 28.01.2011, Einlass: 19:30 Uhr

Zur Kritik des linken Antifeminismus

Die Veranstaltung muss wegen Erkrankung einer Referentin auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.

siehe auch: left-action.de/afb
Donnerstag, 16.12.2010, Einlass: 20:00 Uhr

Punktsieg für den Antirassismus oder Reproduktion rassistischer Ausgrenzung?

Die Sarrazin-Debatte als Spiegelbild deutscher Zustände zwischen Liberalisierung und Ressentiment

Diskussionsveranstaltung von INEX mit Andrea (alias, Dresden) und Lothar Galow-Bergemann / Markus Mersault (Emanzipation und Frieden, Stuttgart)

siehe auch: inex.blogsport.de
Mittwoch, 01.12.2010, Einlass: 19:00 Uhr

Kritik und Ressentiment - Zum Stand der Debatte um den Islam

- Eine Veranstaltung der Phase 2 mit dem Antifaschistischen Frauenblock Leipzig (AFBL) und dem Antisexismusbündnis Berlin (ASBB) -

siehe auch: phase2.nadir.org, left-action.de/afb, asbb.blogsport.de
Dienstag, 23.11.2010, Einlass: 19:30 Uhr

Das Ende des Kommunismus

Podiumsdiskussion mit Alex Demirovic, der Gruppe Paeris und der Initiative gegen jeden Extremismusbegriff (INEX)
Alex Demirovic ist u.a. Redakteur der Zeitschrift Prokla. Von ihm und anderen erschien zuletzt beim Verlag Westfaelisches Dampfboot "Das Subjekt - zwischen Krise und Emanzipation". Die Gruppe Paeris aus Berlin setzt sich mit den Einwaenden gegen die positive Beschaeftigung mit Kommunismus auseinander und versucht, diese zu widerlegen. Die INEX diskutiert seit laengerer Zeit zu Realsozialismus, Stalinismus und Totalitarismustheorien.
- Im Rahmen der Reihe "Das Ende des Kommunismus". Veranstaltungsreihe der Gruppe INEX zur linken Kritik am Stalinismus. Mit freundlicher Unterstuetzung des StudentInnenrates der Universitaet Leipzig und der Rosa Luxemburg Stiftung -

siehe auch: inex.blogsport.de
Mittwoch, 17.11.2010, Einlass: 19:30 Uhr

Von der Revolution der Geschlechterordnung zum Mütterchen Russland

Diskussionsveranstaltung mit Bini Adamczak (Autorin zu Themen des Kommunismus und queerer Sexualitaet. Von ihr erschien u.a. beim Unrast Verlag "Gestern, Morgen - Ueber die Einsamkeit kommunistischer Gespenster und die Rekonstruktion der Zukunft")

- Im Rahmen der Reihe "Das Ende des Kommunismus". Veranstaltungsreihe der Gruppe INEX zur linken Kritik am Stalinismus. Mit freundlicher Unterstuetzung des StudentInnenrates der Universitaet Leipzig und der Rosa Luxemburg Stiftung -

siehe auch: inex.blogsport.de
Mittwoch, 20.10.2010, Einlass: 20:00 Uhr

Ungarns konservative Revolution

Vortrag mit Magdalena Marsovszky
- Eine Veranstaltung der Leipziger Antifagruppe (LeA) -

siehe auch: left-action.de/suche.php?w=Termin&Datum=20.10.2010


Mittwoch, 13.10.2010, Einlass: 19:00 Uhr

Infoveranstaltung gegen die Naziaufmärsche am 16.10. in Leipzig


siehe auch: 1610.blogsport.de
Montag, 11.10.2010, Einlass: 19:30 Uhr

Die Befreiung von der Knechtschaft?

Diskussionsveranstaltung mit Diethart Behrens
- Im Rahmen der Reihe "Das Ende des Kommunismus". Veranstaltungsreihe der Gruppe INEX zur linken Kritik am Stalinismus. Mit freundlicher Unterstuetzung des StudentInnenrates der Universitaet Leipzig und der Rosa Luxemburg Stiftung -

siehe auch: inex.blogsport.de


Mittwoch, 06.10.2010, Einlass: 19:30 Uhr

Was mit Unku geschah – Das kurze Leben der Erna Lauenburger / Nicht wiedergekommen

Zwei Filme über die Verfolgung und Ermordung der Sinti und Roma im Nationalsozialismus.

Filmvorführung und Gespräch mit Jana Müller (Alternatives Jugendzentrum Dessau) und Siegfried Franz (Niedersächsischer Verband Deutscher Sinti e.V.)
- Eine Veranstaltung der Initiative "Geschichte vermitteln" -

siehe auch: geschichtsbilder.tk, left-action.de/suche.php?w=Termin&Datum=06.10.2010


Dienstag, 28.09.2010, Einlass: 19:30 Uhr

Kein Tag für die Nation - Kein Tag für Deutschland

Mobilisierungsveranstaltung zur Demonstration am 2. Oktober in Bremen.

- Eine Veranstaltung des Aktionskreises "Leipzig goes Bremen" -

siehe auch: legoesbremen.blogsport.de, bremen310.hopto.org


Montag, 20.09.2010, Einlass: 20:00 Uhr

Die "Anpassungsunwilligen" - Soziale Exklusion, Alltagsrassismus und rassistische Pogrome

Aktuelle Situation der Roma in Tschechien und Ungarn mit Miroslav Bohdálek (Kulturbüro Sachsen e.V.)
- Eine Veranstaltung der Initiative "Geschichte vermitteln" -

siehe auch: geschichtsbilder.tk, left-action.de/suche.php?w=Termin&Datum=20.09.2010
Donnerstag, 09.09.2010, Einlass: 19:00 Uhr

Das Geschlecht des Situationismus

transcending gender by abolishing the spectacle?

Veranstaltet von Outside the box mit Zwi Negator und Tagediebin vom AutorInnenkollektiv BBZN.
- Eine Veranstaltung im Rahmen von Amplify! gefördert vom Fonds Soziokultur -

siehe auch: amplify.conne-island.de, outside.blogsport.de


Mittwoch, 25.08.2010, Einlass: 19:00 Uhr

Solidarität mit Israel - Gegen Islamismus und Antisemitismus

Am 4. September 2010 demonstrieren in Berlin Islamist_Innen, Neonazis und antizionistische Linke für die „Befreiung Jerusalems“, also für die Zerschlagung des jüdischen Staates Israel. Die Berliner Demonstration ist Teil des internationalen „Al-Quds-Tages“, a...n dem das iranische Mullahregime seinen reaktionären Kulturkampf in die Welt trägt.
In diesem Jahr ruft ein Bündnis antifaschistischer Gruppen auf, der gruseligen Propagandashow entgegenzutreten. Mit einer Demonstraton am 4. September wollen wir gegen jeden Antisemitismus, auch gegen den islamistischen, Einspruch erheben.

Die Mobilisierungsveranstaltung wird sich inhaltlich mit dem „Al-Quds-Tag“, dem Iran und dessen Antisemitismus als staatstragende Ideologie auseinandersetzen. Als Abschluß soll die Situation in Berlin getrachtet und Gegenaktionen vorgestellt werden.

Weitere Infos auf: http://noalquds.blogsport.de/

LeA (Leipziger Antifa)


Donnerstag, 22.07.2010, Einlass: 20:00 Uhr

2cl Sommerkino und CEE IEH live

Fritz Bauer - Tod auf Raten
Ilona Ziok, BRD 2010, Dok, 110 min

20:00 Diskussionsveranstaltung zum Film mit Jens Hoffmann (Konkret-Autor und Autor des Buches »Das kann man nicht erzählen«)
21:30 Film

Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung im Saal statt
- Gefördert im Rahmen der LAP Leipzig und des Bundesprogramms Vielfalt tut gut -

siehe auch: conne-island.de/sommerkino.html, cinematheque-leipzig.de, fritz-bauer-film.de
Montag, 05.07.2010, Einlass: 19:30 Uhr

Theorie und Bewegung – Queere Herrschaftskritik und politische Interventionen

Referent: Volker Woltersdorff alias Lore Logorrhöe, Kulturwissenschaftler
- Eine Veranstaltung vom afbl in der Reihe "In Bewegung - Know your feminist history" -

siehe auch: afbl.tk, amplify.conne-island.de
Donnerstag, 01.07.2010, Einlass: 20:00 Uhr

Haare auf Krawall

Diskussionsveranstaltung mit
Connie Mareth (Mitherausgeberin »Haare auf Krawall - Jugendsubkultur in Leipzig 1980-91«)
Bernd Stracke (ehemaliger Sänger von »Wutanfall« und »L'Attentat«)
und Uli Schuster (Moderation)

siehe auch: cvb.de/Verlag/regionalia.html#haare
Donnerstag, 03.06.2010, Einlass: 19:30 Uhr

„Die Frauenfrage ist gelöst!“ - Rollenbilder und Emanzipationsbegriff von Frauen in der DDR

Podiumsgespräch mit
Karin Dauenheimer (Diplom-Theologin, Künstlerin, damals AK Homosexualität in der ev. Kirche, AK Feministische Theologie)
Annegret Schüle (Historikerin mit Schwerpunkt Frauen als Werktätige in der DDR)
Birgit Bütow (Soziologin mit dem Schwerpunkt Frauen- und Mädchenarbeit)
Monique Förster (Leiterin Kunsthaus Erfurt, Mitbegründerin der Künstlerinnengruppe ExterraXX)
- Eine Veranstaltung vom afbl in der Reihe "In Bewegung - Know your feminist history" -

siehe auch: afbl.tk
Dienstag, 11.05.2010, Einlass: 19:30 Uhr

Die Erste Frauenbewegung – antimoderne Moderne?

Referentin: Anna Pollmann, Kulturwissenschaftlerin

Die Erste Frauenbewegung kann einerseits als Ausdruck der Moderne verstanden werden, andererseits trägt sie auch antimoderne Züge, die sich besonders in der Auseinandersetzung mit dem Arbeitsbegriff, antisemitischen Stereotypen und Rassedenken zeigen. Ihre GegnerInnen sahen die Frauenbewegung oft als Untergang für die bestehende Kultur an und setzten z.B. jüdische Emanzipation mit der von Frauen gleich, um sie als jüdisches Machwerk zu diffamieren. Die Veranstaltung zeigt moderne wie antimoderne Inhalte der Ersten Frauenbewegung auf und diskutiert, welche Themen die Frauen beschäftigten, wie sie sich zusammenschlossen und welche Konflikte innerhalb der unterschiedlichen Organisationen existierten.

Gefördert durch Amplify! und dem Fond Soziokultur

- Eine Veranstaltung vom afbl in der Reihe "In Bewegung - Know your feminist history" -

siehe auch: afbl.tk


Dienstag, 09.02.2010, Einlass: 19:00 Uhr

Deutsche TäterInnen sind keine Opfer

Infoveranstaltung zum 13. Februar 2010 in Dresden
- Eine Veranstaltung der Leipziger Antifagruppe (LeA) -

siehe auch: left-action.de/suche.php?w=Termin&organisierende_Gruppe=LeA&aktuell=Ja


Dienstag, 26.01.2010, Einlass: 19:00 Uhr

Nazistrukturen in und um Delitzsch

Infoveranstaltung der Gruppe "Anna und Arthur [im Hinterland]"

siehe auch: annaundarthur.blogsport.de
Samstag, 23.01.2010, Einlass: 10:00 Uhr

6. Antifaschistischer Ratschlag Sachsen


siehe auch: antifaschistischer-ratschlag.de
Mittwoch, 06.01.2010, Einlass: 19:00 Uhr

Geht national auch normal?

Buchvorstellung und Diskussion mit der »Projektgruppe Nationalismuskritik« (Frankfurt/Main) und INEX (Leipzig)

siehe auch: normalitaetseuphorie.blogsport.de, dampfboot-verlag.de/buecher/779-9.html, inex.blogsport.de


Montag, 14.12.2009, Einlass: 19:30 Uhr

Wer war Michl Pössinger?

Zur Kampagne gegen das Traditionstreffen der Gebirgsjäger in Mittenwald.
Diskussions-Veranstaltung mit Markus Mohr (AK Angreifbare Traditionspflege)
- Im Rahmen der Ausstellung "Partigiani" durch die Initiative "Geschichte vermitteln" -

siehe auch: geschichtsbilder.tk, mittenwald.blogsport.de, partigiani.de
Dienstag, 06.10.2009, Einlass: 19:30 Uhr

Still not lovin’ Germany

Podiumsdiskussion mit dem AK 2009 Leipzig und der Berliner Gruppe Theorie, Organisation und Praxis (TOP)

siehe auch: antide2009.blogsport.de
Dienstag, 22.09.2009, Einlass: 19:30 Uhr

Was war die DDR? Zur Kritik an der realsozialistischen Gesellschaft

Vorträge und Podiumsdiskussion mit Renate Hürtgen (Historikerin, Berlin), angefragt: Regina Bittner (Stiftung Bauhaus Dessau)
- Eine Veranstaltung der Initiative gegen jeden Extremismusbegriff (INEX) -

siehe auch: antide2009.blogsport.de/dates
Mittwoch, 09.09.2009, Einlass: 19:30 Uhr

»Nie wieder Deutschland«. Über Geschichte und Gegenwart der antinationalen Linken

Vortrag und Diskussion mit Thomas Ebermann
- Eine Veranstaltung der Initiative gegen jeden Extremismusbegriff (INEX) -

siehe auch: antide2009.blogsport.de/dates
Sonntag, 06.09.2009, Einlass: 16:00 Uhr

Die radikale Linke und die »Wiedervereinigung«

Podiumsdikussion mit Connie Mareth (aktiv in der DDR-Punkszene in Leipzig, Herausgeberin von »Haare auf Krawall«), Torsten Hahnel (aktiv in der DDR-Punkszene in Halle, heute Miteinander e.V.), Ted Gaier (Goldene Zitronen, mit den Wohlfahrtsauschüssen 1993 in Leipzig)
angefragt: Roberto Ohrt (Hrsg. »Das große Spiel. Die Situationisten zwischen Politik und Kunst«, mit den Wohlfahrtsauschüssen 1993 in Leipzig)
- Eine Veranstaltung der Leipziger Antifa (LeA) -

siehe auch: antide2009.blogsport.de/dates
Mittwoch, 24.06.2009, Einlass: 19:30 Uhr

Post Porn Politics

Das Verhältnis von sexueller Repräsentation und Politik hat viele Schnittstellen. Postpornographische Politiken versammeln Fragen zum Unterschied vom regressiven zu progressiven und queeren Porno, sind aber auch Aufhänger für Kontroversen um Sexarbeit, Fetischkonzeptionen und dem Verhältnis von der Linken zur Geschlechter-Politik. Dieser Vortrag soll einen Einblick zu verschiedenen praktischen und theoretischen Konzeptionen der Post Porn Politics geben, die in den letzten 40 Jahren in verschiedene Formen von Öffentlichkeit interveniert haben.

Ein Vortrag von Tim Stüttgen (Filmwissenschaftler, Autor in Jungle World, Spex, de:bug), mit Clips von Dusan Makavejev, Annie Sprinkle, Dumb Type Tokyo, Maria Llopis und Bruce La Bruce.


- Im Rahmen des Begleitprogramms zum Festival »Amplify! gender.text & tanz« und in Kooperation mit der Zeitschrift "Outside the Box" -



Freitag, 19.06.2009, Einlass: 19:00 Uhr

»Total extrem«

Zum politischen Nutzen der Extremismustheorie. Eine Vorstellung der Initiative gegen jeden Extremismusbegriff (INEX).

Im Rahmen von CEE IEH live
- Mit freundlicher Unterstützung der Rosa Luxemburg Stiftung -

siehe auch: inex.blogsport.de
Mittwoch, 17.06.2009, Einlass: 19:30 Uhr

Begriffe von Gewicht. Patriarchat und heteronormative Matrix.

Patriarchat, heteronormative Matrix, Sexismus, Frauenunterdrückung – Begriffe, hinter denen sich verschiedene Konzepte von feministischer Gesellschaftskritik verbergen. Anstatt wilder und sinnfreier Wortjonglage wollen wir diese Konzepte offen legen und einer Kritik unterziehen. So wie sich die gesellschaftliche Realität verändert, wandeln sich auch die Begriffe, die zu ihrer Analyse herangezogen werden. »Patriarchat« gilt in manchen Kreisen als altbacken, verstaubt und dem Oldschool-Feminismus zugehörig. Dagegen kommt »heteronormative Matrix« für andere als abstrakter und unzugänglicher Szenejargon daher, der sich in queeren Zusammenhängen zwar großer Beliebtheit erfreut, für die Außenwelt, die Judith Butler nicht gelesen hat, aber eine leere Worthülse bleibt.
Das Für und Wider und die Treffsicherheit der beiden Konzepte sollen diskutiert werden.

In Kooperation mit der Zeitschrift Phase 2. Die Veranstaltung findet gleichzeitig zum Erscheinen der neuen Phase 2 mit dem Schwerpunkt »Queer« statt.


- Eine Diskussionsveranstaltung vom Antifaschistischen Frauenblock Leipzig (AFBL) im Rahmen des Begleitprogramms zum Festival »Amplify! gender.text & tanz« -

Donnerstag, 04.06.2009, Einlass: 19:30 Uhr

Der Iran und die Nazis

Über die Zusammenarbeit von Neonazis und Islamisten

Vortrag von Martin Tröger
- Eine Veranstaltungsreihe des Bündnis gegen Antisemitismus (BgA) -

siehe auch: israel-soli.de, stopthebomb.net
Donnerstag, 21.05.2009, Einlass: 19:30 Uhr

CEE IEH live:

Kommunismus – Aber wie?
Die „freie Entfaltung der Einzelnen“ und „die Rücknahme der Staatsgewalt durch die Gesellschaft“ (Marx)
Referenten: Hannes Gießler & Peter Christoph Zwi



Donnerstag, 02.04.2009, Einlass: 17:30 Uhr

Wer vom Kommunismus redet...

Seminar und Referat zum vorläufigen Scheitern der linken Auseinandersetzung mit dem Stalinismus mit Thomas Ebermann

Im Rahmen von CEE IEH live.
- Mit freundlicher Unterstützung der Rosa Luxemburg Stiftung -

Mittwoch, 04.03.2009, Einlass: 20:00 Uhr

Die Krise der Antideutschen – Zwischen Ideologiekritik und Realpolitik

Walter Schrotfels (Gruppe in Gründung)
Sebastian Voigt (Bündnis gegen Antisemitismus / BAK Shalom)
Christian J. Heinrich (Publizist, u.a. Mitherausgeber von Alvin H. Rosenfeld 'Fortschrittliches' jüdisches Denken und der Neue Antisemitismus)
- Eine Veranstaltung der Gruppe in Gründung -

Donnerstag, 26.02.2009, Einlass: 19:00 Uhr

Alle reden über die Krise Wir auch!


Die Finanzkrise hat sich in eine globale Wirtschaftskrise verwandelt, trotz Staatsinterventionen in bislang ungekanntem Ausmaß. Während selbst EU-Staaten wie Ungarn der Bankrott droht, will Deutschland, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärt, stärker aus der Krise herauskommen, als es in sie hereingegangen ist. Was bedeutet das für eine emanzipatorische Kritik?

Darüber diskutieren:
Caren Lay, Parlamentarische Geschäftsführerin der Linksfraktion im
sächsischen Landtag
Michael Heinrich, Politikwissenschaftler, Redaktion Prokla
Thomas Ebermann, Autor, ehemaliger Fraktionssprecher der Grünen
Moderation: Bernd Beier, Jungle World

- Eine Veranstaltung von Jungle World und Disko e.V. -



Dienstag, 20.01.2009, Einlass: 19:00 Uhr

Geschichte und Gegenwart des Antisemitismus

Das kann man nicht erzählen. Über die "Aktion 1005". Vortrag von Jens Hoffmann
- Veranstaltet von der Leipziger Antifagruppe (LeA) -



Dienstag, 13.01.2009, Einlass: 19:00 Uhr

Nie wieder revolutionärer Antifaschismus

Diskussionsveranstaltung der Leipziger Antifa (LeA)

Montag, 15.12.2008, Einlass: 20:00 Uhr

CEE IEH live: 1917 – Anfang und Ende des Kommunismus?

Referent: Daniel Kulla

Es wird der Frage nachgegangen, in welchem Maß sich das kommunistische Projekt heute auf historische Positionierungen, äußere Erscheinung und konkrete Politikformen der Kommunistischen Parteien beziehen läßt.

Donnerstag, 11.12.2008, Einlass: 19:30 Uhr

Die Vergegenständlichung gesellschaftlicher Verhältnisse im Subjekt

Diskussionsveranstaltung zu Geschlechterverhältnis und Naturbegriff mit Micha Böhme
- Präsentiert von RGL im Stura der Universität Leipzig -

Donnerstag, 04.12.2008, Einlass: 19:00 Uhr

"Whatever happend to 'Fascism'"

Zur Relevanz aktueller Faschismustheorien
Diskussionsveranstaltung mit Volker Weiß (Historiker aus Hamburg)



Donnerstag, 27.11.2008, Einlass: 19:00 Uhr

Das 20. Jahrhundert erklären. Geschichte der Totalitarismustheorien

Vortrag und Diskussion mit Mathias Berek (Kulturwissenschaftler, Leipzig)
Veranstaltungsreihe der INEX – Initiative gegen jeden Extremismusbegriff

Mittwoch, 22.10.2008, Einlass: 19:00 Uhr

CEE IEH live:

Islamisches Patriarchat und Postfeminismus
Diskussion mit Thomas Maul (Mitglied der Gruppe Hedonistische Mitte – Brigade Mondän, Autor der BAHAMAS und des Buches „Die Macht der Mullahs“ erschienen 2006).
- Veranstaltet vom CEE IEH mit Unterstützung vom Bündnis gegen Antisemitismus (BgA) Leipzig -

Samstag, 05.07.2008, Einlass: 19:00 Uhr

Wie frei sind Freie Medien?

Radio Island feiert seine 50. Sendung! Nach knapp vier Jahren harter Arbeit stellen wir uns die Fragen: Wen und was erreichen wir? Wie werden wir wahr genommen? Sind wir eine Nische in der Kulturindustrie? Haben wir kritisches Potential?... Diese und andere Fragen wollen wir gemeinsam mit VertreterInnen der linken Medienprojekte Freies Senderkombinat Hamburg (FSK), Conne Island Newsflyer (CeeIeh), Freundeskreis Videoclips und Classless (Blog aus Berlin) diskutieren.

siehe auch: radio.conne-island.de
Freitag, 06.06.2008, Einlass: 19:00 Uhr

Moderner Nationalismus. Deutschland im Fußballrausch

Diskussionsveranstaltung zur Fußball-EM mit David Schweiger (Phase 2, Leipzig)

Donnerstag, 05.06.2008, Einlass: 19:00 Uhr

Differenzen der Krise – Krise der Differenzen

Zum Verhältnis von Antirassismus, Antisemitismus und Antiziganismus
Vortrag und Diskussion mit Roswitha Scholz
- Im Rahmen der Veranstaltungsreihe des Conne Island und des ADB Sachsen "When Worst comes to Worst" -

Freitag, 30.05.2008, Einlass: 19:00 Uhr

Zwischen den Räumen?

Postkoloniale feministische und queere Kritik im deutschen Kontext
Vortrag und Diskussion mit María do Mar Castro Varela und Nikita Dhawan

Diese Veranstaltung findet an der Universität Leipzig (GWZ, Raum 20.10, Beethovenstr. 15) statt!
- Im Rahmen der Veranstaltungsreihe des Conne Island und des ADB Sachsen "When Worst comes to Worst" -

Freitag, 16.05.2008, Einlass: 19:00 Uhr

Warum Israelsolidarität?

Podiumsdiskussion anlässlich des 60. Jahrestages der Gründung des Staates Israel
Podium: AFBL, Ex-Krisis, Phase 2, Ex-AKG, Linxxnet Leipzig.
Moderation: Bündnis gegen Antisemitismus
- Veranstaltet vom Bündnis gegen Antisemitismus Leipzig -

Mittwoch, 14.05.2008, Einlass: 19:00 Uhr

German Head Hunters – Kopfgeldprämien für „Erdarbeiter - Gastarbeiter - Computer-Inder“

Koloniale Praktiken in der deutschen Migrations- und Integrationspolitik
Vortrag und Diskussion mit Kien Nghi Ha
- Im Rahmen der Veranstaltungsreihe des Conne Island und des ADB Sachsen "When Worst comes to Worst" -

Dienstag, 06.05.2008, Einlass: 19:00 Uhr

Am Ende der Weiß-heit?

Grundlagen und Chancen der kritischen Weißseinsforschung in Deutschland
Vortrag und Diskussion mit Eske Wollrad
- Im Rahmen der Veranstaltungsreihe des Conne Island und des ADB Sachsen "When Worst comes to Worst" -



Dienstag, 29.04.2008, Einlass: 19:00 Uhr

Der Iran – Analyse einer islamischen Diktatur und ihrer europäischen Förderer

Buchpräsentation mit Stephan Grigat und Kazem Moussavi
- Veranstaltung des Bündnis gegen Antisemitismus Leipzig -

Dienstag, 18.03.2008, Einlass: 19:30 Uhr

Vergewaltigung im deutschen Opferdiskurs

Vortrag und Diskussion mit Regina Mühlhäuser
- AFBL-Veranstaltungsreihe "Gewalt gegen Frauen im Nationalsozialismus und ihre Rolle im Erinnerungsdiskurs" -

siehe auch: afbl.tk
Donnerstag, 07.02.2008, Einlass: 19:30 Uhr

Sexzwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern

Vortrag und Diskussion mit Christa Paul
- AFBL-Veranstaltungsreihe "Gewalt gegen Frauen im Nationalsozialismus und ihre Rolle im Erinnerungsdiskurs" -

siehe auch: afbl.tk
Mittwoch, 23.01.2008, Einlass: 19:00 Uhr

Bewaffneter Geschichtsrevisionismus

Diskussionsveranstaltung mit Uli Krug über die RAF und das "Deutscher Herbst"-Jubiläum
- Eine Veranstaltung von Conne Island und Bündnis gegen Antisemitismus, unterstützt von gesellschafter.de -

Montag, 07.01.2008, Einlass: 19:00 Uhr

Herberts Hippopotamus. Marcuse und die Studenten.

Filmvorführung und Diskussion
mit Peter-Erwin Jansen.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Eingreifendes Denken. Stationen der kritischen Theorie Herbert Marcuses" des AK Kritische Theorie mit freundlicher Unterstützung von Conne Island, gesellschafter.de, Rosa-Luxemburg-Stiftung und FSR Soziokultur

siehe auch: uni-leipzig.de/~kt
Donnerstag, 20.12.2007, Einlass: 19:30 Uhr

»Dear Observer«

Innerhalb des Sichtfeldes der Überwachung«
Vortrag mit Filmen
gehalten von der Leipziger Kamera - Initiative gegen Überwachung
- Diese Veranstaltung findet im Conne Island statt -

siehe auch: kulturdisplace.net, kulturdisplace.net/veranstaltungen/dear-observer
Donnerstag, 13.12.2007, Einlass: 19:30 Uhr

»Wenn Leipzig nicht Dornröschen ist...«

Ökonomie – Kultur – Stadt: Kulturelle Raumaneignung am Beispiel Leipzigs
mit Silke Steets (Mitglied der Künstlergruppe niko.31, Stadt- und Raumsoziologin an der TU Darmstadt)
- Die Veranstaltung findet in der Galerie für Zeitgenössische Kunst (GfZK) statt -

siehe auch: kulturdisplace.net, kulturdisplace.net/veranstaltungen/wenn-leipzig-nicht-dornroeschen-ist
Mittwoch, 12.12.2007, Einlass: 19:30 Uhr

»Aus den Augen aus dem Sinn«

Raumproduktion und Sicherheitsdiskurs inmitten neuer Realitäten?
mit Bernd Belina (Institut für Länderkunde / Universität Leipzig, Buchautor)
Peter Ullrich (Soziologe, Universität Leipzig / Leipziger Kamera. Initiative gegen Überwachung)
- Die Veranstaltung findet in der Galerie für Zeitgenössische Kunst (GfZK) statt -

siehe auch: kulturdisplace.net, kulturdisplace.net/veranstaltungen/aus-den-augen-aus-dem-sinn


Dienstag, 11.12.2007, Einlass: 19:00 Uhr

Das Ende der Konspirativität? - Datensammelwut und linke Praxis

Dass Telefone und Internet überwacht werden können, ist nichts Neues. Mit dem Gesetz zur Vorratsspeicherung, das am 1.1.2008 in Kraft tritt, wird sich allerdings wird der Überwachungsdruck drastisch erhöht: alle Telekommunikationsdaten können dann legal mindestens 6 Monate gespeichert werden. Der Staat kann also checken, wer mit wem - wie lange - wann telefoniert oder gemailt hat. Bei Handy-NutzerInnen kann auch der genaue Aufenthaltsort ermittelt werden.

In der Veranstaltung werden Umfang sowie direkte und indirekte Auswirkungen der beschlossenen Überwachungsmaßnahmen dargestellt. Was ändert sich damit für linke Praxis? Wie könnt ihr euch schützen?

Referent: Alex Heidenreich
- Eine Veranstaltung von LeA und Rote Hilfe -

Donnerstag, 06.12.2007, Einlass: 19:30 Uhr

Mythos Gentrifizierung?

Stadtsoziologie und linke Subkultur im Kampf um den öffentlichen Raum, mit: Hans-Christian-Psaar (Diplom-Sozialwissenschaftler, Berlin)
- Die Veranstaltung findet in der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) statt -

siehe auch: kulturdisplace.net, kulturdisplace.net/veranstaltungen/mythos-gentrifizierung


Dienstag, 13.11.2007, Einlass: 20:00 Uhr

Was tun, wenn's brennt

Rechtshilfe-Veranstaltung mit JuristInnen aus Leipzig zu den Themen:
Hausdurchsuchungen
Ermittlungsverfahren
Demonstrationen



Mittwoch, 18.07.2007, Einlass: 19:00 Uhr

Infoveranstaltung zum geplanten Naziaufmarsch am 21.07.2007 in Leipzig


siehe auch: left-action.de/antifa
Samstag, 23.06.2007, Einlass: 22:00 Uhr

AMPLIFY!

gender. text und pop.
club: techno/house/minimal
resom (homoelektrik/Leipzig)
Ada - LIVE (Areal, Köln)
DJ Acid Maria (female pressure, salon miezi/Berlin)
rentek (propellas/Leipzig)
Kernel Panic (VJ)

19:00 Podium:
REVERB!
Club-Realität in der Diskussion
Moderation: Falk Springer (Giro e.V.)
Podium: Distillery, Ilses Erika, Conne Island, Zoro

14:00 - 18:00 Workshop:
DJing - Vinyl mit Resom
nur für Frauen, begrenzt auf 10 Teilnehmerinnen

14:00 - 18:00 Workshop:
DJing - CD mit CFM
offen für alle, begrenzt auf 10 TeilnehmerInnen


siehe auch: areal-records.com, myspace.com/wwwmyspacecomada, myspace.com/djacidmaria, myspace.com/resoms, myspace.com/djrentek
Freitag, 22.06.2007, Einlass: 20:00 Uhr

AMPLIFY!

gender. text und pop.
konzert: pop/electronica/hip hop/mash up
ca. 21:30 Big Zis (Nation Music/Zürich)
ca. 22:30 Bernadette La Hengst (Trikont/Berlin)
ca. 23:30 Rhythm King and her Friends (Kitty-Yo/Berlin/Paris)
ca. 0:30 Disco: Eve Massacre (DJ/Electronic punk unit/Nürnberg)

18:00 Diskussion:
EQUALIZE!
Frauen und Männer im Hip Hop
mit Hannes Loh (Publizist), Big Zis (Hip Hop Artist),
Sonja Eismann (Publizistin)


siehe auch: evemassacre.org, lahengst.com, rhythm-king-and-her-friends.net, bigzis.com, myspace.com/eve_massacre, myspace.com/lahengst, myspace.com/rhythmkingahf, myspace.com/bigzis
Dienstag, 12.06.2007, Einlass: 19:30 Uhr

"Dann fangen wir von vorne an" - (Über)Leben eines kritischen Kommunisten im 20. Jahrhundert

Film und Diskussion mit Theodor Bergmann
- Veranstaltet vom Bündnis gegen Antisemitismus Leipzig -

siehe auch: dann-fangen-wir-von-vorne-an.de
Donnerstag, 03.05.2007, Einlass: 19:30 Uhr

Präsentiert von der Zeitschrift Phase Zwei:

Die Eigensinnigkeit des Eigentums
Veranstaltung mit Christian Schmidt (Philosoph aus Leipzig) und Sabine Nuss (Politologin aus Berlin)
- Mit Freundlicher Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung -

Donnerstag, 26.04.2007, Einlass: 19:00 Uhr

Globalisierungskritik von rechts

Vortrag & Diskussion mit Christina Kaindl (Redakteurin der Zeitschrift "Das Argument")
- Veranstaltet vom Bündnis gegen G8 Leipzig -

Dienstag, 10.04.2007, Einlass: 19:00 Uhr

Kritik am "Zentrum gegen Vertreibung"

Veranstaltung mit Jörg Kronauer (Journalist) im Rahmen der Veranstaltungsreihe gegen den deutschen Geschichtsrevisionismus "Deutsche Umtriebe"
- veranstaltet von AFBL und Lea -

siehe auch: deutsche-umtriebe.tk
Dienstag, 03.04.2007, Einlass: 19:00 Uhr

Hitlers letzte Opfer?

Veranstaltung mit Michael Sturm (Historiker) im Rahmen der Veranstaltungsreihe gegen den deutschen Geschichtsrevisionismus "Deutsche Umtriebe"
- veranstaltet von AFBL und Lea -

siehe auch: deutsche-umtriebe.tk
Donnerstag, 08.03.2007, Einlass: 19:30 Uhr

Phase 2 lädt ein zu Vortrag und Diskussion

mit Uli Brand (BUKO)
zum Thema
Die Linke und der Staat.
Was hat es mit dem "Linksruck" in Lateinamerika auf sich?


Mittwoch, 23.08.2006

15 Jahre Conne Island

Shai Hulud (Revelation Rec./USA)
Remembering Never (USA)
Parkway Drive (GB)
Full Spead Ahead (L.E. Hardcore Heroen)
Blumfeld (HH)
electric island
Conne Island Fußball Turnier
"Hommage an Jules Valles"
Big Birthday Disco Bash feat. Conne Island Allstar DJ Team
"Little Sista Skate-Cup"
Hip Hop Open Air After Show

Freitag, 18.06.2004

Drogendealer - Ansichten eines verrufenen Gewerbes

Diskussionsveranstaltung zu den Gefahren gängiger Drigendealer-Bilder mit Henning Schmidt-Semisch

Freitag, 11.06.2004, Einlass: 19:00 Uhr

Fanzines - do it yourself

Ausstellung und Vortrag

Dienstag, 02.12.2003

Antiamerikanismus und Popkultur in Deutschland - Diskussionsveranstaltung zur Stellnungnahme "No Antiamerikanismus – No Volksmusik"




Samstag, 17.05.2003, Einlass: 20:00 Uhr

"Freiheit ist ein junger Mann"

Diskussionsveranstaltung zu Geschlechterrollen und Pop mit Tine Plesch



Samstag, 10.05.2003, Einlass: 20:00 Uhr

Grenzen und Möglichkeiten kritischer Popkultur heute

Diskussionsveranstaltung mit Testcard

Freitag, 09.05.2003

Kritische Popkultur?

Veranstaltungsreihe
- Nothing new to the german front - Popkultur nach dem 11. September (Pop-AG)
- Grenzen der Möglichkeiten kritischer Popkultur (Testcard)
- Disco mit Glow Girls und Mapache
- Freiheit ist ein junger Mann - Geschlechterrollen und Popkultur (Tine Plesch)


Freitag, 15.06.2001

10 Jahre Conne Island


Mittwoch, 09.05.2001

Toxiphobia




Samstag, 18.03.2000, Einlass: 20:00 Uhr

Veranstaltung anlässlich des Tages des politischen Gefangenen:

Zu den Verfahren gegen die Revolutionären Zellen (RZ), aktuelle Infos zu den Gefangenen aus der RAF

22 Uhr: Benefizkonzert mit anschliessender Disse, Infoständen und Überraschung: Nabra (L), Yakuza (L)
- crustiger Punkrock trifft traditionellen: und beides geht nach vorne los -



Sonntag, 06.02.2000, Einlass: 20:00 Uhr

Gründungstreffen der Leipziger antirassistisch/antifaschistischen Initiative “Aktion Noteingang"

Wir bieten Schutz und Informationen bei rassistischen und faschistischen Übergriffen” – alle öffentlichen Einrichtungen und Etablissements sind zur Beteiligung aufgefordert und herzlich eingeladen

Donnerstag, 16.12.1999

Kolumbien – schmutziger Krieg und Aufstandsbewegung

Infoveranstaltung über das Land mit der weltweit stärksten linksradikalen Guerilla-Bewegung - mit Raul Zelik

Dienstag, 26.11.1996

Mainstream der Minderheiten - Pop in der Kontrollgesellschaft

Buchpräsentation mit Referat und Diskussion mit den Autoren Mark Terkessidis und Tom Halert (SPEX).

Donnerstag, 15.06.1995

Der Traum ist aus-Connewitz Diskussionsveranstaltung




Sonntag, 14.05.1995, Einlass: 20:00 Uhr

BesetzerInnen-Kongreß



Samstag, 13.05.1995, Einlass: 20:00 Uhr

BesetzerInnen-Kongreß



Freitag, 12.05.1995, Einlass: 20:00 Uhr

BesetzerInnen-Kongreß

18.08.2018
Conne Island, Koburger Str. 3, 04277 Leipzig
Tel.: 0341-3013028, Fax: 0341-3026503
info@conne-island.de, tickets@conne-island.de