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Alle Termine für das Jahr 2022

Café

Februar

VVK: 22,50 Euro
Preis inkl. 50cent Spende zur Bildungsoffensive

Freitag, 11.02.2022, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

Turbostaat II


VVK: 22,50 Euro
Preis inkl. 50cent Spende zur Bildungsoffensive

Samstag, 12.02.2022, Einlass: 20:00 Uhr, Beginn: 21:00 Uhr

Turbostaat I



Tickets ab Herbst 2021

Mittwoch, 23.02.2022, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

SKATING POLLY

Skating Polly aus Oklahoma haben Kelly Mayo und Peyton Bighorse schon lange bevor sie selbst auf Konzerte gehen durften gegründet. Laut Selbstbezeichnung machen sie "ugly pop art rock", zu ihren Vorbildern zählen Veruca Salt, X, The Breeders, L7 und Babes In Toyland.
Auch wenn es noch in ferner Zukunft liegt und es gerade schwer vorstellbar erscheint, wollen wir die Show mit Skating Polly schon ankündigen, weil wir uns freuen wie bolle!

Zusammen mit fight like a grrrl booking und Sedate Booking.


Tickets ab Herbst 2021

"There's a difficult to describe, yet timeless quality to certain songs that transcends genre or era. It's something that you can't fake or contrive and it's what lies at the core of Skating Polly's music. The multi instrumentalist duo of Kelli Mayo and Peyton Bighorse started their band in Oklahoma in 2009. They recorded their debut album Taking Over The World in 2010 and achieved instant acclaim from underground music icons like X's Exene Cervenka (who produced 2013's Lost Wonderfuls) and Beat Happening's Calvin Johnson (who produced 2014's Fuzz Steliacoom.) After the release of 2016's The Big Fit, Veruca Salt's co-frontwomen Louise Post and Nina Gordon reached out and said they wanted to write with the band. What started as a writing session ultimately became 2017’s New Trick EP. Now armed with a third member—Kelli’s brother Kurtis Mayo—the trio are about to release their latest full length, The Make It All Show.

Skating Polly really need to be seen in a club to fully grasp what makes them so special. “It can get pretty chaotic when we're playing. People have said it feels like it could fall apart at any moment but in a good way,” Bighorse says with a laugh. “We try to make our music honest and engaging and I think that's what drew us to people like Nina and Louise or Exene; you can probably guess a lot of the acts that we love, but we’re able to keep making music that always sounds like us,” Mayo explains. “We really try to make the songs the focus instead of trying to flaunt technical musical abilities,” adds Bighorse – and that honesty and optimism is why everyone from legendary musical figures as well as hardcore fans have gravitated toward Skating Polly's music. The Make It All Show is the most fully realized work by Skating Polly yet and hints at an even brighter future for one of rock’s most promising acts."

März

VVK: 25,50 Euro
AK: 30,00 Euro
Preis inkl. 50cent Spende zur Bildungsoffensive

Samstag, 05.03.2022, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

Montreal (Nachholtermin)


VVK: 22,50 Euro
Preis inkl. 50cent Spende zur Bildungsoffensive

Donnerstag, 17.03.2022, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

Umse (Nachholtermin)

Der Nachholtermin wird erneut verschoben auf den 17.03.2022. Tickets behalten ihre Gültigkeit oder können an den jeweiligen VVK-Stellen zurückgegeben werden!

Guck ma einer an - Tour

Hip-Hop-Träume werden jetzt wahr. Nach Durch die Wolkendecke (2018) meldet sich UMSE mit einem besonderen Album zurück. Es ist alles wie gehabt und doch völlig verändert auf „Uno“, das in Gänze von der US-Beatmaker-Legende Nottz produziert wurde. Diese transatlantische Kollabo lässt Umses Flow Flügel wachsen, die klassischen, ungeschliffenen Sample-Beats von Nottz lassen ihn noch schärfer auf den Punkt kommen. Zusammen schalten die beiden alle Fragen von Zeit, Ort und Relevanz aus und machen eine perfekte Hip-Hop-Platte – der alten Schule, wenn man so will. „Uno“ ist ein Statement für diesen ewig gültigen Sound, für das Rap-Handwerk und eine künstlerische Haltung zwischen Selbstvertrauen und Durchhalteparolen. Nur wenn du dir in diesem Spiel selbst treu bleibst, tun es die anderen auch.
„Uno“ war längst vollendet, als Umse aka Christoph Umbeck und der Produzent aus Norfolk, Virginia sich zum ersten Mal begegnet sind. Sie klingt, als hätte sie auch vor 15 Jahren erscheinen können, aber diese Form der Zusammenarbeit wäre damals nicht möglich gewesen – Shoutout an Instagram für den
Hook-up. Umse und Nottz wirken auf „Uno“ wie zwei alte Bekannte, so sehr haften Raps und Beats auch in den schärfsten Kurven und buckeligsten Passagen aneinander. Man denkt an Murs und 9th Wonder, an Guru und Premier. Man teilt eben dieselbe Geschichte. Nottz ist der Schnittpunkt für Trueschool-Banger und anspruchsvolle Mainstream-Instrumentals, in seinem Portfolio stehen M.O.P., Busta Rhymes, Krumbsnatcha, Kanye West, The Game und viele andere US-Acts der letzten 20 Jahre.
Seine markanten Soul-Samples und roughen Drums haben den Sound mitgeprägt, der Umse ans Mic führte.
Schon die ersten Lines von „Guck ma einer an“ zeigen, welche Energie in diesem Projekt steckt. Das Gefühl, ganz nahe am Original dran zu sein, lässt bei Umse ein völlig neues Selbstbewusstsein und Vertrauen in die eigene Kunst entstehen. Hier entsteht ein Vibe, der bis zum Ende bleibt: Die Beats knallen, die Zeilen sitzen. „Tim Taylor“ zielt aus dem Handgelenk auf die überm.chtige Rap-Konkurrenz da draußen. Stetig an seinem Werk zu feilen, sich treu bleiben und sich damit etwas aufzubauen, auch wenn die Zeiten hart sind, zieht sich als Thema durch das Album: „Jeder weiß, wie weit es manche Rapper hier vom Bordstein schaffen / Doch ich mach mich nicht wie die zum Horst, zum Affen.“
Bodenständigkeit ist ein Begriff, der bei Umse oft fällt. Das kann man so sehen, wenn jeder zweite Rapper völlig abgehoben agiert. Aber es unterschlägt auch die Ambitionen dieses Künstlers und Hip-Hop-Liebhabers, der für billige Hits und Trends nicht zur Verfügung steht. Fußball-Vergleiche, nonchalante Punchlines, Nas-Zitate, nie ein Blatt vor dem Mund und immer eine Spur zu nachdenklich.
Umse ist immer noch derselbe und zelebriert auf „Uno“ das Boom Bap- und True Rap-Ding, für das man ihn kennt und schätzt. Sechs Alben hat er seit 2008 veröffentlicht, alle wurden großteils von David Ostkamp alias Deckah produziert. „Uno“ bricht nun mit dieser Tradition, doch das bedeutet
keineswegs das Ende des eingespielten Duos. Vielmehr freute sich Deckah über die kleine Entlastung, und das nächste Projekt der beiden rollt eh schon wieder.
Nur wenigen MCs fühlt sich Umse hierzulande verbunden, einer davon ist Feature-Gast Megaloh – für ihn „definitiv einer, den ich bei jeder Sache feier, die er tut. Ich glaube, er ist von der Essenz her vergleichbar mit dem, was ich mache, nur mit seiner Art und seinem Background.“ Ihr gemeinsamer Track „Alles reduziert“ liefert das Motto des ganzen Albums: Minimalismus und Reduktion in den Beats lassen Umse mehr Platz zur Entfaltung und führten auch textlich zu einer Besinnung auf das
Wesentliche. Tracks wie „2020“ beschreiben die vielfältigen Notwendigkeiten des Tourlebens und Livespielens und wie wichtig das neue Album in dieser Hinsicht ist: „Ich hatte schon beim Schreib-Prozess das Live-Geschäft im Auge“, heißt es später in „Perfekter Zeitpunkt“. Man hangelt sich von Tour zu Album, von Album zu Tour. Jeder Track auf „Uno“ wurde so eine kleine Händehoch-Hymne.
„Wo komm ich her, wo will ich hin, was ist mir wichtig?“ heißt es im dritten Track. Wenn man wissen will, wo Umse gerade im Leben steht, muss man gar nicht so genau hinhören. Mittlerweile hat er Köln den Rücken gekehrt und lebt wieder in seiner Heimat Ratingen. Auch hier ist Reduktion das Zauberwort: „Weg von dem ganzen Trouble und Stress. Weniger Internet, weniger Großstadt, weniger Laberei. Das
tut alles sehr gut.“
Auf „Uno“ schließt sich ein Kreis. Für Umse markiert dieses Album einen Höhepunkt, aber auch die Chance auf einen Neuanfang mit neuer Inspiration. Dieses Projekt wird sich in allem niederschlagen, was da noch kommt.

VVK: 20,50 Euro
Preis inkl. 50cent Spende zur Bildungsoffensive

Samstag, 26.03.2022, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

Rogers (Nachholtermin)

Support: tba

April

VVK: 15,50 Euro
Preis inkl. 50cent Spende zur Bildungsoffensive

Samstag, 02.04.2022, Einlass: 20:00 Uhr, Beginn: 21:00 Uhr

Pöbel MC (Nachholtermin)

Nachholtermin vom 8.4.2020 und 13.3.2021. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Support: tba

Es ist “Pöblos Rhetorico Erotica der Erste” formally known as Pöbel MC! Seine strammen Waden werden wohl lediglich von seinen noch strammeren Flows übertroffen. Thematisch-textlich geht er dabei weit über bloße Selbstgenüsslichkeiten hinaus. Fast beiläufig verschmelzen saftige Battleschellen mit, mal lässig-heiteren mal scharfsinnigen, Analysen szeniger Spießigkeit, politischer Vewirrtheit oder sozialer Ungleicheit, stets eingebettet in eine progressive aber nicht moralisierenden Geisteshaltung.
Nach dem Motto „Mission Impöbelble“ bereist der Pöbel Sportler 2020 verschiedenste Ecken Almaniens mit einer klaren Mission: Abriss! Durch spektakulärste Liveshows, inklusive Moshpits & Bierduschen, in allen Ecken des Landes (und darüber hinaus) in den vergangenen Jahren, hat sich der “MC Dienstleister in Sachen geistiger Versogung und rhetorischer Ermordung” als einer der besten Liverapper Deutschlands einen Namen gemacht. QED.

Präsentiert von Audiolith Booking, DIFFUS Magazin, JUICE, Nicetry Magazine, laut.de, MZEE.com & Sea-Watch.

Hardtickets bekommt ihr lokal hier zu kaufen:
Culton (Peterssteinweg 9, Leipzig)
Freezone - Nikolaistraße 28-32
Buchhandlung drift - Karl-Heine-Str. 83
Zu Spät - Kippenbergstraße 28
No Borders - Wolfgang-Heinze-Straße 8

VVK: 23,50 Euro
Preis inkl. 50cent Spende zur Bildungsoffensive

Samstag, 23.04.2022, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

Massendefekt (Nachholtermin)

Support: tba
+ special guest

Mai


Preis inkl. 50 Cent Spende zur Bildungsoffensive

Dienstag, 03.05.2022, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

Danger Dan - Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt (ausverkauft)

Danger Dan
"Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt" - Tour 2022
03.05.2022
Leipzig - Conne Island
Einlass: 19:00 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr

Tickets gibt es ab dem 31.03.21 um 10:00 Uhr unter https://www.antilopengang.de/

Präsentiert von TAZ und DIFFUS

Das ganz große Kino, Lasershows und Blitzgewitter, Explosionen und Feuerwände, fette Bässe und wackelnde Wände, Pogo und Randale, ein Fitness-Animationsprogramm, tausende Handys in der Luft und die absolute Spitze des hiesigen Live Show-Wettrüstens. All das gibt es auf dieser Tour nicht. Denn die "Das ist alles von der Kunstfreiheit"-Tour von Danger Dan wird ganz anders und verpasst den Puls der Zeit um mehrere Jahrzehnte. Es wird eher so wie in den Erzählungen deiner Eltern, diese Erzählungen aus einer Zeit, als sie in ihrer Studenten-WG nächtelang am Küchentisch saßen, eine Kerze anzündeten, über Politik diskutierten und all die merkwürdigen Lieder sangen, die du noch aus deiner Kindheit kennst. Keine Sorge, die merkwürdigen Lieder deiner Eltern wird Danger Dan nicht singen. Dafür hat er ganz viele neue mitgebracht, die jedoch stilistisch auch schon damals, in der Blütezeit der Liedermacher, entstehen hätten könnten. Auf der "Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt"-Tour kannst du dich auf den Boden setzen, oder, falls deine Knie das nicht möchten, auf einen Stuhl. Du kannst mit deinen Freunden kuscheln und dabei zuhören, wie Danger Dan Klavier spielt, seine Liedchen singt und bestimmt die eine oder andere Geschichte aus seinem Leben erzählt. Vermutlich bringt er sogar wirklich ein paar Kerzen mit, er ist sich ja für nichts zu schade. Und vielleicht bringst du sogar deine Eltern mit, denn endlich hörst du mal Musik, die ihnen auch gefällt. In jedem Fall wirst du, wenn du sie nicht eh schon dabei hast, deinen Kindern später davon erzählen, wie du bei Kerzenschein am Boden mit deinen Freunden gekuschelt und zusammen Lieder gesungen hast und sie werden kurz von ihren Smartphones zu dir aufschauen und die Stirn runzeln. Das ist aber nicht so schlimm, man muss halt dabei gewesen sein, um es zu verstehen.

VVK: 30,50 Euro
Preis inkl. 50cent Spende zur Bildungsoffensive

Freitag, 13.05.2022, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

Chuck Ragan

Special guests:
Chris Cresswell
Jesse Ahern

Das Konzert wurde vom 19.11.2020 auf den 01.05.2021 verschoben. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit.

VVK: 25,00 Euro
Preis inkl. 50 Cent Spende zur Bildungsoffensive

Dienstag, 31.05.2022, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

Shellac x Decibelles (Nachholtermin)

SHELLAC + Decibelles
Das Konzert vom 2.6.2020 (erster Nachholversuch 1.6.2021) wird auf den 31.05.2022 verschoben, bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit! Im Universum von Shellac gibt es keine Zusammenhänge zwischen Veröffentlichungen und Tourneen. Shellac spielen wann und wo sie wollen, Journalisten müssen sich Rezensionsexemplare von Tonträgern selbst kaufen, und das Trio verweigert sich allen gängingen Mechanismen des Musikbusiness. Mastermind Steve Albini ist vor allen Dingen als Produzent unterwegs. Namen, wie PJ Harvey, Nirvana und die Pixies stehen neben hunderten von Produktion, die er mit seinem sehr eigenwilligen puristischen Stil produziert hat. Auch was das Trio um Steve Albini, Bob Weston und Todd Trainer live auf die Bühne bringt, ist mit nichts zu vergleichen. Extrem unterhaltsam präsentieren sie einen fast mathematischen Reduktionismus mit maximaler Energie.
Shellac x Decibelles (Nachholtermin)

Juni

Samstag, 04.06.2022, Einlass: 15:00 Uhr, Beginn: 17:00 Uhr

Conne Oiland × Open Air (sold out)

Nachholtermin für den 23.05.2020


Loikaemie
Fontanelle
Piefke
Oironie
Chemical Warfare



November

VVK: 20,44 Euro
Preis inkl. 50cent Spende zur Bildungsoffensive

Donnerstag, 17.11.2022, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

Disarstar

Disarstar
Live 2022
17.11.2022
Conne Island, Leipzig
Einlass: 19:00 | Beginn: 20:00

Disarstar
Deutscher Oktober
Disarstar vereint Straße und linke Theorie, Wortmacht und Pop, Attacke und Systemkritik: Inmitten einer weltweiten Pandemie fand der Hamburger die Kraft und die Worte für sein bislang pointiertestes und bestes Album. »Deutscher Oktober« erscheint am 12. März 2021. Es ist das politische Manifest, das Deutschrap jetzt unbedingt braucht.
Die klassische Rap-Erzählung geht ja so: Underdog schlägt sich irgendwie auf der Straße durch und sehnt sich nach: Geld, Frauen, Autos, Bling-Bling. Hip-Hop als einziges Ticket aus dem Ghetto, sozusagen. Aber wenn der Erfolg dann wirklich kommt, findet eine vollkommende Assimilierung des Protagonisten mit der kapitalistischen Glitzerwelt statt. Das neoliberale Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär- Märchen: Wenn du es nicht geschafft hast, bist du nicht gut oder hart genug.
Auch bei Disarstar haben wir es auf den ersten Blick mit einer typischen Streetrap- Biografie zu tun: Als Teenager kam er eine Weile ins Heim, lebte dann alleine auf St. Pauli, hatte mit Drogen zu tun, es gab Vorstrafen wegen Dealerei und Körperverletzung.
Dann erfahren wir, dass Disarstar eigentlich aus einer ganz normalen Mittelstandsfamilie stammt – die in eine wirtschaftliche Krise geriet, die den Jungen aus der Bahn warf. Dass er seine spätere Krise dank der Hilfe eines engagierten Sozialarbeiters überwand, anschließend durch Kontakte in die linke Hamburger Szene mit den Schriften von Karl Marx in Berührung kam, dass er schließlich sein Abitur nachholte und heute nebenbei studiert.
Wir merken also: Ganz so einfach ist es nicht. Disarstar ist so widersprüchlich und voller Ecken und Kanten wie der Bezirk, in dem er wohnt: St. Pauli. Der sogenannte Kiez, der von außen oft wie ein riesiges Freiluftmuseum wirkt, das von seiner Beatles-, Hans-Albers und Rotlicht-Nostalgie lebt, ohne die vielen Obdachlosen, Junkies, Gangster, Sexarbeiterinnen und Alkoholiker aber undenkbar wäre.
»Für die Alkis und Junkies gab es keinen Lockdown«, sagt Disarstar. »Da konnte sich niemand zuhause auf die Couch legen.«
Es geht also um die soziale Frage, um Gerechtigkeit. Dass diesbezüglich einiges im Argen liegt, wurde Disarstar während des ersten coronobedingten Lockdowns noch ein bisschen drastischer vor Augen geführt als sonst. Der gebürtige Hamburger lebt seit seinem 17. Lebensjahr auf St. Pauli, die soziale Schräglage in diesem Kiez ist ihm wohlbekannt. Aber wie in vielen anderen Bereichen wirkte Corona auch hier wie ein Brennglas: Erst als die Touristen weg waren, breitete sich das soziale Elend unverblümt vor einem aus.
Ein Ausgangspunkt und eine wesentliche Inspiration für das neue »Disarstar«-Album »Deutscher Oktober«, das am 12. März 2021 erscheint. »Meine Stadt ist wie zweigeteilt ... bettelarm und unverschämt reich« heißt es in »Großstadtfieber« mit dem befreundeteten Rapper Dazzit. Im Hintergrund hört man die Stimme einer Fremdenführerin, die Touristen durch das Villenviertel Blankenese führt. St. Pauli und Blankenese - beide Hamburger Bezirke liegen dicht beieinander: Hop oder top, Straße oder akademische Laufbahn. »Die Welt ist sick, der eine frisst ‘n Steak, der
andere nichts, sie treten auf uns ein mit ihren Tricks«, rappt Disarstar in der ersten Single »Sick«.
Die Grenze verläuft also zwischen oben und unten, eine Erkenntnis, die im deutschen Rap seltsamerweise kaum vorkommt. Weswegen Disarstar auf »Deutscher Oktober« mit seiner Szene hadert. »Rap ist total gut darin, Umstände oberflächig zu beschreiben«, sagt er. »Wenn man ein Album von Haftbefehl kauft, bekommt man einen sehr authentischen Eindruck von seinen Lebensumständen. Was im Rap aber fast immer fehlt, sind die politischen Rückschlüsse, die sich aus diesen Beobachtungen ergeben.«
Bereits im Intro des Albums nimmt Disarstar Deutschrap für diese Bequemlichkeit in Haftung: »Dass du Frauen und Schwule hasst, ist deinem Label egal/Die bringen die Songs zu Spotify und die CDs ins Regal«, rappt er. Und: »Du hast die Chance, die Lage zu kritisieren, in der die Leute sind.« Es geht natürlich um die ganze zynische Durchkommerzialisierung, mittels derer die eigene Ghetto-Herkunft und Gangster- Vergangenheit vieler Deutschrap-Protagonisten zu Marketing-Tools umgemünzt werden.
»Tsunami« schlägt mit der absolut vernichtenden Zeile »Wärst du nicht aus’m Ghetto, dann wärst du der Wendler« in eine ähnliche Kerbe: Disarstar liest Teilen von Deutschrap mit klassischen Diss-Tracks die Leviten, die aber eben von inhaltlicher Kritik und nicht von persönlichen Ressentiments leben. Er stellt die Klassenfrage, das ist im deutschen Rap auf diesem Niveau ein Novum. »Ich bin keiner von euch«, heißt es an einer Stelle.
Das hinter solchen Zeilen stehende politische Bewusstsein hat Disarstar schon immer ausgezeichnet. Aber selten hat er es so auf den Punkt gebracht wie auf »Deutscher Oktober«. Es geht auf diesem Album nicht um die großen Thesen, die politischen Leitplanken oder Theoriekonstrukte, für die Disarstar sonst bekannt ist. Sondern er berichtet im Stil eines Reporters aus ihm wohl vertrauten Mikrokosmen. Das macht das Album so stark: Meine Straße, meine Leute, mein Block. Nur anders.
Die Inspiration für seinen taffen Sozialrealismus findet Disarstar vor allem in Frankreich, den USA und England. »In diesen Ländern gibt es Leute, die krass politisch sind, aber trotzdem popkulturelle Relevanz haben, wie zum Beispiel Stormzy oder Kendrick Lamar«, sagt Disarstar. »So was fehlt mir in Deutschland, dazu gibt es hier kein Äquivalent.« Er würde das selbst niemals so sagen, deshalb machen wir’s: Es hat bislang gefehlt. Bis »Deutscher Oktober«.
»Deutscher Oktober« ist – nur ein knappes Jahr nach »Klassenkampf und Kitsch« – das insgesamt fünfte Disarstar-Album, hinzu kommen einige EPs und Mixtapes. Aufgenommen hat er es in diesem endlosen Coronasommer, nachdem sämtliche geplanten Konzerte abgesagt worden waren und es einfach nichts anderes zu tun gab.
Als die Lockdown-Lethargie ein bisschen verging, kam die Inspiration und der Rapper konnte sich auf die Arbeit an neuer Musik fokussieren, wie vielleicht noch nie. »Ein Freund von mir hat dieses Studio in Vierden, weit außerhalb von Hamburg«, sagt er. »Das ist so ein kleines Kaff mit riesigen Wiesen, das war perfekt.«
Dort verbrachte Disarstar den Sommer und produzierte gemeinsam mit dem Songwriter, Produzenten und Multiinstrumentalisten Fayzen und dem Songwriter und Gitarristen Malte Kuhn den Großteil von »Deutscher Oktober«.
Schlechte Nachrichten übrigens für alle, die Rap mit Spoken-Word-Rezitationen verwechseln: Rappen wie der Teufel kann Disarstar außerdem! Dieser Mann hat einen gewaltigen Punch, auf »Deutscher Oktober« kontrolliert der Flow den Beat, nicht andersrum. Und er hat ein außergewöhnliches Pop-Gespür: »Trauma«, einer von zwei Songs mit der Rapperin Nura, ist etwa ganz großes Rap-Theater, eine wild bouncende Underground-Hymne mit strahlendem Refrain, ein absoluter Hit.
Musikalisch changiert »Deutscher Oktober« zwischen Attacke und beinahe zärtlich hingetupften Melodien, zwischen Oldschool-Scratchings und aufs Skelett reduzierten Beats auf der einen, sowie Trap-Anleihen und sphärischen Dreampop-Einschüben auf der anderen Seite. Beats, Texte, Melodien: In der Abgeschiedenheit von Vierden entstand alles parallel, man hört dieser Musik in jede Note den kollaborativen Geist an, in dem sie gewachsen ist.
Mit »Deutscher Oktober« bringt Disarstar seinen scharfsinnigen Polit-Rap so klarsichtig und präzise auf den Punkt wie noch nie. Insofern ist es genau das Album geworden, das Deutschrap und Pop-Diskurs jetzt brauchen.

12.05.2021
Conne Island, Koburger Str. 3, 04277 Leipzig
Tel.: 0341-3013028, Fax: 0341-3026503
info@conne-island.de, tickets@conne-island.de