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Termin: 24.01.2019

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Donnerstag, 24.01.2019, Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr

Nach Auschwitz: Schwieriges Erbe DDR.

Spätestens seit dem Aufkommen der völkischen PEGIDA und der AfD ist erkennbar, dass politisches System und Gesellschaft der DDR aus dem Kontext des historischen Nationalsozialismus wie des gegenwärtigen Rechtsradikalismus genauso wenig herausgelöst werden können wie die alte und neue Bundesrepublik. Ein Klima ist entstanden, in dem bislang ignorierte oder verdrängte Konfliktlinien der deutschen Mehrheitsgesellschaft – wie der Umgang mit Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus – deutlich zutage treten. Einige Historiker_innen, Politiker_innen sowie Bürgerrechtler_innen instrumentalisieren die DDR-Aufarbeitung sogar für ihr rechtspopulistisches Engagement. Für viele mit der DDR-Aufarbeitung befasste Wissenschaftler_innen dagegen scheinen PEGIDA, AfD und andere Entwicklungen kein Thema zu sein.
Das Buch fasst wesentliche Ergebnisse der Tagung Nach Auschwitz: Schwieriges Erbe DDR vom Januar 2017 zusammen. Es versteht sich als ein Plädoyer für eine intensivere Hinwendung der Zeitgeschichtsforschung wie der politischen Bildung zur Untersuchung und Kritik der SED-Diktatur als einer von drei Nachfolgegesellschaften des Nationalsozialismus.
Im Gespräch mit Cornelia Siebeck werden die Herausgeber_innen Enrico Heitzer, Martin Jander, Anetta Kahane und Patrice Poutrus den Sammelband vorstellen. Herausgeber_innen und Autor_innen nehmen mit dem Buch eine Diskussion auf, die mit dem Band 3 der Schriftenreihe des Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung eröffnet wurde. Er war 1995 von Werner Bergmann, Rainer Erb und Albert Lichtblau unter dem Titel Schwieriges Erbe: der Umgang mit Nationalsozialismus und Antisemitismus in Österreich, der DDR und der Bundesrepublik Deutschland veröffentlicht worden.

Enrico Heitzer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten.
Martin Jander, Historiker, Dozent und Journalist, unterrichtet deutsche und europäische Geschichte an der Stanford University (Berlin), der New York University (Berlin) sowie im Programm FU-BEST.
Anetta Kahane ist Schriftstellerin und die Vorsitzende der 1998 von ihr gegründeten Amadeu Antonio Stiftung. 1991 gründete Kahane die RAA e.V. (Regionale Arbeitsstellen für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule) für die neuen Bundesländer.
Patrice G. Poutrus, Historiker und Dozent, hat zuletzt an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder die Professur für Vergleichende Kultur- und Sozialanthropologie spätmoderner Gesellschaften vertreten.
Cornelia Siebeck, Historikerin, forscht und publiziert zu geschichtskulturellen Fragen. Darüber hinaus betätigt sie sich in der historischen Bildungs- und Vermittlungsarbeit.

In Kooperation mit Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V.

Nach Auschwitz: Schwieriges Erbe DDR.
Buchvorstellung und Diskussion

Spätestens seit dem Aufkommen der völkischen PEGIDA und der AfD ist erkennbar, dass politisches System und Gesellschaft der DDR aus dem Kontext des historischen Nationalsozialismus wie des gegenwärtigen Rechtsradikalismus genauso wenig herausgelöst werden können wie die alte und neue Bundesrepublik. Ein Klima ist entstanden, in dem bislang ignorierte oder verdrängte Konfliktlinien der deutschen Mehrheitsgesellschaft – wie der Umgang mit Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus – deutlich zutage treten. Einige Historiker_innen, Politiker_innen sowie Bürgerrechtler_innen instrumentalisieren die DDR-Aufarbeitung sogar für ihr rechtspopulistisches Engagement. Für viele mit der DDR-Aufarbeitung befasste Wissenschaftler_innen dagegen scheinen PEGIDA, AfD und andere Entwicklungen kein Thema zu sein. Das Buch fasst wesentliche Ergebnisse der Tagung Nach Auschwitz: Schwieriges Erbe DDR vom Januar 2017 zusammen. Es versteht sich als ein Plädoyer für eine intensivere Hinwendung der Zeitgeschichtsforschung wie der politischen Bildung zur Untersuchung und Kritik der SED-Diktatur als einer von drei Nachfolgegesellschaften des Nationalsozialismus. Im Gespräch mit Cornelia Siebeck werden die Herausgeber_innen Enrico Heitzer, Martin Jander, Anetta Kahane und Patrice Poutrus den Sammelband vorstellen. Herausgeber_innen und Autor_innen nehmen mit dem Buch eine Diskussion auf, die mit dem Band 3 der Schriftenreihe des Berliner Zentrums für Antisemitismusforschung eröffnet wurde. Er war 1995 von Werner Bergmann, Rainer Erb und Albert Lichtblau unter dem Titel Schwieriges Erbe: der Umgang mit Nationalsozialismus und Antisemitismus in Österreich, der DDR und der Bundesrepublik Deutschland veröffentlicht worden. Enrico Heitzer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Gedenkstätte und des Museums Sachsenhausen/Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten. Martin Jander, Historiker, Dozent und Journalist, unterrichtet deutsche und europäische Geschichte an der Stanford University (Berlin), der New York University (Berlin) sowie im Programm FU-BEST. Anetta Kahane ist Schriftstellerin und die Vorsitzende der 1998 von ihr gegründeten Amadeu Antonio Stiftung. 1991 gründete Kahane die RAA e.V. (Regionale Arbeitsstellen für Ausländerfragen, Jugendarbeit und Schule) für die neuen Bundesländer. Patrice G. Poutrus, Historiker und Dozent, hat zuletzt an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder die Professur für Vergleichende Kultur- und Sozialanthropologie spätmoderner Gesellschaften vertreten. Cornelia Siebeck, Historikerin, forscht und publiziert zu geschichtskulturellen Fragen. Darüber hinaus betätigt sie sich in der historischen Bildungs- und Vermittlungsarbeit. In Kooperation mit Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen e.V.



[aus dem CEE IEH #253]

07.12.2018
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