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Termin: 10.05.2017

Café

Mittwoch, 10.05.2017, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 19:30 Uhr

»Wer nicht feiert...« Ein Gespräch über den linken Umgang mit dem »Tag der Befreiung«

»Der 9. Mai 1945 war ein Festtag: Die Wüste des Krieges endete: Doch in fast jedem von uns hatte sich eine neue Wüste aufgetan, eine Wüste, die nie grünen wird: Die Erinnerung an die Lieben.«
Ilja Ehrenburg – Menschen, Jahre, Leben, Memoiren III.

Der 8. bzw. 9. Mai haben als Tag der bedingungslosen Kapitulation des NS-Regimes für Linke unterschiedlicher Couleur eine identitätsstiftende Bedeutung. Jedes Jahr auf’s Neue gibt es Demos, Partys und Feste, um den »Tag der Befreiung« zu zelebrieren, ganz nach dem Motto »Party like it`s 1945«.

Die Geschichte des 8. Mai seit 1945 ist komplex. Während die DDR den Tag – angelehnt an die Sowjetischen Erinnerungspraktiken – zu einem zentralen Gedenktag machte, dominierte in der Bundesrepublik über Jahrzehnte die Interpretation des 8. Mai als Niederlage und die Abwehr gegen den Begriff »Befreiung«. Auch die auf der Ebene der politischen Repräsentation vollzogene rhetorische Anerkennung der NS-Taten sowie ihrer Opfer, die angestrebte »Erlösung durch Erinnerung« täuschen nicht darüber hinweg, dass dem 8. Mai bis heute keine große Relevanz beigeordnet wird. Hinzu kommen Forderungen einer erstarkenden Rechten nach einer »erinnerungspolitischen Wende«.

Gedenkfeierlichkeiten am 8. Mai wurden in der Bundesrepublik zunächst von Verfolgten des Nationalsozialismus durchgeführt. In den 1970rn Jahren folgten Zehntausende den Aufrufen von der VVN-BDA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes), Gewerkschaften und anderen Gruppen zu Demonstrationen rund um den 8. Mai, bei denen das historische Ereignis mit tagespolitischen Themen verknüpft wurde.

Spätestens seit der Auflösung der Sowjetunion sowie der »Wiedervereinigung« steht der »Tag der Befreiung« unter neuen Vorzeichen. Parallel zu einer wachsenden Bedeutung für die geschichtspolitische Inszenierung der russländischen Regierung haben heute auch einige Events in Deutschland wieder an Bedeutung gewonnen. In den letzten Jahren versammelten sich Tausende am Sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park in Berlin, darunter Anarchist_innen, Stalinist_innen, Reichsbürger_innen und Verschwörungsideolog_innen.

Die Veranstaltung »Wer nicht feiert...« Ein Gespräch über den linken Umgang mit dem »Tag der Befreiung« widmet sich der Frage, in welchem Spannungsfeld sich das Gedenken befindet und wo Linke sich in diesem wiederfinden. Wessen wird gedacht, und mit welcher Perspektive?

Podium:
Natalka Neshevets (Visual Culture Research Center, Kiew)
Vertreter_in des AK Loukanikos
Johannes Spohr (Historiker und Journalist)

Moderation:
Initiative »Geschichte vermitteln« Leipzig

Eine gemeinsame Veranstaltung der Initiative »Geschichte vermitteln« Leipzig und dem Conne Island. Gefördert durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung.

»Wer nicht feiert...«
Ein Gespräch über den linken Umgang mit dem »Tag der Befreiung«


»Der 9. Mai 1945 war ein Festtag: Die Wüste des Krieges endete: Doch in fast jedem von uns hatte sich eine neue Wüste aufgetan, eine Wüste, die nie grünen wird: Die Erinnerung an die Lieben.«
Ilja Ehrenburg – Menschen, Jahre, Leben, Memoiren III.

Der 8. bzw. 9. Mai haben als Tag der bedingungslosen Kapitulation des NS-Regimes für Linke unterschiedlicher Couleur eine identitätsstiftende Bedeutung. Jedes Jahr auf’s Neue gibt es Demos, Partys und Feste, um den »Tag der Befreiung« zu zelebrieren, ganz nach dem Motto »Party like it`s 1945«. 

Die Geschichte des 8. Mai seit 1945 ist komplex. Während die DDR den Tag – angelehnt an die Sowjetischen Erinnerungspraktiken – zu einem zentralen Gedenktag machte, dominierte in der Bundesrepublik über Jahrzehnte die Interpretation des 8. Mai als Niederlage und die Abwehr gegen den Begriff »Befreiung«. Auch die auf der Ebene der politischen Repräsentation vollzogene rhetorische Anerkennung der NS-Taten sowie ihrer Opfer, die angestrebte »Erlösung durch Erinnerung« täuschen nicht darüber hinweg, dass dem 8. Mai bis heute keine große Relevanz beigeordnet wird. Hinzu kommen Forderungen einer erstarkenden Rechten nach einer »erinnerungspolitischen Wende«.

Gedenkfeierlichkeiten am 8. Mai wurden in der Bundesrepublik zunächst von Verfolgten des Nationalsozialismus durchgeführt. In den 1970rn Jahren folgten Zehntausende den Aufrufen von der VVN-BDA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes), Gewerkschaften und anderen Gruppen zu Demonstrationen rund um den 8. Mai, bei denen das historische Ereignis mit tagespolitischen Themen verknüpft wurde.

Spätestens seit der Auflösung der Sowjetunion sowie der »Wiedervereinigung« steht der »Tag der Befreiung« unter neuen Vorzeichen. Parallel zu einer wachsenden Bedeutung für die geschichtspolitische Inszenierung der russländischen Regierung haben heute auch einige Events in Deutschland wieder an Bedeutung gewonnen. In den letzten Jahren versammelten sich Tausende am Sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park in Berlin, darunter Anarchist_innen, Stalinist_innen, Reichsbürger_innen und Verschwörungsideolog_innen.

Die Veranstaltung »Wer nicht feiert...« Ein Gespräch über den linken Umgang mit dem »Tag der Befreiung« widmet sich der Frage, in welchem Spannungsfeld sich das Gedenken befindet und wo Linke sich in diesem wiederfinden. Wessen wird gedacht, und mit welcher Perspektive?

Podium:
Natalka Neshevets (Visual Culture Research Center, Kiew)
Vertreter_in des AK Loukanikos 
Johannes Spohr (Historiker und Journalist)

Moderation: 
Initiative »Geschichte vermitteln« Leipzig

Eine gemeinsame Veranstaltung der Initiative »Geschichte vermitteln« Leipzig und dem Conne Island. Gefördert durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung.



[aus dem CEE IEH #241]

31.03.2017
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Tel.: 0341-3013028, Fax: 0341-3026503
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