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Termin: 26.06.2015

Café

Freitag, 26.06.2015, Einlass: 19:00 Uhr

Gespräch mit Julian Bruns

Kulturrevolution von Rechts –
In der Krise der Repräsentation

Ein Gespräch mit Julian Bruns, Autor von: Rechte Kulturrevolution. Wer und was ist die Neue Rechte von heute?

Die letzte Veranstaltung widmet sich der Form und dem Inhalt der Neuen Rechten in Deutschland, der es im Jahr 2014 gelungen ist, ihre Ideen über die eigenen Protagonist_innen hinaus auf die Straße zu tragen. Die Neue Rechte profitiert dabei von der von Nicos Poulantzas charakterisierten Krise der Repräsentation, in welcher etablierte Parteien und Institutionen an Legitimität verlieren. Die Neue Rechte bietet vermeintliche Lösungsansätze und stellt sich als Alternative zum herrschenden System dar, obwohl sie eigentlich zu einer kulturellen, sozialen und ökonomischen Elite gehört. Jenen, die sich nicht mehr vertreten fühlen, bieten Mobilisierungen wie PEGIDA ein neues politisches Zuhause. In der Veranstaltung soll diskutiert werden, wie sich die Neue Rechte in Deutschland insbesondere seit den 2000er Jahren entwickelt hat, welche gesellschaftlichen Ursachen für ihre gegenwärtige Stärkung benannt werden können und wie eine radikale Linke mit PEGIDA und Co. umgehen sollte.

Info zur Reihe:
Zum Schicksal Verdammt.
Nationale Sehnsucht Zwischen Ursprung Und Mythos


Veranstaltungsreihe zur Neuen Rechten

Ende des Jahres 2014 wurde mit PEGIDA und ihren vornehmlich ostdeutschen Ablegern eine rechte Bewegung scheinbar neuen Typs unübersehbar. Neu sind Auftreten und Inhalt der Bewegung keineswegs, nur war das Bild des irrational argumentierenden Wutbürgers anfänglich vom Schein des unbefleckten Demokraten übertüncht, der letztlich nichts mit Nazis gemein habe und sogar weitaus demokratischer, da „direkt-demokratisch“, als der etablierte Politikbetrieb handle. Auch im europäischen Vergleich stellt das Gebaren keine Neuheit dar und findet sich in ähnlicher Form bereits deutlich länger in Frankreich, England und anderswo. Bei diesem Aufbegehren handelt es sich um eine konformistische Revolte, dem Ruf nach einer Politik also, die ohnehin stattfindet, aber in der Vorstellung der Empörten nicht in letzter Konsequenz umgesetzt wird. In der gegenwärtigen gesellschaftlichen Krise, die sich als Krise der kapitalistischen Ökonomie und der Krise der staatlichen Repräsentation gleichermaßen darstellt, gewinnen Lösungsansätze - durchaus auch utopische - an Bedeutung. Was diese Bewegungen der Neuen Rechten aber eint, sind autoritäre Antworten auf sozio-ökonomische Fragen, die stets vom Rückgriff auf Nation, Geschlecht und andere „angeborene“ Eigenschaften leben, diesen Natürlichkeit unterstellen und nichts von Dynamiken und Widersprüchlichkeiten von Gesellschaftsformen der bisherigen Menschheitsgeschichte verstehen.


30.04.2015
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