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Termin: 10.02.2012

Café

Freitag, 10.02.2012, Einlass: 21:00 Uhr

Lords of the Underground (New Jersey)
Doppelgangaz (New York)

Pre- & Aftershow:
DJ Saibz (Fu Hands)
Phax


siehe auch: thedoppelgangaz.com, facebook.com/pages/LORDS-OF-THE-UNDERGROUND/40994194081, de-de.facebook.com/pages/Saibz/199134090103674, youtube.com/watch?v=LUB0Ky4UzCQ
Lords of the Underground

Der wohl bekannteste Song der aus Newark (NJ) stammenden Formation um DJ Lord Jazz, Mr. Funke und DoItAll Dupré ist bis heute „Tic Toc“. Dabei kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass ausnahmslos jeder diesen Song schon auf einer x-beliebigen mid-ninties-HipHop-Party gehört hat. Sie aber nur auf diesen Song zu reduzieren, wird ihnen im Gegensatz zu z.B. Luniz einfach nicht gerecht. In diese Kerbe der 90er-Überhits schlagen genauso Songs wie „Neva Faded“, „Chief Rocka“ oder „What I`m After“ mit Redman. Für die treibenden Drumsets und Sample-based Beats war hauptsächlich Marley Marl verantwortlich. Auch ein Grund, warum ihr Sound dem der New Yorker sehr ähnlich war. Ihre größten Zeiten hatten die Lords of the Underground zwischen 1992 und 1994 mit den beiden Alben „Here Come The Lords“ und „Keepers Of The Funk“. Dazu wählte sie Black Entertainment Television (BET; Pendant zu MTV für afroamerikanische Künstler) 1993 zur „Best Rap-Crew“. Nachdem sich Ende der 90er die Inhalte verlagerten und sich Crews wie Mobb Deep mit einem deutlich härteren Ton aufschwangen, verschwanden die Lords mehr oder weniger von der Bildfläche. Erst 1999 erschien mit „Ressurection“ ihr drittes Studioalbum auf Queen Latifahs Label Jersey Kidz, das aber von den Medien unbeachtet letztlich vor die Wand fuhr. Es dauerte weitere acht Jahre, bis ihr bislang letztes Album „House of Lords“ mit einem deutlich angepassten Sound erschien.
Angesichts dieser Tatsache wird es spannend sein, ob und wie sie in der Lage sind, an ihren alten Flavour anzuknüpfen. Das entsprechende Arsenal besitzen sie auf alle Fälle. Und wenn alles nicht hilft, gibt es noch den neuen „Super-Geheimtipp“ (weil es jeder postet, der Ahnung hat) Doppelgangaz. Völlig verwirrt über den Namen erwartete ich jetzt einen deutschen Support aus Limburg und war positiv überrascht, was da zwei Jungs aus New York unters Volk bringen. Mit „Lone Sharks“ präsentiert sich da ein so dermaßen nach dem New York der 90er klingendes, aber modern produziertes Album, dass ein Blick auf den Kalender nötig ist, um sich wieder in 2012 einzufinden. Einen kurzen Youtube-Ausflug kann ich jedem nur empfehlen. Dope!

Sci.



[aus dem CEE IEH #192]

09.02.2012
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