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Termin: 18.05.2011

Café

Mittwoch, 18.05.2011, Einlass: 21:00 Uhr

M3 HIP HOP presents

Masta Ace (EMC)
Stricklin
DJ Marco Polo
Black Milk & Live-Band (Fat Beats, Detroit)
feat. Daru (drums), AB (Keys + vocals) + DJ
Pseudo Slang (Fat Beats, Buffalo)

Support: DJ Sicstyle (Spitainment)

siehe auch: myspace.com/blackmk, myspace.com/mastaaceofficial
Masta Ace, Black Milk ...

Es gibt eine Hand voll Acts, die ich gern und auch häufig auf allen möglichen Veranstaltungen verfolgt habe. Und es gibt Acts, die mich derart enttäuscht haben, dass der Konzertbesuch zu den Fehlentscheidungen meines Konzertlebens zählt. In die erste Kategorie fällt auf jeden Fall Masta Ace und sei es nur weil ich das „A Long Hot Summer“-Album nach wie vor komplett und bedingungslose feiere. Aber das wirklich entscheidende ist: er hat es auf der Bühne in allen Belangen raus. Ähnliches gilt, wenn auch mit Startschwierigkeiten, für Black Milk. Seit er mit seiner Live-Band auf Tour geht, gehört seine/deren Performance mit zu den stärksten aus Übersee. Werfen wir also beides zusammen und das Ergebnis verspricht einen hervorragenden Abend.
Wer Masta Ace nicht kennt, hat grundsätzlich etwas nachzuholen. Als Mitglied der legendären Juice-Crew (zu der auch Marley Marl, MC Shan, Big Daddy Kane, Biz Markie, Roxanne Shanté, Tragedy Khadafi und Craig G gehören) veröffentlichte der damals 23-jährige Ace 1990 sein erstes Album „Take A Look Around“. Danach verließ er allerdings wegen (finanzieller) Erfolglosigkeit sein damaliges Label Cold Chillin` Records und ging einen Vertriebsdeal mit Deliciouse Vinyl ein. Hier veröffentlichte er als Masta Ace Incorporated (zusammen mit Paula Perry und Lord Digga) „SlaughtaHouse“ (1993) und später „Sittin` On Chrome“ (1995) mit dem allseits bekannten „Born To Roll“. Musikalisch orientierte er sich dabei an der Synthie-Bauweise der Westküste – und das als New Yorker. Nach „Sittin` On Chrome“ wurde es etwas ruhiger, auch wenn Ace nicht untätig war. Trotzdem erschien erst 2001 sein bislang vorletztes Soloalbum. „Disposable Arts“ ist ein reines Konzeptalbum und erzählt die Geschichte eines Ex-Häftlings. Mit dem Ende seiner Solokarriere erschien 2004 das bereits angesprochene Album „A Long Hot Summer“, einem quasi Prequel zu „Disposable Arts“. In der Folge trat Masta Ace zwar weiterhin auf, blieb aber zumindest musikalisch seinem Rücktritt treu und erschien „nur“ als Teil von eMC (mit Strick, Punchline und Wordsworth) und Arts&Entertainment (mit Edo G.). In dieser Formation war er auch Ende 2009 das letzte Mal im Island vorstellig.
Bei Black Milk ist der letzte Besuch noch nicht ganz so lange her und dieser gehörte dem damaligen Headliner geschuldet leider zu den mäßigen Abenden, die mich dazu veranlassen, MF Doom (z.B.) ganz bestimmt nicht mehr sehen zu müssen – seine Musik in allen Ehren. Umso erfreulicher war die Performance von Milk plus Band, kein Vergleich zu seinem ersten Auftritt anno 2008 im Island. Ursprünglich ist Milk ein Producer, der vorwiegend Sample-basierte Beats an der MPC schraubt und schon für Slum Village oder auch Llyod Banks (jaja, G-Unit) produziert hat. Verglichen wird er aufgrund seines Sounds sehr oft mit J Dilla, den er selbst auch als seinen größten Einfluss nennt. Trotz oder auch wegen seiner Producertätigkeit veröffentlichte er seit 2005 bereits sechs Alben und eine EP, auf denen er selbst für den verbalen Anteil verantwortlich war. Sein bisher letztes Album stammt aus dem letzten Jahr und trägt den passenden Titel „Album Of The Year“. Ich würde jetzt nicht ganz so weit gehen, aber es ist definitiv ein Top 5-Album in 2010 und steht stellvertretend für Milk`s Output der letzten Jahre.
Komplettiert wird das Line-Up durch Stricklin, Pseudo Slang und Marco Polo. Der kanadische Produzent machte 2007 mit seinem Debütalbum „Port Authority“ erstmals auf sich aufmerksam, nachdem er bereits für Ace, Sadat X und die Boot Camp Clikk-Beats lieferte. Musikalisch bewegt er sich dabei irgendwo zwischen DJ Premier, 9th Wonder und Pete Rock und rundet den Abend dementsprechend ab. Bei all den Daten, Fakten und Name-Drops bleibt eigentlich zusammenfassend nur einen schönen Abend zu wünschen – bei diesem Line-Up ist das aber auch keine Frage.

Sci.



[aus dem CEE IEH #187]

16.05.2011
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