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Alle Termine für den 16.10.2010

Café

Samstag, 16.10.2010, Einlass: 19:00 Uhr, Beginn: 20:00 Uhr

postland presents:

Mice Parade (Fat Cat)
"six piece two drumming rhytmic future jazz dub world electronic ensemble expierience"
w/ adam pierce and dough scharin - members of enablers /him / codeine / june of 44 / rex"
Laetitia Sadier (Drag City)
"the voice of Stereolab - solo"
Silje Nes (Fat Cat)

Gefördert durch Amplify! und dem Fonds Soziokultur

- PÜNKLICHER BEGINN! -

siehe auch: myspace.com/miceparadeband, myspace.com/laetitiasadier, myspace.com/siljenes, myspace.com/dougscharin
Samstag, 16.10.2010, Einlass: 24:00 Uhr

electric island FALL edition

prosumer /dj (Panoramabar, Ostgut - Bln)
anna /dj (Pacotek - jrslm)
resom /dj (homo elektrik -lpz)
rentek /dj (caramba! - lpz)

siehe auch: pacotek.com, myspace.com/prosumer, myspace.com/pacotek, myspace.com/resoms, myspace.com/djrentek
Mice Parade, Laetitia Sadier, Silje Nes

„What It Means To Be Left-Handed“ ist das verblüffende neue Album von Mice Parade. Es ist das erste, das in der zweiten Dekade der Band-Existenz veröffentlicht wurde, das sechste, das über FatCat erschien, und ein schimmernder Beitrag zu einem glühenden musikalischen Kanon.

Versehen mit Farbsprengseln von westafrikanischen Highlife, Flamenco, brasilianischem Jazz und sogar 80er Indie-Rock ist das Album ebenso explizit un-hip und unverkennbar-eigenwillig wie die vorherigen Alben der Band.

Gegründet vom Multi-Talent Adam Pierce in den späten 90ern war Mice Parade ursprünglich ein Solo-Projekt, bei dem Pierce jeden Instrumental-Track schrieb und aufnahm. Nun umspannt die Band eine global-zusammengewürfelte Handvoll von Mitspielern, darunter die klassische Gitarristin Caroline Lufkin (aka Temporary Residence's Caroline), Dan Lippel und den Drummer Doug Scharin (von HiM, Codeine, Rex, Loftus, Enablers), die neben Gast-Spieler wie dem Swahili Sänger Somi, Meredith Godreau – aka Gregory & The Hawk (FatCat) – und Mitgliedern der japanischen Bands Clammbon und Toe, neben einer Vielzahl anderer musikalischer Alliierter, ausgewählt von Pierce. Dieser bleibt wie bisher der prominenteste Performer auf der neuen Platte. Seine Percussions sind inspiriert und einzigartig; seine Flamenco-Gitarre ist fließend und graziös; dichte musikalische Texturen geformt von Percussion-Instrumenten, Keyboards und subtilen Samples untermauern eine Reichhaltigkeit an Instrumenten. Wie bei den frühesten Werken von Mice Parade hat Pierce keine festen Grundmuster, die erfüllt sein müssen, bevor er den „record“-Button drückt, sondern produziert nach einem „create-as-you-go“-Prinzip.

Live werden Mice Parade als „six piece two drumming rhythmic future jazz dub world electronic ensemble expierience“ im Conne Island auf der Bühne stehen – Adam Pierce gemeinsam mit Dough Scharin, Laetitia Sadier (Drag City – „the voice of Stereolab – solo“) sowie Silje Nes (Fat Cat) u.a..

Wie immer ein postland-Abend der Extraklasse. See you!

Promoinfos



[aus dem CEE IEH #180]
 electric island  fall edition

Ein Traum wird wahr. Einer, der schon lange geträumt wird und wo klar, dass er ein gutes Ende nimmt. Denn das wird es nehmen – sind die Protagonist/innen doch erfahren in ihrer Rolle als Traumtanzende. Schließt ihr die Augen und lauscht, passiert folgendes: Auf eine ganze Weile melodisch rollende Bassline setzen Snare und Hihats ein und treiben Tanzbeine anderer Unbestimmter, aber sicher Anwesender an. Mehr und mehr davon verfallen der Illusion – Raum und Zeit lösen sich in Wohlbefinden auf. Eine sinnliche Stimme ertönt, aber übertreibt es nicht – eine Kunst, die nicht jede/r beherrscht. Es wird nach Jack gerufen. Es ist klassischer Chicago House – gefeiert von dem Traumprotagonisten mit der größten Vorliebe für Pralinen.

Prosumer.

Achim Brandenburg aka Prosumer ist bekannt geworden durch seine Veröffentlichungen bei Ostgut Ton, Mobilee und Playhouse und natürlich seine Wahnsinnssets in der Berliner Panoramabar. Darin schafft er das, was selten passiert – die Lauschenden werden mitgenommen auf eine Reise in die Geschichte der House-Musik, ohne sich dabei auf eine Genredefition festzulegen oder aktuelle Releases auszusparen. Es ist eine Reise durch die eigene (Radio-)Geschichte – sind wir doch alle (mehr oder weniger) Kinder der achtziger Jahre. So wird ein DJ-Set zu einer individuell persönlichen Sache und genau das ist das Besondere daran. Wenn sich Menschen auf einem Tanzflur begegnen, sich, ein Musikstück erkennend, begeistert in die Augen sehen, aufeinander zugehen, als wenn man sich schon immer kannte und immer kennen wird.
Diese kleinen Geschichten bleiben bestehen, werden mit nach Hause genommen und weitergetragen. Prosumer spielt aus Leib und Seele heraus, singt mit und lebt jeden einzelnen Ton, der die Vinylrillen verlässt und dieser Sound ist prägnant analog.
Seit Anfang der 1990er beschäftigt er sich intensiv mit diesem analog produzierten „Chicago-Detroit-House-Techno“ und intensivierte sein Wissen im damaligen Saarbrücker HARDWAX – als Konsument und Plattenverkäufer. Mittlerweile arbeitet er bei der Berliner HARDWAX-Mutti. Dort macht er neben dem Verkauf auch den Einkauf im House-Bereich mit. 2008 produzierte er zusammen mit Murat Tepeli sein erstes Album „Serenity“ (Ostgut Ton 2008) – ein klassisches House-Album. „House ist dabei für Achim und Murat eine universelle Sprache, eine Matrix, auf die sie unterschiedliche Stimmungen legen: ihre Tracks erzählen ebenso von Wut und Trauer, sie beleuchten die stillen Momente genauso wie lauten.“ Und das zu einer Zeit, in der House plötzlich wieder ganz groß im Kommen war und alle Labels unbedingt House releasen und alle DJs gaaaanz viel House spielen mussten. Hier haben Murat und Achim definitiv einen Meilenstein gesetzt, an das kaum ein anderes Release herankam (es sei denn, es war ein Re-Release alter Klassiker wie Larry Heard oder Lil Louis).

Die Wochenenden über ist er auf der ganzen Welt als DJ unterwegs – fragt sich: Wann bleibt Zeit zum Produzieren oder für Freund/innen, was ihm nicht weniger wichtig ist. Doch scheinbar gibt es die Zeit zum Produzieren – im letzten Jahr sind einige Remixe und Co-Produktionen (mit Labelkollegin Tamasumo) entstanden. Mit der war er auch schon einige Male bei gemeinsamen Freund/innen in Israel zu Gast und sorgte auch dort für ordentlich Furore. Eine der beiden Pacotek`s haben wir zusammen mit Achim ins Conne Island eingeladen. Anna Haleta`s Sound ist ebenso Soul and Heartbreak wie bei Prosumer, aber eben anders – gröber und feinfühliger, straighter und verfrickelter, fern ab von Genres und nah an the (Hardwax) Sales Charts. An Qualität wird es dabei genauso wenig fehlen wie bei der Musikauswahl von resom und rentek, die den Rahmen des Abends bilden werden. Was sie alle vereint, ist die Liebe zum Spezifischen in der Musik und neben dem „four to the floor“ auch an das dazwischen, das danach und das davor zu denken. Und so steht nicht nur im Jerusalemer Plattenladencafé Uganda, wo Anna arbeitet, auf der Auslaufrille von Achim und Murats Album „Serenity“ und bei resom und rentek sowieso überall: Tanzen ist die wärmste Jacke!

You are invited to celebrate this familiar feeling!

uns_resi



[aus dem CEE IEH #180]

30.05.2020
Conne Island, Koburger Str. 3, 04277 Leipzig
Tel.: 0341-3013028, Fax: 0341-3026503
info@conne-island.de, tickets@conne-island.de