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NEWS

13.03.2017
CEE IEH #239 online! | »

07.03.2017
Polizei Leipzig verharmlost sexualisierten Übergriff und wirft dem Conne Island zu Unrecht Rassismus vor

15.02.2017
Conne Island gewinnt Klage gegen Überwachungsmaßnahmen durch Verfassungsschutz

15.02.2017
FSJ im Conne Island

31.01.2017
VVK-Stelle im Osten! | »

15.11.2016
Abgesagt! Talib Kweli | »

07.10.2016
Ein Schritt vor, zwei zurück

05.10.2016
Tickets ab jetzt auch im Drift! - Neue VVK-Stelle in Plagwitz | »

21.09.2016
Stellungnahme des Conne Islands zum Artikel der Bild-Zeitung vom 20.09.16 und den Vorwürfen des CDU Stadtrats Ansbert Maciejewski

13.01.2016
Pressemitteilung des Conne Island anlässlich der Naziangriffe auf Connewitz am 11.01.2016

07.04.2014
Sexismus, nein danke | »

17.09.2012
Unterstützung bei sexistischen Erfahrungen im Conne Island | »

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Plakate, Flyer etc. für die Sparte Infoveranstaltung

Aktuelle Flyer und Plakate

20.04.2016, 19:00 Uhr:

Leipzig nach Plauen: Nazi-Aufmarsch verhindern – völkischen Mob in die Schranken weisen!

Die Antifa Klein-Paris und The Future is Unwritten rufen alle Leipziger Antifaschist*innen dazu auf, am 1. Mai nach Plauen zu fahren und dem Nazi-Aufmarsch des III. Weg und dem völkischen Mob entgegenzutreten. Die Aufrufe der Antifaschistischen Gruppen des Vogtlands und von …ums Ganze! findet ihr unter vorliegenden Links.
Der 1. Mai: ein Datum von historischer Bedeutung. In der Tradition der Haymarket Riots in Chicago 1886 von der revolutionären Linken als internationaler Kampftag der Arbeiter*innenklasse begangen, von den Nazis 1933 zum Feiertag gemacht, um wenig später die Gewerkschaften zu zerschlagen und in der BRD als „Tag der Arbeit“ von den Gewerkschaften zum affirmativen und lohnarbeits-vergötzenden Bratwurstessen umgestaltet. Egal, ob wir als radikale Linke den 1. Mai fuer ein wichtiges Datum im Kampf gegen Ausbeutung und Lohnarbeit halten, müssen wir uns an diesem Datum einer Aufgabe immer wieder stellen: den Nazis, die diesen Tag – des Sinns schon lange entleert – leicht vereinnahmen können. Und die sind in Sachsen bei weitem nicht das einzige Problem. Sie sind nur der offensivste Ausdruck einer rassistischen Volksgemeinschaft in der sich von Dorfbürgermeister*innen über Polizeibeamt*innen bis zu veritablen Brandstifter*innen alle einig sind: „Deutschland muss deutsch bleiben, Geflüchtete haben hier keinen Platz.“

Der III. Weg auf dem Vormarsch

Für den 1. Mai 2016 mobilisiert in Plauen die rechtsradikale Partei Der III. Weg. Ähnlich wie Christian Worchs DIE RECHTE wurde die Partei gegründet, um verbotenen Kameradschaftsstrukturen eine legale Plattform für die politische Arbeit zu bieten. Und das ist geglückt. Bestens vernetzt und durchsetzt mit erfahrenen Nazi-Kadern organisiert sich der III. Weg bundesweit (aber vor allem in Thüringen, Südsachsen, Bayern und Brandenburg). Plauen ist dabei ein strategisch wichtiger Ort. An der Grenze von Sachsen zu Bayern, Thüringen und Tschechien eignet er sich bestens für die Vernetzung diverser Nazi-Strukturen. Antifaschistischen Recherchen zufolge soll es ein rechtes Hausprojekt in Plauen geben, das von Mitgliedern des III. Weg mitorganisiert wird. Außerdem gibt es einen gezielten Zuzug von Kadern der Partei in die Region und Planuen selbst wird als „Stützpunkt“ bezeichnet. Zugleich ist der III: Weg federführend an der Organisation von Protesten gegen Geflüchtete beteiligt. Neben einem Strategiepapier indem erklärt wird, wie man rassistische „Bürgerinitiativen“ aufbaut und führt, recherchiert und verbreitet der III. Weg wo es Geflüchtetenunterkünfte gibt um rassistischen Protesten und Anschlägen den Boden zu bereiten.
Bereits in den letzten beiden Jahren organisierte der III. Weg Aufmärsche mit hunderten Teilnehmer*innen am 1. Mai. 2014 in Plauen und 2015 im thüringischen Saalfeld. Bei letzterem wurden nicht nur Polizeikräfte attackiert, es kam auch zu mehreren Angriffen auf Antifaschist*innen und alternative Projekte. Außerdem sprach dort unter anderem Maik Eminger, der Bruder des im NSU-Prozess in München angeklagten Andre Eminger. Gute Kontakte scheinen auch in die westdeutsche Nazihochburg Dortmund zu bestehen: im November 2014 waren diverse dortmunder Nazis von DIE RECHTE zu einem Nazi-Konzert auf einem Privatgrundstück im vogtländischen Zobes eingeladen. Und auch in diesem Jahr zeigt sich die Reichweite der rechten Vernetzung: für den 1. Mai in Plauen hat sich nicht nur die britische National Action angekündigt, die auch schon mal mit einem Transparent mit der Aufschrift « Hitler was right » in Erscheinung getreten war, sondern auch Neofaschist*innen aus Ungarn und Mitglieder der griechischen „Golden Morgenröte“.

Emanzipatorische Politik in der völkischen Doppelzange

Die allgemeine politische Stimmung in Plauen macht es dem III. Weg allerdings auch denkbar einfach sich zu entfalten. In der größten Stadt des Vogtlands zeigt sich eine völkische Hegemonie, die Anlass zu großer Sorge gibt. Im letzten Jahr konnte dort ein völkisch-nationalistisches Demo-Bündnis unter dem Label „Wir sind Deutschland“ (WSD) mehrfach bis zu 5000 Personen auf die Straße bringen. Vom Plauener Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) öffentlich befürwortet, kann sich das Bündnis rühmen, Widerhall in der etablierten Politik der Region zu finden. Während sich die Organisatoren Gunnar Gemeinhardt und Michael Oheim von rechter Ideologie distanzieren, lassen sie lokale Nazi-Kader, überregional bekannte Rechtsradikale wie Curd Schumacher, rassistische Sicherheitsunternehmer und antimuslimisch besorgte Bürger*innen ohne Probleme auf die Bühne. Neben diesen waren jedoch auch Ikonen der verschwörungstheoretischen Montagsmahnwachen wie Ken Jebsen Redner bei „Wir sind Deutschland“. Und auch die FDP reiht sich in die völkische Selbstinszenierung ein. So gab sich auf der Bühne von WSD auch schon der FDP-Kreisrat Sven Gerbeth die Ehre. Emanzipatorische Kräfte in Plauen sehen sich also vor einem doppelten Problem: einerseits müssen die militanten Nationalsozialist*innen vom III. Weg bekämpft werden, zugleich besteht jedoch eine völkische Massenbewegung mit Unterstützung der Stadtoberen – selbst für sächsische Verhältnisse keine alltägliche Situation.

Solidarität muss praktisch werden: Antifaschismus in der sächsischen Provinz supporten!

Die vergleichbar kleine Stadt Plauen hat es geschafft, überregionale Relevanz zu erlangen. Plauen hat kein Nazi-Problem: Plauen ist ein Nazi-Problem. Und am 1. Mai droht derzeit der größte Naziaufmarsch in der BRD eben dort statt zu finden. Der III. Weg kann auf die Unterstützung eines überregionalen Nazi-Netzwerkes bauen und „Wir sind Deutschland“ wird sowohl von der etablierten Lokalpolitik, als auch von der Bevölkerung gedeckt – antifaschistische Störenfriede unerwünscht. Für lokale, emanzipatorische Strukturen ist der Kampf gegen derartige Akteure auf Dauer nicht ohne Unterstützung von außerhalb zu gewinnen. Diese Unterstützung muss notwendiger Weise langfristig gedacht sein. Dennoch ist es auch wichtig, zu bestimmten Events zu mobilisieren. Die Stadt Plauen muss als Ganzes zu spüren bekommen, dass völkischer Rassismus und Nazi-Aktivitäten unangenehme Konsequenzen haben: überregionale Antifa-Mobilisierungen, große Polizeiaufgebote, Verkehrsbeeinträchtigungen und negative Aufmerksamkeit in der regionalen Presse. Wenn Rassismus ohne negative Folgen für die Akteur*innen bleibt, so ist dies in letzter Konsequenz eine Motivation zum Weitermachen, zum Ausbau ihrer Aktivitäten. Am 1. Mai werden wir in Plauen alles unternehmen, um dem III. Weg den Aufmarsch zu vermiesen und wenn wir genug sind, die sächsichen Verhältnis etwas zum Tanzen zu bringen!

Leipzig fährt nach Plauen!
Nationalismus ist keine Alternative!
Nazi-Aufmarsch? No way!

Antifa Klein-Paris und the future is unwritten.
Achtet auf Ankündigungen!


Webbanner


19.03.2016, 19:00 Uhr:

Vorsicht Volk!

Lesung und Podiumsdiskussion


Flyer


18.03.2016, 19:00 Uhr:

Dabei Geblieben – Aktivist_innen erzählen vom Älterwerden und Weiterkämpfen

Lesung


Flyer


09.03.2016, 19:00 Uhr:

TIME TO ACT! Mobilisierungsveranstaltung zum Antifaschistischen Jugendkongress

The future is unwritten - Leipzig & die Antifa Klein Paris (AKP) informieren zum TIME TO ACT! Antifaschistischer Jugendkongress vom 01.-03.04.16 in Chemnitz:

"Es ist kalt in Deutschland: Nazis patrouillieren durch die Straßen, tagtäglich gibt es Angriffe auf Geflüchtete und deren Unterkünfte, ständig dasselbe rassistische Stammtischgelaber bei der AfD oder beim örtlichenPegida-Ableger und es steht schon wieder eine Asylrechtsverschärfung an. Wir finden das zum kotzen!

Wenn es euch auch so geht und ihr zusammen mit anderen was dagegen tun wollt, dann kommt zum antifaschistischen Jugendkongress (JuKo) nach Chemnitz!

Vom 1.-3. April erwartet euch ein breites Programm. So gibt es beispielsweise Workshops dazu wie ihr einen Schulstreik organisieren oder eure eigene Gruppe gründen könnt, und was es über Demonstrationen zu wissen gibt. Ihr könnt euch ausprobieren mit Flyergestaltung, Streetart, Selbstverteidigung und vielem mehr. Außerdem gibt es spannende Workshops zu inhaltlichen Themen wie Neonazi-Organisationen, Antirassismus, Feminismus und Kapitalismuskritik. Das komplette Programm findet ihr auf unserer Website.

Zusammen wollen wir uns mit der Gesellschaft, in der wir leben, beschäftigen.

Das ganze Wochenende lang werden wir uns austauschen, gemeinsam Handlungsmöglichkeiten entwickeln, mit euch kritisieren und uns für weitere Aktionen vernetzen. Der JuKo soll neue Perspektiven eröffnen für alle, die sich antifaschistisch, feministisch und antirassistisch organisieren wollen, dies vielleicht schon tun oder einfach nur mehr darüber erfahren wollen, wie man zusammen was verändern kann.

Der Kongress ist kostenlos, es gibt ausreichend Pennplätze und auch für Essen und Getränke wird gesorgt – meldet euch einfach auf der Internetseite an und verbringt ein abwechslungsreiches, politisches und entspanntes Wochenende mit uns in Chemnitz."

Veranstaltet von: Vaag Ost (Vernetzung antifaschistischer und antirassistischer Gruppen Ost)
In Kooperation mit: Projekt Verein e.V./Conne Island
Gefördert durch: Rosa-Luxemburg-Stiftung

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ENGLISH VERSION

"It is getting colder in Germany: fascists are roaming the streets again, refugees and their shelters are beeing attacked every day, the far-right AFD party is fueling the debate with their xenophobic slogans and is plowing the breading ground for the PEGIDA movement. All this is followed by a further tightening of the asylum law: We think that’s absolutely sickening!

You and your friends are having a similiar feeling? It is time to act! Come and join our antifascist youth camp in the city of Chemnitz!

From 1 - 3 April 2016 you can participate in a variety of workshops: From organising a schoolstrike to know-how on demonstrations or the basics on founding an antifascist youth group. You can try to create your own fl yers, learn about streetart and participate in workshops on self-defence. Contentwise there will be workshops on the topics of antiracism, feminism and anticapitalism as well as information about the fascist movement in Saxony. You can fi nd the whole programm on our webpage.

Together we want to analyze the society we live in today.

A whole weekend we want to develop new oportunities for action, share our thoughts together, criticize together, laught together and connect eachother. JUKO is supposed to open new perspectives for everyone trying to organize their lives in an antifascist, feminist and antiracist way. No matter if you are already part of a group or if you are just curious and want to self-organize!

Your parents cut off your pocket money again? No problem: The JuKo is for free! We have enough space for accomodation. We will take care of food and drinks - Just sign in on our webpage, grab your friends and have a good time!"


Plakat und Flyer


27.01.2016, 19:30 Uhr:

Ayaktakımı – Filmvorführung & Diskussion

Ayaktakimi ist ein Dokumentarfilm über die türkische Fankultur. Eine Fankultur, zwischen »industriellem Fußball« und staatlicher Repression.
Fußball in der Türkei ist niemals nur Fußball und beschränkt sich nicht auf den Stadionbesuch oder das Wochenende. Die Begeisterung ist riesig. In den vergangenen Jahren war der türkische Fußball - bei dem Korruption und Manipulation an der Tagesordnung stehen - eher für volle Stadien und fanatische Stimmung, als für guten Fußball berühmt. Die Industrialisierung und Professionalisierung des Sports hat in den letzten Jahren jedoch enorm zugenommen und damit einhergehend auch die Wahrnehmung seiner Fans. In den Medien wird oftmals ein Bild von Vandalen und Hooligans gezeichnet, welche einen familienfreundlichen Sport gefährden würden. Die Rede ist hierbei häufig von »Ayaktakimi« (deutsch: »Fußmannschaft«, Gesindel, Pöbel).

Ayaktakimi thematisiert den modernen Fußball der Türkei mitsamt der vorherrschenden Istanbul-Hegemonie und den Auswirkungen auf die türkische Fankultur. Ein spezieller Fokus des Films liegt auf der staatlichen Repression, welcher sich die Fans ausgesetzt sehen. Es existiert z.B. eine Vielzahl an Fangesetzen. Die größte Einschneidung in die Freiheit der Fans ist »Passolig«, ein personalisiertes E-Ticket, welches von der staatsnahen »aktifbank« herausgegeben wird. Einige Fangruppen boykottieren seither die Stadien, der Protest ist aber uneinheitlich. Spricht man über die Repression gegen türkische Fußballfans, kommt man auch unweigerlich zu den Gezi-Protesten 2013 zurück. Die Proteste liegen inzwischen zwei Jahre zurück, wirken aber bis heute nach und veränderten und politisierten die Fanszenen des Landes von Grund auf. Mit der Fangruppierung Çarsi von Besiktas Istanbul steht aktuell außerdem eine der federführenden türkischen Fangruppen wegen »versuchten Umsturz des Staates« vor Gericht.

Ayaktakimi ist eine kleine filmerische Reise durch die türkischen Tribünen im Jahr 2015 und gibt Einblicke in eine interessante, vielseitige Fankultur in den Städten Istanbul, Ankara, Izmir und Diyarbakir/Amed (kurd.).

Eine Veranstaltung des Roter Stern Leipzig ’99 e. V.


Plakat


16.12.2015, 19:30 Uhr:

POLITIK vs. MUSIK?! — Teil 3

Auf dem Podium der 3. Veranstaltung werden VertreterInnen der Leipziger Locations Werk II, Felsenkeller und dem Conne Island miteinander diskutieren.

Das Conne Island ist seit beinahe 25 Jahren nicht nur für sein umfangreiches Kulturprogramm, sondern vor allem durch die öffentlich gemachten Diskussionen um KünstlerInnen und deren Inhalte bekannt. Wir legen unsere Standards in Bezug auf Sexismus, Rassismus, Homophobie, Antisemitismus usw. nicht nur an uns selbst an, sondern vor allem auch an die Acts, die unsere Bühne betreten. Interne und öffentliche Dispute über unterschiedliche Maßstäbe, vermeintliche Zensur oder kommerzielle Zwänge sind dabei vorhersehbare, wenn auch nervenaufreibende Begleiterscheinungen.

Diese konfrontative Herangehensweise stellt für uns seit jeher den einzigen vorstellbaren Umgang mit dem Zusammenspiel von Politik und Musik dar. Immer wieder stoßen wir dabei auf Unverständnis von KünstlerInnen oder Agenturen für unsere Hartnäckigkeit – oft werden wir aber auch von anderen VeranstalterInnen oder dem Publikum für unsere scheinbare Inkonsequenz gescholten. Längst scheint es, als ob sich zwischen dem Druck der Agenturen, der kommerziellen Notwendigkeit eines professionalisierten Kulturalltags und dem eigenen politischen und kulturellen Anspruch der Raum für Auseinandersetzung in Luft auflöst.

Dazu möchten wir uns gemeinsam mit KünstlerInnen, VeranstalterInnen und KonsumentInnen der Sparten Oi!, Punkrock, Metal, Hardcore, Pop und HipHop Erfahrungen austauschen, möglichst kontrovers diskutieren und gemeinsam zu einem klareren Verständnis der Grenzen bei der Vermischung von Kunst und Politik sowie im Umgang mit dem Publikum finden.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen


Flyer


10.12.2015, 19:30 Uhr:

POLITIK vs. MUSIK?! — Teil 2

Auf dem Podium der 2. Veranstaltung werden Philipp Styra (Four Artists Booking, ehem. DEAG und Creative Talents), Humberto Pereira (KKT - Kikis Kleiner Tourneeservice), Niclas Henßen (Landstreicher Booking) und Marc Nickel (M.A.D. Tourbooking) miteinander diskutieren. Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Kerstin Grether (Popkulturjournalistin u.a »Spex« / Sängerin der Band Doctorella).

Das Conne Island ist seit beinahe 25 Jahren nicht nur für sein umfangreiches Kulturprogramm, sondern vor allem durch die öffentlich gemachten Diskussionen um KünstlerInnen und deren Inhalte bekannt. Wir legen unsere Standards in Bezug auf Sexismus, Rassismus, Homophobie, Antisemitismus usw. nicht nur an uns selbst an, sondern vor allem auch an die Acts, die unsere Bühne betreten. Interne und öffentliche Dispute über unterschiedliche Maßstäbe, vermeintliche Zensur oder kommerzielle Zwänge sind dabei vorhersehbare, wenn auch nervenaufreibende Begleiterscheinungen.

Diese konfrontative Herangehensweise stellt für uns seit jeher den einzigen vorstellbaren Umgang mit dem Zusammenspiel von Politik und Musik dar. Immer wieder stoßen wir dabei auf Unverständnis von KünstlerInnen oder Agenturen für unsere Hartnäckigkeit – oft werden wir aber auch von anderen VeranstalterInnen oder dem Publikum für unsere scheinbare Inkonsequenz gescholten. Längst scheint es, als ob sich zwischen dem Druck der Agenturen, der kommerziellen Notwendigkeit eines professionalisierten Kulturalltags und dem eigenen politischen und kulturellen Anspruch der Raum für Auseinandersetzung in Luft auflöst.

Dazu möchten wir uns gemeinsam mit KünstlerInnen, VeranstalterInnen und KonsumentInnen der Sparten Oi!, Punkrock, Metal, Hardcore, Pop und HipHop Erfahrungen austauschen, möglichst kontrovers diskutieren und gemeinsam zu einem klareren Verständnis der Grenzen bei der Vermischung von Kunst und Politik sowie im Umgang mit dem Publikum finden.

Teil 3:
Auf dem Podium der 3. Veranstaltung, am 16.12.2015, werden VertreterInnen der Leipziger Locations Werk II, Felsenkeller und dem Conne Island miteinander diskutieren.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen


Flyer


03.12.2015, 18:00 Uhr:

KREV – Exile: Zweimal nein heißt einmal ja“? – Podiumsdiskussion zu Sexismus und Übergriffen in linken Zusammenhängen

Wer immer noch glaubt, dass linke, emanzipatorisch auftretende Kollektive und Zusammenhänge vor gesamtgesellschaftlichen Phänomenen des Sexismus und der Geschlechterungleichheiten geschützt sind will dies auch entweder glauben, hat den Schuss gesellschaftlicher Vermittlung nicht gehört oder sollte vielleicht einfach mal Augen und Ohren auf einer Party im Conne Island oder dem IFZ offen halten. So weit, so schlecht und so gesehen auch nichts Neues. Doch wie wird eigentlich mit diskriminierenden Umgangsformen auf Veranstaltungen oder Plena, hierarchischen Sprecher*innen- Positionen in der politischen Arbeit, aber auch vor allem mit unmittelbar sexualisierten Übergriffen oder „Anmachen“ auf Partys in den einschlägigen Etablissements umgegangen?
Was gibt es für Ansätze? Was bleibt von der schönen Theorie in der Praxis? Wo liegen die Gefahren und Fallstricke, wenn in Kollektiven eben nicht mehr abstrakt diskutiert werden kann, sondern im Konkreten Handlungen eingefordert werden? Was ist eigentlich genau unter Konzepten wie Awareness, Definitionsmacht oder transformativer Hilfe zu verstehen? Wie werden sie in der Praxis umgesetzt und was bedeutet dies für den Umgang mündiger Subjekte?
Der Beantwortung dieser Fragen soll sich zusammen mit Vertreter*innen verschiedener Projekte und Standpunkte angenähert und ihre Praxisansätze gemeinsam diskutiert werden.

Im Anschluss:
2 Year DJ-Proberaum Anniversary


Flyer


27.11.2015, 19:30 Uhr:

POLITIK vs. MUSIK?! — Teil 1

Auf dem Podium der 1. Veranstaltung werden Sookee, Wolfgang Wendland (Die Kassierer) und Maik Weichert (Heaven Shall Burn) sowie eine Vertreterin des Conne Islands miteinander diskutieren. Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Kerstin Grether (Popkulturjournalistin u.a »Spex« / Sängerin der Band Doctorella).

Das Conne Island ist seit beinahe 25 Jahren nicht nur für sein umfangreiches Kulturprogramm, sondern vor allem durch die öffentlich gemachten Diskussionen um KünstlerInnen und deren Inhalte bekannt. Wir legen unsere Standards in Bezug auf Sexismus, Rassismus, Homophobie, Antisemitismus usw. nicht nur an uns selbst an, sondern vor allem auch an die Acts, die unsere Bühne betreten. Interne und öffentliche Dispute über unterschiedliche Maßstäbe, vermeintliche Zensur oder kommerzielle Zwänge sind dabei vorhersehbare, wenn auch nervenaufreibende Begleiterscheinungen.

Diese konfrontative Herangehensweise stellt für uns seit jeher den einzigen vorstellbaren Umgang mit dem Zusammenspiel von Politik und Musik dar. Immer wieder stoßen wir dabei auf Unverständnis von KünstlerInnen oder Agenturen für unsere Hartnäckigkeit – oft werden wir aber auch von anderen VeranstalterInnen oder dem Publikum für unsere scheinbare Inkonsequenz gescholten. Längst scheint es, als ob sich zwischen dem Druck der Agenturen, der kommerziellen Notwendigkeit eines professionalisierten Kulturalltags und dem eigenen politischen und kulturellen Anspruch der Raum für Auseinandersetzung in Luft auflöst.

Dazu möchten wir uns gemeinsam mit KünstlerInnen, VeranstalterInnen und KonsumentInnen der Sparten Oi!, Punkrock, Metal, Hardcore, Pop und HipHop Erfahrungen austauschen, möglichst kontrovers diskutieren und gemeinsam zu einem klareren Verständnis der Grenzen bei der Vermischung von Kunst und Politik sowie im Umgang mit dem Publikum finden.

Teil 2:
Auf dem Podium der 2. Veranstaltung, am 10.12.2015, werden Philipp Styra (Four Artists Booking, ehem. DEAG und Creative Talents), Humberto Pereira (KKT - Kikis Kleiner Tourneeservice), Niclas Henßen (Landstreicher Booking) und Marc Nickel (M.A.D. Tourbooking) miteinander diskutieren. Moderiert wird die Podiumsdiskussion von Kerstin Grether (Popkulturjournalistin u.a »Spex« / Sängerin der Band Doctorella).

Teil 3:
Auf dem Podium der 3. Veranstaltung, am 16.12.2015, werden VertreterInnen der Leipziger Locations Werk II, Felsenkeller und dem Conne Island miteinander diskutieren.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen


Flyer


10.11.2015, 19:00 Uhr:

Der letzte der Ungerechten

Held oder Verräter? Benjamin Murmelstein in einem einzigartigen Gesprächsdokument.

Ein Film von Claude Lanzmann (218 Minuten)

Im Zuge seiner Arbeit an "Shoah" in den 70er Jahren hat Claude Lanzmann ein langes und beeindruckendes Gespräch mit dem Wiener Rabbiner Benjamin Murmelstein (1905-1989) geführt.

Im Zentrum stand Murmelsteins ambivalente Rolle als hochrangiger jüdischer Funktionär der von Eichmann kontrollierten Israelitischen Kultusgemeinde Wien in der NS-Zeit und als "Judenältester" des Ghettos Theresienstadt. Bis heute ist umstritten, inwieweit er mit den Nationalsozialisten kollaborierte oder kooperieren musste.

Eine Kooperation des Conne Islands und der Cinémathèque Leipzig. Gefördert im Rahmen der Strategie, des Landesprogramms „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ und des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.


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08.11.2015, 19:00 Uhr:

»Antifa Gençlik. Eine Dokumentation (1988-1994)«

Die Antifasist (Antifa) Gençlik wurde 1988 in Berlin an der Schnittstelle migrantischer Vereinskultur, Jugendbanden des Kiez und autonomer antifaschistischer Politik gegründet. Bald bildeten sich Antifa-Gençlik-Gruppen in mehreren deutschen Städten und darüber hinaus. Mitte der 1990er Jahre lösten sich die Strukturen als Folge staatlicher Repression auf. Bis heute stellt die Antifa Gençlik einen einzigartigen Organisationsansatz im Kontext autonomer und antifaschistischer Politik in Deutschland dar.

Das Buch »Antifa Gençlik. Eine Dokumentation (1988-1994)« dokumentiert die theoretischen Grundlagen und die Praxis der Organisation anhand von Artikeln, Diskussionspapieren und Interviews, die von 1988 bis 1994 erschienen. Zusätzlich beinhaltet es den bisher unveröffentlichten Erfahrungsbericht eines ehemaligen Mitglieds sowie Begleittexte zur historischen Verortung und gesellschaftlichen Bedeutung der Antifa Gençlik.

Mit einer Veranstaltung, in dem das Buch vorgestellt wird, soll dessen Anspruch, einen Beitrag zur Dokumentation linker Bewegungsgeschichte zu leisten und Debatten zu antifaschistischem Widerstand, migrantischer Selbstorganisation, linken Bündnissen und antirassistischer Politik anzuregen, nach gekommen werden.

Die Buchvorstellung erfolgt durch Çagri Kahveci, der den 3. Teil des Buches, welches als Nachwort dient, verfasst hat.

Eine Veranstaltung der Antifa Klein-Paris (AKP).

Gefördert im Rahmen der Strategie, des Landesprogramms „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ und des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.


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03.11.2015, 19:30 Uhr:

Demokratie oder Volksherrschaft?

Warum die Verhältnisse nicht besser werden, wenn das Ressentiment mehrheitsfähig ist.

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann

Versteht man „Demokratie“ lediglich im Wortsinne, nämlich als „die Herrschaft des Volkes“, so muss einem davor grausen. Schließlich hätte dann der Nationalsozialismus, der das Fühlen, Denken und Wollen einer großen Mehrheit der Deutschen repräsentierte, das Prädikat demokratisch verdient. Der leidlich funktionierende demokratische Staat aber zeichnet sich gerade dadurch aus, dass er unveräußerliche Rechte von Einzelnen und Minderheiten garantiert.

Gegen die Krise der Demokratie wird mehr „direkte Demokratie“ gefordert. Doch ob „Ausländer“ rausgeworfen, Minarettbauten verboten oder Schulreformen verhindert werden sollen - bessere Verhältnisse schafft die „Stimme des Volkes“ kaum. Solange die selbstgerechte Gemeinschaft der "ehrlich Arbeitenden und Betrogenen" ihr Mütchen an vermeintlich "Faulen" oder "Gierigen" kühlen mag und Ressentiment landauf landab mit Kritik verwechselt wird, ist „dem Volk“ grundsätzlich zu misstrauen. Was geht in Menschen vor, die zwar gegen einen Bahnhofsneubau Sturm laufen, nicht aber gegen die Rente mit 67 - obwohl sie unter dieser vermutlich wesentlich mehr zu leiden haben werden als unter jenem? Und ist es ein Zufall, dass einem die Forderung nach Volksabstimmungen umso häufiger begegnet, je weiter man sich im politischen Spektrum nach rechts bewegt?

Lothar Galow-Bergemann, Stuttgart, schreibt u.a. in konkret, Jungle World und auf www.emafrie.de.

Gefördert im Rahmen der Strategie, des Landesprogramms „Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz“ und des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.


Flyer


19.10.2015, 19:00 Uhr:

Gewalt, Militanz und emanzipatorische Praxis - Machen die Richtigen alles falsch?

Diskussionsveranstaltung

Seit einigen Monaten ist die Empörung in Leipzig groß, zumindest in den bürgerlichen Medien, bei Staat und Staatsschutz. Grund dafür ist eine Reihe von militanten und gewaltsamen Aktionen, politisch motiviert und ausgehend von einer Linken die „in der allerersten Liga der autonomen Szene in Deutschland boxt“ (1). Polizeistationen, Gerichtsgebäude und andere Sachen wurden beschädigt, zu weiteren Aktionen aufgerufen und zum Teil Bekenner_innenschreiben verfasst. Die Leipziger Linke setzt sich mit dem Sinn oder Unsinn der Mittel, deren Zweck oder Selbstzweck, Entsolidarisierung oder offene Kritik und das Nah- und Fernziel auseinander, während sich andere auf “linksextreme Chaoten” geeinigt haben.

Die öffentlichen Reaktionen auf die Vorfälle folgen ihrer eigenen Logik:
Die sächsische Regierung und Polizei sieht den Rechtsstaat und ihr Gewaltmonopol gefährdet, um eine Ausweitung der Repression gegen Linke zu legitimieren. Im selben Bundesland wird einige Kilometer weiter, in Freital, noch mit Rassist_innen diskutiert, die Ihr ganz eigenes Gewaltmonopol vor der nächsten Unterkunft für Geflüchtete durchsetzen wollen. Leipzig wird als Hochburg der „gewaltbereiten Autonomen“ (2) markiert, „Gewaltwellen“ und „Gewaltexzesse“ würden Leipzig „verwüsten“. Die Hintergründe sind wie immer schon irrelevant, vordergründig ist die Inszenierung als ein angeblich immer schlimmer werdendes Problem, dass mit mehr Polizei bekämpft werden müsse. Die Extremismusdoktrin bestimmt den Diskurs und Eckhard Jesse (3) meint, „ein demokratischer Verfassungsstaat muss jede links- und rechtsaußen- oder islamistische Bewegung bekämpfen, ob die […] nun Gewalt anwenden oder nicht.“. Gewollt ist damit die eindimensionale Gesellschaft, die sich nur in ihrer eigenen festgelegten Ordnung wiederholen darf.

Der sächsische Innenminister und Vertreter des staatlichen Gewaltmonopols, Markus Ulbig (CDU), weiß: „Es gibt eben keine gute und schlechte Gewalt – und es gibt keine moralische Rechtfertigung für Gewalt." (4) Ja? Nein?! Vielleicht...

Mit einer Diskussionsveranstaltung wollen wir einen Raum für eine politische Debatte über Militanz und Gewalt als politisches Mittel schaffen. Dabei werden mit Perspektive auf Leipzig, die deutschen und europäischen Verhältnisse Jutta Ditfurth, Thomas Ebermann und Peter Nowak auf dem Podium diskutieren.

Welche Formen der effizienten linksradikalen Intervention kann es angesichts einer Radikalisierung des Kapitalismus und der Aufrüstung des Sicherheitsstaates geben? Können Militanz oder Gewalt zur revolutionären Transformation bzw. Negation des Bestehenden beitragen? Welche Unterschiede finden sich global in anderen Kontexten? Wie wirken militante oder gewaltsame Aktionen? Inwieweit kann Militanz sich von Gewalt emanzipieren und zu einer befreiten Gesellschaft hinwirken? Wie kann kollektiv darüber gesprochen werden, ohne sich in Entsolidarisierung einerseits und avantgardistischen Positionen andererseits zu verfangen?

Wie können wir vorerst scheitern und dabei die Gesellschaft verändern?

19.10.2015 | Conne Island | 19:00 Uhr
Moderation: Jenny Stange
Veranstalter_innen: linXXnet & Für das Politische

(1)
Landesamt für Verfassungsschutz Sachsen
(2)
http://www.bild.de/regional/leipzig/linksextremismus/so-gewaltbereit-sind-die-linksextremen-in-leipzig-41256326.bild.html
(3)
Eckhard Jesse ist Politikwissenschaftler an der TU Chemnitz und „Extremismusforscher“
(4)
http://www.lvz.de/Leipzig/Stadtpolitik/Linksautonome-Krawalle-Ulbig-fordert-Leipzig-zum-Handeln-auf

Hier der Jabber-Account (militanz@jabber.linxx.net), über welchen im Vorfeld und am Abend selbst Positionen und Meinungen zum Thema in die Diskussion einfließen können.

Gefördert durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung.


Flyer


09.09.2015, 19:30 Uhr:

Marsch für das Leben? What the fuck!

Mobilisierungs- und Infoveranstaltung gegen den reaktionären „Marsch für das Leben“ vom 19.9.2015 in Berlin

Vertreter_innen des feministischen und antifaschistischen Bündnisses „what the fuck!?“ geben eine Übersicht zu der “Lebensschutz”-Bewegung, insbesondere zu deren europäischen und internationalen Vernetzungen sowie den wesentlichen Versuchen der gesellschaftlichen Einflussnahme. Zudem informiert das Bündnis über die geplanten Gegenaktivitäten zum reaktionären „Marsch für das Leben“ am 19.9.2015 in Berlin.

Weitere Infos unter: http://whatthefuck.noblogs.org/

In Kooperation mit dem Antifaschistischen Frauenblock Leipzig.


Flyer


18.04.2015, 18:00 Uhr:

Podiumsgespräch & Konzert: There is no alternative?

Podiumsgespräch: Einlass: 18:00, Beginn: 19:00 Uhr
There is no alternative?

Moderation: Anna Groß (Springstoff)

Rap wird in der Öffentlichkeit oft als gewaltverherrlichend, sexistisch und homophob wahrgenommen: Ein willkommener Sündenbock für die Politik und ein gern gesehener Skandal in den Medien. Aus linker Perspektive gilt es, sowohl die tatsächlich problematischen Inhalte im Rap als auch die bürgerliche Sicht auf Rap zu kritisieren. Abgesehen davon existiert im Rap abseits des Mainstreams jedoch eine lange Tradition von Empowerment und Gesellschaftskritik, die sich meist im “Consciousrap” äußert. Darüber hinaus hat sich in autonomen Zentren und bei linken Protesten eine Form von Rap entwickelt, die von vielen Artist selbst als “Zeckenrap” bezeichnet wird. Im Gespräch mit Amewu, Refpolk und Tice gehen wir den problematischen Aspekten und dem Potential von Rap auf den Grund: Was für Widersprüche und Konflikte verbergen sich hinter dem Gepose vieler Rapper? Mit welchen Konflikten sind Alternativen im Rap konfrontiert? Vor welchen zukünftigen Herausforderungen steht Rap und wo liegt sein Potential für gesellschaftliche Konflikte?

Konzert: Einlass: 21:00, Beginn: 22:00 Uhr
Amewu
Refpolk & Daisy Chain & DJ KaiKani (Klippe Release Tour)
Tice


Aftershow:
DJ KaiKani
ANTR


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17.03.2015, 19:00 Uhr:

Vortrag: Mitmachen ist Ehrensache

Mitmachen ist Ehrensache
– Deutschland, Pegida und der Bankrott des Antifaschismus

Schon zu einem Zeitpunkt, als Pegida noch keine zwanzigtausend Leute auf die Straße brachten, zeigte sich die Berliner Republik in heller Aufregung. Es gab kaum einen namhaften Politiker, der sich nicht kritisch zu den Dresdner Aufmärschen äußerte. Die Bundeskanzlerin nutzte selbst ihre Neujahrsansprache, um vor den Dresdner Demonstrationen zu warnen. Im Anschluss daran erlebte die Republik die größten Aufmärsche seit dem Irakkrieg. Mehr als dreihunderttausend Menschen folgten den Aufrufen ihrer politischen Führung und gingen gegen Pegida auf die Straße. Allein in Leipzig waren es mehr als Dreißigtausend. Wie immer, wenn man etwas falsch machen kann, war die Antifa mittendrin statt nur dabei. Als hätte es den „Aufstand der Anständigen“ des Jahres 2000 nicht gegeben, in dessen Folge zumindest ein Teil der Bewegung über Sinn und Zweck des eigenen Hantierens nachdachte, als wären die Diskussionen über die Transformation des Postnazismus auf dem Mond geführt worden und als hätte das verblichene Leipziger „Bündnis gegen Rechts“ (BgR) seine Zivilgesellschaftskritik seinerzeit nicht im „Conne Island“, sondern im Jugendclub Mutzschen unters antifaschistische Volk zu bringen versucht, protestierten Antifas aller Couleur gemeinsam mit CDU-, SPD-, Grünen- und Linkspartei-Anhängern gegen die Jammerossis um Lutz Bachmann. Selbst auf die naheliegendsten Fragen wurde verzichtet: Welche Funktion haben die Massenauftriebe gegen Pegida? Warum werden ein paar tausend Leute, die sich islamkritisch geben, von offizieller Seite als Bedrohung des „inneren Friedens“ (Joachim Gauck) bezeichnet, während die gleiche Anzahl sich weitaus radikaler gebender „Blockupy“-Demonstranten vor einigen Jahren nur für ein müdes Lächeln sorgten? Was bedeutet der Islam also in der und für die Berliner Republik? Und: Warum macht die Antifa ausgerechnet die dümmste Parole des Arbeitsamtes zu ihrer Parole: „Mitmachen ist Ehrensache!“

Es sprechen Uli Krug und Jan-Georg Gerber.

Uli Krug ist Redakteur der Zeitschrift „Bahamas“ und Mitarbeiter der „Jungle World“; Jan-Georg Gerber schreibt für beide Zeitschriften.


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23.10.2014, 20:00 Uhr:

10 Jahre Mord an Oury Jalloh

10 Jahre Mord an Oury Jalloh
Revision und Perspektiven

Am 7. Januar 2015 jährt sich der Mord an Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeizelle zum zehnten Mal. Nach zwei Prozessen hat der Bundesgerichtshof den Fall nun geschlossen. Der wegen fahrlässiger Tötung angeklagte Dienstgruppenleiter bleibt zu einer Geldstrafe verurteilt. Die Prämisse jedoch, dass sich Oury Jalloh selbst angezündet haben soll, blieb unangefochten. Von Mord ist keine Rede, obwohl es eine lange Liste an Beweisen gibt, die eindeutig zeigen, dass Oury Jalloh in der Polizeizelle umgebracht wurde.
Die Ablehnung einer Wiederaufnahme des Prozesses heißt vor allem eins: Uniformierte, rassistische Gewalt wird nicht geahndet und migrantische Betroffene sollen sich nicht zur Wehr setzen.
Zwei Aktivisten der Initiative Oury Jalloh aus Berlin und Dessau werden einen Blick auf die lange Geschichte dieses Lehrstücks deutscher Justiz werfen.
Andererseits geht es um die zukünftigen Perspektiven: Ein möglicher Prozess am europäischen Gerichtshof, neue Ermittlungen wegen Mordes gegen unbekannt und der Druck der Straße.
Am 7. Januar findet außerdem die Gedenkdemonstration zum 10. Todestag von Oury Jalloh in Dessau statt.

Oury Jalloh – Das war Mord!

initiativeouryjalloh.wordpress.com


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22.09.2014, 20:00 Uhr:

"Gegen die Einheitsfeierlichkeiten zum 3. Oktober

„Was ihr feiert: Armut, Ausgrenzung und Leistungszwang.“

Gegen die Einheitsfeierlichkeiten zum 3. Oktober

Infoveranstaltung der Gruppe THE FUTURE IS UNWRITTEN und Vertreter_innen des Bündnis Oct3Hannover


Am dritten Oktober diesen Jahres ist Hannover Gastgeber des Spektakels rund um die Einheitsfeier. Gefeiert wird an diesem Datum ganz unspektakulär der Stichtag der formellen Übernahme der DDR durch die BRD. In Hannover wird sich der Deutsche Staat anlässlich dieses Tages in Szene setzen und seine Politik würdigen lassen, ohne die nationalistisch aufgeladene feucht-fröhliche Stimmung der Fußballfanmeilen. So oder so – kein Grund zum Feiern. Denn diese Ordnung, die mit der Politik des deutschen Staates gesichert wird, bedeutet immer auch: Armut, Ausgrenzung und Leistungszwang. Verschiedenste linke Gruppen organisieren daher gegen dieses Feiern der Nation ein breites Gegenprogramm vom 2. bis zum 4. Oktober. Warum sie das machen und was genau euch erwartet soll Inhalt dieser Veranstaltung sein.




Nähere Informationen zu den Aktionstagen, den Veranstalter_innen und dem Bündnis gibt es hier:


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18.06.2014, 18:00 Uhr:

"Spanien; zwischen Hoffnunglosigkeit und Rebellion"

"Spanien; zwischen Hoffnunglosigkeit und Rebellion"

Vortrag Video Diskussion - Conne Island Leipzig Mi. 18.06.2014 18:00 Uhr

MAREA GRANATE ist eine transnationale Bewegung von EinwanderInnen spanischer Staatsangehörigkeit, die sich außerhalb ihres Geburtslandes gegen die Ursachen stellen, die zur wirtschaftlichen und sozialen Krise geführt haben und sie in die Migration gezwungen haben. Anderen Ländern sind diese Ursachen ebenfalls nicht fremd. Es ist uns wichtig, unseren Einsatz nicht isoliert zu zeigen und Alternativlösungen vorzuschlagen.

Wir laden euch zum Vortrag mit Video und Diskussion ein, mit dem Ziel, Informationen über die politische, soziale und wirtschaftliche Realität ( Immobilienblase / Sozialabbau / Armut und Ungleichheit / Widerstand ) in unserem Land im Rahmen der sogenannten »Wirtschaftskrise« durch eine Reihe von kurzen Videos zu vermitteln. Weiterhin werden wir eine Fragerunde und Diskussion für alle Anwesenden eröffnen.

Wir freuen uns auf Euer Kommen!


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24.04.2014, 18:30 Uhr:

»Kontroversen über Gesellschaftstheorie«
Diskussionsveranstaltung der Zeitschrift »PROKLA«


Am 24. April stellt die PROKLA zwei ihrer aktuellen Hefte vor. AutorInnen und Redakteure diskutieren gesellschaftstheoretische Kontroversen: Was bedeutet (kritische) Gesellschaftstheorie? Was sind zentrale Kontroversen und wo liegt ihre aktuelle Relevanz? Wie lässt sich der Zusammenhang verschiedener Herrschaftsverhältnisse gesellschaftstheoretisch denken - und welche Rolle spielen dabei gesellschaftstheoretische Überlegungen im Anschluss an Marx und den materialistischen Feminismus? Aktualitätsbezogen wird es dabei auch um die Frage gehen, welche Konsequenzen sich hieraus für das Verständnis der Krise, den Zusammenhang verschiedener Krisentendenzen zusammen und für politische Strategien ergeben.

Es diskutieren:

Julia Dück (Berlin)
Etienne Schneider (Wien)
Alex Demirovic (Frankfurt/Main)

Moderation: Christian Schmidt (Leipzig)

Die PROKLA publiziert seit 1971 zu Themen aus den Bereichen der Politischen Ökonomie, der Politik, Sozialgeschichte und Soziologie. Mehr Info zur PROKLA im Internet unter www.prokla.de


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13.03.2014, 20:00 Uhr:

Buchvorstellung: "Sprache-Macht-Rassismus"

Die in dem Band versammelten Beiträge fragen danach, welche Perspektiven und Ansätze die aktuelle Rassismus- und Kritische Weißseinsforschung für rassismuskritische Lehr- und Lebensräume bieten kann. Zugleich werden grundlegende Begrifflichkeiten sowie aktuelle Tendenzen der Rassismusforschung vorgestellt.
Der Band ist eine Zusammenfassung von Beiträgen der Tagung "Sprache-Macht-Rassismus", die im Mai 2013 in Fulda stattfand.

Die Referentin Magdalena Marsovszky (Kulturwissenschaftlerin, Ungarn/ Deutschland) wird Grundzüge der Publikation vorstellen und den Fokus auf die Antiziganismusforschung legen.


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05.03.2014, 19:00 Uhr:

»Moderne Ultras!?«

Zwischen Widersprüchen und Widerstand, zwischen Traditionsbewusstsein und Modernisierung.

Podiumsdiskussion mit:

Alex Feuerherdt (Autor, u.a. für Konkret und Jungle World, Blogbetreiber von »Lizas Welt«)
sowie VertreterInnen der Diablos Leutzsch, Ultras Gelsenkirchen und Heidi Thaler (aktiver Fußballfan, Frankfurt/Wien)

Die Zaunfahne »Gegen den modernen Fußball« ist ein Klassiker, der zum Repertoire der meisten Ultra-Szenen gehört. Sie symbolisiert schon seit Jahren die Wut und Abneigung gegen die Kommerzialisierung in den Stadien. Der berechtigte Widerspruch und Widerstand der Ultras gegen die immer stärke Reglementierung von Fans im Stadion durch klassische Repression (Stadionverbote, Überwachung, Polizei, Kontrollen) aber auch durch »softe« Regulierung (Spielzeiten, Eintrittspreise, Förderung von Familienfans usw.) bringt dabei nicht selten einen »antimodernen« Reflex mit sich. Gerne wird sich auf »früher« berufen, gerne auf die Zeiten, in denen die Fußballwelt noch scheinbar in Ordnung war.
Aber sind es nicht die Ultras selbst, die den Fußball gerade fit für den Markt machen? Auf der einen Seite nein: die Verweigerungshaltung der Szene gegenüber Staat, Ordnungsmacht und obrigkeitsstaatlicher Instanzen funktioniert besser als bei jeder anderen Jugendkultur. Hier wird Widerstand noch groß geschrieben und echt praktiziert. Richtige Vereinnahmung von Protest und »Dagegen-sein« scheint schwer möglich. Muss vielleicht gar die Kritik am jugendkulturellen Subversionsmodell – alles ist kulturindustriell nutzbar und vor allem vermarktbar– revidiert werden? Andererseits ja: Ultras machen den Fußball auch wahnsinnig attraktiv. Sie tragen zu einer Verjüngung des Publikums bei, machen das Stadion zum Erlebnis, kreieren zumeist Bilder des lebendigen Stadions. Sie haben definitiv die alte Hool- und Kutten-dominierte Fankultur der 80er und 90er Jahre begraben und schon durch ihre Existenz den Fußballs »modernisiert«. Allein optisch; coole Menschen mit schicken Sachen, vergleichsweise mehr Frauen, in der Regel mit liberalen und linken Einstellungen. Modern und auf der Höhe der Zeit eben.

Ziel der Veranstaltung soll nicht sein, die realen Probleme, die Eventisierung, die Verdrängungsprozesse und die Schwierigkeiten der vielen Traditionsvereine zu ignorieren oder kleinzureden. Es geht eher darum, eine (Selbst)Kritik an den aktuellen Missständen in der Ultra-Szene zu entwickeln, vielleicht sogar durchzusetzen. Eine Kritik, die ohne die ollen Ressentiments gegen Modernisierung und Verbesserung und ohne die Affekte der Verdrängung und der Verkürzung von gesellschaftlichen Problemlagen auskommt.


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01.03.2014, 18:00 Uhr:

FAQ: Conne Island

Um das Conne Island ranken sich seit nunmehr 23 Jahren Gerüchte, Vorurteile, Mythen und Wunschvorstellungen aller Art. Während der Eiskeller einerseits als die anstrengende, ständig mit erhobenem Zeigefinger agierende Speerspitze der linksradikalen Szene in Leipzig und darüber hinaus gilt, wird er andererseits nicht selten als reine Konzertbude und Technoschuppen mit dem ein oder anderen pseudopolitischen Feigenblatt wahrgenommen. Nie lässt sich die Außenwahrnehmung jedoch verallgemeinern. Je nach eigenem Anspruch beurteilen Gäste das Island mal als zu yuppiemäßig (kein Sterni), zu punkermäßig (patziges Personal), zu unpolitisch (Oi!) oder als zu polit-spießig (P.C.-Polizei). Doch nicht nur unter Gästen, dem politischen und kulturellen Umfeld und völlig Außenstehenden herrscht Uneinheit darüber, was dieser Laden eigentlich will und sein soll – auch die Interessen und Vorstellungen der MacherInnen sind sehr unterschiedlich.
Mit der Diskussionsveranstaltung „FAQ Conne Island“ möchten wir allen Interessierten die Möglichkeit bieten, Fragen zu stellen sowie Kritik und Ansprüche zu formulieren. Wir wollen Rede und Antwort stehen – egal ob ihr wissen wollt, wie es zu Bandabsagen kommt, warum das Bier 2,40 € kostet, warum man sich auf die Caféöffnungszeiten nicht verlassen kann, ob das Palituchverbot nicht längst überholt ist oder warum nach wie vor so wenige Frauen auf unserer Bühne stehen. Vielleicht interessiert euch auch, wie das Conne Island funktioniert und wie man eigene Vorstellungen umsetzen kann.
Da das montägliche Plenum scheinbar nur für sehr wenige KritikerInnen und Interessierte einen Anlaufpunkt darstellt, wir aber mit anonymen Anschuldigungen, Facebookkommentaren und Halbinformationen aus Stammtischgesprächen nur wenig anfangen können, soll die Diskussionsveranstaltung den Rahmen bieten, mal kein Blatt vor den Mund zu nehmen.
Kommt am 1.3. ins Conne Island und diskutiert mit uns!


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25.01.2014, 20:00 Uhr:

»Als wir noch kein Internet hatten...«

Fanzine-Lesung

Conne Island im Exil – im »Sanatorium« (Bornaische Straße 48)

Als wir noch kein Internet hatten, schien die Wartezeit auf die neuesten Fanzines, die man wöchentlich in der Post hatte oder bei den Heimspielen und Treffen, manchmal auch am Kiosk ergattern konnte schier unendlich. Und auch heute noch wartet man auf manche Ausgaben voller Ungeduld um sich über peinliche Stories aufzuregen oder lustigen Anekdoten aus den Stadien der Welt aufzusaugen.

Infos, Infos, Infos! Nach kaum etwas lechzt die Fußballfanszene mehr als nach Informationen. Dabei ist es auch manchmal egal, ob es Unterschiede zwischen Mythen, Gerüchten, Geschichten oder Fakten gibt. Hauptsache ist, man kann darüber reden oder wird eben unterhalten. Dabei entstanden in etlichen Jahren – egal ob mit Schere und Leim zusammengebastelt und im Copyshop kopiert oder professionell layoutet und dann in die Druckerei geschickt – eine Vielzahl von »Machwerken« zwischen grandios und zweifelhaft. Ein paar davon werden an diesem Abend in passendem Ambiente im »Sanatorium« vorgestellt und von Schreibern, Machern und Lesern vorgelesen und kommentiert.


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21.11.2013, 18:30 Uhr:

ACHTUNG: Fällt wegen Erkrankung zweier Referent_innen leider aus!

»Kontroversen über Gesellschaftstheorie«
Diskussionsveranstaltung der Zeitschrift »PROKLA«


Am 21. November stellt die PROKLA – Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft im Conne Island ihr aktuelles Heft vor. AutorInnen und Redakteure diskutieren gesellschaftstheoretische Kontroversen im Anschluss an Marx. Vor allem geht es dabei um unterschiedliche aktualitätsbezogene Ansätze und Zeitdiagnosen: Welche Potentiale und Grenzen verspricht etwa der Begriff des »Fordismus« für eine kritische Gesellschaftsanalyse? In welchem Verhältnis stehen marxistische und intersektionale Ansätze zueinander? Und welche Perspektiven bieten solche Debatten für ein kapitalismuskritisches Verständnis der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise? Es diskutieren:

Dorothea Schmidt (Berlin)
Etienne Schneider (Wien)
Alex Demirovic (Frankfurt/Main)

Moderation: Christian Schmidt (Leipzig)

Die PROKLA publiziert seit 1971 zu Themen aus den Bereichen der Politischen Ökonomie, der Politik, Sozialgeschichte und Soziologie. Mehr Info zur PROKLA im Internet unter www.prokla.de


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13.11.2013, 19:00 Uhr:

Im Gespräch mit Volkmar Wölk zu Jürgen Elsässer und „Compact“

Für den 23. November lädt der Chefredakteur Jürgen Elsässer und das rechtspopulistische Magazin „Compact“ zur zweiten „Souveränitätskonferenz“ ins nahe gelegene Schkeuditz. Das Treffen rechtskonservativer aller Couleur befördert ein Bedrohungsszenario der Zerstörung traditioneller Familienbilder und völkischer Staatenbildung, und will den Erhalt eben dieser als Lösungsansätze verstanden wissen. Verschwörungstheorien und offen propagierter Antiamerikanismus gehören dabei zum guten Ton des sich selbstredend weder links noch rechts zuordnenden Blattes. Gerade Elsässer spiegelt augenscheinlich den Versuch einer gewünschten „Querfront“ und offenbart letztlich falsche Kapitalismuskritik par excellence. Einst in der radikalen Linken tätig, werden spätestens mit Beginn des Irak – Krieges offen rechte Positionen sichtbar und führen zum Bruch. Es folgen Publikationen, welche eine Stärkung des Nationalstaates befürworten und vor „anglo – amerikanischen Finanzkapital“ warnen. In gegenwärtig barbarischen Regime wie Iran oder jüngst in Ungarn findet Elsässer schließlich Auswege aus seiner völkisch gedeuteten Weltkonstellation.
Im Gespräch mit Volkmar Wölk und der anschließenden Diskussion soll der Werdegang Jürgen Elsässers beleuchtet und die politische Bedeutung des Blattes „Compact“ einführend dargestellt werden. Ebenso wird es Infos zu geplanten Gegenaktionen zur Konferenz geben.
Wölk ist freier Autor und schrieb u.a. bereits einige Artikel in „Der rechte Rand“ und „haGalil“ zu selbigen Thema.


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22.10.2013, 18:30 Uhr:

Georg Elser und das deutsche Partisanentum

Vortrag & Diskussion mit dem Referenten Matheus Hagedorny

Anders als etwa in Frankreich, Polen oder Italien bringt der Begriff des Partisanen in Deutschland vor allem das negative Bild einer hinterhältigen und ehrlosen Soldateska zum Ausdruck, ein Feindbild, das nicht zuletzt als Rechtfertigungsrahmen für den Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion diente. Umso erstaunlicher wirken vor diesem Hintergrund jene Nachkriegsschriften der deutschen Ideologen Ernst Jünger und Carl Schmitt, die mit den Figuren des Anarchen und des Partisanen den einsamen Kämpfer gegen die totalitären Anmaßungen von Staat und Technokratie in Stellung bringen. Was es mit diesen Denkfiguren auf sich hat, soll die Probe aufs Exempel erweisen: Was kommt heraus, wenn man versucht, den Hitlerattentäter Johann Georg Elser als Jüngers Anarchen oder Schmitts Partisanen zu denken?


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04.06.2013, 19:00 Uhr:

Roter Salon im Conne Island:

Sozialrevolte oder Aufstand der TäterInnen?

Positionen zum 17. Juni 1953 jenseits des öffentlichen Gedenkens


mit:

Cornelia Siebeck (Historikerin und Publizistin aus Berlin)
Bernd Gehrke (Publizist, Berlin)
Philipp Graf (Historiker, Leipzig)

moderiert vom Roten Salon

Der Aufstand des 17. Juni 1953, der sich 2013 zum 60. Mal jährt, war in seiner Deutung immer schon umkämpft. Während die SED-Führung die Erhebung ihrem imperialismustheoretischen Weltbild gemäß als einen vom Westen gesteuerten »faschistischen Putsch« bezeichnete, brachte die alte Bundesrepublik das Datum als Nationalfeiertag in Stellung, um die Unrechtmäßigkeit des SED-Regimes anzuprangern und an die uneingelöste deutsche Einheit zu erinnern. Seit 1989 ist zu dieser Erzählung hinzugetreten, den 17. Juni als Glied einer langen Kette demokratischer Erhebungen, mithin als Ausweis einer vermeintlich freiheitlichen Tradition der Deutschen zu inszenieren. Zwei Aspekte des 17. Juni kommen in dieser Erzählung freilich nicht vor: Zum einen unterschlägt die Deutung als freiheitliches Fanal die Reihe gewalttätiger Begleiterscheinungen wie Plünderungen, Brandstiftungen, physische Gewalt bis hin zu Fällen von Lynchjustiz seitens eines nicht unerheblichen Teils der Demonstrierenden, in denen sich deren Antikommunismus und Vernichtungsphantasien, der Wunsch nach Bereicherung wie auch eine allgemeine Verrohung infolge des Weltkriegs Bahn brachen, also so etwas wie das Gesicht des erst acht Jahre zurückliegenden Nationalsozialismus zum Vorschein kam. Zum anderen marginalisiert die Deutung als »Volksaufstand« den Ursprung der Erhebung in der Arbeiterschaft, der der Sinn weniger – wie heute suggeriert wird – nach deutscher Einheit stand, als vielmehr nach Kritik am autoritären Kurs der SED, nicht jedoch am Aufbau des Sozialismus als solchem. Die Veranstaltung des Roten Salon will sowohl beide verdrängte Aspekte des 17. Juni 1953 in den Blick nehmen als auch den Gründen für die Absenz beider Phänomene in der Geschichtspolitik der Berliner Republik nachgehen.


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28.05.2013, 19:00 Uhr:

Drugtails & Alkojoints - Alkohol und andere Drogen im Mischkonsum

Der Konsum von Alkohol beim Feiern, Party machen und Ausgehen ist heute ganz normal. Aber häufig kommen noch andere Drogen ins Spiel und schnell kann der Partyabend eine unerwartete Wende nehmen.
In dieser moderierten Informations- und Diskussionsrunde wollen wir Informationen zum Thema Alkohol & Mischkonsum geben und Fragen beantworten. Wir wollen mit Euch ins Gespräch kommen und gemeinsam Wege finden, wie Drogennotfälle vermieden werden können.

Referenten: Matthias Jensch (Projekt Drahtseil) und Daniel Graubaum (Drug Scouts)
Moderation: Henning Arndt (Drug Scouts)


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10.02.2013, 18:00 Uhr:

Tuvia Tenenbom liest aus „Allein unter Deutschen“

präsentiert von Rassismus tötet! Leipzig und dem Buchladen el libro

Tuvia Tenenbom, aufgewachsen als Sohn eines Rabbiners in Jerusalem, begibt sich auf Entdeckungsreise durch Deutschland: von Nord nach Süd, von Ost nach West, in die Stadt, aufs Land, in die Kirchen und in die Kneipen. Auf seiner Suche nach der deutschen Identität schreckt er vor keiner Begegnung zurück.

Er interviewt Helmut Schmidt, Giovanni di Lorenzo und Kai Diekmann, er ist zu Gast in einem rechtsradikalen Club, er begleitet linke Autonome auf Erste-Mai-Demonstrationen. Er beobachtet die „Biertrinkernation“ im
WM-Sommer 2010, er besucht Synagogen, die Konzentrationslager Dachau und Buchenwald, den Weltkirchentag. Er spricht mit Student_innen und Professor_innen, mit Banker_innen und Industriellen, mit Politiker_innen und Künstler_innen, mit Bürgermeister_innen und Schrebergartenbesitzer_innen, mit Wohnungslosen und Junkies. Quer durch alle gesellschaftlichen Schichten stellt er immer wieder die gleichen, drängenden Fragen: Wie ist es um den Nationalstolz der Deutschen bestellt? Wie gehen sie mit der deutschen Vergangenheit, wie mit dem Antisemitismus um? Wie reflektiert und kritisch sind sie dabei?

Am 10.02. macht Tuvia Tenenbom Halt im Conne Island und liest aus seinem sarkastisch, provokanten Reisebericht.


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16.11.2012, 19:00 Uhr:

Führerbart und Volkskörper oder ‚Hitler wie ihn keiner kennt‘

Ein Bilder-Vortrag mit Friedrich Tietjen
(HGB Leipzig)


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25.10.2012, 20:00 Uhr:

Schlapphut-Knarre-Hakenkreuz: Alles in bester Verfassung?

Notwendige Recherchen zum Verhältnis zwischen Nazis und bürgerlichem Staat


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29.05.2012, 19:30 Uhr:

»Ihr dürft nicht mitspielen«

Referat und Diskussionsveranstaltung zu den (erinnerungs)politischen Debatten und zur historischen Entwicklung des israelischen Fußballs

Mit Alex Feuerherdt
(Buch-Autor und Publizist, u.a. für die Jüdische Allgemeine, Konkret, Tagesspiegel und Jungle World)

Bereits mit der Gründung des Israelischen Fußballverbandes (IFA) kurz nach der Staatswerdung Israels 1948 begann auch dessen Odyssee. Der Verband, der rein geographisch der Asiatischen Fußball-Konföderation angeschlossen sein müsste, und dies in einigen wenigen Jahren auch war, durchlebte in mehreren Jahrzehnten im internationalen Sportgeschehen eine Dauerkonfrontation. Boykotte, Spielabsagen, Angriffe und administrative Benachteiligungen gehörten zum Alltag, wenn sich israelische Fußballer auf internationaler Ebene messen wollten. Mal musste das Team aufgrund der politischen Großwetterlage seine Qualifikationen in der Europagruppe, mal in der Asien-, teilweise sogar in der Ozeaniengruppe austragen. Erst seit 1991 gehört das israelische Nationalteam offiziell zur Uefa und dürfen israelische Clubmannschaften im Europapokal mitmischen.
Die jahrelange sportliche Nichtanerkennung hat ihren Ursprung in erster Linie in der politischen Nicht-Achtung des Staates Israels und ist Teil eines breiten, internationalen anti-jüdischen und antizionistischen Ressentiments, das sich auch in der Sportwelt bahn bricht.
Alex Feuerherdt wird die Etappen des »Hin und Her« des israelischen Fußballs an vielen Beispielen skizzieren und dabei auch die scheinheilige und »unpolitische« Rolle der FIFA beleuchten. Die erinnerungspolitische Bedeutung der deutsch-israelischen Fußballbeziehungen und die Perspektive des neu-deutschen Fußballselbstbewußtseins soll dabei ebenso im Fokus stehen, wie die aktuelle Bedrohungssituation Israels durch das iranische Regime.

Die Veranstaltung gehört zum Rahmenprogramm rund um das Fußballländerspiel Deutschland-Israel am 31. Mai 2012 in der Leipziger Red-Bull-Arena.


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21.04.2012, 19:30 Uhr:

"Auf, auf zum Kampf?"
Eine kritische Revue zur Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung anhand ihrer Lieder


Es singt live: Der Hausener Küchenchor
Gespräch mit Prof. Hartmut Fladt (Akademie der Künste Berlin/radioEins) und Bernd Gehrke (freier Autor/Berlin)

Aftershow Salooning mit DJ Eiko


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13.03.2012, 19:30 Uhr:

Die Leipziger Meuten - Jugendopposition im Nationalsozialismus

Buchvorstellung und Vortrag mit Sascha Lange


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31.01.2012, 19:00 Uhr:

Disneyland des Unperfekten:
Diskussionsveranstaltung zu Prozessen der Stadtentwicklung und Verdrängung


Romy Zischner (Referentin, Uni Leipzig, Institut für Geografie/Wirtschaftsgeografie)
Andrej Holm (Referent, Humboldt-Uni Berlin, Institut für Sozialwissenschaften/Stadtsoziologie)
Christian Schneider (Moderation, Conne Island)


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29.09.2011, 19:00 Uhr:

20 Jahre Nebenwiderspruch – Die Linke und der Feminismus.

Diskussion mit Vertreter_innen vom AFBL und von Lea (Leipziger Antifa)

Warum wird das Thema Feminismus in weiten Teilen der Linken nach wie vor mit spitzen Fingern angefasst? Dieser Frage werden wir auf der Veranstaltung nachgehen, denn die üblichen Reaktionsweisen von Wortlosigkeit bis Polemik auf antisexistische und feministische Texte und Interventionen zeigen etwas sehr deutlich: es wird Zeit, dass die ganze Sache mal auf den Tisch kommt. Nicht jedoch als ein Vortrag von Expert_innen, die sich auf dem Podium versammeln, sondern als Gespräch. Anhand mehrerer Fragekomplexe beleuchten der AFBL und LeA den Stellenwert feministischer Politik in der eigenen Gesellschaftskritik, geben Einschätzungen zum Status Quo des Feminismus in der (Leipziger) Linken und diskutieren die Präsenz von Antifeminismus, um der allgemeinen Sprachlosigkeit etwas entgegenzusetzen.


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06.09.2011, 20:00 Uhr:

20 Jahre Conne Island

Film und Vortrag: Der nackte Mann auf dem Sportplatz (DDR 1973, Konrad Wolf)

Im Mittelpunkt von Konrad Wolfs Film aus dem Jahr 1973 stehen der Bildhauer Kemmel, seine Kunst, sein Nachdenken über die Geschichte und die Bedeutung von Kunst für die Gegenwart. Schwerpunkt des Einführungsreferates von Tobias Ebbrecht ist das Massaker von Babij Jar, Ukraine, bei dem am 29./30. September 1941 mehr als 33.000 Jüdinnen und Juden durch Angehörige von SS und Wehrmacht ermordet wurden.


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09.08.2011, 20:00 Uhr:

2cl Sommerkino

Geh und sieh (UdSSR, Mosfilm und Belarusfilm 1985)

Im Saal

Anlässlich des 70. Jahrestags des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 zeigt die Initiative "Geschichte vermitteln" des Conne Island in Zusammenarbeit mit der Cinémathèque Leipzig e.V. den Film "Geh und sieh". In einem Einführungsreferat wird auf die Hintergründe des rasseideologischen Raub- und Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion eingegangen.

20:00 Uhr Einführungsreferat
21:30 Uhr Film


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07.06.2011, 19:30 Uhr:

Erlaubt ist, was nicht stört

Politisches Handeln in der Demokratie
mit Robert Feustel


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17.03.2011, 19:30 Uhr:

Die Wochenzeitung Jungle World präsentiert:

Freiheit auf Arabisch
Der Aufstand ist gekommen: Sind die Revolten in Ägypten und Tunesien der Anfang einer neuen Weltordnung?

Es diskutieren: Stefan Frank (Autor für Konkret und Jungle World), Hannah Wettig (Arabistin, Sozialwissenschaftlerin), Thomas von der Osten-Sacken und Bernd Beier. Moderation: Ivo Bozic


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20.10.2010, 20:00 Uhr:

Ungarns konservative Revolution

Vortrag mit Magdalena Marsovszky


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11.10.2010, 19:30 Uhr:

Die Befreiung von der Knechtschaft?

Diskussionsveranstaltung mit Diethart Behrens


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09.09.2010, 19:00 Uhr:

Das Geschlecht des Situationismus

transcending gender by abolishing the spectacle?

Veranstaltet von Outside the box mit Zwi Negator und Tagediebin vom AutorInnenkollektiv BBZN.


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22.07.2010, 20:00 Uhr:

2cl Sommerkino und CEE IEH live

Fritz Bauer - Tod auf Raten
Ilona Ziok, BRD 2010, Dok, 110 min

20:00 Diskussionsveranstaltung zum Film mit Jens Hoffmann (Konkret-Autor und Autor des Buches »Das kann man nicht erzählen«)
21:30 Film

Bei schlechtem Wetter findet die Veranstaltung im Saal statt


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01.07.2010, 20:00 Uhr:

Haare auf Krawall

Diskussionsveranstaltung mit
Connie Mareth (Mitherausgeberin »Haare auf Krawall - Jugendsubkultur in Leipzig 1980-91«)
Bernd Stracke (ehemaliger Sänger von »Wutanfall« und »L'Attentat«)
und Uli Schuster (Moderation)


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06.01.2010, 19:00 Uhr:

Geht national auch normal?

Buchvorstellung und Diskussion mit der »Projektgruppe Nationalismuskritik« (Frankfurt/Main) und INEX (Leipzig)


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22.09.2009, 19:30 Uhr:

Was war die DDR? Zur Kritik an der realsozialistischen Gesellschaft

Vorträge und Podiumsdiskussion mit Renate Hürtgen (Historikerin, Berlin), angefragt: Regina Bittner (Stiftung Bauhaus Dessau)


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09.09.2009, 19:30 Uhr:

»Nie wieder Deutschland«. Über Geschichte und Gegenwart der antinationalen Linken

Vortrag und Diskussion mit Thomas Ebermann


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06.09.2009, 16:00 Uhr:

Die radikale Linke und die »Wiedervereinigung«

Podiumsdikussion mit Connie Mareth (aktiv in der DDR-Punkszene in Leipzig, Herausgeberin von »Haare auf Krawall«), Torsten Hahnel (aktiv in der DDR-Punkszene in Halle, heute Miteinander e.V.), Ted Gaier (Goldene Zitronen, mit den Wohlfahrtsauschüssen 1993 in Leipzig)
angefragt: Roberto Ohrt (Hrsg. »Das große Spiel. Die Situationisten zwischen Politik und Kunst«, mit den Wohlfahrtsauschüssen 1993 in Leipzig)


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24.06.2009, 19:30 Uhr:

Post Porn Politics

Das Verhältnis von sexueller Repräsentation und Politik hat viele Schnittstellen. Postpornographische Politiken versammeln Fragen zum Unterschied vom regressiven zu progressiven und queeren Porno, sind aber auch Aufhänger für Kontroversen um Sexarbeit, Fetischkonzeptionen und dem Verhältnis von der Linken zur Geschlechter-Politik. Dieser Vortrag soll einen Einblick zu verschiedenen praktischen und theoretischen Konzeptionen der Post Porn Politics geben, die in den letzten 40 Jahren in verschiedene Formen von Öffentlichkeit interveniert haben.

Ein Vortrag von Tim Stüttgen (Filmwissenschaftler, Autor in Jungle World, Spex, de:bug), mit Clips von Dusan Makavejev, Annie Sprinkle, Dumb Type Tokyo, Maria Llopis und Bruce La Bruce.


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17.06.2009, 19:30 Uhr:

Begriffe von Gewicht. Patriarchat und heteronormative Matrix.

Patriarchat, heteronormative Matrix, Sexismus, Frauenunterdrückung – Begriffe, hinter denen sich verschiedene Konzepte von feministischer Gesellschaftskritik verbergen. Anstatt wilder und sinnfreier Wortjonglage wollen wir diese Konzepte offen legen und einer Kritik unterziehen. So wie sich die gesellschaftliche Realität verändert, wandeln sich auch die Begriffe, die zu ihrer Analyse herangezogen werden. »Patriarchat« gilt in manchen Kreisen als altbacken, verstaubt und dem Oldschool-Feminismus zugehörig. Dagegen kommt »heteronormative Matrix« für andere als abstrakter und unzugänglicher Szenejargon daher, der sich in queeren Zusammenhängen zwar großer Beliebtheit erfreut, für die Außenwelt, die Judith Butler nicht gelesen hat, aber eine leere Worthülse bleibt.
Das Für und Wider und die Treffsicherheit der beiden Konzepte sollen diskutiert werden.

In Kooperation mit der Zeitschrift Phase 2. Die Veranstaltung findet gleichzeitig zum Erscheinen der neuen Phase 2 mit dem Schwerpunkt »Queer« statt.


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26.02.2009, 19:00 Uhr:

Alle reden über die Krise Wir auch!


Die Finanzkrise hat sich in eine globale Wirtschaftskrise verwandelt, trotz Staatsinterventionen in bislang ungekanntem Ausmaß. Während selbst EU-Staaten wie Ungarn der Bankrott droht, will Deutschland, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärt, stärker aus der Krise herauskommen, als es in sie hereingegangen ist. Was bedeutet das für eine emanzipatorische Kritik?

Darüber diskutieren:
Caren Lay, Parlamentarische Geschäftsführerin der Linksfraktion im
sächsischen Landtag
Michael Heinrich, Politikwissenschaftler, Redaktion Prokla
Thomas Ebermann, Autor, ehemaliger Fraktionssprecher der Grünen
Moderation: Bernd Beier, Jungle World


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15.12.2008, 20:00 Uhr:

CEE IEH live: 1917 – Anfang und Ende des Kommunismus?

Referent: Daniel Kulla

Es wird der Frage nachgegangen, in welchem Maß sich das kommunistische Projekt heute auf historische Positionierungen, äußere Erscheinung und konkrete Politikformen der Kommunistischen Parteien beziehen läßt.


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05.06.2008, 19:00 Uhr:

Differenzen der Krise – Krise der Differenzen

Zum Verhältnis von Antirassismus, Antisemitismus und Antiziganismus
Vortrag und Diskussion mit Roswitha Scholz


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06.05.2008, 19:00 Uhr:

Am Ende der Weiß-heit?

Grundlagen und Chancen der kritischen Weißseinsforschung in Deutschland
Vortrag und Diskussion mit Eske Wollrad


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20.12.2007, 19:30 Uhr:

»Dear Observer«

Innerhalb des Sichtfeldes der Überwachung«
Vortrag mit Filmen
gehalten von der Leipziger Kamera - Initiative gegen Überwachung


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13.12.2007, 19:30 Uhr:

»Wenn Leipzig nicht Dornröschen ist...«

Ökonomie – Kultur – Stadt: Kulturelle Raumaneignung am Beispiel Leipzigs
mit Silke Steets (Mitglied der Künstlergruppe niko.31, Stadt- und Raumsoziologin an der TU Darmstadt)


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12.12.2007, 19:30 Uhr:

»Aus den Augen aus dem Sinn«

Raumproduktion und Sicherheitsdiskurs inmitten neuer Realitäten?
mit Bernd Belina (Institut für Länderkunde / Universität Leipzig, Buchautor)
Peter Ullrich (Soziologe, Universität Leipzig / Leipziger Kamera. Initiative gegen Überwachung)


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06.12.2007, 19:30 Uhr:

Mythos Gentrifizierung?

Stadtsoziologie und linke Subkultur im Kampf um den öffentlichen Raum, mit: Hans-Christian-Psaar (Diplom-Sozialwissenschaftler, Berlin)


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22.06.2007, 20:00 Uhr:

AMPLIFY!

gender. text und pop.
konzert: pop/electronica/hip hop/mash up
ca. 21:30 Big Zis (Nation Music/Zürich)
ca. 22:30 Bernadette La Hengst (Trikont/Berlin)
ca. 23:30 Rhythm King and her Friends (Kitty-Yo/Berlin/Paris)
ca. 0:30 Disco: Eve Massacre (DJ/Electronic punk unit/Nürnberg)

18:00 Diskussion:
EQUALIZE!
Frauen und Männer im Hip Hop
mit Hannes Loh (Publizist), Big Zis (Hip Hop Artist),
Sonja Eismann (Publizistin)


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23.08.2006, 20:00 Uhr:

15 Jahre Conne Island

Shai Hulud (Revelation Rec./USA)
Remembering Never (USA)
Parkway Drive (GB)
Full Spead Ahead (L.E. Hardcore Heroen)
Blumfeld (HH)
electric island
Conne Island Fußball Turnier
"Hommage an Jules Valles"
Big Birthday Disco Bash feat. Conne Island Allstar DJ Team
"Little Sista Skate-Cup"
Hip Hop Open Air After Show


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18.06.2004, 20:00 Uhr:

Drogendealer - Ansichten eines verrufenen Gewerbes

Diskussionsveranstaltung zu den Gefahren gängiger Drigendealer-Bilder mit Henning Schmidt-Semisch


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11.06.2004, 19:00 Uhr:

Fanzines - do it yourself

Ausstellung und Vortrag


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02.12.2003, 20:00 Uhr:

Antiamerikanismus und Popkultur in Deutschland - Diskussionsveranstaltung zur Stellnungnahme "No Antiamerikanismus – No Volksmusik"


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09.05.2003, 20:00 Uhr:

Kritische Popkultur?

Veranstaltungsreihe
- Nothing new to the german front - Popkultur nach dem 11. September (Pop-AG)
- Grenzen der Möglichkeiten kritischer Popkultur (Testcard)
- Disco mit Glow Girls und Mapache
- Freiheit ist ein junger Mann - Geschlechterrollen und Popkultur (Tine Plesch)


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15.06.2001, 20:00 Uhr:

10 Jahre Conne Island


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09.05.2001, 20:00 Uhr:

Toxiphobia


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16.12.1999, 20:00 Uhr:

Kolumbien – schmutziger Krieg und Aufstandsbewegung

Infoveranstaltung über das Land mit der weltweit stärksten linksradikalen Guerilla-Bewegung - mit Raul Zelik


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26.11.1996, 20:00 Uhr:

Mainstream der Minderheiten - Pop in der Kontrollgesellschaft

Buchpräsentation mit Referat und Diskussion mit den Autoren Mark Terkessidis und Tom Halert (SPEX).


Plakat und Flyer


15.06.1995, 20:00 Uhr:

Der Traum ist aus-Connewitz Diskussionsveranstaltung


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Hinweise zu Copyright und Co.

25.03.2017
Conne Island, Koburger Str. 3, 04277 Leipzig
Tel.: 0341-3013028, Fax: 0341-3026503
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