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Aktuelles Heft

INHALT #260

Titelbild
Alle Jahre wieder
• das erste: Die Transformation des Faschismusbegriffs im 20. Jahrhundert
Fatoni
Kummer
Second Encounter
Schmutzki
Altın Gün
• position: Unteilbare Gutbürger im Dienst fürs Kapital
• doku: Nicht nur »schwarzer Block«
• doku: Jean Améry
• das letzte: Terrifying low-tech-Terrorism

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Der folgende ist der dritte von drei Texten, welche das vorläufige Ergebnis eines Diskussionszirkels darstellen. Anlass der Diskussion war die Frage, welchen politischen, ökonomischen und psychologischen Antrieben die größte Massenmobilisierung der letzten Jahre in Deutschland gehorcht, welche unter dem Titel ›Unteilbar‹ der moralischen Supermacht dieses Jahr auch in Dresden ihr Gesicht verleiht.



Unteilbare Gutbürger im Dienst fürs Kapital

Teil III: Die engagierte Selbstzurichtung des Subjekts und die Krise des Kapitals

Das Unteilbar-Bündnis ist die heutzutage adäquate Ausdrucksform von zivilgesellschaftlichem Engagement als Krisenlösungspropaganda und Selbstzurichtung für Staat und Kapital. Die Teilnehmer des demokratiefetischistischen Spektakels, die oberlehrerhaft durch die Straßen Sachsens ziehen, wollen den Zonies mal so richtig zeigen, wie heute Demokratie funktioniert und wie man sich am besten in sie einfügt, um im Gleichschritt mit der Staatsverwaltung zu marschieren. Diese Amalgamierung zwischen Staat und Zivilgesellschaft kommt in doppelter Hinsicht durch den Begriff der Unteilbarkeit zum Tragen. Denn grundsätzlich gilt es die Frage zu stellen, was der Terminus Unteilbar überhaupt bedeutet und in welcher Beziehung er zu der post-nazistischen Bürgerbewegung steht, die sich unter diesem Signifikant gruppiert und mit diesem identifiziert.

Die unteilbare Gemeinschaft
Unteilbarkeit evoziert verschiedene Bedeutungsinhalte, die man assoziativ mit Signifikanten wie der Einheit, der Ganzheit oder der Zusammengehörigkeit verbindet. In der auf das Gesellschaftliche bezogenen Verwendung des Begriffs besteht eine historische Parallele: Es war die Volksbewegung des Nationalsozialismus, die eine Unteilbarkeit zueinander proklamierte. Eine liberale Demokratie dagegen ist per definitionem immer geteilt, da sie aus verschiedenen Individuen besteht, die über den Staat und den Markt versuchen ihre je eigenen Interessen durchzusetzen. Bei Unteilbar werden genau diese verschiedenen Interessenlagen negiert, sie werden aufgehoben in einen allgemeinen Volkswillen, der keine individuellen Egoismen oder eine partikular-kollektive Interessenlage, wie ein Klasseninteresse, mehr kennt. Alle sollen sich dem großen Ganzen hingeben. Diese Hingabe, die sich mit der Verdrängung eigener materieller Bedürfnisse konstituiert, kommt bei Unteilbar durch Forderungen zum Ausdruck, die sich in einem permanenten Selbstwiderspruch zueinander befinden.

Der grenzenlose Sozialstaat
Man fordert die offenen Grenzen, damit die Menschen, die aus dem arabischen und afrikanischen Raum flüchten, hier eine neue Heimat finden können, anstatt im Mittelmeer zu ersaufen. Damit verbunden ist der Ruf nach einem kuscheligen Sozialstaat, der mit Mietpreisbremse, bedingungslosem Grundeinkommen und anderen Geschenken dem Einzelnen im Hauen und Stechen des täglichen Lohnkampfes den Rücken frei hält, damit die gesundheitlichen Belastungen, die u.a. auf negativem Stress basieren, möglichst gering gehalten werden und um den Einzelnen noch mehr libidinös an den Staat zu binden. In dieser doppelten Forderung kommen verschiedene Widersprüche zum Tragen. Mit der Forderung nach offenen Grenzen ist der unkontrollierte Zuzug von meistens schlecht ausgebildeten Arbeitskraftcontainern verbunden, die ihre Arbeitskraft zumeist nur im Niedriglohnsektor veräußern können. Doch selbst die Hoffnung auf die Beschäftigung in einem solchen Sektor ist gering, da erstens die Nachfrage nach Angestellten im Niedriglohnsektor derzeit rezessionsbedingt sinkt, zweitens ein grundsätzliches Verständnis der westlichen Kulturfähigkeiten vonnöten ist und man drittens den westlichen Gleichheitsgrundsatz zwischen Mann und Frau wie zwischen Homosexuellen und Heterosexuellen anerkennen muss. Diese Konstellation führt dazu, dass Flüchtlinge - besonders die, die der islamischen Asozialisation entstammen - aufgrund der Unterschiede des Zivilisierungsgrads Probleme haben, noch einen der wenigen Arbeitsplätze zu erhaschen. Somit bleibt ihnen nur die Elendsverwaltung durch den brüchigen Sozialstaat. Jedoch kann der Staat nur bis zu einem gewissen Grad die über Zwangsbeiträge der gesetzlich Versicherten und Steuereinnahmen finanzierten Sozialleistungen tragen, das heißt, wenn mehr Menschen die Sozialstaatsleistungen beanspruchen, ohne, dass ein ähnlicher Zuwachs an Steuereinnahmen entsteht, dann schafft sich der Sozialstaat auf Basis des Sozialstaates selbst ab.
Es sind nicht nur die Flüchtlinge, die um einen Job ringen oder um ihren Job bangen, sondern auch die heimischen Arbeitskraftcontainer, deren Arbeitsplätze durch die Digitalisierung, die Automatisierung oder durch das Outsourcen der Produktion auf wackeligen Füßen stehen. Somit wird durch den Zuzug weiterer Arbeitskraftcontainer die Situation auf dem europäischen wie deutschen Arbeitsmarkt weiter verschärft. Dies geht zulasten der Arbeiter, da diese aufgrund des höheren Drucks eher gewillt sind auf Klassenkämpfe zu verzichten, unbezahlte Überstunden hinzunehmen und niedrige Lohnniveaus zu akzeptieren.

Diversität als Kitt
Vielfalt ist ein Zauberwort, das heute überall in jeglicher gesellschaftlichen Debatte en vogue ist, ob im Job als Inklusion, in der Partnerwahl, als flexibilisierte Triebverwaltung oder im Kinderzimmer linker Debatten, wo man Opferolympiaden sadistisch und in Selbstmitleid gegeneinander ausficht. Das Nützliche an der reinen postulierten Diversität, die wiederum ein Ergebnis der links-liberalen Identitätspolitik darstellt, ist ihre doppelte Funktion als Verankerung und Schmiermittel. Die Identität wird im Zuge des Spätkapitalismus zunehmend sakralisiert, da sie das Einzige ist, was dem Einzelnen nicht genommen werden kann und worauf er sich immer als sein Eigenes beziehen kann. Der Einzelne sucht in der entzauberten Welt einen Punkt, von welchem aus er sich den Weltzusammenhang erklärbar machen kann und er, der unbedeutende wie tendenzielle überflüssige Arbeitskraftcontainer, eine bedeutsame Rolle spielt, besonders dann, wenn er sich als Opfer von sinistren Mächten erfährt. Denn die Opferidentität ist heutzutage eine mythologische Maschine, die mit jeder Reproduktion einer neuen Identität zugleich eine neue Mythologie verbindet. Die Identitätsproduktion ist ein Resultat von zunehmend entsubjektivierter Scheinindividualität, das heißt, man möchte sich als etwas vom anderen Geschiedenes betrachten und als etwas Besonderes imaginieren, obwohl das Kapital die Menschen schon längst einander angeglichen hat. Diese Angleichung kann man im Bereich der Ästhetik beobachten, in der Angleichung von Männer- und Frauenmode, im Bereich der Lohnarbeit, wo nicht nur alle im Team als Gleiche aufgehen sollen, sondern auch der historisch gewachsene Geschlechtscharakter abgeschliffen wird, indem darauf insistiert wird, dass ein jeder sich ›männliche‹ und ›weibliche‹ Fähigkeiten aneignen muss, um sein Fortkommen zu sichern. Somit ist der radikalste Ausdruck dieser Gleichheit die manische Re-Produktion von neuen Identitäten, mit dem Ziel, die im Arbeitsprozess geforderte Flexibilität vorweg zu nehmen und auf alle Lebensbereiche auszudehnen. Durch diese Form der Selbstzurichtung sind Folgen wie Depression, Bindungsstörungen, Angsterkrankungen etc. pp., dieser Transformation der Arbeitsform besser zu rationalisieren und auszuhalten. Die Ursache des Prozesses liegt in einer Umwelt begründet, die dem Einzelnen eine über das zivilisatorisch notwendige Maß hinausgehende Triebversagung aufnötigt, die im realen Widerspruch zum heutigen Stand der Naturbeherrschung steht. Durch diese permanenten Versagungen bzw. durch die Angst vor der Zunahme weiterer Versagung, wie z.B. bei Arbeitslosigkeit, zieht der Einzelne die libidinöse Energie von dem äußeren Objekt immer mehr ab, um diese auf innere Objekte zu verlagern. Dabei schreitet die Gleichgültigkeit gegenüber der äußeren Welt Hand in Hand mit der bedeutungsschweren Fixierung auf die innere Welt weiter fort. Dieser Prozess kulminiert in einer projektiven Identifizierung: Innere Konflikte und Phantasien werden auf die Außenwelt projiziert, um sich daraus folgend mit ihnen zu identifizieren. Somit ist es für den Einzelnen nicht mehr möglich, die Wirklichkeit reflexiv zu bedenken, da er diese nicht mehr als von ihm geschiedene erkennen kann. Die Wahrnehmung der Wirklichkeit hieße hier nicht nur eine gewaltige narzisstische Kränkung zu erfahren und zu ertragen, nein, auch die eigene Megalomanie würde im Zeichen der Anerkennung allgegenwärtiger Ohnmacht schwere Brüche erleiden. Somit flüchtet sich der Einzelne in die repressive Entsublimierung von Pseudopraxis, er opfert der allmächtigen Natur seinen Kinderwunsch, seine Genussbefriedigung oder seine potenzielle Erfahrungswelt. Dabei verdoppelt der Einzelne die unsinnige Triebversagung und zementiert diese, da er in diesem narzisstischen Dead-End nicht mehr fähig bzw. willig zur Reflexion ist. Das masochistisch-selbstdestruktive Genießen und den sadistischen Hass gegen das äußere Objekt will man nicht aufgeben, da diese einen subjektiv-fiktiven Ausweg aus dem objektiven Dilemma bieten. Dieser Ausweg verdichtet sich in der Identifizierung mit der Ohnmacht, die zur Allmacht halluziniert wird. Dabei wird die totale Negation, der Tod, als Ausweg aus der Totalität verstanden. Diese Identifikation zeigt sich u. a. in den Die-In's der Ökos und in der Propaganda des Antinatalismus wie der aktiven Sterbehilfe.

Vom ideologischen Scheinwiderspruch zum manifesten Wahn
Um das vorab klarzustellen: der Klimawandel ist eine objektive, durch naturwissenschaftliche Erkenntnis verifizierbare Tatsache, die eine objektive Bedrohung des gesamten menschlichen Daseins evoziert. Die Frage ist jedoch: Wie behandelt man diesen Gegenstand? Wie geht man mit ihm und seinen Folgen um? Die heutige Ökobewegung hat sich den Kampf gegen den Klimawandel auf die recycelten Kriegsfahnen geschrieben, der sich bislang nicht primär gegen die Ursachen des Klimawandels wendet, sondern im Gegenteil ausgerechnet denen das Kriegsgeschrei entgegenbrüllt, die in ihrer Ohnmacht oftmals noch stärker verfangen sind als die daueradoleszenten Ökos und deren Blagen, die in ihrer Mehrheit aus der Mittel- und Oberschicht stammen.
Bei der Betrachtung dieser Konstellation muss man zwei Ebenen unterscheiden: Erstens, die objektive Bewegung, die sich durch die subjektiven Handlungen unbewusst in der Wirklichkeit realisiert und zweitens, die subjektive Handlung, die sich auf die objektive Wirklichkeit bezieht. Die objektive Bewegung tendiert heutzutage zur Transformation in einen green capitalism, die mit einer weiteren Verschlankung des Staates, der radikalen Globalisierung des Arbeitsmarktes und der partikularen Negation der staatlichen Souveränität einhergeht. Zu diesem Prozess verhalten sich die Ökos als Katalysator, da ihre Handlungen objektiv dazu führen, dass die unbrauchbar gewordene industrielle Reservearmee des Kapitals sich weiter verarmt. Als Beispiele lassen sich die Forderungen nach einer CO2-Steuer, einer Fleisch-Steuer und die Genussmittel-Steuer heranziehen, doch auch auf anderen Feldern versucht die Ökobourgeoisie dezidiert die Lage des Proletariats zu verschlimmern, wie z.B. durch die Umweltzonen oder durch die Erhöhung der Stromsteuer. In allen genannten Fällen fungiert die Ökobewegung als die Avantgarde des Kapitals, die sie real auch ist. Jedoch kommt in der Betrachtung der zweiten Ebene, das heißt im Verhältnis der subjektiven Handlungsebene zur objektiven Wirklichkeit der wahnhafte Charakter zum Tragen, der der Bewegung inne liegt. Dabei sind zwei psychische Prozesse primär in den Blick zu nehmen: erstens, die oben schon erwähnte narzisstische Regression und zweitens, die fortschreitende Selbstinfantilisierung, die sich kurz in einer Umkehrung des freudschen Diktums der psychoanalytischen Praxis verdichten lässt. Freud schrieb: »Wo Es war, soll Ich werden«. Bei den Öko-Flagellanten müsste es heißen: »Wo Ich war, soll Es werden.«. Die Bestrebungen der Ökobewegten zielen nicht nur darauf ab, grundlegende Errungenschaften des bürgerlichen Daseins abzuschaffen, nein, ihr Kampf zielt auch gegen die Grundlage der Zivilisierung ab, die vernünftige Autorität. Dabei ist es nicht verwunderlich, dass eine – durch die PR-Agentur ihres Vaters medial aufgeblasene – Göre als Retterin erscheint, der man sich bereitwillig unterwirft, sie quasi heiligspricht und als Prophetin einer neuen – ökologischen – Weltordnung ansieht, in der die Kinder, ganz im Sinne des Diversity-Schlagerbarden Herbert Grönemeyer, die Macht haben. In dieser doppelten – sich gegenseitig bedingenden – Regression tritt der Wahn durch seine gnadenlose Todesapologie, seinen Hass gegen die Sublimierung und gegen die Autorität zutage. Man predigt die masochistische menschliche Selbstvernichtung, die paranoide Jagd auf Umweltsünder und zwingt den Anderen sadistisch Selbstkasteiung und Verzicht auf, um sich daran narzisstisch zu ergötzen.

Der Umschlag der Ziele als Resultat des Massenwahns
Die mittelbaren Folgen des Ökowahns und der postmodernen Selbstabschaffung des Subjekts möchten wir hier nochmals kurz zusammenfassend skizzieren. Die misanthropische Weltuntergangssekte der Gefährten Gretas und deren Programm der ökologischen Zeitenwende, fordern jetzt schon ihren kontraintuitiven Tribut. So wies eine Harvard-Studie vor kurzem nach, dass es mit der Zunahme an Windkrafträdern zu einer signifikanten Erhöhung der Durchschnittstemperatur in dem sie umgebenden Kleinklima kommt, die mit einer Abnahme des durchschnittlichen Regenvolumens verbunden ist(1). Ein weiteres Beispiel, das hier noch erwähnt sei, ist der Versuch Deutschlands, sich so schnell wie möglich von der Atomenergie abzunabeln. Dieses Vorhaben, das mit aller Gewalt und ökologischem Pathos betrieben wird, hat nicht dafür gesorgt, dass der Anteil der deutschen Stromproduktion, der nur aus der Vernutzung von fossilen Brennstoffen besteht, in für das Klima bedeutender Weise sinkt. Mit diesem objektiven Umschlag verbunden ist die eurozentrische Ignoranz bezüglich anderer Zentren des Kapitals wie China und Indien, dort sollen in den nächsten Jahren ca. 600 neue Kohlekraftwerke entstehen.(2) Daraus folgend entblößt sich der Aktivismus als das, was er schon immer war: als eine deutsche Heilsideologie, die unter dem Heil nur die Radikalisierung des Bestehenden versteht, mit der sie die gesamte Menschheit beglücken möchte. Ähnlich verhält es sich mit der postmodernen Selbstabschaffung des Subjekts. Die postmoderne Philosophie, die sich im Bestehenden in allen Bereichen verallgemeinert hat und den Grundsatz Mussolinis: »Wir Faschisten sind Relativisten.«(3), zur objektiven Wahrheit erhob, schlug, ausgehend von ihrer ursprünglichen Zielsetzung, in das komplette Gegenteil um. War es vormals das Ziel, dem Besonderen einen Ort innerhalb des Diskurses zu verschaffen, wo es seine Begehrlichkeiten, seine Ängste und Wünsche hörbar artikulieren kann, wurde daraus eine Tyrannei des schlechten Besonderen, dass keine vernünftige Allgemeinheit – was wiederum die Grundlage des Besonderen wäre – mehr zulässt.
Diese Entwicklung ist fundamental daran gekoppelt, dass wir mit einem rasanten Zerfall des Ichs konfrontiert sind, was sich empirisch am Zahlenmaterial der Krankenkassen verdeutlichen lässt, die den Zuwachs an Charakterneurosen, Angsterkrankungen und narzisstischen Neurosen etc. seit Jahren protokollieren. Daraus folgend ist zu konstatieren, dass die Zunahme an psychischen Erkrankungen als Katalysator für diese ideologischen Bewegungen dienen und vice versa. Der sich im Zerfall befindliche Subjektstumpf rast mit aller Macht gegen seine eigenen Grundlagen an, um diese wie sich selbst negativ abzuschaffen. Die von der Reflexion befreite Raserei, für die, die Umwelt nur noch eine Anmaßung darstellt, die sich ihrem Omnipotenzgefühl unterzuordnen hat, wird von der Übermacht des Allgemeinen wiederum eingeholt werden, was man in den Bereichen der Ökologie und der Islamisierung schon jetzt betrachten kann.
Deswegen muss diesem ohnmächtigen Pseudoaktivismus entschieden widerstanden werden, ihm gilt der Kampf, ob auf der Straße oder in der Debatte, denn ihm geht es nicht um die Abschaffung des »falschen Ganzen« (Adorno), sondern darum, an der Zertrümmerung der westlichen Zivilisation zu partizipieren, um danach auf den Trümmern ein okkultes Totenfest zu Ehren des »dunklen Gottes« (Lacan) zu feiern.


Antideutsche Kommunisten Leipzig

Anmerkungen

(1) Vgl. www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S254243511830446X

(2) Die große Kohle-Lüge, Handelsblatt v. 28.06.2017, online: www.handelsblatt.com/unternehmen/energie/1-600-neue-kraftwerke-geplant-die-grosse-kohle-luege/19990872.html

(3) Zit. n. Institut für Sozialforschung (Hrsg.): Soziologische Exkurse. Nach Vorträgen und Diskussionen, Frankfurt am Main 1956.

13.12.2019
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