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Aktuelles Heft

INHALT #256

Titelbild
Editorial
• das erste: Wem gehört die Stadt?
• inside out: Ausgeladen. Nietzsche & the Wagners
AzudemSK
Enter Shikari
Pascow
Offenes Antifa Treffen
Heimat - Eine Besichtigung des Grauens
No-Crap-Flohmarkt
• position: Subtile Jagden
• das letzte: Über Identifikation

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Editorial

»Angesichts der drohenden [sic!] Konsumeröffnung«(1) im Westwerk haben linke Aktivist/innen des Nachts zuvor über 50 Scheiben der Gebäudefront eingeschlagen und nach eigenen Angaben Bitumen und Buttersäure verteilt, um der Fratze des Kapitalismus einige Zähne auszuschlagen. Der Schaden liegt nach Einschätzung des Westwerk-Geschäftsführers Peter Sterzing im oberen vierstelligen Bereich. Missfallen hat den Angreifer/innen, dass in einem Teil des Gebäudes nun Lebensmittel gegen Geld angeboten werden und dafür Projekträume für arme Menschen verdrängt worden seien. Dass es sich bei dem angegriffenen Kapitalisten ausgerechnet eine Konsumgenossenschaft handelt, deren Räumlichkeiten zuvor überhaupt keiner künstlerischen Nutzung unterlagen, sondern als Abstellort für Fahrzeuge und Wohnmobile dienten,(2) und das Unternehmen bei der Filialgestaltung nach eigenen Angaben sogar Wert auf die Einbeziehung ansässiger Künstler legte(3) – geschenkt! Wo – wie dem Bekenner/innenschreiben zu entnehmen ist - Kapitalismuskritik sich in Konsumkritik erschöpft, ist die Regression der Linken weit vorangeschritten. Nach Polizeiangaben erfolgte noch am Abend der Neueröffnung ein weiterer Angriff auf die Kapitalistenschweine: So sollen drei Punks zwei gekochte Kartoffeln nach einem Kassierer geworfen haben. Der Widerstand gegen die Konsumgesellschaft hat gerade erst begonnen.


Hört bitte auf!

Die Redaktion

Anmerkungen

(1) Bekenner/innenschreiben unter: https://de.indymedia.org/node/31247

(2) Vgl. www.lvz.de/Leipzig/Lokales/Sie-flohen-auf-Fahrraedern-LKA-sucht-Konsum-Angreifer
(3)»Der Konsum Leipzig legte Wert auf die Einbeziehung der Mieter des Westwerks in das Projekt. So finden sich im Inneren und Äußeren mehrere Auftragswerke des ansässigen Graffitikünstlers Peter Freund. Wolf Konrad Roscher, Inhaber eines Ateliers für Interieur auf dem Gelände, lieferte acht aufwendig restaurierte Originalleuchten. […] Dr. Michael Schimansky, Vertreter des Wirtschaftsbürgermeisters von Leipzig[, ...] würdigte die lokale Auftragsvergabe: ›Das Westwerk ist ein Paradebeispiel eines Mikrowirtschaftsraumes. Die Mieter stärken sich gegenseitig, was ein Gewinn für alle darstellt.‹«, Pressemitteilung zur Filialeröffnung unter: www.konsum-leipzig.de/unternehmen/aktuelles/konsum-leipzig-eroeffnet-architekturfiliale-im-historischen-westwerk-in-plagwitz

16.04.2019
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