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#247, Februar 2018
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Aktuelles Heft

INHALT #247

Titelbild
Ein Angriff auf uns alle
• das erste: Der Stress mit Weihnachten ist vorerst vorbei.
The Menzingers
Sepultura
Terrorgruppe
Chain & the Gang
The Pains of Beeing Pure at Heart
• position: Abwege einer Polemik
• das letzte: Den Schaden haben die Anderen

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Sepultura

War bis Mitte der Achtziger Jahre Brasilien nur als Exporteur für Kaffee, Zucker und grazile Fußballspieler bekannt, entschieden sich 1984 vier junge Männer aus Belo Horizonte unter dem Namen Sepultura einen neuen südamerikanischen Exportschlager auf dem Weltmarkt zu etablieren: Abwechslungsreicher Metal brasilianischer Spielart.

Ihr musikalischer Startschuss Morbid Vision war damals indessen noch ein ziemlich undefinierter, zwischen Death und Thrash angesiedelter, Startschuss. Mit dem im Folgejahr hinzukommenden Gitarristen Andreas Kisser wurde ihre Musik schnell deutlich technisch anspruchsvoller und die musikalische Ausrichtung zumindest für die kommenden drei Alben festgesetzt: lupenreiner Trash-Metal auf internationalem Niveau. Spätestens mit ihrem vierten Album Arise (1991) waren Sepultura endgültig dem Geheimtippstatus entwachsen, gingen erstmalig international auf Tour und zukünftig auch musikalisch neue Pfade. Auf Chaos A.D. mischten sie gekonnt ihrem bekannten Metalrezept noch gehörige Prisen Hardcore und Groove-Metal unter. Vor allem Igor Cavaleras percussionlastiges Schlagzeugspiel wurde zu einer der bleibenden Trademarks der Band. Diese Formel wurde auf dem Nachfolger Roots noch um musikalische Elemente der Weltmusik und klassische brasilianische Tribals angereichert. Sepultura hatten sich auf der Welle des Mitte der neunziger Jahre aufstrebenden Alternative Metal musikalisch freigeschwommen und wurden nun auch abseits des Metalzirkus wahrgenommen. Auf dem Gipfel ihres Schaffens kam 1996 jedoch der Bruch zwischen Sänger und Mastermind Max Cavalera und dem Rest der Band. Nach langer Suche konnte der Amerikaner Derrick Green als neuer Sänger gefunden werden. Mit Green als Frontmann blieben sich Sepultura auf Against zunächst musikalisch noch ziemlich treu, öffnten sich in den Folgejahren aber immer mehr in Richtung Hardcore und Nu Metal. Die musikalische Entwicklung und vor allem das Fehlen von Max Cavalera als dem prägnanten Sprachrohr spaltete die Fangemeinde in dieser Phase zusehends. Erst mit ihrem wirklich guten Konzeptalbum Dante XXI (2006), auf dem sie der Göttlichen Komödie von Dante Alighieri ein musikalisches Denkmal setzten, konnte die Sepulnation wieder zufrieden gestellt werden. Vor dem nächsten Konzeptalbum A-Lex (über die Hauptfigur aus Anthony Burgess' Roman A Clockwork Orange) verließ jedoch auch Igor, der zweite Cavalera-Bruder, aus privaten Gründen die Band. In neuer Besetzung spielten Sepultura nun wieder klassischen Groove Metal mit Industrial/Thrash-Versatzstücken und bis 2017 drei weitere gute Alben ein.

Und 2018 ist es endlich wieder so weit: Eine der prägendsten und abwechslungsreichsten Metalwalzen der letzten drei Dekaden rollt wieder durch Europa und macht dabei glücklicherweise auch im Conne Island Halt. Neben Klassikern aus allen Phasen der Bandgeschichte soll in erster Linie das neue und mittlerweile 17. Full-Length-Album Machine Messiah vorgestellt werden. Wäre die reine Präsenz der südamerikanischen Metalurgesteine nicht schon genug, wird an diesem Abend die Trommelfellattacke auch noch gebührend von den Tech-Deathern Obscura, der Blackend Death-Kapelle Goatwhore und dem feinen Deathcore von Fit for an Autopsy eingeleitet.

[bagel]

 

11.02.2018
Conne Island, Koburger Str. 3, 04277 Leipzig
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