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Aktuelles Heft

INHALT #240

Titelbild
Der Schulz-Effekt
• das erste: German Übereifer
Toxpack / Zaunpfahl
KLUB: IO x Electric Island x Veranda
Turbostaat
yo, fatoni!
Jojo Mayer + Nerve
• position: Weniger Nationalismus, mehr Leistung?
• doku: Aufruf zur Demobilisierung.
• doku: Wir brauchen eine Diskussion über die Karriereplanung der linken Studis
• das letzte: High Noon in Thekla

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yo, fatoni!

Was war das nicht für ein aufregendes Jahr 2016 für Fatoni. Mit dem bereits 2015 veröffentlichten Album Yo, Picasso katapultierte sich dieser nämlich in die obere Liga der deutschsprachigen Independent Künstler. Einen Bereich in dem sich geschätzte Kollegen, wie Audio88&Yassin schon einige Zeit und Andere, wie Mädness&Döll wohl demnächst bewegen werden.

Angetrieben von einem kleinen Hypetrain um das, in Zusammenarbeit mit Produzent und Hobbyrapper Dexter entstandene, Album Yo, Picasso, spielte eben dieser Fatoni vor fast genau einem Jahr erstmalig solo im Conne Island. Er nutzte dabei die Gelegenheit zu zeigen, dass er auch außerhalb eines Bandkollektivs (bis 2012 Creme Fresh/bis 2010 Moop Mama) live eine gute Figur abgeben kann. Vermutlich fühlt er sich trotzdem noch zu dick, um ein Hipster zu sein (Fatoni Decke Hipster). Was aufgrund seiner Fähigkeiten im sprechgesanglichen Bereich wohl bedenkenlos unter den Tisch gekehrt werden kann. Äußerlichkeiten scheinen angesichts der stellenweise beißenden Ironie seiner Songs, wie zum Beispiel bei 32 Grad, sowieso eher ans Ende seiner Prioritätenliste zu rutschen. Und so sollte es auch sein.
Yo, Picasso gehört nicht nur wegen 32 Grad (ein Song, der die Flüchtlingsthematik in Lampedusa aufgreift) inhaltlich zu den stärksten Alben der letzten Jahre. Insbesondere haben sich mit Fatoni und Dexter zwei Künstler gefunden, deren Musikidee sich wunderbar ergänzt. Dexters Instrumentals können natürlich auch mal sperrig sein, beinhalten aber immer eine gewisse Leichtigkeit. Diese trägt Fatoni in seinem Verständnis für Ironie und Zynismus, manchmal aber auch reinem Humor entsprechend weiter. So bietet Yo, Picasso die logische Weiterentwicklung der bisherigen Discographie.
Und ein echtes Highlight kommt ja noch. Dieses Mal schließt sich Dexter der Tour an, V.Reater wird wieder hinter den Decks stehen und Juse Ju die Show eröffnen. Ein nicht zu unterschätzender Vierling.

Sci.

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23.04.2017
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