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#230, Februar 2016
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Aktuelles Heft

INHALT #231

Titelbild
Editorial
• das erste: Theorien im kritischen Dialog
Schwarze Deutsche im Nationalsozialismus
SPACE BINGO
Madball
Klub: Electric Island / Dixon
Sick of it all
Baroness
Wurzellose Kosmopoliten. Von Luftmenschen, Golems und jüdischer Subkultur.
WORD! cypher / End Of The Weak Leipzig (Open-Mic-Freestyle-Session).
Dabei Geblieben – Aktivist_innen erzählen vom Älterwerden und Weiterkämpfen
Vorsicht Volk!
Die Neuordnung der deutschen Geschichte – Bundesrepublikanische Geschichts- und Gedenkstättenpolitik seit 1990
Hawaiianischer Schnee Tour (Teil 2)
Easter Ska Jam
Record Release Party zur Hannah (EP) von Duktus
TOCOTRONIC - »Pädagogisch Wertlos Tour 2016«
• review-corner event: Sleep In-Review
• position: Antifaschistischer Selbstschutz und die Gewaltfrage
• doku: Jetzt kommt die Nagelprobe
• doku: Sächsische Zustände
• das letzte: Das Letzte
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Die Neuordnung der deutschen Geschichte – Bundesrepublikanische Geschichts- und Gedenkstättenpolitik seit 1990

Vortrag von Cornelia Siebeck

Das deutsche nation building nach 1990 war von massiven Auseinandersetzungen über die ›richtige‹ Erzählung der deutschen Geschichte geprägt. Neben der NS-Vergangenheit geriet nun eine ›zweite Vergangenheit‹ auf die Agenda, nämlich die der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und der DDR. Auch die Neugestaltung der doktrinär-antifaschistischen Gedenklandschaft auf dem Gebiet der ehemaligen DDR sorgte für erbitterte Kontoversen.

Auf diese anhaltende historische ›Unordnung‹ on the ground reagierten Politik und Deutungseliten mit bisher ungekanntem Regulierungseifer. Im Laufe der 1990er Jahre wurde deutsche Geschichte systematisch geordnet und in einer staatlich institutionalisierten Gedenklandschaft repräsentiert. Dabei kristallisierte sich eine nationale Meistererzählung heraus, die sich am Totalitarismusparadigma orientiert. NS- und SBZ/DDR-Vergangenheit werden dabei zu einer glücklich überwundenen Diktaturvergangenheit zusammengefasst. Aufarbeitung und Gedenken haben dann die Funktion, sich einer ›geläuterten‹ Gegenwart zu vergewissern.

Im einleitenden Vortrag soll dieser Prozess noch einmal kritisch nachvollzogen werden. In der anschließenden Diskussion soll unter anderem nach den politischen und pädagogischen Implikationen der offiziellen deutschen Geschichts- und Gedenkstättenpolitik gefragt werden.

Cornelia Siebeck forscht, schreibt und lehrt zu gedächtniskulturellen Themen, vor allem zur Repräsentation von Vergangenheit im öffentlichen Raum.

Ein Kooperation mit der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig
www.zwangsarbeit-in-leipzig.de

06.03.2016
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