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INHALT #230

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+++ Terror +++ Terror +++ Terror +++
• das erste: Advent, Advent, die Karli brennt!
• inside out: Connewitz ist ein Ort für emanzipatorische Gesellschaftskritik und Hedonismus!
KLUB Live pres.: LV (Brownswood Recordings) – Live!
Stick To Your Guns Winter Tour
The Decibelles
ZSK
Darkstar
• doku: Fight Back – Rechte Strukturen zerschlagen
• doku: Hypezig – Die Verkleinbürgerlichung des Alternativen
• doku: «... so long as nuclear weapons exist, we are not truly safe. (Applause.)»
• doku: Gute deutsche Politik
• das letzte: Straßenterror allerorten...
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ZSK

Hass prägt die Lebenswelt der Marginalisierten. La haine heißt deshalb auch ein Schwarzweißfilm von 1995, der das Leben dreier Jungs aus einem Außenbezirk von Paris zeigt. Er bildet die Realität ab, ohne die Tristesse und Aussichtslosigkeit ihrer perspektivlosen, von Drogen- und Kleinkriminalität geprägten Jugend in der Banlieue zu romantisieren oder zu moralisieren. Im Intro stürzt ein Mann aus dem 50. Stock eines Hochhauses und beruhigt sich noch während des Falls mit den immer wiederholten Worten: „Bis hierhin lief’s noch ganz gut.“

„Bis jetzt ging alles gut / fragt sich wie lange noch", singen auch die Skatepunker ZSK auf ihrem aktuellen Album Mit Herz für die Sache. Das ist auch nicht verwunderlich, da es im Jahr 2013 noch vor LEGIDA und Co. erschienen ist.

Zwischen 2007 und 2011 sind die vier Wahlberliner getrennte Wege gegangen – nur um mit ihrem vierten Studioalbum zu beweisen, dass ihr Punk noch immer eindeutig nach vorne geht. In ihren Texten beziehen ZSK (was im Übrigen keine Bedeutung hat) nach wie vor klar Stellung gegen Nazis, Fremdenfeindlichkeit und Konsumwahn.


Von besetzten Häusern und Gigs auf Parkplätzen vor Punkrockkonzerten ging es schnell auf die großen Bühnen. Ihrem unermüdlichen Drang jeden Fleck als Bühne zu nutzen haben sie es auch zu verdanken, dass sie zusammen mit Koryphäen des Fachs wie Agnostic Front, Terrorgruppe und Bad Religion tourten.

Es wird Zeit, dass die vier nicht mehr ganz jungen Musiker ein neues Album veröffentlichen, um uns mit ihren politischen Statements anzutreiben. Sie müssten dann beweisen, dass „Lichterketten“ nicht reichen. Es braucht mehr als melodische Songs wie diesen, um auch 2016 gegen die Beschissenheit der Dinge anzusingen. Immerhin beweisen ZSK mit ihrem gut gepflegten Instagram-Account, dass zwischen schmutzigem Punk und Hochglanz-Pop mehr liegt als Schwarz und Weiß.

Doch auch nach beinahe 15 Jahren Auf-die-Fresse-Deutschpunk betreiben die gebürtigen Göttinger keinen „Punkverrat“, wenn sie im Refrain selbstironisch schmettern: „Ist das noch Punkrock? Nein, nein, nein!“ Trotzdem solltet ihr am 19. Februar die Pogo-Stiefel schnüren, denn ZSK ist nach wie vor laut, voller Hass und „mit Herz für die Sache“ - und ebenso kompromisslos für alle Marginalisierten!



[iesch]

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12.02.2016
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