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#210, Februar 2014
#211, März 2014
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Aktuelles Heft

INHALT #213

Titelbild
Editorial
• das erste: From Russia with Love
Rapsody & 9th Wonder
Alkaline Trio
Doomriders, Beastmilk, Herder
Perkele, Eastside Boys, Grumpy Old Men
Big Daddy Kane, Reverie & Louden, Self Provoked
TOKiMONSTA
Hercules & Love Affair , Wolfman
Touché Amoré, Birds in Row, No Omega
Future Islands, Ed Schrader ' s Music Beat, Kristian Harting
Infoveranstaltung über die »AfD«
Recht auf die Stadt! Henri Lefebvre? Perspektiven und Möglichkeiten einer Parole
Sookee, Shirlette Ammons, Lex Lafoy & DJ Doowap
Efdemin & Tobias
Giuda
Plaid, Pandt, Robyrt Hecht
Chuck Ragan
»All 4 Hip Hop Jam«
• inside out: In schlechter Verfassung
• kulturreport: Boiler Room – »The world’s leading underground music show« als Reinkarnation von Top of the Pops
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• das letzte: Auf der Titanic

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Doomriders, Beastmilk, Herder

Mit derartiger Boston-Hardcore-Szene-prominenz in den eigene Riehen wäre es für Doomriders eigentlich ein leichtes massenhaft Platten zu verkaufen und um die Welt zu touren, ohne überhaupt gute Musik zu machen. Zum Glück machen sie gute Musik. Im jahr 2014 kann man sich auch sparen, eine Band die Doomriders heißt und auf deren drei Albencovern jeweils mindestens ein Totenkopf zu sehen ist, genremässig zu erklären. Ihre Interpretation von Hard Rock und Metal ist allerdings über die letzten Releases deutlich gereift. Die sorglose »Skate & Destroy« Attitude der Art von Rotzbengeln, mit denen man als braves Bürgerkind nicht spielen durfte, welche die erste LP ausmachte, ist mittlerweile einer Düsternis gewichen, die sich ähnlich nur ganz allein am Tresen, im Whiskeyrausch, bei der gemütlichen Realisierung der eigenen Vergänglichkeit manifestiert. Verbindendende Elemente: Jahrhundert-Riffs und Glenn Danzig.
Auch Beastmilk haben eine nicht zu übersehende bzw. überhörende Vorliebe für Totenköpfe, Glenn Danzig und Dunkelheit. Soweit so gut! Die Hauptquelle der musikalischen Inspiration liegt aber im Gegensatz zu Doomriders ganz deutlich im Postpunk der 1980er Jahre. Zusammen klingt das ungefähr so, als wenn die erfolgreichste Pop Band des Twilight Universums vor ausverkaufter Gruft, in einer Art sechs Fuß unter der Erde liegenden, O2-Arena spielt. Durch den überzeugenden Hang zur großen Geste schätze ich mal, dass dies die letzte Tour sein wird, welche die Band als Support Act bestreiten wird.
Zurück zum Thema Whiskey. Herder verkörpern die drei »Bs« des Southern Sludge: Bourbon, Bongs & Broken Glass mit so großer Hingabe, dass es mich schon fast gewundert hat, dass Sie nicht aus Louisiana sondern Groningen kommen. Electric Wizard, Eyehategod, Down werden konsequent vermengt und was dabei heraus kommt ist nichts weniger als der perfekte Soundtrack zum nächsten Bar Fight aus niederträchtigen Motiven!


[True K]

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07.05.2014
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