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Aktuelles Heft

INHALT #187

Titelbild
Editorial
• das erste: Mitarbeit im Conne Island
"Through the Noise"-European Tour
„Some cold rock stuff tour“
Buster Shuffle
Raised Fist, Confession, Hundredth
La Familia Y Amigos-Festival
Masta Ace, Black Milk ...
The Mosh Lives Tour
Ausgebuffte Ganoven
Mono
Edge. Perspectives on Drug Free Culture
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Die Idee des Kommunismus
"20 jahre conne island"-best of-poll
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Mono

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Eine japanische Legende besagt, dass demjenigen, der tausend Origami-Kraniche falte, von den Göttern ein Wunsch erfüllt werde. Die elfjährige Japanerin Sadako Sasaki (*1943) hat nur einen Wunsch: Die bei ihr diagnostizierte Leukämie zu bekämpfen, an der sie infolge des Atombombenabwurfes auf Hiroshima erkrankte. Bei einem 14-monatigen Krankenhausaufenthalt faltet sie in nur einem Monat tausend kleine Kraniche, hört danach jedoch nicht auf. Es ist unbekannt, wie viele Kraniche sie bis zu ihren Tod im Jahr 1955 faltete.
Sadako Sasaki ist eine der weltweit bekanntesten Hibakusha(1). Die japanische Postrock-Band Mono ließ sich auf ihrem 2004er Album „Walking Cloud and Deep Red Sky, Flag Fluttered and the Sun Shined“ vom Schicksal der kleinen Sadako inspirieren, was sich am besten aus dem Namen des letzten Titels herauslesen lässt: „A Thousand Paper Cranes“.
Dies ist nur eine von zahlreichen Veröffentlichungen der vier Japaner, die sich im Jahre 2000 in Tokyo zusammenfanden, eigenen Angaben nach stark beeinflusst von Sonic Youth und My Bloody Valentine. Über Jahre gelang es den Postrockern, sowohl die Absatzzahlen ihrer Tonträger als auch die Besucherzahlen ihrer Konzerte stetig zu steigern – trotz vieler Kritik. Denn Kritiker werfen der Band vor, Muster und Klischees aufzugreifen und sich damit kaum von anderen Postrock-Bands zu unterscheiden. Doch sei ein Urteil über die mehr oder mindere Einzigartigkeit der Band dem Hörer selbst überlassen. Fakt ist, dass Mono ein typischer Vertreter des Postrock ist, der mit Laut-Leise-Dynamiken arbeitet und neben Gitarre, Bass und Schlagzeug immer wieder Platz für Instrumente wie Cello und Klavier findet, wie bspw. in „Follow The Map“ auf ihrer letzten Veröffentlichung „Hymn to the immortal wind“ (2009) zu hören ist.
Also, folgt der Karte am 26. Mai mit dem unsterblichen Wind und lasst euch von den sanften Klängen Monos berieseln! Are you there?

P.

Anmerkungen

(1) Als Hibakusha (zu deutsch Explosionsopfer) werden in Japan die Überlebenden der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945 bezeichnet.

 

21.04.2011
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