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Aktuelles Heft

INHALT #186

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Editorial
April, April, Hardcore is on its way!
Rappen bis der Arzt kommt!
Bad Co. Project
Dritte Wahl
Sunday Matinee
"I'm still a kid but soon I will be dead"
e a s e   u p ^
remember GURU Hip-Hop Jam
We Butter The Bread With Butter
MURS
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Mi Ami

Awesome Tapes from Africa

Mi Ami sollen mal eine Rockband gewesen sein. Aber das war mal, vorbei ist's mit ungestümen Gitarren, hypnotischen Basslinien und donnernden Drums der vorhergegangenen Alben "Steal Your Face" und "Watersports". An ihrer Stelle: unerbittlich lebhafte Synthesizer und fast schon antike Drumcomputer. Bassist Jacob Lange verließ die Band Anfang des Jahres, wodurch sich für Gründungsmitglieder Damon Palermo (Mi Ami/Jonas Reinhardt) und Daniel Martin-McCormick (Black Eyes/Mi Ami/Sex Worker) die Chance eröffnet hat, kopfüber in ein neues Setup einzutauchen: Damon auf dem 707 Drumcomputer und Sampler, der Disketten verwendet, Daniel wie gehabt am Mikrofon, aber auch an den Tasten. Elemente dieses Ansatzes waren zwar bereits auf den "Cut Men"- und "Techno"-12" zu hören, aber im Vergleich zu diesem Tigersprung war das allenfalls Mäuschengetappse. Die neue EP der Band, die jetzt ein Duo ist, "Dolphins", ist der Klang einer Band, die sich mitten im musikalischen Getümmel wiederfindet – so beschreiben es zumindest die Texter ihres Labels Thrill Jockey (dort veröffentlichen u.a. The Fiery Furnaces, Tortoise, High Places und Adult). Einmal mehr ist alles verändert und irgendwie neu, ohne Scheu zu polarisieren und mit der sicheren Mischung aus Risikobereitschaft und Sturheit vorgetragen, die altbekannte Fans abschreckt und neue gewinnt. Keyboard, Drumcomputer, Vocals, alles irgendwie analog, sperrig und laut.

Mi Ami

Unterstützt werden Mi Ami auf dieser Tour von Brian Shimkovitz aus Brooklyn, der seit 2006 im Netz unter awesometapesfromafrica.blogspot.com aktiv Globalisierung betreibt, in dem er großartige und nicht nur im Rest der Welt obskure Kassetten aus Afrika vorstellt. Dafür wird er weltweit mit Ruhm überschüttet. Kein Mist: Weite Teile der afrikanischen Musikszene bauen weiter auf das Medium Kassette, werden in Kleinstauflage und als Bootleg vertrieben. Darüber und über ihren Einfluss auf die Musikszene in Brooklyn ließe sich jetzt eigentlich ein ganzer Artikel schreiben, aber spannender wohl ist es auch hier, ins Becken zu springen und sich dem zu öffnen, was gemeinhin als "Sound" bezeichnet wird, denn was hier als Rahmenprogramm aufgefahren wird, taugt anderswo als Hauptact. Um so schnell so weit weg von den eigenen eingefahrenen Hörgewohnheiten zu kommen, muss man sich sonst schon selbst in den Flieger setzen und auf Flohmärkten stöbern. Und natürlich gibt es 'die' afrikanische Musik eh nicht: für Abwechslung ist also gesorgt.

 

22.03.2011
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