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Aktuelles Heft

INHALT #182

Titelbild
Editorial
• das erste: Unsere Insel stinkt
„ …a Mala Beat is a Mala Beat is a Mala Beat is a…“
Springtoifel
Karnivool, The Intersphere
The Creator: Pete Rock & CL Smooth
Napalm Death, Immolation, Macabre
Hot Christmas Hip Hop Lounge
Paperclip Release Night
We can feel the mountains in our skin and bones
Clash of the Monsters
Weihnachts-Tischtennis-Turnier
Man overboard
Caliban
Snowshower
NYE @ Conne Island
Kritik und Ressentiment
Veranstaltungsanzeigen
Großbaustelle Conne Island
Konzertabsage Maroon
Zur Absage der Veranstaltung mit Justus Wertmüller
• doku: Vielfalt tut gut
• doku: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde
Es gibt tausend gute Gründe
Resultat einer infantilen Inquisition
Zu den Texten in diesem Heft
• review-corner film: Keeping it unreal
• doku: Sizilianische Verhältnisse
• doku: Macker, verpiss Dich!
Sind die Dichotomien unser Unglück?
Anzeigen
Punktsieg für den Antirassismus oder Reproduktion rassistischer Ausgrenzung?
• das letzte: Voll leer

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Karnivool, The Intersphere

Karnivool

Als die fünf Musiker aus Perth im April 2005 mit einem Album namens „Themata“ erstmals auf der Bildfläche erschienen, waren zwei Dinge sofort augenfällig. Erstens hatten Karnivool eine Platte abgeliefert, die die Latte für Heavy Rock in Australien auf einen Schlag extrem hoch legte. Und zweitens war klar, dass Karnivool erfolgreich sein würden... Einerseits prachtvoll und hymnisch, andererseits aber auch progressiv in jedem Wortsinn, war „Themata“ reich an Bombast-Rock-Momenten, elektrisierender Glückseligkeit, kombiniert mit virtuosen Gitarrenpassagen, innovativem Riffing, experimentell gestimmten Instrumenten, verblüffender Taktierung und gänsehaut-erzeugenden Melodien. Auch live war die Band einzigartig. Als absolutes Trumpfass entpuppten sich dabei die charismatische Bühnenpräsenz und die meisterhaften, gesanglichen Fähigkeiten von Frontmann Ian Kenny.

In den folgenden Jahren tourte die Band fleißig, trat überall in Australien in ausverkaufen Hallen auf und erspielte sich schnell eine eingeschworene Fan-Gefolgschaft. 2007 wurde die Band bei den „WAMi Awards“ fünfmal ausgezeichnet und bei diversen großen Rockfestivals down under war die Band der unumstrittene Publikumsmagnet. Und nach mehr als 32.000 verkauften Exemplaren schlossen Karnivool einen internationalen Lizenz-Deal ab, der eine Veröffentlichung des Longplayers in den USA, Großbritannien, Kanada und Mexiko vorsah. Plötzlich war die kleine Prog-Rock-Band aus Perth einer der größten Acts ihres Kontinents.
Mit ihrem zweiten Album hatte sich die Band der Herausforderung zu stellen: Vier lange Jahre waren seit dem Debütalbum ins Land gegangen und die Fans dürsteten nach mehr `Vool-Material.
Ende 2008 wagte sich die Band schließlich an die Aufgabe und engagierte erneut „Themata“ Produzenten Forrester Savell (u.a. The Butterfly Effect, Dead Letter Circus). Sänger Ian Kenny erklärt: „Als die Entscheidung gefallen war, ihn bei uns aufzunehmen, haben wir uns komplett auf ihn verlassen. Er sollte sich die ganz schweren, schwarzen Stiefel anziehen und alle in den Arsch treten. Und das tat er auch. Außerdem hat`s der Typ musikalisch einfach drauf – er ist wie der ‚Cleaner`, der an den Tatort kommt und aufräumt. Ein extrem talentierter Mann, dessen Ohren wir sehr schätzen.“
So verkrümelten sie sich für einige Monate im Studio in Perth. Anders als bei „Themata“ – ein Album, das größtenteils der Vision von Gitarrist Drew Goddard entsprang – hatte sich die Band diesmal die Schaffung eines kollektiven Werkes vorgenommen. Also schrieben sie als Einheit, jammten, improviserten, analysierten, experimentierten, überdachten, kürzten, überarbeiteten, testeten und untersuchten sie jede Kleinigkeit jedes einzelnen Taktes.
„Wir wollten mehr Tiefe“, so Gitarrist Drew Goddard, „dies war das erste Mal, dass wir ein Album als Band schrieben und jeder seinen Beitrag leistete, mit einem gemeinsamen Ziel vor Augen. Es war ein grundlegendes Ding – einen Weg zu finden, die Sache klanglich in Angriff zu nehmen und dabei mehr Farben, mehr Struktur und Dynamik zu erreichen. Ich persönlich mag Alben, die man nicht vom ersten Moment an liebt, sondern bei denen einen etwas fasziniert und es bei jedem Hören wächst. So eine Art Album bewusst zu schreiben, ist allerdings sehr schwierig. Es ist nahezu unmöglich, denke ich, einen Song zu schreiben, den man nicht sofort versteht, sondern erst mit der Zeit lieben lernt. Aber es ist uns zu einem Gutteil auf ‚Sound Awake' gelungen.“
Das Ergebnis, so intuitiv und zweifellos meilenweit entfernt von „Themata“, ist ein ausuferndes Opus. „Sound Awake“ ist ein Album, das sich auf Umwege begibt und dann wieder verweilt, auf dem jedes Stück seinen eigenen Weg geht, ungeachtet von Konventionen und traditionellen Strukturen.
„Dreht auf! LAUT!!“

Presseinfos

 

30.11.2010
Conne Island, Koburger Str. 3, 04277 Leipzig
Tel.: 0341-3013028, Fax: 0341-3026503
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