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CEE IEH-ARCHIV

#172, Januar 2010
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Aktuelles Heft

INHALT #175

Titelbild
Editorial
• das erste: Wer hat Angst vorm Sozialismus?
Easter Ska Jam 2010
To Rococo Rot
Ashers, Ticking Bombs
Bouncing Souls
„It's a virus.“
welcome to electric island?
OH! OH! OH!
Welcome home!
The Artery Foundation Tour
Shrinebuilder
Good Clean Fun
Fight for Freedom!
Benefizdisco
Katatonia
Sondaschule
electric island - love edition
Inspectah Deck
Veranstaltungsanzeigen
• review-corner buch: Hitler war's
• review-corner theater: Die Prinzessin als Anarch
• ABC: M wie Metaphysik
Mit Messer und Axt
• doku: VS wirbt versteckt am schwarzen Brett
• doku: Getrennt in den Farben –Vereint in der Sache
• doku: Wir geben keine Ruhe
• doku: tears please!
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• das letzte: Die Linke Wange auch noch hinhalten

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postland presents:
„speculations“ (domino)-Album-Release-Tour 2010

To Rococo Rot

+ Matthias Reiling

"To Rococo Rot, the trio of Stefan Schneider and brothers Robert and Ronald Lippok, arrived just over a decade ago at the point where digital precision and instrumental abstraction were harnessed into new directions in contemporary music."

Matthias Reiling /dj (giegling.session victim)
"zum album release ‚das gespenst von altona' die perfekte plattenumrahmung
für den abend"

Es ist perfekt betitelt, dieses neue Album von To Rococo Rot: Denn „Speculation“ ist eine Platte, die die Ungewissheit feiert. Das Trio um Stefan Schneider und den Brüdern Robert und Ronald Lippok formierte sich vor 15 Jahren zu einem Zeitpunkt, an dem digitale Präzision und instrumentale Abstraktion wie selbstverständlich neue Richtungen in der zeitgenössischen Musik einschlugen.
To Rococo Rots frühen Alben „Veiculo“ und „The Amateur View“ sprachen in einer Art zukünftigem Imperfekt und waren hoch komplexe, aber konzentrierte Klangereignisse.Auf „Speculation“ hat sich die vom Wesen her schmucklose Sprache gewandelt. Getrieben vom Klang der Finger auf den Instrumenten und zwischen elektrischen Pulsschlägen pendelnd, schwelgt „Speculation“ im Scheitelpunkt zwischen Antrieb und Sich-gehen-Lassen. Einen deutlichen Einfluss auf diese neue Herangehensweise hatte das Faust Studio im baden-württembergischen Scheer, in dem das Album eingespielt wurde. Stefan Schneider: „Durch die ländliche Abgeschiedenheit herrscht im Faust Studio eine ganz besondere Atmosphäre. Die technische Ausstattung dort ist im guten Sinne einfach. Dadurch konnten wir unsere Musik fast so aufnehmen wie eine Liveband und haben doch ein Maximum an Brillanz und Plastizität erreicht.“ To Rococo Rot waren immer sehr unsentimental im Umgang mit Technologie und musikalischem Equipment. Auf „Seele“ wird ein Klavierakkord vom Tonhaltepedal in der Luft gespiegelt, während Ronald Lippoks Schlagzeug gegen sich selbst antritt. „Forwardness“ oszilliert um Crash Cymbals und eine Tiki-artige Perkussionsschleife, um, so scheint es, den Eindruck zu erwecken, das Sich-im-Kreis-Drehen sei der beste Ort der Welt. Statt eines präzise integrierten Mix aus Instrumenten und Samples, aus analog und digital, erfreuen sich die Sounds auf „Speculation“ an ihrer Fähigkeit zu irritieren, an einer Art eleganter Reibung. Es entsteht ein Gefühl der Isolation, das sich angesichts der Welt um einen herum sehr real anfühlt. Alles deutet darauf hin, dass dieser Ort ein anderer ist als der, von dem To Rococo Rot ursprünglich kommen, der uns aber dennoch vertraut vorkommt. Über das ganze Album hindurch besetzt Stefan Schneiders Bass einen gewissen Raum zwischen Melodie und Rhythmus, der einst auf frühen Platten von New Order und A Certain Ratio definiert wurde. Gespielt mit einer durchdringenden Verletzlichkeit öffnet sich eine beinahe zurückversichernde Präsenz – Sound der Körpertemperatur. Keine einzige Idee auf „Speculation“ ist übertrieben ausgeweitet, außer „Friday“ erreicht kein Stück die Vier-Minuten-Marke. Die beiden letzten Tracks auf „Speculation“, „Bells“ und „Friday“, sind reich arrangiert mit pastoralen Synthesizern und einer kosmischen Orgel. Hier finden sich Sternenhelle und dunkle Materie – entfernt verwandt mit der Musik der Elektronikpioniere Cluster and Harmonia. In einem stimmigen Moment der musikalischen Verbundenheit spielte Hans Joachim Irmler die Orgel auf „Friday“. Der Faust-Keyboarder füllt mit seinen gegenstandslosen Akkorden den Generationsunterschied zwischen den Musikern. Stefan Schneider erklärt: „Jochen Irmler begleitete uns von Zeit zu Zeit, oder er fing einfach an, auf seiner selbst gebauten Orgel zu spielen und wir schlossen uns an. Der Klang dieser Orgel ist einzigartig und klar, er passte sehr gut zur Rauheit unserer Aufnahmen. Vielleicht ist es genau das, was wir ,The Amateur View` nennen“.
So endet „Speculation“ in einem Meer elektronischer Wellen, überlässt sich den Elementen, schweift im Äther umher, verliert sich in der Gegenwart des Daseins – alles im steten Wechsel, wie der palindromische Name der Band.

Promotext

To.Rococo.Rot

 

22.03.2010
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