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Aktuelles Heft

INHALT #170

Titelbild
Editorial
• das erste: Vereint im deutschen Geist der dialogbereiten Toleranz
Oaklands Seele
Codes in the Clouds, Pg.lost
Shuffle Me!
Prolls mit Verstand
Apoptygma Berzerk
Paradise Lost, Samael, Ghost Brigade
Dritte Wahl
Sechs Jahre ITS YOURS! Party
Vadim Imaginashun-Tour
The Living End
Miss Platnum
Friska Viljor
US Bombs
The Adicts
Jochen Distelmeyer
Fucked Up
Hot Water Music
Imperial Never Say Die! Club Tour 2009
electric island: KANN & friends
Masta Ace
Muff Potter
A Storm of Light, Minsk
Full Speed Ahead, Backfire
• ABC: E wie Emanzipation
• review-corner platte: Ja! Ich rede gern mit mir selbst!
• kulturreport: Like a virgin?
• doku: Post aus Honolulu
• doku: Über Fundamentalkritik und die feinen Unterschiede
• doku: Watch out for a new generation to push things forward!
• doku: Radio Blau von Abschaltung bedroht
• leserInnenbrief: Mit Schaum vor dem Mund
Anzeigen
• das letzte: 100 Zahnstocher inkl. Gebrauchsanweisung

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The Living End

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The Living End auf eine bestimmte Musikrichtung festzulegen, ist fast unmöglich. Dies zeigt sich schon bei den Konzerten der Australier: Eben improvisierte das Trio infernale noch eine jazzig angehauchte Nummer, schon wird wieder ein Klassiker aus den Rockabilly-Tagen der Band hervor geholt. Während Chris Cheney an seiner Gitarre Soli vom Schlage eines Brian Setzers auf das Publikum loslässt, erklimmt Scott Owen spielend seinen Kontrabass. Kurz darauf findet sich eine Hardrock-Nummer im Geiste von Led Zeppelin im Set, dann wieder ein schnelles Punkstück, bei welchem sich Schlagzeuger Andy Strachan ein Solo-Duell mit Cheney liefert. Dieser läuft immer mehr zur Hochform auf: In der Zugabe funktioniert er eine Bierflasche zum Plektrum um, was seiner Gitarre ganz neue Klänge entlockt. Und zum großen Finale springt er vom Schlagzeug über den Kontrabass zurück auf die Bühne, um aus seinem Instrument noch einmal die letzten Töne regelrecht herauszuwürgen. Kurzum: Eine energiegeladene Show auf hohem musikalischem Niveau. Nachgespielt ist dabei aber nichts: Die Australier haben sich ihren ganz eigenen Sound geschaffen, der von jeher mit allen musikalischen Stilen ausgereizt wird.

The Living End gelten in Australien als eine der wichtigsten Bands der Neuzeit: Ab 1994 spielen sie sich als Rockabilly-Band mit Punkeinflüssen von ihrer Heimatstadt Melbourne zur Szenegröße hoch. Nach Auftritten auf mehreren Festivals gelingt mit der Single „Prisoner of Society“ 1998 schließlich der große Durchbruch: Fast ein Jahr lang hält die Hymne sich in den australischen Charts und zählt im Mutterland von AC/DC und Crowded House auch heute noch zu den größten Hits der Musikgeschichte. Das darauf folgende selbstbetitelte Debütalbum beschert der Band neben fünffach Platin weltweite Resonanz, Touren in Europa und den USA folgen. Auch der Nachfolger „Roll On“ zwei Jahre später setzt die Erfolgsstrecke fort. Ein schwerer Autounfall von Gitarrist und kreativem Mastermind Chris Cheney im Herbst 2001 zwingt die Band zu einer längeren Pause. Mit den Alben „Modern ART.illery“ (2003) und „State of Emergency“ (2006) gelingt ein würdiges Comeback mit Auftritten auf einigen der größten Festivals in Australien, Japan, den USA und England. Auch musikalisch hat die Band sich weiter entwickelt. Neben deutlich härteren Tönen sind nun auch minutiös ausgearbeitete Balladen zu hören. Die rotzig-frechen Texte aus der Anfangszeit sind dabei deutlich nachdenklicheren über das Zeitgeschehen gewichen: Die Zeitenwende des 11. September 2001 und ihre Folgen wie das militärische Aufrüsten oder die Terroristenhatz spiegeln sich in den nun zunehmend ernsthafteren Songs des Trios wieder. Dabei ist der Band der Spagat zwischen lahmem Betroffenheitsrock und musikalischem Feuerwerk außerordentlich geglückt. Nach wie vor sind die Melodien aus der Feder Chris Cheneys Ohrwürmer geblieben, die insbesondere durch ihre Live-Darbietung ihre ganze Wirkung entfalten.

Presseinfos

The.Living.End

 

27.10.2009
Conne Island, Koburger Str. 3, 04277 Leipzig
Tel.: 0341-3013028, Fax: 0341-3026503
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