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Aktuelles Heft

INHALT #213

Titelbild
Editorial
• das erste: From Russia with Love
Rapsody & 9th Wonder
Alkaline Trio
Doomriders, Beastmilk, Herder
Perkele, Eastside Boys, Grumpy Old Men
Big Daddy Kane, Reverie & Louden, Self Provoked
TOKiMONSTA
Hercules & Love Affair , Wolfman
Touché Amoré, Birds in Row, No Omega
Future Islands, Ed Schrader ' s Music Beat, Kristian Harting
Infoveranstaltung über die »AfD«
Recht auf die Stadt! Henri Lefebvre? Perspektiven und Möglichkeiten einer Parole
Sookee, Shirlette Ammons, Lex Lafoy & DJ Doowap
Efdemin & Tobias
Giuda
Plaid, Pandt, Robyrt Hecht
Chuck Ragan
»All 4 Hip Hop Jam«
• inside out: In schlechter Verfassung
• kulturreport: Boiler Room – »The world’s leading underground music show« als Reinkarnation von Top of the Pops
Anzeigen
• das letzte: Auf der Titanic

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Plaid, Pandt, Robyrt Hecht

Legends in town! Andy Turner und Ed Handley sind Plaid. Anfang der Neunziger produzierten sie gemeinsam mit Ken Downie unter dem Namen The Black Dog (oder auch Black Dog Productions) und landeten damit beim Sheffielder Label Warp. Ihr Album »Bytes« gehört zum Kanon der »Artifical Intelligence« Serie, die häufig als Quasi-Manifest der ersten Jahre des Labels bezeichnet wird: Zwischen ’92 und ’94 erschien eine Reihe von Alben, die elektronische Musik in einer neuartigen, experimentellen Form präsentierte, dabei Techno und Ambient vereinte und somit den Grundstein für das Ansehen des Labels als DAS Imprint für wagemutige, grenzüberschreitende und zukunftsgerichtete elektronische Musik legte. Nicht wenige führen die Entstehung des Genres IDM (Intelligent Dance Music) auf diese AI-Serie zurück. Neben Black Dog gehörten unter anderem Richie Hawtin (F.U.S.E.), Aphex Twin (Polygon Window), Speedy J und Autechre zum Kreis der AI-Künstler.
Mitte der Neunziger trennten sich die Wege von Ken, Ed und Andy. Letztere produzieren seitdem gemeinsam unter dem Namen Plaid, während Ken mit neuen Kooperateuren das Projekt The Black Dog weiterführte – allerdings mit deutlich weniger Innovationskraft und Relevanz als in den frühen Jahren. Plaid dagegen sind stets relevant geblieben und gelten bis heute als Teil des Warp’schen IDM-Triumvirates (gemeinsam mit Aphex Twin und Autechre). Bei dem inzwischen nach London übergesiedelten Label veröffentlichten sie ein gutes Dutzend Alben in denen sie ihren melodisch-komplexen Sound immer weiter verfeinerten. Um Singles und EPs haben sie sich dabei nie groß geschert - die bevorzugte Disziplin ist das große Werk im LP-Format. Ihren Trademark-Sound der feingliedrigen Klangtüftelei haben sie dabei immer konsequenter zeitgenössischen Clubtrends entkoppelt – und sich dafür dem Medium des Soundtracks nicht nur angenähert, sondern zeitweise voll und ganz verschrieben.
Mit »Reachy Prints« erscheint nun ihr neues Album – natürlich bei Warp. Wenige Tage nach dem Veröffentlichungstermin (19. Mai) spielen sie hier bei uns - und auch wenn IDM als Genre nicht mehr so immense Beachtung findet wie Ende des vergangenen Jahrtausends: Hier stehen zwei echte Legenden auf der Bühne, die nach wie vor unbeschreiblich schöne Musik produzieren. Einen vielversprechenden Vorgeschmack darauf liefert das Stück »Hawkmoth« vom neuen Album.
Elektronische Musik die sich etwas traut und über konventionell gesetzte Tellerränder hinaus schaut – das klingt auch ganz nach dem Steckenpferd von Pandt. Unter diesem Alias produzieren Perm und Talski Techno »etwas weiter draußen«, mit reichlich Ecken und Kanten. Live kann es dabei mitunter durchaus etwas heftiger zugehen – einen Eindruck davon kann man sich auf ihrer Soundcloud-Seite verschaffen: https://soundcloud.com/pandt.
Unter den IDM-Fans dieser Stadt gibt es sicher einige, die man fragen könnte ob sie den DJ-Rahmen für diesen Abend übernehmen möchten. Robyrt Hecht erscheint mir jedoch als Idealbesetzung: Nicht nur, weil in seinen eigenen Produktionen jener »Artificial Intelligence« Gestus durchschimmert, sondern auch, weil er in seinen DJ-Sets wunderbar unbekümmert Musik aus verschiedenen Genres und Jahrzehnten vereint. All das kann man auf seiner selbstgeschaffenen Plattform YUYAY (yuyay-records.de) bewundern.


[Steffen]

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07.05.2014
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