Conne Island-News http://www.conne-island.de/news/0.html Conne Island, info@conne-island.de de-de Aktuelle Infos des Conne Island 05.12.2018: Stellenausschreibung technische/r Leiter*in Saal Wir suchen ab dem 01.03.2019 eine/n neue/n technische/n Leiter*in f&uuml;r den Saal des Conne Islands.<br /> Die ausgeschriebene Stelle ist als 20h Teilzeitstelle geplant und soll (fr&uuml;hestens zum 01.01.2020 oder sp&auml;testens zum 01.07.2020) zu einer 40hVollzeitstelle werden. W&auml;hrend der &Uuml;bergangszeit wirst du mit dem Vollzeitangestellten auf der Stelle zusammenarbeiten sowie sukzessive in deine zuk&uuml;nftigen Aufgabenfelder eingearbeitet. Da dieser Arbeitsplatz von dir eigenverantwortlich gef&uuml;hrt wird, solltest du Verantwortungsbewusstsein, Zuverl&auml;ssigkeit und etwas Kreativit&auml;t mitbringen. Daf&uuml;r wird dir ein abwechslungsreicher Arbeitsort mit flexibel gestaltbaren Arbeitszeiten geboten.<br /> <br /> <br /> Arbeitsbereiche:<br /> <br /> Vor- und Nachbereitung von Veranstaltungen (Lesungen, Partys, Konzerte, Sommerkino, HT, etc.):<br /> <br /> Kommunikation mit allen Bereichen im Vorfeld von Veranstaltungen, um einen reibungslosen<br /> Ablauf zu gew&auml;hrleisten (Booking, Technik, Tourbegleitung)<br /> Ansprechpartner*in f&uuml;r Bands und Aufbauhelfer*innen am Tag der Veranstaltung<br /> Koordination des Saalaufbaus (z.B.: DJ-Technik, Beamer, Deko, B&uuml;hnenteile, Load in/ Load<br /> out, Aufbau B&uuml;hnengraben)<br /> <br /> DJ-Equipment (Plattenspieler, CDJ, Anlagen Halftime, Mixer, etc.):<br /> <br /> &Uuml;berblick &uuml;ber die technische Ausstattung (Instandhaltung, Reparaturauftr&auml;ge, Neuanschaffungen,<br /> Kostenvoranschl&auml;ge und Kommunikation mit der Finanzbuchhaltung)<br /> Verantwortlichkeit f&uuml;r den Technikverleih (Koordination und Abrechnung)<br /> Technikeinweisung f&uuml;r neue Leute und Crews (z.B.: Halftime, CVDs, Benefizdisco )<br /> Instandhaltung aller Gebrauchsgegenst&auml;nde im Saal (B&uuml;tecs, Licht, Molton, Kabel, etc.)<br /> <br /> Instandhaltung und Reparatur des Saalinventars:<br /> <br /> Wartung der Heizungs-, L&uuml;ftungs- sowie Sanit&auml;ranlagen<br /> Betreuung der regelm&auml;&szlig;igen Wartung von Rauch- und Brandmeldeanlagen, Feuerl&ouml;schern,<br /> Notstrombatterien, u.a.<br /> Planung und Durchf&uuml;hrung von Reinigungs- und Instandsetzungsarbeiten w&auml;hrend der<br /> Sommerpause<br /> regelm&auml;&szlig;iges Aufr&auml;umen und Sortieren der Werkzeuge sowie Technik im Lager und der Werkstatt<br /> <br /> Zus&auml;tzliche Aufgaben:<br /> <br /> <br /> Betreuung der Sozialst&uuml;ndler*innen (Kommunikation mit Staatsanwaltschaft, Jugendgerichtshilfe<br /> und Betreuer*innen, Stundenabrechnungen)<br /> Koordination des halbj&auml;hrlich stattfindenden Subbotnik (ein freiwilliger und au&szlig;ergew&ouml;hnlicher<br /> Einsatz von unentgeltlich geleisteter Arbeit)<br /> Verantwortung f&uuml;r Bauvorhaben (Kommunikation mit Hochbau- und Kulturamt sowie Baufirmen)<br /> Plenateilnahme (Montags, 18 Uhr), Arbeitsplenum (Mittwochs 14-t&auml;gig, 13 Uhr), Wegfahrt<br /> (einmaliges Klausurwochenende im Sommer und ein Sonntag im Januar)<br /> <br /> <br /> Anforderungen:<br /> Interesse am Conne Island, Identifikation mit dem Laden<br /> handwerkliches und technisches Verst&auml;ndnis<br /> Bereitschaft zu k&ouml;rperlich anstrengender Arbeit / Schwindelfreiheit<br /> gute Kommunikation mit Booker*innen, Haupt-/Ehrenamtlichen, Beh&ouml;rden, &Auml;mtern, Baufirmen<br /> Zuverl&auml;ssigkeit und Flexibilit&auml;t bez&uuml;glich der Arbeitszeiten (Wochenende, Nachtarbeit sowie<br /> Feiertage)<br /> Geduld und Durchsetzungsverm&ouml;gen im Umgang mit den vielen Ehrenamtlichen<br /> Fahrerlaubnis w&uuml;nschenswert<br /> <br /> <br /> Wenn du Interesse hast, schicke bitte bis 31.12.2018 eine Mail an marcel@conne-island.de (bitte ohne Lebenslauf, Passbild und sonstigem Schnickschnack). Im Januar 2019 f&uuml;hren wir die Vorgespr&auml;che mit allen Bewerber*innen. Die eigentliche Bewerbung findet im Montagsplenum statt. Das Plenum entscheidet auch &uuml;ber die Stellenvergabe (die Vorstellungen im Plenum beginnen voraussichtlich am 04.02.2019). Bewerbungen von Frauen sind ausdr&uuml;cklich erw&uuml;nscht!<br /> Conne Island, 4. Dezember 2018<br /> <br><br> <a href=''></a> http://www.conne-island.de/news/216.html info@conne-island.de http://www.conne-island.de/news/216.html 2018-12-05 18:08:25 07.11.2018: CEE IEH #252 online! <a href='http://www.conne-island.de/nf/252/index.html'>http://www.conne-island.de/nf/252/index.html</a> http://www.conne-island.de/news/181.html info@conne-island.de http://www.conne-island.de/news/181.html 2018-11-08 16:08:18 05.11.2018: Scheinbar harmlos und unverdächtig - Antisemitismus in Zeiten des BDS *** English follows German ***<br /> <br /> An dieser Stelle möchten wir die Position des Conne Islands zu Boykottaufrufen gegen Israel formulieren, wie wir sie gegenüber unseren KünstlerInnen vermitteln. Es ist keine neue Erkenntnis, dass sich linker Antisemitismus häufig hinter einer vermeintlichen „Israelkritik“ verbirgt, genau wie das Agieren des BDS nichts Neues ist. Dennoch halten wir es aufgrund der aktuellen Entwicklungen innerhalb der verschiedenen Musikszenen für angebracht unsere Position noch einmal öffentlich deutlich zu machen.<br /> <br /> Scheinbar harmlos und unverdächtig - Antisemitismus in Zeiten des BDS<br /> <br /> »Das Politische bestimmt das Kulturelle« ist der recht holzschnittartige Anspruch des Conne Islands gegenüber sich selbst, KünstlerInnen, AutorInnen sowie seinen Gästen. Dabei geht es nicht um die Vergabe von politischen »Persilscheinen«, sondern darum Auseinandersetzung und Kritik konkret und exemplarisch zu formulieren. In der jüngsten Vergangenheit waren es besonders verschiedene Spielarten des Antisemitismus, welche uns in Texten oder Statements von angefragten oder gebuchten KünstlerInnen begegneten. Vor allem die Forderungen und das Auftreten des BDS (Boycott, Divestment and Sanctions) machen eine Stellungnahme des Conne Islands dringend erforderlich. Die Ablehnung jeglichen Antisemitismus ist wesentlicher Teil des Grundkonsens unseres eigenen Handelns als politisches Zentrum.<br /> <br /> Warum Israel?<br /> Der Grund für die Notwendigkeit Israels ist der weltweite Antisemitismus. Die modernen Gesellschaften sind komplex, unüberschaubar und krisenanfällig. Dies macht den Antisemitismus als einfaches Welterklärungsmodell attraktiv, indem die undurchschaubaren Herrschaftsverhältnisse bequem den Machenschaften einer sinistren Gruppe von VerschwörerInnen zugeschrieben werden können. Die moderne Gesellschaft bringt den Antisemitismus stetig aufs Neue hervor. Mit schlafwandlerischer Sicherheit findet der Hass auf die unverstandene, abstrakte und nicht greifbare Seite der Moderne immer wieder in »dem Juden« sein Objekt. Sie werden in dieser Beziehung, als die vermeintliche Verkörperung alles Negativen, für das verantwortlich gemacht, was dem Kapitalismus an Krisenhaftigkeit und Ausbeutung systeminhärent ist.<br /> Israel ist die Konsequenz der historischen Verfolgung der Jüdinnen und Juden. Dass jeder als Jude ausgemachte Mensch potentiell von Antisemitismus betroffen sein könnte und damit zum Ziel von Vernichtungswünschen wird, ist die Grundlage Israels und des Rückkehrgesetzes, welches allen Jüdinnen und Juden die Einwanderung nach Israel garantiert. Die Weltgemeinschaft, die sich von der Shoah kaum beeindruckt gezeigt hat, wird auch in Zukunft nicht den Schutz der Jüdinnen und Juden garantieren. Solange die Welt so eingerichtet ist, dass Antisemitismus immer wieder neu hervorgebracht wird, muss zumindest alles dafür getan werden, die Wiederholung des Schlimmsten - die Wiederholung von Auschwitz - zu verhindern. Die Serie der jüngsten antisemitischen Anschläge in Europa (Toulouse, Burgas, Brüssel, Paris) ist Ausdruck eines grassierenden Antisemitismus und verdeutlicht die Notwendigkeit eines jüdischen Schutzraumes.<br /> Wer die Abschaffung Israels fordert, forciert in aller Konsequenz nichts geringeres als die Entwaffnung der Jüdinnen und Juden und liefert sie ihren potenziellen VerfolgerInnen aus. Die Solidarität mit Israel ist daher eine antifaschistische Selbstverständlichkeit.<br /> <br /> Was ist BDS?<br /> BDS wurde 2005 von palästinensischen NGOs gegründet. Mittlerweile hat sie sich in den USA, England und Frankreich als transnationale, politische Kampagne etabliert. Die Ziele, denen sich verschrieben wurde, richten sich vorgeblich gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit, für den Frieden und scheinen daher harmlos und unschuldig. BDS verortet sich selbst in der Tradition gewaltloser Protestbewegungen. Es gehe schließlich nur darum, politischen Druck auf Israel aufzubauen, um das Leid der PalästinenserInnen zu lindern.<br /> BDS ist keine feste Organisation, sondern ein loses Netzwerk. Es gibt keine formale Mitgliedschaft, sondern es genügt das freie Bekenntnis zu den Zielen der Kampagne. Aufgrund dieser Vielschichtigkeit, fällt es schwer die Kampagne zu fassen. Die einzelnen AkteurInnen unterscheiden sich in ihrer Radikalität sehr stark. Verbindendes Element ist jedoch der BDS Gründungsaufruf aus dem Jahr 2005, worauf sich alle Gruppen positiv beziehen.<br /> <br /> Darin werden folgende Kernforderungen aufgestellt:<br /> 1. Ending its occupation and colonization of all Arab lands and dismantling the Wall;2. Recognizing the fundamental rights of the Arab-Palestinian citizens of Israel to full equality; and3. Respecting, protecting and promoting the rights of Palestinian refugees to return to their homes and properties as stipulated in UN resolution 194.<br /> Was vermeintlich harmlos daherkommt, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als eine neue Strategie zur Delegitimierung Israels. Anhand der drei Forderungen möchten wir im Folgenden den antisemitischen Gehalt der Kampagne aufzeigen. Würden alle Forderungen der Kampagne umgesetzt, liefe dies auf nichts geringeres als die Zerstörung Israels als sicheren Hafen für alle vom Antisemitismus Bedrohten hinaus.<br /> <br /> Forderung I: Ende der »Besatzung und Kolonisierung allen arabischen Landes« und der Abbau der Mauer<br /> Die Forderung nach einem Ende der »Besatzung« ist sehr vage. Es ist unklar wie »Besatzung« oder »arabisches Land« definiert werden. Die Forderung kann alles bedeuten: vom Stop des Siedlungsbaus bis hin zur Abschaffung Israels. Diese Unklarheit ist jedoch ein wesentliches und gewolltes Kennzeichen von BDS und ermöglicht sowohl liberalen als auch radikalen AkteurInnen die Beteiligung.<br /> In der Forderung nach einem Abriss der »Mauer«, zeigt sich die Einseitigkeit von BDS. Mit Sicherheit kann man die Beschwernisse und Ungerechtigkeiten kritisieren, die die Grenzanlage für die palästinensische Bevölkerung in Gaza und dem Westjordanland bedeutet. Doch die strikten Grenzkontrollen und der Grenzzaun erfüllen keinen Selbstzweck, wie es die Propaganda des BDS unterstellt. Sie sind die direkte Konsequenz aus der Al-Aqsa-Intifada 2002, in deren Zeitraum hunderte israelische Zivilisten ermordet wurden. Die Errichtung der Grenzanlagen hat zu einem schlagartigen und massiven Rückgang der antisemitischen Attentate geführt. Israel hat also berechtigte Sicherheitsinteressen und es ist bezeichnend, dass dieser Kontext ignoriert wird.<br /> Es wird der Abriss der Grenzanlagen gefordert, während die konkrete Bedrohungslage einfach ausgeblendet wird. Die PalästinenserInnen sind in dieser verzerrten Darstellung der Wirklichkeit nur die Opfer der einseitigen, unprovozierten und systematischen Gewalt israelischer TäterInnen. Der Antisemitismus findet keinerlei Erwähnung, sondern wird im Gegenteil als Widerstand gegen das »unterdrückerische« Israel verklärt. Damit wird zugleich die antisemitischen Gewalt geleugnet, die Israel entgegenschlägt.<br /> <br /> Forderung II: Anerkennung des Grundrechts auf Gleichheit der arabisch-palästinensischen Bürger<br /> Selbstverständlich ist Israel, wie jeder andere Nationalstaat, nicht frei von Rassismus und Diskriminierung. Und mit Sicherheit hat der anhaltende blutige Konflikt nicht zu einer Entschärfung beigetragen. Es gibt also gute Gründe strukturelle Diskriminierung in Israel zu bemängeln. Abstrakt gesehen ist die Forderung also völlig legitim.<br /> Gleicht man sie jedoch mit der Wirklichkeit in Israel ab, offenbart sich der ideologische Einschlag: Denn die israelischen AraberInnen sind rechtlich gleichgestellt, mit der einzigen Ausnahme, dass die arabische Minderheit von der Wehrpflicht befreit ist.<br /> Trotzdem erhebt die BDS-Kampagne den Vorwurf, Israel als Apartheidstaat zu bezeichnen und es darüber in eine Reihe mit dem rassistischen Regime Südafrikas zu stellen. Der Höhepunkt dieser Unterstellung ist die vermeintlich staatlich organisierte »Rassentrennung«, wobei jüdische Israelis über alle anderen Menschen des Staates gestellt seien. Hierbei werden nicht nur die Verhältnisse in Südafrika relativiert, sondern auch die politische Realität Israels verleugnet. Im Gegensatz zu den Nachbarstaaten sind die »PalästinenserInnen« in Israel keine entrechteten Untertanen, sondern BürgerInnen eines verfassungsmäßig konstituierten, rechtsstaatlich und demokratisch organisierten Staates. Hierüber verbrieft, gibt es freiheitliche Rechte wie Minderheitenschutz, ein freies Wahlrecht, Glaubens- und Gewissensfreiheit sowie parlamentarische Vertretungen von nicht-jüdischen Menschen. Israelische AraberInnen müssen sicherlich Diskriminierungen erleiden, gemessen an den Verhältnissen und dem Grauen in anderen Regionen der Welt, rechtfertigen diese jedoch keineswegs eine so umfangereiche, einzigartige Boykottkampagne. Die realitätsferne Skandalisierung der israelischen Verhältnisse und die kontrafaktisch verwendete Bezeichnung »Apartheid« wird daher bewusst eingesetzt, um Israel zu dämonisieren und zu delegitimieren.<br /> <br /> Forderung III: Rückkehr der »palästinensischen Flüchtlinge«<br /> BDS fordert die Rückkehr der »palästinensischen Flüchtlinge«, die in den Flüchtlingslagern der arabischen Nachbarstaaten seit Jahrzehnten ein Dasein unter miserabelsten Bedingungen führen. Ihnen wird von den Aufnahmeländern bewusst die Einbürgerung verweigert, um sie als politisches Druckmittel gegen Israel einsetzen zu können. Da den einstmals etwa siebenhunderttausend Flüchtlingen als einzigen Flüchtlingen der Welt ein »vererbbarer Flüchtlingsstatus« zugestanden wird, ist ihre Zahl im Laufe der Jahre auf etwa fünf Millionen angewachsen.<br /> Doch es gibt kein »Menschenrecht« auf eine Rückkehr an den Ort, von dem die Urgroßeltern vertrieben wurden und in dieses selbst nie ein Fuß gesetzt wurde. Dass die Nachkommen der real Geflüchteten nach Jahrzehnten ebenfalls als Flüchtlinge gelten, ist historisch einmalig. Die Forderung nach einer Rückkehr der »Vertriebenen« beruht auf einer völkischen Vorstellung von einem vererbten Anspruch auf Scholle und Heimat, der noch Menschen anhaftet, die seit vielen Generationen anderswo leben.<br /> Zudem läuft die Forderung auf ein Ende Israels hinaus. Israel hat 8,4 Millionen Einwohner, schon die Rückkehr einer Million wäre kaum zu handhaben. Die Forderung ist ohne die Selbstaufgabe Israels nicht zu verwirklichen. Doch es gehört zum Kalkül der Kampagne, Forderungen an Israel zu formulieren, die es unmöglich erfüllen kann. Israel soll gezwungen werden, selbst zum Staat der palästinensischen AraberInnen zu werden. Die Forderung stellt Israel somit ganz grundsätzlich in Frage.<br /> <br /> Zusammenfassung<br /> Eine weitgehend etablierte Arbeitsdefinition um die Frage zu klären, ab wann eine »Israelkritik« als antisemitisch einzustufen ist, liefert der 2003 vorgestellte 3-D-Test von Natan Scharanski. Dazu stellt der Test drei Kriterien bereit: Enthalten Aussagen Dämonisierung, Doppelstandards oder Delegitimierung des Staates Israel, dann können sie als antisemitisch eingestuft werden.<br /> Wie gezeigt, laufen die Forderungen von BDS auf eine Delegitimierung Israels hinaus. Israel kann die Forderungen nur um den Preis der Selbstaufgabe umsetzen. Israel wird dämonisiert, indem es entgegen der Wirklichkeit immer wieder als Apartheids-Regime bezeichnet wird. Und es ist offensichtlich, dass Israel von BDS an Doppelstandards gemessen wird: Denn der Einmaligkeit der umfangreichen, weltweiten Kampagne steht kein entsprechend einmaliges Ausmaß an Menschenrechtsverletzungen gegenüber. Entgegen der Arbeitsbedingungen in Israel werden viele Produkte, die wir kaufen können, unter miserabelsten Umständen hergestellt. Doch an anderer Stelle gibt es keine auch nur im Ansatz vergleichbare Kampagne. Um als antisemitisch eingestuft werden zu können, genügt es eines der Kriterien zu erfüllen – BDS erfüllt alle drei.<br /> Betrachtet man die letzten Aktionen deutscher BDS AnhängerInnen, tritt der antisemitische Charakter der Kampagne offen zu Tage. So wurde am 21. Juni 2017 eine Veranstaltung in der Humboldt-Universität Berlin nieder gebrüllt, in der eine Holocaust-Überlebende und eine israelische Parlamentarierin auftreten wollten. Auch finden es die AnhängerInnen von BDS Berlin nicht pietätlos und unangemessen, wenn ausgerechnet am 9. November 2017 eine »Protestaktion« stattfindet: Der Boykott Israels am Jahres- und Erinnerungstag der Novemberpogrome.<br /> <br /> Handlungsbedarf<br /> Wir dulden auf dem Gelände des Conne Islands kein antisemitisches Verhalten, auch wenn es sich im Deckmantel der “Israelkritik” äußert.<br /> Die BDS-Kampagne ist israelfeindlich und antisemitisch. Sie ist eine offene Feinderklärung gegen Israel und fordert die ökonomische, politische und kulturelle Isolierung seiner gesamten Bevölkerung. Ihren Unterstützern werden wir daher keine Plattform für ihre Propaganda bieten.<br /> Wir haben die Hoffnung, dass es BDS-Unterstützer gibt, denen es nicht um die Auslöschung Israels geht, sondern tatsächlich um eine Verbesserung der Menschenrechte in den palästinensischen Autonomiegebieten. Wir sind deshalb bereit uns mit Menschen auseinanderzusetzen, auch wenn sie irgendwann mal unbedacht eine der unzähligen BDS-Listen unterschrieben haben. Allerdings verlangen wir von den KünstlerInnen denen wir eine Bühne geben, dass sie den Antisemitismus der Kampagne erkennen und entsprechend auf eine Unterstützung verzichten.<br /> <br /> <br /> <br /> With this statement we want to articulate Conne Island’s position towards boycott calls against Israel, and make transparent how we try to communicate and negotiate the issue with our artists. It is no news that so-called “criticism of Israel” is usually just a concealment of leftist anti-Semitism. Due to our observation of current developments in various music scenes, however, we deem it necessary to make our position public again.<br /> <br /> Apparently harmless and beyond suspicion - anti-Semitism in times of the BDS<br /> <br /> „Politics determines culture“ is, slightly simplified, Conne Island’s elementary claim - towards itself, artists, authors and guests. It is not about “whitewashing” but rather about formulating contention and criticism in a concrete and exemplary way. In the recent past, it was particularly different forms of anti-Semitism that we came across in texts or statements by artists we booked or asked to perform. Above all, the appearance of the BDS movement (Boycott, Divestment and Sanctions) and its demands now urged Conne Island to publish a statement. The rejection of any form of anti-Semitism is an essential part of the fundamental consensus of our activity as a socio-cultural and political center.<br /> <br /> Why Israel?<br /> The reason for the necessity of Israel's existence is worldwide anti-Semitism. Modern societies are complex, hardly comprehensible and prone to crisis. This makes anti-Semitism attractive as a worldview in which the inscrutable power relations are perceived as the wheelings and dealings of a sinister group of conspirators. Modern societies repeatedly bring up anti-Semitism. With a somnambulistic certainty the hatred about the incomprehensible, abstract and intangible aspects of modern societies finds its object in “the Jew”. In this world-view they are made responsible for the crisis-proneness and exploitation inherent to capitalism, and are even regarded as a manifestation of all things negative.<br /> <br /> Israel is the consequence of the historic persecution of Jews. The fact that every Jew could potentially be a victim of anti-Semitism and eventually a target of extermination is the foundation Israel is built on as well as the state's law of return, which guarantees all Jews the immigration to Israel. The global community which was only marginally impressed by the Shoa certainly will not protect Jews from that fate in the future. As long as the world is bringing forth new forms of anti-Semitism, everything has to be done to prevent the repetition of the worst – the reiteration of Auschwitz. The series of anti-Semitic attacks in Europe (Toulouse, Burgas, Paris) is an expression of a rampant anti-Semitism and illustrates the necessity for a Jewish place of refuge. Whoever demands the abolition of Israel, as a consequence demands nothing less than disarmament of the Jews and putting them at their enemies' mercy. Therefore, solidarity with Israel is a self-evident requirement of antifascism.<br /> <br /> What is BDS?<br /> BDS was founded in 2005 by Palestinian NGOs. It has established since as a transnational, political campaign in the USA, England and France. Its pretended goals are establishing peace and fighting suppression and injustice, both of which seem harmless and beyond suspicion at the first glance.  BDS locates itself in the tradition of non-violent protest-movements. Their protest, as they claim, is just about putting political pressure on Israel to ease the sorrow of Palestinians. BDS is not a firm organization, but rather a loose network. There are no formal memberships, a commitment to its goals is sufficient. Because of this multidimensional nature it is hard to grasp the campaign. The separate actors differ very much in their radicalism. The connecting element between adherents, however, is the BDS founding proclamation of 2005 which all groups refer to positively.<br /> In the call, the following key claims regarding Israel are made:1. Ending its occupation and colonization of all Arab lands and dismantling the Wall;2. Recognizing the fundamental rights of the Arab-Palestinian citizens of Israel to full equality; and3. Respecting, protecting and promoting the rights of Palestinian refugees to return to their homes and properties as stipulated in UN resolution 194.<br /> Taking a closer look on those seemingly harmless demands reveals a new anti-Zionist strategy for delegitimizing Israel. On the basis of these three claims we want to expose the anti-Semitic nature of the campaign. If those claims would actually be implemented, it would mean nothing less than the destruction of Israel as a sancturay for all people being affected by anti-Semitism.<br /> <br /> Claim I: End of the “occupation and colonisation of all the Arab lands” and removal of the wall<br /> The demand for an end of the “occupation” is rather vague. It is not clear how the “occupation” or the “Arab lands” are defined. It could mean everything from the stop of housing development to the destruction of Israel as a state. This ambiguity is a substantial and intended characteristic of BDS and enables participation for liberal as well as radical players. The call for a removal of “the wall” also shows the one-sidedness of BDS. Surely one can criticise the troubles and injustice experienced by the Palestinian people that came along with the border installations in Gaza and the West Bank. The fence, as well as strict border-controls, however, are not an end in itself, contrary to what is spread in BDS propaganda. Both are direct consequences of the Al-Aqsa-Intifada in 2002, in which hundreds of Israelis civilians got murdered. The instalment has led to a prompt and massive decline in anti-Semitic attacks. Israel has legitimate security interests, and it is revealing that this context is ignored. BDS is demanding the removal of border instalments while the concrete threats Israel faces are simply disregarded. In the BDS campaign's distorted depiction, Palestinians are solely victims of a one-sided, unprovoked und systematic violence caused by Israel. Anti-Semitism is either not mentioned or, if at all, glorified as resistance against the “oppressive” state of Israel.<br /> <br /> Claim II: Recognition of the basic right of equality for Arab Palestinian People<br /> Like any other state Israel is obviously not free from racism or discrimination. And the ongoing bloody conflict certainly did not contribute to its decrease. Thus, there are good reasons to condemn structural discrimination in Israel. From an abstract point of view the second claim is pretty legitimate. But when matching it with the reality in Israel, an ideologic tendency reveals. Israeli and Arabs are legally equal with the only exception that the Arab minority is exempted from the military service. The BDS campaign however calls Israel an apartheid state and puts it in the same category as the racist regime in South Africa. The culmination of this assumption is the alleged “racial segregation” in which the Jewish Israelis are above all other people in the nation. With this claim, BDS does not only relativize the circumstances in South Africa but also denies the political reality in Israel. In contrast to the neighbouring states, the Palestinians are not disenfranchised people in Israel but citizens of a constitutional and democratic state. Thus, there are liberal rights such as protection of minorities, a right to vote, freedom of belief and a parliamentary representation of non-Jewish individuals. Israeli Arabs certainly have suffered discrimination but compared to the conditions in other regions on the earth there is no justification for an extensive and unique boycott-campaign. The unrealistic scandalisation of the conditions in Israel and the counterfactual term “Apartheid” are knowingly used to demonise and delegitimise Israel.<br /> <br /> Claim III: Return of the “Palestinian Refugees”<br /> BDS demands the return of the “Palestinian Refugees” who are living under sometimes miserable circumstances in refugee camps mostly located in the Arab neighbouring states for decades now. They purposefully do not become naturalised in their host states in order to use them as a form of pressure against Israel. Since these originally 700.000 refugees received an inheritable refugee status the number of Palestinian refugees has grown to about five million. There is, however, no “human right” for going back to a place, where one's great-grandparents were exiled but oneself never put a foot. The fact that the descendants of real refugees received that status, too, is historically unique. The demand for a return of the “banished” emerged from the ethnic idea of an inherited right to place and home which is still attached to people even if they have been living elsewhere for multiple generations. Besides that, this demand aims on the end of Israel as a Jewish state. Israel currently has about 8.4 million inhabitants. The return of even one million alone could barely be handled. This demand equals the self-abandonment of Israel and the turning of Israel into an Arab Palestine. It is part of the campaign's calculus of confronting Israel with demands it can and will never meet. <br /> <br /> Summary<br /> A widely acknowledged definition to answer the question if “criticism on Israel” has to be classified as anti-Semitic was introduced as “3-D-Test” by Natan Scharanski in 2003. The test presents three criteria: If statements contain demonisation, double standards or delegitimisation of the state of Israel, they can be classified as anti-Semitic.<br /> As shown above, the claims of BDS result in a delegitimisation of Israel as a whole, its demands would result in the state's self-abandonment. Israel is demonised because, for example by being labeled as an apartheids-regime while denying or distorting reality. Additionally, it is obvious that double standards are applied when voicing criticism about Israel: This unparalleled, international campaign is far from having an appropriate correlation in human rights violations. A lot of products we can buy from all over the world are produced under miserable circumstances. However, there is no comparable campaign addressing a single countrie that in its size and extent would be close to BDS. In order for criticism to be classified as anti-Semitic it is necessary to meet only one of the criteria, BDS meets all three of them. <br /> But furthermore, if past actions of German BDS supporters are considered, the anti-Semitic character of the campaign becomes clearly visible: On July 27th 2017, an event in which a holocaust-survivor and an Israeli parliamentarian wanted to enter the stage at Humboldt-Universität Berlin, was howled down by BDS supporters. Apart from that, supporters of BDS do not believe it could be impious or inappropriate for a  “protest” to take place right on November 9th, that is, to call for the boycott of Israel at the anniversary day of the Nazis' Pogrom Night of 1938.<br /> <br /> Need for Action<br /> We won’t tolerate any anti-Semitic behaviour at Conne Island, not even under the guise of criticism of Israel. The BDS campaign is hostile towards Israel and anti-Semitic. It demands the economical, political and cultural isolation of all of Israel’s inhabitants. Therefore we will not provide our stage as a platform for their propaganda. Hoping that there might be BDS supporters whose goal is not the annihilation of Israel but the improvement of human rights in the Palestinian autonomous regions, we are willing to dispute with people who have thoughtlessly signed one of the numerous BDS lists. However, we demand from artists to inform themselves about the anti-Semitism of the campaign, to take a closer look and accordingly relinquish support of the BDS campaign.<br><br> <a href=''></a> http://www.conne-island.de/news/215.html info@conne-island.de http://www.conne-island.de/news/215.html 2018-11-05 12:43:24 24.07.2018: Stellungnahme des Conne Island zum Vortrag von Thomas Maul Am 28. Mai 2018 hielt Thomas Maul den Vortrag “Zur Kritik des islamischen Antisemitismus und seiner Bagatellisierung” mit anschließender Diskussion im Conne Island. Diese Veranstaltung fand im Rahmen der Reihe “70 Jahre Israel - zum weltweitem Antisemitismus und dem Objekt seiner Begierde” statt, die sich der Aufklärung über  israelbezogenen Antisemitismus [1] widmete – ein Anliegen, das dem politischen Anspruch des Conne Island entspricht und der Grund für unsere Unterstützung der Veranstaltungsreihe ist.<br /> Nach Mauls Facebook-Post vom 09. Mai [2], in dem er sich positiv auf Alexander Gaulands Bundestagsrede zum Jahrestag der Staatsgründung Israels bezog, entzogen einige Bündnispartner der Reihe ihre Unterstützung. Zusätzlich revidierte der StuRa der Universität Leipzig kurzfristig die Raumzusage [3]. Die darauf folgende Verlegung des Vortrages in das Conne Island erregte viel und unterschiedliche Kritik, zum Teil israelfeindlich und antisemitisch motiviert. <br /> <br /> Das Conne Island versteht sich als Plattform für Diskussionen und Kontroversen und ist ein Zentrum von und für Linke, Jugend-, Pop- und Subkulturen. Die BetreiberInnen haben nicht den Anspruch, dass die Meinungen und Ansichten von KünstlerInnen oder ReferentInnen mit den eigenen identisch sein müssen. Im offenen Montagsplenum, das sich aus Festangestellten, Ehrenamtlichen und SympathisantInnen zusammensetzt, werden alle anstehenden Themen diskutiert, Ziel ist ein Konsens: Argumente werden so lange ausgetauscht und miteinander abgeglichen, bis keineR der Anwesenden mehr Einwände gegen den Vorschlag einbringt und alle die Entscheidung argumentativ nachvollziehen können. Durch die vielfältige Zusammensetzung des Plenums bildet sich ein breites Meinungsspektrum ab, was häufig zu kontroversen Debatten führt.<br /> Das Conne Island ist Partner und Veranstaltungsort des „70-Jahre-Israel“-Bündnisses. Die Entscheidung, am Bündnis   teilzunehmen wurde vom Montagsplenum getroffen. Später wurde das gesamte Veranstaltungsprogramm im Plenum vorgestellt. Nach dem Facebook-Posting von Thomas Maul und der daraus resultierenden kurzfristigen Raumabsage durch den StuRa wurde aufgrund des Zeitfaktors in einem außerplanmäßigen Treffen über die Verlegung der Veranstaltung entschieden. Anders als sonst fand keine ausführliche Diskussion über die Veranstaltung im Montagsplenum statt, weswegen der Entscheidungsprozess zu großer Unzufriedenheit bei vielen Engagierten führte.<br /> <br /> In den Debatten der vergangenen Montagsplena kristallisierten sich folgende Positionen gegenüber der Veranstaltung heraus: So wird die Verlegung der Veranstaltung verteidigt, weil Thomas Mauls Kritik auf den islamischen Antisemitismus sowie dessen Verharmlosung durch die Linke fokussiert und dieses Thema keinesfalls aus der Veranstaltungsreihe herausfallen sollte.[4] Laut BefürworterInnen übe Thomas Maul grundlegend kommunistische Gesellschaftskritik und versuche linke “Standards“ zu hinterfragen, um Debatten anzuregen. Kontroverse Diskussionen und ReferentInnen müssten auch einen Platz im Conne Island finden dürfen und sollten sich nicht szeneinternen Dogmen unterwerfen.<br /> Die Kritik an Thomas Maul bezieht sich unter anderem auf seine Polemik, durch die die eigentliche Thematik der Veranstaltung in den Hintergrund trete. Außerdem vermittle er antifeministische Positionen und verharmlose AfD-Standpunkte. Seine Artikel und Beiträge seien im Grunde genommen eine antifeministische Abrechnung mit der #metoo Bewegung. Auch der oben erwähnte Facebook-Post wurde kritisiert, da Maul darin den Antisemitismus innerhalb der AfD ignoriere und nicht darauf eingehe, dass Gauland die Israelsolidarität für die Migrationspolitik seiner Partei instrumentalisiere. Angesichts des gegenwärtig erstarkenden autoritären Populismus verharmlose er dadurch die Gefahr, die von Parteien wie der AfD ausgeht.<br /> Aufgrund der fehlenden Diskussion im Montagsplenum gab es keine Abwägung zwischen den oben aufgeführten Positionen und Argumenten im Vorfeld der Veranstaltung.<br /> <br /> Es muss immer wieder aufs Neue diskutiert werden, welchen KünstlerInnen und ReferentInnen im Conne Island eine Bühne gegeben werden soll. Diese Diskussion fand im Fall des Vortrags von Thomas Maul erst im Nachgang statt. Es lässt sich nicht abschließend klären, ob beziehungsweise unter welchen Bedingungen die Veranstaltung mit Thomas Maul hätte stattfinden können. Wer die Erwartung hatte, im Nachhinein eine klare Verteidigung oder Distanzierung vom Conne Island zu der Veranstaltung zu erhalten, wird hiermit enttäuscht.<br /> Auch zukünftig sollen im Conne Island Kontroversen angestoßen werden und Positionen diskutiert werden, bei denen nicht alle im Vorfeld eine Meinung teilen. Die Grundlage dafür bleibt unser Selbstverständnis als feministisches, antifaschistisches und israelsolidarisches Zentrum.<br /> <br /> Anmerkungen und Verweise:<br /> [1] Selbstverständnis des Bündnisses “70 Jahre Israel” http://gegen-antizionismus.de/texte/70-jahre-israel/<br /> [2] Thomas Mauls Kommentar zu Gaulands Rede im Bundestag https://de-de.facebook.com/permalink.php? story_fbid=2406724599353319&id=664646443561152<br /> [3] Am 15. Mai zog unter anderem die Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig ihre Zusage als Co-Veranstalter für den Vortrag mit Thomas Maul zurück (https://www.facebook.com/permalink.php? story_fbid=1702420186514814&id=250085398414974). Am 17. Mai 2018 sagten daraufhin die Naturfreundejugend Berlin (https://www.facebook.com/NFJBerlin/posts/1260687814061452) sowie Die Falken Leipzig am 18. Mai (https://de-de.facebook.com/FalkenLeipzig/posts/2092961200946928) ihre Mitwirkung ab. Des Weiteren veröffentlichte der StuRa der Universität Leipzig am 24. Mai 2018 eine Stellungnahme, in welcher der Raumantrag für Mauls Vortrag aufgekündigt wurde (https://de-de.facebook.com/notes/stura-uni-leipzig/stellungnahme-zu-thomas- maul/1651586791557837/).<br /> [4] Das Vortragsskript kann auch im CEE IEH, dem Conne Island Newsflyer, Ausgabe 250, bzw. online unter https://www.conne-island.de/nf/250/11.html nachgelesen werden.<br><br> <a href=''></a> http://www.conne-island.de/news/214.html info@conne-island.de http://www.conne-island.de/news/214.html 2018-07-24 15:33:16 14.07.2018: Jahresbericht 2017 online! <a href='https://www.conne-island.de/nf/249/18.html'>https://www.conne-island.de/nf/249/18.html</a> http://www.conne-island.de/news/203.html info@conne-island.de http://www.conne-island.de/news/203.html 2018-07-24 15:37:00 04.05.2018: Solidaritätserklärung mit dem Netzwerk für Demokratische Kultur Das Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. (NDK) engagiert sich seit fast 20 Jahren für eine Stärkung demokratischer Kultur in Wurzen und der Region. Als einer unserer Mitgliedsvereine – des Entwicklungspolitischen Netzwerkes Sachsen – zeigt es deutlich, dass es nicht nur wichtig ist, sich für Frieden und Gerechtigkeit global einzusetzen, sondern auch konkret vor Ort. Rassismus ist nirgendwo tolerierbar und es braucht mehr denn je Menschen und Initiativen, die sich für würdiges Miteinander einsetzen.<br /> <br /> In den 1990er Jahren stand Wurzen unter anderem als „National befreite Zone“ bundesweit in den Schlagzeilen. Damals schufen sich junge Menschen, die von der Dominanz neonazistischer Akteure in ihrer Stadt betroffen waren, einen Raum für eigene Ideen, Austausch und Beteiligung – einen Raum, in dem demokratische Werte wie Meinungsfreiheit, Offenheit und Menschenrechte Grundlage des gemeinsamen Handelns waren und bis heute sind.<br /> <br /> In den vergangenen Jahren entwickelte das Netzwerk für Demokratische Kultur e.V. eine vielfältige Arbeit, die von kulturellen Veranstaltungen über thematische Podien und Vorträge bis zu Beratung und Bildungsveranstaltungen reicht. Zentrales Anliegen war und ist die Förderung von Bürger*innenengagement. Zentrales Anliegen war und ist ebenso die aktive Auseinandersetzung mit der rechtsextremen/neonazistischen Szene in Wurzen und darüber hinaus. Dazu gehört die Dokumentation von Vorfällen mit menschenfeindlichem und/oder rassistischem Hintergrund.<br /> <br /> Wenn Menschenrechte missachtet werden, gegen Gruppen von Menschen offen gehetzt oder gar Gewalt ausgeübt wird, Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, Herkunft oder Religion diskriminiert werden, tritt das Netzwerk für Demokratische Kultur dem entschieden entgegen und macht diese Vorfälle öffentlich. Dahinter steht die Überzeugung, dass eine Auseinandersetzung und Bearbeitung nur auf der Basis einer klaren Problembeschreibung möglich ist. Seit seinem Bestehen ist das Netzwerk für Demokratische Kultur leider immer wieder aus Teilen der Stadtgesellschaft in Wurzen diskreditiert worden.<br /> <br /> Nun nehmen seit Monaten diese verbalen Angriffe, die mit konstruktiver Kritik nichts mehr zu tun haben, massiv zu, sei es per E-Mail, über Veröffentlichungen in den sozialen Medien, auf Kundgebungen oder von Menschen auf der Straße. Auf Kundgebungen des „Neuen Forums für Wurzen“ (Bürgerinitiative aus Wurzen) wird öffentlich dazu aufgerufen, dem Netzwerk für Demokratische Kultur die finanziellen Mittel zu entziehen und dafür zu sorgen, dass dessen Tätigkeit eingestellt wird. Menschen aus der Stadtgesellschaft, die das Netzwerk für Demokratische Kultur unterstützen, werden inzwischen verbal angegriffen.<br /> <br /> Den Höhepunkt erreichten solche Anfeindungen nach den Anschlägen auf zwei Gaststätten in Wurzen, deren Inhaber im Vorstand des „Neuen Forums für Wurzen“ sind. Das Netzwerk für Demokratische Kultur distanzierte sich öffentlich und klar von den Anschlägen. Trotzdem machte der Vorstandsvorsitzende des „Neuen Forums für Wurzen“ das Netzwerk für Demokratische Kultur öffentlich zumindest indirekt verantwortlich. Das heizte die Stimmung weiter auf.<br /> <br /> Wir wissen, wie schwer es ist, sich trotz Anfeindungen und zum Teil sehr persönlicher Bedrohungen mutig für die Rechte marginalisierter Menschen einzusetzen. Wir wissen auch, wie wichtig und unverzichtbar dieses Engagement ist. Daher möchten wir alle und besonders das Netzwerk für Demokratische Kultur darin bestärken! Zu einer pluralen Demokratie gehört der Respekt vor anderen Meinungen, solange diese nicht pauschal Menschen aufgrund ihrer Herkunft, ihres Geschlechts, ihrer Religion oder ihrer sozialen Stellung abwerten oder in Gewalt münden. Das gilt auch und gerade für Menschen, die auf die (alltags-)rassistischen Probleme in unserer Gesellschaft dezidiert hinweisen. Wenn dies nicht mehr möglich ist, entfernen wir uns immer weiter von unseren demokratischen Grundwerten.<br /> <br /> Wir erklären uns hiermit solidarisch mit der Arbeit des Netzwerkes für Demokratische Kultur in Wurzen und möchten es bestärken, auch weiterhin die Stimme friedlich, aber klar in der Sache zu erheben.<br /> <br /> Wir distanzieren uns von der Strategie des Diskreditierens demokratischer Initiativen und Vereine und fordern alle auf, denen eine streitbare demokratische Gesellschaft am Herzen liegt, sich dieser Erklärung anzuschließen.<br /> <br /> Dresden, 23.04.2018, Entwicklungspolitisches Netzwerk Sachsen e.V.<br /> <br /> Quelle: https://www.einewelt-sachsen.de/archives/8871<br /> <br><br> <a href=''></a> http://www.conne-island.de/news/209.html info@conne-island.de http://www.conne-island.de/news/209.html 2018-05-04 15:18:36 01.11.2017: VVK-Stelle in Connewitz! Wir haben eine neue VVK-Stelle in Connewitz!<br /> <br /> Ab 1.11.2017 könnt ihr Tickets für unsere Veranstaltungen auch im NO BORDERS auf der Wolfgang-Heinze-Straße erwerben!<br /> <br /> No Borders<br /> Wolfgang-Heinze-Straße 8<br /> 04277 Leipzig<br /> DI–SA 12 bis 18:30<br /> <br><br> <a href='www.no-borders.net'>www.no-borders.net</a> http://www.conne-island.de/news/194.html info@conne-island.de http://www.conne-island.de/news/194.html 2017-11-01 16:24:12 07.03.2017: Polizei Leipzig verharmlost sexualisierten Übergriff und wirft dem Conne Island zu Unrecht Rassismus vor Täter eines sexualisierten und gewalttätigen Übergriffs erhält Hausverbot im Conne IslandPolizei macht sich mit politischer Bewertung unglaubwürdig<br /> Am Samstag, den 04. März 2017, fand im Conne Island die Tanzveranstaltung Edit X Electric Island statt. In den frühen Morgenstunden kam es zu einem sexualisierten Übergriff eines Gastes, den die betroffene Frau der Security meldete. Diese machte den Täter ausfindig, erteilte ihm Hausverbot und verwies ihn des Geländes. Der Täter reagierte daraufhin aggressiv und warf mit Flaschen und Steinen um sich, verließ jedoch schlussendlich die Örtlichkeit. Als die Veranstaltung beendet war und die Abendverantwortlichen den Saal des Conne Islands bereits abgeschlossen hatten, tauchten rund zehn Polizeibeamt_innen mit dem Täter auf dem Conne Island-Hof auf. Ihr Anliegen: Der Täter habe angeblich, trotz dessen er keine Garderobenmarke bei sich trug, noch seine Jacke im Veranstaltungssaal hängen. Diese solle nun herausgegeben werden. Die anwesenden Conne Island-Mitarbeiter_innen erklärten den Beamt_innen, dass der Täter aufgrund eines Übergriffs Hausverbot erhalten habe und sich deswegen nicht mehr auf dem Gelände aufhalten dürfe. Zudem würden sich keine Jacken mehr in der Garderobe befinden. Doch all das interessierte die Polizei offenbar nicht. Sie redete weiter auf die Anwesenden ein, bis sie schließlich einen Blick in die Garderobe werfen durfte, um sich der Tatsachen zu vergewissern. Soweit die Fakten.<br /> <br /> Der Polizeibericht vom 05. März 2017 bewertet diese Fakten jedoch anders. Sexualisierte Gewalt wird bagatellisiert. „Eine Frau wurde Opfer eines Übergriffs. Sie hat den Mut den Vorfall zu melden. Die Conne Island-Security reagiert darauf, macht vom Hausrecht Gebrauch, um somit nicht nur die Betroffene sondern auch weitere Personen zu schützen. Und die Polizei hat nichts Besseres zu tun als den Täter zurück ins Conne Island zu geleiten. Dieses Vorgehen, insbesondere aber die Berichterstattung der Polizei, kritisieren wir stark“, so Geschäftsführerin Tanja Rußack zu den Vorfällen. <br /> <br /> Im Polizeibericht wird behauptet, der Rauswurf wäre rassistisch motiviert. Der Täter erhielt jedoch ein Hausverbot, weil er eine Frau sexuell belästigte und gewalttätig wurde – natürlich nicht aufgrund seiner Hautfarbe. „Die Polizei scheint einen Gefallen daran zu finden, einem linken Projekt wie dem Conne Island einen Rassismusvorwurf zu machen, um es zu diffamieren.“ Das Ausmaß der Bewertung und die Polemik des betreffenden Berichts übersteigen eindeutig die Kompetenzen der Polizei. Sie verwendet den Rassismusbegriff für ein Geschehnis, das nicht rassistisch geprägt war. „Das ist höchst problematisch. Denn gegenüber den tatsächlichen rassistischen Zuständen in Sachsen ist die Polizei oft blind – teilweise kehr sie diese sogar unter den Teppich. Die Verbindungen zur Gruppe Freital sind dafür nur ein aktuelles Beispiel“, so Rußack.<br /> <br /> Die Polizei schlachtet den Vorfall auf populistische Weise aus und Pressevertreter_innen übernehmen den Bericht unkritisch – ohne das Conne Island zu den Vorfällen zu befragen und damit ihrer journalistischen Pflicht nachzukommen.<br /> Dass die betroffene Frau in einem nachgeschobenen Satz dann doch noch aufgefordert wird, sich bei der Polizei zu melden, erscheint wie blanker Hohn. Da wundert es nicht, dass sexualisierte Übergriffe angesichts eines solch herabwürdigenden Umgangs nicht angezeigt werden.<br><br> <a href=''></a> http://www.conne-island.de/news/197.html info@conne-island.de http://www.conne-island.de/news/197.html 2017-03-07 16:46:45 15.02.2017: Conne Island gewinnt Klage gegen Überwachungsmaßnahmen durch Verfassungsschutz Pressemitteilung<br /> #Conne Island gewinnt Klage gegen Überwachungsmaßnahmen durch Verfassungsschutz#<br /> <br /> • Überwachung von Telekommunikation sowie Post- und Briefverkehr Februar 1999 bis Oktober 2000 durch das Sächsische Landesamt für (LfV) war rechtswidrig<br /> • Verfassungsschutz griff in die Grundrechte von Mitgliedern und Nutzer_innen des Projekt Verein e.V. ein<br /> <br /> <br /> Das Verwaltungsgericht (VG) Dresden stellte mit seinem Urteil vom 09.11.2016 fest, dass die Überwachungsmaßnahmen gegenüber dem Conne Island durch den Verfassungsschutz rechtswidrig waren. Der Projekt Verein e.V. reichte am 05.05.2014 Klage beim VG Dresden ein, nachdem das Landesamt für Verfassungsschutz Sachsen darüber, dass das Conne Island von Februar 1999 bis Oktober 2000 überwacht, Telefone abgehört und die Post geöffnet wurde. <br /> Begründet wurde dies mit dem Verdacht, dass linke Gruppen aus dem Umfeld des Projektes angeblich Straftaten gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung geplant hätten. Diese Annahme konnte das LfV in dem Prozess nicht belegen. Die Anordnung der Maßnahmen durch die G 10-Kommission des Sächsischen Landtags, deren mehrfache Verlängerungen sowie deren Vollzug waren jedenfalls unverhältnismäßig. Die Richter_innen in Dresden machten in dem Urteil klar, dass es keine ausreichende Begründung für die Überwachung gab und der Verfassungsschutz »der gesetzlichen Intention der Verdeutlichung des gewichtigen Grundrechtseingriffes nicht gerecht [wurde]«, da das LfV nicht in der Lage war, die Erforderlichkeit der Maßnahmen nach dem G 10 zu begründen. <br /> <br /> »Es ist dramatisch« so Lydia Jakobi, Vorsitzende des Vereins, »dass der Verfassungsschutz ohne rechtliche Grundlage in die Grundrechte von Mitgliedern und Nutzer_innen des Projekt Vereins eingreifen konnte. Insbesondere wenn wir bedenken, dass sich zum gleichen Zeitraum das Netzwerk des Nationalsozialistischen Untergrunds organisieren und von Sachsen aus morden konnte. Und doch wurden gleichzeitig Menschen, die sich unermüdlich gegen Neonazis und rechte Einstellungen engagierten, kriminalisiert und in ihrer Arbeit behindert.« Tanja Rußack, Geschäftsführerin des Conne Island, ergänzt: »Die offensichtliche Willkür des Verfassungsschutzes ist erschreckend. Denn auch wenn die Behörde angeblich ›nur‹ sammelt, ist ihr Tun wirkungsvoll. Das erleben wir immer wieder.« So steht für Initiativen und Institutionen zudem aufgrund der willkürlichen Erwähnung in den Verfassungsschutzberichten und der Weitergabe von Daten, beispielsweise an Finanzämter, die finanzielle und ideelle Grundlage ihrer Arbeit auf dem Spiel, da dies zum Entzug der Gemeinnützigkeit und dem Ausbleiben von Fördergeldern führen kann. »Dass wir mit unserer Klage erfolgreich waren zeigt, dass es richtig und wichtig ist, sich nicht einschüchtern zu lassen«, so Rußack. »Es ist notwendig die Debatte über den Sinn eines unkontrollierbaren, ineffektiven und undemokratischen Geheimdienste erneut zu beleben und die Abschaffung des Verfassungsschutzes zu fordern.« <br /> <br /> Leipzig, 15. Februar 2017<br /> <br><br> <a href=''></a> http://www.conne-island.de/news/195.html info@conne-island.de http://www.conne-island.de/news/195.html 2017-02-15 14:52:16 15.11.2016: Abgesagt! Talib Kweli Im Dezember sollte der New Yorker Talib Kweli zum nunmehr dritten Mal im Conne Island spielen. Das Plenum hat beschlossen, dass dieses Konzert nicht stattfinden kann. Die Gründe hierfür sollen im Folgenden erläutert werden.<br /> <br /> Kweli ist ein umtriebiger Twitter User, in seinem Newsfeed finden sich seit einiger Zeit Kommentare zu den Themen Zionismus, Israel und BDS. In seinen Tweets nennt Kweli Israel einen Apartheidstaat, Zionisten „Unterdrücker“ und bezeichnet sie als seine Feinde. <br /> <br /> Nicht überraschend eigentlich, dass sich Kweli auch positiv auf das sogenannte BDS Label bezieht. Er ruft zum Boykott des Staates Israel auf, denn das wäre „friedlicher Protest“ gegen eben jene Apartheid (Kweli Tweet vom 18.04.2016 : „BDS ain't code for bigotry. That's a racist lie. It's a peaceful boycott to draw attention to apartheid.“)<br /> <br /> Es gibt ja bekanntlich nicht viel, das gegen Antisemitismus geschrieben werden kann. Trotzdem haben wir in unserer üblichen Vorgehensweise zuerst einmal den Kontakt zu Kweli gesucht und seine Agentur angeschrieben. Wir haben einige Wochen auf eine Antwort gewartet, bis heute ergebnislos. <br /> Vielleicht hat ihn der Brief nie erreicht, vielleicht hat er ihn gelesen und ignoriert, vielleicht werden auch wir bald in einem 60-Zeichen-Tweet bedacht. Fakt ist: Wir als Plenum wollen unter diesen Umständen kein Konzert mit ihm veranstalten. Künstler wie Kweli sind trotz sonst schlauer Texte IdiotInnen, die im romantischen Glauben an Aufstand und Rebellion antisemitischen Erklärungsmustern aufsitzen. BDS ist nichts anderes als eine Neuauflage des „Kauft nicht bei Juden“ Slogans, die Idee von BDS zielt auf ein faktisches Ende des Staates Israel ab. Durch kulturelle, wirtschaftliche und wissenschaftliche Sanktionen sollen er und seine BürgerInnen vom Rest der Welt isoliert werden und so die Forderungen nach einer Ein-Staaten-Lösung, einem Ende der „Besatzung“ und des jüdischen Staates in die Realität umgesetzt werden.<br /> &#8232;In der Argumentation der BDS BefürworterInnen hat Israel als Staat der Holocaust Überlebenden keine Legitimation, weil Antizionismus und Antisemitismus nicht als rassistisch motivierte Verschwörungstheorie begriffen werden. Jüdinnen und Juden werden als mit Privilegien überhäufte Personen halluziniert, die keine Ausgrenzung erfahren können. Kapital, Macht, Medien – alles läge in ihren Händen.<br /> Die antisemitische Internationale hat ein neues Instrument für die Kanalisation ihres Hasses gefunden. <br /> Mit Boykott, Delegitimation und Sanktionen sollen „die Juden“ in ihre Schranken gewiesen werden. Letztlich hat BDS bisher aber nur erreicht, dass sich Firmen aus der Westbank zurückgezogen haben und der palästinensischen Bevölkerung einige der wenigen Verdienstmöglichkeiten genommen worden sind. <br /> <br /> Kweli steht mit seiner Haltung und seinem Support für die BDS Idee nicht alleine da, leider müssen wir auf eine Reihe Künstlerinnen blicken, die wir aus den genannten Gründen nicht mehr zu uns einladen können.<br /> Eine weitere Auseinandersetzung des Conne Islands mit BDS ist in Arbeit.<br /> <br /> Conne Island Plenum<br /> <br /> <br /> <br /> Brief an Kweli:<br /> <br /> Dear Mr Talib Kweli Greene,<br /> <br /> Considering your upcoming concert at Conne Island on December 13th, we the people and voluntary makers of this venue are deeply concerned about your recent and previous comments about the Israeli democracy and your perspective on the status of the Jewish state in general.<br /> Conne Island always was and will be a place where discrimination will be rejected.<br /> Whether its sexism, racism, homophobia anti-Semitism, et cetera.<br /> We solidarize with the state of Israel and everybody who's seeking for peace in the Middle East, based on the fact that Israel has the right to exist which demands to defend and protect its people (including nearly 2 million arabians). Israel's right to exist remains unalterable for us.<br /> To say that Israel is an apartheid state is simply wrong and takes away any empathy and understanding of what South African apartheid was about.<br /> To threaten the only democracy in this area by boycotting, divesting and sanctioning this sovereign state, which is also threatened by nearly every neighbor, including the Hamas, Hezbollah, IS and a possible nuclear armed Iran, seems very harsh to us. Or put more precisely, it’s obvious antisemitism.<br /> Wondering about the fact that we never heard and saw such tendencies in your music, we're asking you to change your perspective. We cannot tolerate anti-Semitic rants, posts or signings.<br /> We would love to have another great evening with you on 12/13, but if you continue to support the BDS campaign and make anti-Semitic tweets on twitter or on whatever platform, there is no ohter option for both of us than to cancel the concert.<br /> <br /> Respect<br /> Conne Island<br><br> <a href='https://www.conne-island.de/termin/nr4849.html'>https://www.conne-island.de/termin/nr4849.html</a> http://www.conne-island.de/news/192.html info@conne-island.de http://www.conne-island.de/news/192.html 2016-11-15 15:17:03 07.10.2016: Ein Schritt vor, zwei zurück Während im Sommer 2015 am Münchner Hauptbahnhof Bürger_innen Kuchen und Kuscheltiere an ankommende Geflüchtete verteilten, besann sich der sächsische Mob der neunziger Jahre und machte verbale und körperliche Übergriffe auf Migrant_innen und deren Unterkünfte wieder zur Normalität. Als Konsequenz dieser Entwicklungen beschloss das Conne Island-Plenum, sich der „Welle der Willkommenskultur“ anzuschließen und den Laden aktiv für Geflüchtete zu öffnen, für deren Teilhabe zu werben und ihnen das kulturelle Angebot für den Spendenbeitrag von 50 Cent zur Verfügung zu stellen. Außerdem fassten integrative Projekte im Conne Island Fuß, wie zum Beispiel Skateboard- und Fahrradselbsthilfeworkshops oder Deutschkurse. Das fühlte sich gut an – schließlich wollten wir nicht hinter der sich vor Hilfsbereitschaft überschlagenden Zivilgesellschaft zurückstehen. In dem Gefühl, das Richtige zu tun und den Legidist_innen und ähnlichem Volk irgendwie etwas entgegenzusetzen, bestand kurzweilig eine große Sorge des Plenums darin, nicht schnell genug möglichst vielen Geflüchteten das Angebot publik machen zu können. Daher blendeten wir übergangsweise aus, dass insbesondere der quasi kostenlose Eintritt zu allen Veranstaltungen auch diverse Fallstricke barg.<br /> <br /> Gemeinsam zu feiern und im Zuge dessen wie von selbst eine Integration junger Geflüchteter im Conne Island zu erreichen, stellte sich als recht naiver Plan heraus. Es reichte eben nicht aus, mehrsprachige Poster mit Hinweisen zu richtigem Verhalten auf Partys aufzuhängen. Vielmehr schien es, als müssten wir mehr Aufwand betreiben, um die Grundsätze des Ladens zu erläutern und etwaige Möglichkeiten der Partizipation vorzustellen.<br /> <br /> Da diese Einsicht reichlich spät kam, hatten wir seither einige Auseinandersetzungen und brenzlige Situationen auszustehen.<br /> Gruppen umherziehender Männer gehören wohl zu den meistgehassten und - unter Umständen -gefürchteten Menschengruppen vieler Frauen, Lesben, Schwulen und Transgender auf der ganzen Welt. Egal ob die Betreffenden Syrer, Connewitzer, Ghanaer, Eilenburger, Leutzscher oder Russen sind, haben sie leider in erschreckend vielen Fällen eines gemein: Es kommt zu sexistischen Kommentaren – egal ob abfällig oder vermeintlich bewundernd – und nicht selten auch zu Handgreiflichkeiten gegenüber Frauen, die ihren Weg kreuzen. Gesellen sich zu Selbstüberschätzung und mangelhaftem Sozialverhalten dann noch Alkohol und/oder andere Drogen, laute Musik und die unübersichtliche Situation im Club, wird für Frauen der ausgelassene Tanzabend schnell zum Spießrutenlauf. Wer bereits die Erfahrung einer ungewollten Berührung im Schritt oder eines umzingelnden, penetranten Antanzversuchs gemacht hat, überlegt sich plötzlich zweimal, ob ein Samstagabend mit Netflix nicht sinnvoller ist, als sich mit aufdringlichen Blicken, Sprüchen und Gegrapsche auseinanderzusetzen. Dies betrifft auch Frauen, die grundsätzlich schlagfertig und wehrhaft sind und sich körperlich nicht als den meisten Männern unterlegen empfinden.<br /> <br /> Das Conne Island und andere linke Clubs haben es sich bereits seit vielen Jahren mit offensiver Einlasspolitik zur Aufgabe gemacht, Sexismus und andere Diskriminierungsformen von ihren Tanzflächen zu verbannen. Im Conne Island ist beispielsweise seit mehreren Jahren eine Gruppe aktiv, die Betroffene sexualisierter Gewalt unterstützt. Initialzündung dafür waren sexuelle Übergriffe aus dem Kreis der Ladenbetreibenden selbst. Maßnahmen wie die allgegenwärtige Ermunterung der Betroffenen, sich an das Personal zu wenden und die damit verbundenen rigorosen Platzverweise für Übergriffige trugen Früchte und konnten so dafür sorgen, dass sich Frauen und LGBTQ meist wohlfühlen und eine weitreichende Ablehnung jeglicher Diskriminierung vorherrscht. Natürlich ist auch das Conne Island keine Insel, in der sich gesellschaftliche Utopien im Handumdrehen umsetzen lassen und selbst für das vorhandene Mittelmaß ist die permanente Aufmerksamkeit aller Beteiligten und vor allem ein Reflexionsvermögen bei den Übergriffigen nötig.<br /> <br /> Die stark autoritär und patriarchal geprägte Sozialisation in einigen Herkunftsländern Geflüchteter und die Freizügigkeit der westlichen (Feier-)Kultur bilden auch bei uns mitunter eine explosive Mischung. Sexistische Anmachen und körperliche Übergriffe sind in diesem Zusammenhang im Conne Island und in anderen Clubs vermehrt aufgetreten – auch mit der Konsequenz, dass weibliche Gäste auf Besuche verzichten, um Übergriffen und Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen. Hierbei müssen wir uns ganz klar die Frage stellen, ob wir uns als Plenum ausreichend solidarisch mit den Betroffenen gezeigt oder auf den antisexistischen Bemühungen der letzten Jahre ausgeruht haben.<br /> <br /> Aufgefallen ist außerdem der Missbrauch des „Refugees-Fuffzigers“ durch junge Männer mit Migrationshintergrund, die in größeren Gruppen insbesondere Tanzveranstaltungen am Wochenende besuchen und den geringen Eintritt gern bezahlen um dort für Stress zu sorgen. Eine Statuskontrolle der Personen am Einlass ist jedoch in den seltensten Fällen möglich und von unserer Seite auch nicht gewünscht.<br /> <br /> Unsicherheit des Secu-Personals im Umgang mit Migranten aufgrund von Sprachbarrieren und Angst vor einem ungerechtfertigten Rassismusvorwurf erschwerten einige Male die Lösung von Konflikten bei Veranstaltungen. Dabei erlebten wir teilweise eine neue Qualität der Vorfälle - meist unabhängig von der Besucher_innenzahl und der Art der Veranstaltung. Entgegen unseres üblichen Vorgehens musste beispielsweise. in mehr als einem Fall die Polizei eingeschaltet werden, da das Maß an körperlicher Gewalt gegenüber den Secu-Personen nicht mehr zu handhaben war. Aufgrund dieser Überforderung kam sogar die Überlegung auf, Parties vorübergehend auszusetzen. Dabei war vonseiten des Plenums immer klar, dass keine doppelten Standards angelegt werden können. Sexistisches, homophobes, rassistisches oder antisemitisches Verhalten wird nicht akzeptiert und kann auch nicht durch Herkunft oder Sozialisation gerechtfertigt werden. Immer wieder machen Betreiber_innen des Conne Islands und anderer Projekte aber auch die Erfahrung, dass unbeteiligtes Publikum zum Problem werden kann. In vorauseilendem Antirassismus wird Einlasspersonal zurechtgewiesen, wenn Personen mit Migrationshintergrund des Platzes verwiesen werden oder es werden kulturalistische Erklärungsmuster zur Verharmlosung sexistischer Übergriffe angebracht („Woher soll er wissen, dass man hier mit Frauen so nicht umgeht?“).<br /> <br /> Uns zur Problemlage so explizit zu äußern, fällt uns schwer, da wir nicht in die rassistische Kerbe von AfD und CDU/CSU schlagen wollen. Die Situation ist jedoch derart angespannt und belastend für viele Betroffene und auch für die Betreiber_innen des Conne Islands, dass ein verbales Umschiffen des Sachverhalts nicht mehr zweckdienlich scheint. Wir halten eine Thematisierung der Problematik innerhalb der Linken für längst überfällig und wollen dem Rechtspopulismus nicht die Deutungshoheit in dieser Debatte überlassen. Mehrere Anläufe einer öffentlichen Auseinandersetzung zur Situation in Kooperation mit anderen Clubs wie dem Institut für Zukunft (IfZ) schlugen fehl. Nach vielen Treffen und regem Austausch waren sich alle Beteiligten unsicher darüber, wie eine öffentliche Debatte geführt werden könnte, die nicht in den rassistischen Tenor einstimmt und letztlich nur eine Plattform für die schafft, die wir eh noch nie in unseren Clubs haben wollten.* <br /> <br /> Das Plenum sucht seit mehreren Monaten nach Lösungen, die sowohl den bestmöglichen Schutz für Frauen und LGBTQ als auch die Möglichkeit der Integration miteinander vereinbaren können. Zum einen führte dies im Frühjahr 2016 zur Aufstockung des Secu-Personals - in erster Linie bei Tanzveranstaltungen - wodurch eine durchschnittliche Preiserhöhung von einem Euro pro Ticket zustande kam. Zum anderen wurde die 50-Cent-Regelung insofern geändert, als dass Refugees nur noch nach vorheriger Anmeldung per Email für den Spendenbeitrag Einlass erhalten und ohne Anmeldung regulären Eintritt zahlen müssen. Diese Maßnahmen haben zu einer leichten Entspannung der Situation beigetragen, die aber weder das Plenum, noch die Secu-Verantwortlichen oder die Gäste vollends zufrieden stellt. Der Diskurs dazu ist längst nicht abgeschlossen und bisher gefällte Beschlüsse müssen zukünftigen Entwicklungen angepasst werden.<br /> <br /> Der „Hilferuf“ des links-alternativen Freiburger Clubs White Rabbit Anfang des Jahres und die Reaktionen aus Presse und linken Kreisen zeigten deutlich, wie schwierig es ist, offensiv solidarisch mit Geflüchteten zu sein, rechten Stimmungen entgegenzuwirken und gleichzeitig anzuerkennen, dass mit dem Tragen eines „Refugees Welcome“-Beutels eben nicht automatisch alle Probleme und Konflikte gelöst sind.<br /> Fakt ist und bleibt, dass sexistische Übergriffe, mackerhaftes Auftreten, antisemitisches, rassistisches und anderweitig diskriminierendes Verhalten im Conne Island nicht geduldet werden und jede Person, die sich nicht an unsere Regeln hält, des Eiskellers verwiesen wird – ungeachtet seiner/ihrer Herkunft. Dieser Ort mit seinen Grundsätzen, wie wir ihn uns in den letzten 25 Jahren erkämpft haben, muss bestehen bleiben – trotz und gerade wegen der turbulenten gesellschaftlichen Situation, in der wir uns momentan befinden.<br /> Conne Island Plenum, Oktober 2016<br /> <br /> * Um Missverständnissen vorzubeugen, wurde an dieser Stelle eine Änderung vorgenommen. <br /> <br /> An english version of this text can be found here:<br /> https://www.conne-island.de/one-step-forward-two-steps-back.html<br><br> <a href=''></a> http://www.conne-island.de/news/191.html info@conne-island.de http://www.conne-island.de/news/191.html 2016-12-06 12:44:10 05.10.2016: Tickets ab jetzt auch im Drift! - Neue VVK-Stelle in Plagwitz Ab Montag 10.10.2016 haben wir endlich auch eine Vorverkaufsstelle in Plagwitz! <br /> Tickets bekommt ihr in der schönen drift Buchhandlung!<br /> <br /> Buchhandlung drift<br /> Karl-Heine-Str. 83<br /> 04229 Leipzig<br /> <br /> Öffnungszeiten:<br /> Di–Fr 14.00-20.00 <br /> Sa. 12.00-18.00<br><br> <a href='http://www.drift-books.de '>http://www.drift-books.de </a> http://www.conne-island.de/news/190.html info@conne-island.de http://www.conne-island.de/news/190.html 2016-10-07 10:59:32 21.09.2016: Stellungnahme des Conne Islands zum Artikel der Bild-Zeitung vom 20.09.16 und den Vorwürfen des CDU Stadtrats Ansbert Maciejewski Mit Erstaunen aber auch Verärgerung haben wir am Dienstag in der Bild-Zeitung von den erneuten Angriffen des CDU Stadtrats Ansbert Maciejewski auf das Conne Island gelesen. Ein weiteres Mal fordert Maciejewski die Stadt müsse die Förderung streichen, da sich im Conne Island »Linksextremisten organisieren«.<br /> <br /> Trotz zahlreicher Stellungnahmen des Projekt Vereins e.V., der im Januar 2016 eingereichten Erklärungen des Kulturdezernats zur Prüfung der Arbeit des Verein und der Einschätzung der Polizei, die allesamt die Aussagen von Herrn Maciejewski sowie der Bundestagsabgeordneten Bettina Kudla widerlegen, reißen die Anfeindungen durch die CDU nicht ab. Ziel scheint die Diffamierung eines aus ihrer Sicht unliebsamen Projektes.<br /> <br /> Angesichts der Tatsache, dass 2016 bereits 613 rechtsmotivierte Angriffe auf Unterkünfte von Asylbewerber_innen gezählt wurden, dass die AfD bei den Wahlen in Berlin auf Anhieb 14,2 Prozent der Wähler_innenstimmen erhalten hat, dass in Bautzen 80 organisierte und gewaltbereite Nazis als »erlebnisorientierte Einheimische« verharmlost werden, sollte eigentlich niemandem zum Feiern des Status Quo in Deutschland zu Mute sein. Das Conne Island findet es jedenfalls nur zu verständlich, dass es Menschen gibt, die den 3. Oktober nicht feiern wollen. Stattdessen rufen sie dazu auf »die Einheitsfeiern in Dresden« in Form eines angemeldeten Protests »kritisch zu begleiten«. Das Conne Island unterstützt die kritische Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Zuständen, weshalb wir Leipziger Gruppe, die sich mit Arbeits- und Kapitalismuskritik, Krisentheorien, der Kritik des Rassismus und staatlicher Migrationspolitik beschäftigen, unsere Räumlichkeiten für Veranstaltungen zur Verfügung stellen.<br /> <br /> Das Conne Island ist seit 25 Jahren ein soziokulturelles Zentrum, dessen vorrangiges Ziel es ist, dem kulturellen Selbstausdruck Jugendlicher und Erwachsener Raum zu geben – um Bildung zu fördern. Es ist ein Ort, an dem jährlich über 50 inhaltliche Veranstaltungen zu Themen wie Rassismus, Antisemitismus und Demokratiefeindlichkeit, in Kooperation mit zahlreichen Initiativen und Vereinen aus Leipzig, stattfinden. Diese Arbeit erfolgt nach den Prinzipien sich für gesellschaftliches Miteinander einzusetzen, soziale und demokratische Denk- und Verhaltensweisen zu fördern und zu verwirklichen, sich gegen Faschismus, Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Homophobie zu engagieren und für soziale und politische Emanzipation einzutreten. Aufgrund dieser Prinzipien wird der Projekt Verein e.V. seit 1991 bis einschließlich 2013 vom Kulturamt der Stadt Leipzig rahmenvertraglich und auch seit 2014 weiterhin mit besonderer Unterstützung institutionell gefördert. Der Verein ist Mitglied der AG Soziokultur sowie der AG Freie Träger der Jugendhilfe und des Netzwerks Tolerantes Sachsen. Außerdem wurde er in seiner 25-jährigen Geschichte immer wieder für sein Engagement gegen Rechts geehrt, ob durch den damaligen Bundestagspräsident Wolfgang Thierse im Jahr 2000 oder die Nominierung für den Sächsischen Förderpreis für Demokratie im Jahr 2008. Zudem wird die Arbeit jährlich durch Initiativen wie Aktion Mensch, den Lokalen Aktionsplan Leipzig, der Kulturstiftung des Freistaats Sachsen und den Fonds Soziokultur e.V. gefördert. Über Projekte, Veranstaltungen und Standpunkte des Conne Islands kann sich überdies jede_r auf der Homepage des Vereins informieren.<br /> <br /> Problematisch und ärgerlich finden wir, dass demokratische Prozesse und politische Meinungsbildung durch Populismus, wie ihn die Bild-Zeitung und Herr Maciejewski betreiben, delegitmiert werden. Weder die Bild noch die sächsische CDU sind jedoch für einen kritischen Blick auf Sachsen bekannt. Indem sie den Slogan »Let’s crash their party« als Aufruf zu Gewalt darstellen, zeigen sie sowohl ihre geringen Englischkenntnisse als auch, dass sie gegen das Conne Island nichts vorbringen können. Politischer Streit und gesellschaftlicher Diskurs stellen sich für uns anders dar. Wenn jegliche Kritik als Gewaltaufruf interpretiert wird, macht dies Diskussionen als Teil demokratischer Prozesse unmöglich. Das Bedienen gesellschaftlicher Ressentiments, das bewusste Verkürzen und das Herunterbrechen auf einfache Formeln kann unserer Meinung nach kein Teil dieses Streits sein. Die reißerische Art der Bild-Zeitung und mancher CDU-Mitglieder trübt den Blick für die wirkliche Gefährdung demokratischer Alltagskultur und behindert die Auseinandersetzung mit antidemokratischen und menschenfeindlichen Einstellungen.<br /> <br /> Das Conne Island scheut seit jeher keine Auseinandersetzung, ist transparent in seiner Vereinsarbeit und an einer offenen Debatte interessiert. Wir bleiben in unserer Meinung autonom, trotz der städtischen Fördergelder und der guten Zusammenarbeit mit dem Kulturamt. So wie es in einer Demokratie sein sollte.<br /> <br /> <br /> Leipzig, der 21.09.2016<br><br> <a href=''></a> http://www.conne-island.de/news/189.html info@conne-island.de http://www.conne-island.de/news/189.html 2016-09-21 14:12:31 13.01.2016: Pressemitteilung des Conne Island anlässlich der Naziangriffe auf Connewitz am 11.01.2016 — Connewitz ist ein Ort für emanzipatorische Gesellschaftskritik und Hedonismus! —<br /> <br /> Pressemitteilung des Conne Island anlässlich der Naziangriffe auf Connewitz am 11.01.2016<br /> <br /> • Nazis verletzen mehrere Menschen und demolieren Geschäfte, Bars und Autos<br /> • Polizei und Verfassungschutz sind Teil des Problems<br /> • das Conne Island unterstützt die Solidaritätsaktionen für alle Betroffenen<br /> <br /> Am 11.01.2016 sind Nazis aus dem ganzen Bundesgebiet bewaffnet durch den links-alternativ geprägten Stadtteil Connewitz gezogen. Sie haben mehrere Menschen verletzt, Autos demoliert, Scheiben eingeworfen und einen Dönerimbiss verwüstet und beraubt.<br /> <br /> Die Angriffe in Connewitz sind keine bloße Reaktion auf antifaschistische Aktionen gegen Nazis und LEGIDA. Sie stehen in einer Reihe mit rechten Angriffen in Leipzig und Sachsen. Im Laufe der letzten Monate wurde eine Vielzahl von Brandanschlägen verübt bei denen mindestens billigend in Kauf genommen wurde, dass Menschen verletzt oder getötet werden. Das Ziel waren vor allem Flüchtlingsunterkünfte, Dönerimbisse, linke Wohnprojekte und alternative Bauwagen. In zahlreichen Kleinstädten kam es zu rassistischen Übergriffen und Ausschreitungen vor Flüchtlingsunterkünften.<br /> <br /> „In Sachsen herrscht eine rassistische Hegemonie. Da muss kein Nazis befürchten, Ärger für seine menschenverachtenden Taten zu bekommen. Nach Connewitz trauen sich Nazis in größeren Gruppen nur alle 20 Jahre und wenn nur als konzertierte Aktion. Schlimm genug, aber wenigstens haben sich fast alle erwischen lassen.“ (Marvin Alster langjähriger ehrenamtlicher Mitarbeiter im Conne Island)<br /> <br /> Im letzten Jahr waren es aber vor allem die AfD sowie die rassistischen und antimuslimischen PEGIDA/LEGIDA Demonstrationen, die Stimmung gegen Flüchtlinge und ihre Unterstützer/innen machen und damit rechte Gewalt als Volkes Wille nahelegen. Doch auch andere Parteien – allen voran die CDU in Sachsen – unterstützen diese Entwicklung durch fehlende Abgrenzung oder gar das Vertreten PEGIDA-ähnlicher Positionen. <br /> <br /> Bei den Leipziger LEGIDA-Demonstrationen kam es von Anfang an zu Übergriffen von Nazis. Nur dank des breiten Protestes in der Stadt und kontinuierlichem antifaschisti-schen Engagements fanden die LEGIDA-Demonstrationen eingeschränkt hinter massiven Polizeiabsperrungen statt. Und auch hier: entgegen allen anderen demokratischen Parteien im Stadtrat scheut sich die CDU bis heute vor einer unmissverständlichen Stellungnahme gegen LEGIDA.<br /> <br /> Seit Jahren agieren auch die sächsischen Sicherheitsbehörden höchst problematisch. <br /> „Es ist skandalös, dass sich die sächsische Verfassungsschutzbehörde beharrlich weigert, PEGIDA und LEGIDA als das zu problematisieren was sie sind. Sie motivieren zu rassisti-schen Gewalttaten und vergiften das gesellschaftliche Klima.“ so Marvin Alster. „Gleichzeitig werden das Bündnis Leipzig nimmt Platz, alternative Vereine, diverse Musikbands beobachtet und damit kriminalisiert – von einer Behörde, die es sofort abzuschaffen gilt.“ so Alster.<br /> <br /> Der sächsische Verfassungsschutz (VS) setzt mit seiner Extremismustheorie weiterhin rassistische Übergriffe gleich mit linker Gesellschaftskritik, die sich z.B. gegen Gentrifizierung richtet. Alternative Vereine und Jugendclubs, meist der einzige nicht-rechte Rückzugsort im ländlichen Raum Sachsens, sind durch die Nennung im VS-Bericht mit dem Entzug der Gemeinnützigkeit und damit in ihrer Existenz bedroht.<br /> <br /> Auch die Polizei in Sachsen fällt auf durch ihre Nähe zu rechten Organisationen. Dies zumindest legen die persönlichen Bekanntschaften des Nazis und LEGIDA Organisators Alexander Kurth mit Polizisten und die Weitergabe von vertraulichen Polizeiberichten an die NPD nahe.<br /> <br /> Die Politik der sächsischen Landesregierung und die Arbeit der sächsischen Sicherheitsbehörden ist nicht geeignet rassistische, nazistische und neurechte Positionen zu bekämpfen oder rechte Gewalttaten einzudämmen. Im Gegenteil, sie fördern mit ihrer Verharmlosung nazistische Ideologien, rassistisches Denken und verhöhnen zusätzlich deren Opfer.<br /> <br /> Das Conne Island unterstützt daher weiterhin antifaschistische Initiativen, den Protest gegen LEGIDA und die Solidaritätsaktionen für alle Betroffenen von nazistischer und rassistischer Gewalt in Connewitz, Leipzig, Sachsen und darüber hinaus. <br /> (Informationen: www.roter-stern-leipzig.de)<br /> <br /> Linke und links-alternative Gruppen, Kneipen und Veranstaltungsorte werden <br /> gemeinsam weiter dafür sorgen, dass Connewitz ein Ort für Hedonismus und emanzipatorischen Gesellschaftskritik bleibt.<br /> <br><br> <a href=''></a> http://www.conne-island.de/news/182.html info@conne-island.de http://www.conne-island.de/news/182.html 2016-01-13 14:55:12 07.04.2014: Sexismus, nein danke <a href='http://www.conne-island.de/nf/212/19.html'>http://www.conne-island.de/nf/212/19.html</a> http://www.conne-island.de/news/157.html info@conne-island.de http://www.conne-island.de/news/157.html 2014-04-07 23:16:40 17.09.2012: Unterstützung bei sexistischen Erfahrungen im Conne Island <a href='http://www.conne-island.de/nf/198/24.html'>http://www.conne-island.de/nf/198/24.html</a> http://www.conne-island.de/news/132.html info@conne-island.de http://www.conne-island.de/news/132.html 2012-10-02 22:15:49